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Mittelstand fordert Tempo beim leistungsfähigen Netz

Neben dem Ausbau und dem flächendeckenden Anschluss ans Glasfasernetz geht es jetzt auch um die zeitnahe Vergabe der lokalen 5G-Frequenzen. „Die Zukunft des Mittelstands ist digital. Die Voraussetzungen dafür müssen wir mit moderner Verwaltung, digitaler Bildung und dem Ausbau der Infrastruktur schaffen – und zwar schnellstmöglich“, betont Mittelstandspräsident Mario Ohoven. „Für Schlüsseltechnologien wie autonomes Fahren, Virtual Reality oder Industrie 4.0 brauchen wir leistungsfähige und belastbare Netze und Anschlüsse. Aktuell gilt es vor allem, die lokalen 5G-Frequenzen an den Start zu bringen.“

Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer vom BREKO – Bundesverband Breitbandkommunikation e.V., macht zudem deutlich, dass „die Bundesnetzagentur nun zeitnah die Vergabe der lokalen 5G-Frequenzen starten muss, damit insbesondere die zahlreichen mittelständischen Unternehmen – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – von leistungsfähigen 5G-Lösungen profitieren können. Mit Glasfaser bis zum Unternehmen in Verbindung mit 5G als ‚mobiler Glasfaser‘ machen wir die Unternehmen fit für den Wettbewerb und stärken so den Wirtschaftsstandort Deutschland“.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) sind Partner der Mittelstandsallianz, einer Initiative des BVMW. Die Mittelstandsallianz vereint über 30 mittelständisch geprägte Branchenverbände, die sich gemeinsam für eine mittelstandsfreundliche Gesetzgebung einsetzen.

(ots)

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Studie: Nutzfahrzeuge mit Plug-in Hybrid-Antrieb sind eine praxisorientierte Lösung für bessere Luft in Städten

– Drei Monate nach der Einführung der „Ultra Low Emissions Zone“
(ULEZ) in London zeigt eine Studie das Potenzial von
Plug-in-Hybrid-Nutzfahrzeugen bezüglich der Verbesserung der
Luftqualität in Großstädten
– Unternehmen wie Heathrow Airport, Sky, Transport for London und
Vodafone haben an der 12-monatigen Teststudie teilgenommen, bei der
insgesamt 20 Plug-in-Hybrid-Nutzfahrzeuge von Ford zum Einsatz kamen
– Bei dem Feldversuch legte die elektrifizierte Flotte mehr als
240.000 Kilometer zurück. 75 Prozent der Strecken in Londons
Innenstadt absolvierten die eingesetzten Ford Transit Custom
PHEV-Versuchsfahrzeuge im emissionsfreien Elektromodus
– In Köln und im spanischen Valencia startet Ford weitere
Praxis-Tests mit Plug-in-Hybrid-Nutzfahrzeugen
Drei Monate nach der Einführung der Ultra-Low Emissions Zone (ULEZ) in London deuten die Ergebnisse einer einjährigen Studie in der Hauptstadt von Großbritannien darauf hin, dass Plug-In-Hybrid-Nutzfahrzeuge (PHEV) eine praktische Option für Unternehmen sind, wenn es um die Erreichung von Luftreinhaltungszielen geht.

Bei der Studie – die durch einen Zuschuss des von der britischen Regierung finanzierten Advanced Propulsion Centre in Höhe von 4,7 Millionen Pfund unterstützt wurde – kamen 20 Ford Transit Custom Plug-in-Hybrid-Vorserienfahrzeuge zum Einsatz, die in einen Zeitraum von zwölf Monaten rund 240.000 Kilometer zurücklegten. Bei dem Praxistest sollte untersucht werden, ob Unternehmen die typischen Aufgabenfelder von dieselgetriebenen Nutzfahrzeugen abdecken können, dabei jedoch mit Plug-in-Hybriden möglichst oft im emissionsfreien Elektromodus fahren. Die Teilnehmer der Studie waren: Addison Lee, Autoglass, British Gas, Clancy Plant, DPD, Heathrow Airport, Interserve, Mears Group, Metropolitan Police, Morrison Utility Services, RNLI, Royal Mail, Speedy Services, Sky, Transport for London und Vodafone. Sie alle repräsentieren einen Querschnitt der städtischen Unternehmen in London und integrierten die Ford Transit Custom Plug-In-Hybrid-Transporter in ihren täglichen Betrieb.

