25 Mai, 2019

Die PrismaLife AG hat im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss von 5.3 Mio. Euro erzielt und damit ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent gesteigert. Die verdienten Prämien lagen mit 129 Mio. Euro nahezu auf Vorjahreshöhe (132 Mio. Euro).

Zugleich passt das Unternehmen seine Positionierung den sich veränderten Marktverhältnissen und Kundenbedürfnissen an und vollzieht einen Marken-Relaunch. «Aus der DNA der PrismaLife als Spezialistin für Nettotarife entwickeln wir uns weiter und bieten nachhaltige Vorsorge und Vermögensaufbau über Generationen hinweg. Wesentliche Aspekte sind dabei die konsequente Umstellung unserer Kapitalanlage nach ESG-Kriterien, entsprechende Investmentstrategien und -fonds für unsere Kunden sowie Nachhaltigkeit in der internen Organisation», sagt PrismaLife-Verwaltungsratspräsident Helmut Posch.

Die PrismaLife nutzt ihren Standortvorteil in Liechtenstein künftig auch für eine stärkere Internationalisierung ihres Angebots. «Von Liechtenstein aus haben wir Zugriff auf die EU-Märkte, unter anderem mit unserer starken Position in Deutschland. Wir können aber auch in der Schweiz und den anderen EFTA-Staaten Produkte anbieten», sagt Holger Beitz, CEO der PrismaLife. Besondere Relevanz hat dies für international mobile Arbeitnehmer. Für diese Zielgruppen erweitert die PrismaLife ihr Angebot. Im ersten Schritt startet der Versicherer ein neues Angebot in Österreich. Die Schweiz und weitere Länder folgen in den kommenden Monaten.

Deutliches Wachstum mit Nettotarifen

Der Erfolg des Geschäftsjahrs 2018 beruht vor allem auf striktem Kostenmanagement und einer Trendwende im Neugeschäft. Wachstumstreiber sind die Nettotarife. Deren Anteil am Neugeschäft ist 2018 auf 75 Prozent gestiegen (2017: 66 Prozent, 2016: 50 Prozent). Bezogen auf laufende Prämien verzeichnete die PrismaLife ein leichtes Neugeschäftswachstum von 5.3 Prozent. Die Beitragssumme im Neugeschäft stieg gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent.

Die nachhaltige Ertragskraft und die stabilen Überschüsse verbesserten auch die Solvabilität des Versicherers: Das Eigenkapital stieg um 22 Prozent auf 29.4 Mio. Euro, die Solvabilitätsquote lag zum Jahresende 2018 bei 130 Prozent – ohne Übergangsmaßnahmen. Zum Ende des zweiten Quartals 2019 erwartet die Gesellschaft einen weiteren Anstieg auf mehr als 140 Prozent.

«Durch die steigende Ertragskraft haben wir trotz des schwachen Kapitalmarkts unser Ergebnis gehalten», sagt Beitz. «Die Verbesserung des Kostenergebnisses ist robust, sodass wir auch zukünftig steigende Überschüsse erwarten. Das eröffnet uns Möglichkeiten für weitere Verbesserungen für die Kunden. Die nachhaltige Ausrichtung und die Internationalisierung bestimmen unsere strategische Entwicklung der nächsten Jahre.»

Kapitalanlagen unter Nachhaltigkeitsaspekten neu ausgerichtet

Im Zuge der nachhaltigen Ausrichtung hat die PrismaLife die Kapitalanlagen im Deckungsstock nach ESG-Kriterien neu ausgerichtet. Zum Jahresende 2018 erreichte der Deckungsstock einen ESG-Score von 73.4 Prozent. Zum Ende des ersten Quartals 2019 stieg dieser auf 75.2 Prozent. «Weitere Optimierungen nach ESG-Kriterien setzen wir im zweiten Quartal um», sagt PrismaLife-CFO Dr. Marco Metzler. Die Fondspalette für die Kunden umfasst neben exklusiven Strategieportfolios, kostengünstigen ETFs und sicherheitsorientierten Renten-, Geldmarkt und Garantiefonds rund 50 ausgewählte Aktienfonds unterschiedlicher Ausrichtung und 11 explizite Nachhaltigkeitsfonds.

Das Team der PrismaLife hat die neue Unternehmenskultur intensiv mit erarbeitet und die Ausrichtung nach ökologischen und sozialen Kriterien sowie einer verantwortlichen Unternehmensführung auch intern umsetzt. Dazu gehört insbesondere ein verstärktes Engagement am Standort Liechtenstein für das Thema Bildung. Der Lebensversicherer kooperiert dazu unter anderem mit der Universität Liechtenstein.

(ots)