Während des Versuchszeitraums fanden 75 Prozent der Fahrten im Zentrum Londons statt und 49 Prozent der Strecken im Großraum London legten die Testfahrzeuge im reinen Elektromodus zurück. Die Ergebnisse zeigen, dass die Plug-in-Hybrid-Nutzfahrzeuge auch ohne eine flächendeckende Lade-Infrastruktur die Emissionen in der Innenstadt deutlich reduzieren, wobei der Range Extender (Benzinmotor) nur bei längeren Fahrten genutzt wurde. In London werden an einem normalen Wochentag rund 280.000 Fahrten mit Nutzfahrzeugen durchgeführt, dies entspricht 13 Millionen gefahrenen Kilometer – Tendenz steigend. Leichte Nutzfahrzeuge machen 75 Prozent des innerstädtischen Güterverkehrs aus, allein in der Londoner Innenstadt sind in Spitzenzeiten mehr als 7.000 Transporter pro Stunde unterwegs. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in anderen europäischen Großstädten, was zum Teil auf das rasche Wachstum des Online-Handels zurückzuführen ist. Infolgedessen werden von den Behörden auf dem gesamten Kontinent strengere Emissionskontrollen eingeführt, was den Druck auf die Unternehmen erhöht, nachhaltige und praxistaugliche Lösungen zu finden.

„Eine lokal emissionsfreie Mobilität ist für die Zukunft unserer Städte und ihrer Bürger von wesentlicher Bedeutung, aber wir wissen, dass es immer noch einige Hürden auf dem Weg zur Elektrifizierung gibt“, sagte Mark Harvey, Director, Urban Electrified Van Programme. „Wir wissen auch, dass Unternehmen nach wie vor berechtigte Bedenken hinsichtlich der Palette der rein batterie-elektrischen Fahrzeuge sowie ihrer Kosteneffizienz und Zuverlässigkeit haben. Mit den Tests in London hat Ford untersucht, inwieweit PHEVs dazu beitragen können, die Luftreinhalteziele in Städten zu erreichen, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen“.

Ford hat die Erkenntnisse aus dem Versuch mit Prototypenfahrzeugen in die Optimierung der Ford Transit Custom- und Ford Tourneo Plug-In Hybrid-Serienmodelle einfließen lassen, die voraussichtlich Ende 2019 im Handel erhältlich sein werden. Zu den Verbesserungen gehören eine optimierte Motorleistung und überarbeitete Anzeigen, um Fahrer besser anzuleiten, wie sie die Akku-Regeneration maximieren können. Vorgesehen ist darüber hinaus eine achtjährige Batteriegarantie*.

Weitere Feldversuche in Köln und Valencia werden Daten aus zusätzlichen Städten liefern. Dort kommen Kastenwagen und Personentransporter zum Einsatz, um den verschiedenen Anforderungen an Nutzfahrzeuge gerecht zu werden: der Ford Transit Custom und der Ford Tourneo Custom. Die neuen Fahrzeuge ermöglichen eine emissionsfreie Reichweite von bis zu 50 Kilometern und nutzen einen 1,0-Liter-EcoBoost-Benzinmotor als Range Extender für eine Gesamtreichweite von mehr als 500 Kilometern. Der kompakte Akku unter dem Fahrzeugboden kann bequem mit einer Standard-Steckdose aufgeladen werden und ist so konzipiert, dass der Innenraum und die Ladekapazität des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt werden.

„Im Rahmen dieser Studie bekamen Kunden erstmals solch frühe Prototypen-Versionen zur Verfügung gestellt, wir konnten ihr Feedback direkt in die Serienfahrzeuge einfließen lassen“, fügte Harvey hinzu. „Die Rückmeldungen waren überwältigend positiv, die Anwender wollten die Fahrzeuge am liebsten gar mehr zurückgeben“.

Ford hat kürzlich angekündigt, dass 2021 ein neuer, rein batterie-elektrischer Ford Transit in das europäische Angebot elektrifizierter Nutzfahrzeuge aufgenommen wird. Der neue Transporter wurde für lokal emissionsfreien Antrieb entwickelt und trägt zu saubereren und leiseren Städten bei, zusätzlich wird er die Betriebskosten für Unternehmen und Anwender reduzieren.

Ford ist europaweit die Nummer 1 im Segment der leichten Nutzfahrzeuge. Der Absatz der Ford Transit-Baureihe stieg im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,8 Prozent auf insgesamt 81.700 verkaufte Exemplare.

* Details zur Garantie erfahren Sie im Zuge der Markteinführung beim Ford-Händler.

Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert. Weitere Presse-Informationen finden Sie unter www.media.ford.com.

(ots)

Führungswechsel bei Mindtree nach Kontrollwechsel

Mindtree, ein globaler Dienstleister im Bereich Technologie und digitaler Wandel, gab bekannt, dass Krishnakumar Natarajan, Executive Chairman, N S Parthasarathy, Executive Vice Chairman und Chief Operating Officer und Rostow Ravanan, CEO und Managing Director, ihre Rücktritte als Vorstandsmitglieder von Mindtree Ltd und als Mitarbeiter des Unternehmens eingereicht haben. Sie bleiben bis zum 17. Juli 2019 als Vorstandsmitglieder und im Einklang mit ihren Arbeitsverträgen als Mitarbeiter tätig, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Darüber hinaus haben sie zusammen mit den anderen Firmengründern das Unternehmen gebeten, sie nach geltendem Recht als Promotoren zu deklassieren.

Das Unternehmen wird zu gegebener Zeit ein neues Führungsteam bekannt geben.

„Mindtree hat in den letzten zwei Jahrzehnten durch seine differenzierte Strategie und seine einzigartige Kultur außergewöhnliche Leistungen für alle unsere Stakeholder erbracht. Wir sind allen unseren Kunden, Mindtree Minds und externen Stakeholdern für ihre unerschütterliche Unterstützung auf unserem Weg dankbar“, so Krishnakumar Natarajan, Executive Chairman bei Mindtree. „Wir wünschen dem neuen Führungsteam von Mindtree alles Gute.“

(ots)

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8. Zermatt Summit – 12. – 14. September 2019 in Zermatt

In weniger als drei Monaten findet vom 12. bis 14. September 2019 der 8. Zermatt Summit in Zermatt statt. Mehr als 150 Wirtschafts- und Meinungsführer aus der Schweiz, Europa und Übersee treffen sich in den Walliser Alpen, um mehr Menschlichkeit in den Prozess der Globalisierung einzubringen und neue Business-Modelle zu diskutieren, die der Gesellschaft und dem Gemeinwohl dienen.

Eine kürzlich vom Wirtschaftberatungsunternehmen Accenture aufgelegte Studie besagt, dass Markenhersteller und Handelsunternehmen zurzeit massiv unter Zugzwang stehen, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Für Marken führe kein Weg mehr an nachhaltigen Produkten vorbei. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass Verbraucher durchaus dazu bereit sind, mehr für umweltfreundliche Produkte zu zahlen. Für moderne und progressive Unternehmen ist es deshalb wichtig, Produkte so zu konzipieren, dass sie wiederverwertet oder recycelt werden können. Am Zermatt Summit treten Top-Referenten und Diskussionsteilnehmer aus Wirtschaft, Forschung, Hochschule und Politik auf, die konkrete Beispiele von disruptiven Modellen aufzeigen und erklären, wie sie ihre Träume einer besseren und umweltverträglicheren Welt verwirklichen und ihre Projekte gestaltet haben.

Top-ReferentInnen und PanelteilnehmerInnen

Das Lineup der ReferentInnen und DiskussionsteilnehmerInnen ist beeindruckend: Romy Biner-Hauser (Mayor of Zermatt), Christopher Wassermann (Founder and President of the Zermatt Summit Foundation), Adrian Pabst (Political Scientist, Dean University Kent), Stephan Wrage (Founder, CEO, awarded Chairman of Skysails), Ivanka Milenkovic (Founder, CEO, Expert in Microbiology of Ekofungi), Hans Stier (Founder, CEO of Bonaverde Coffee), Dr. Suat Topsu (President Advisory Board of Ellipz Smart Solutions of LiFi), Jonathan Normand (Founder, Director of BLab Switzerland), Briac Barthes (Co-Founder, CEO of hiLyte), Sofia de Meyer (Co-Founder Les Jus d’Opaline and Foundation Opaline) Patrick Schmutz (Director Serbeco Group), Christophe Barman (Co-Founder and General Manager Loyco), Christoph Inauen (Co-Founder Choba Choba), Clara Gaymard (Co-Founder Raise, in the Board of Veolia, Bouygues, Danone, LVMH), Gonzague de Blignières (Co-Founder of Raise, former Chairman Equistone France), Alisée de Tonnac (CEO, Co-Founder Seedstars, Board of School Management Fribourg), Carlos Moreira (CEO Wisekey), Giuseppe Lavazza (Vice-President Lavazza Group), Hans Schwab (Founded numerous ventures in the Technology and Services Industry), Mats B. Nilsson (Chairman, Founder of Biomimetic Technology), Henry Liang (President Taiwan Lung Meng Technology), Brandon Pitcher (Co-Owner of Blue Circle Developments), Dan Mapes (Founder, President of Verses), Raivis Vaitekuns (Founder and CEO of Coffee Pixels), Prof. Dr. Gunter Pauli (Author, Founder of ZERI Network, Blue Economy), Marco Simeoni (Founder of Race for Water), Tarita Alarcon Rapu (Governor of Easter Island), Javier Morales (Projekt Manager El Hierro Transformation Programme), Jean-Luc Wilain (Head of Business Development IBL Group) and Nicolas Buttet (Member of the Zermatt Summit Board)

Fünf Beispiele aus der Referentenliste im Kurzporträt

Eigentlich verdienen alle ReferentInnen und PanelteilnehmerInnen eine Sondervorstellung, denn alle haben einen Leistungsausweis, der sich sehen lassen kann. Eines ist ihnen allen gemeinsam: Sie stehen für ethisches Wirtschaften in einer immer komplexeren Welt.

Alisée de Tonnac ist eine weltweit anerkannte Unternehmerin und Mitbegründerin von Seedstars. Im Jahr 2013 beschloss Alisee de Tonnac, ihren Job aufzugeben und die Welt zu bereisen, um die vielversprechendsten Talente zu finden, die die Zukunft der Schwellenländer beeinflussen würden. Seitdem hat sie nie aufgehört, nach den besten Changemakern zu suchen. Sie wurde kürzlich vom Forbes Magazine als eine der führenden «Social Entrepreneur under 30» nominiert.

Der zweite Referent, der vom Forbes Magazine für die gleiche Kategorie wie Tonnac nominiert worden ist, heisst Briac de Barthes. Er ist Mitbegründer von hiLyte. Das in der Schweiz ansässige Startup-Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt Menschen, die noch Kerosin für die Beleuchtung verwenden, billige, saubere Energie zu liefern. Der hiLyte-Akku liefert genügend Strom, um sowohl ein Telefon aufzuladen als auch einen Raum für eine Nacht zu beleuchten. Alle Verbrauchsmaterialien sind ungiftig und überall auf der Erde leicht zu finden.

Raivis Vaitekuns gilt in der Szene als echter Bio-Hacker. Er ist Gründer und CEO von Coffee Pixels und nimmt am Zermatt Summit an einem von Prof. Dr. Gunter Pauli moderierten Panel zum Thema „Opportunities in the Blue Economy“ teil. Er und sein estnisches Team revolutionieren die Kaffeeindustrie, indem sie Abfall in Nährstoffe und Lebensmittel umwandeln.

Marco Simeoni, Gründer von Race for Water wird über die Fortschritte, die sein Projekt seit dem letzten Zermatt Summit gemacht hat, berichten. Seine Stiftung „Race for Water“ setzt sich seit Jahren für die Qualität von Wasser und insbesondere für den Schutz unserer Ozeane ein, die heute unter der katastrophalen Verschmutzung durch Plastikmüll leiden.

Einen in der Genusswelt grossen Namen trägt der Top-Referent Giuseppe Lavazza, der als erster Kaffeemarktführer im 2015 zu 100% kompostierbare und biologisch abbaubare Kaffeekapseln auf den Markt brachte. Er kämpft für eine nachhaltigere, sozialere und umfassendere Zukunft für Rohstoffhersteller und -händler.

Informationen zum Programm und Ticketverkauf unter www.zermattsummit.org

(ots)

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  • Die Referentenliste des Zermatt Summit beeindruckt / 8. Zermatt Summit – 12. – 14. September 2019 in Zermatt: obs/Zermatt Summit

Ohoven: 44-Euro-Freigrenze nutzt Millionen Arbeitnehmern und Arbeitgebern

In einem gemeinsamen Brief an den Bundesfinanzminister plädieren der BVMW sowie neun weitere Verbände der Mittelstandsallianz* dafür, die bewährte 44-Euro-Freigrenze bei steuerfreien Sachbezügen für Guthabenkarten zu erhalten. Dazu erklärt Mittelstandspräsident Mario Ohoven:

„Die vom Bundesministerium der Finanzen geplanten Änderungen bei Prepaidkarten lehnen wir ab. Dies käme der Abschaffung der 44-Euro-Freigrenze durch die Hintertür gleich und würde erhebliche Nachteile für Millionen von Beschäftigten und mittelständischen Arbeitgebern in Deutschland nach sich ziehen.

Hundertausende Unternehmen bieten ihren Beschäftigten diesen steuerfreien Zusatz an. Der Großteil erhält den Sachbezug über Prepaidkarten, die wiederaufladbar sind und bei vielen Akzeptanzstellen eingelöst werden können. Dieses Gehaltsplus ist ein bewährtes Instrument der Mitarbeiterbindung, von dem insbesondere Geringverdiener profitieren.

Die Möglichkeiten von steuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezügen im Bereich der Guthabenkarten dürfen nicht eingeschränkt werden. Gemeinsam mit anderen mittelständischen Verbänden setzt sich der BVMW deshalb für die Beibehaltung der bewährten Prepaidkarten bei der 44-Euro Freigrenze ein.“

Link zum Verbändebrief: https://bvmw.info/verbaendebrief-scholz

(ots)

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Optimismus der Wirtschaft weltweit auf dem Rückzug

Joachim Riese, Vorstandsvorsitzender der Warth & Klein Grant Thornton AG.

Mittelständische Unternehmer in Deutschland rechnen in der zweiten Jahreshälfte 2019 weiterhin mit weniger Wachstum und sinkenden Umsätzen. Diese Einschätzung teilen Mittelständler aus aller Welt und bewerten die Aussichten für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung auch international immer pessimistischer, wobei die die Ausprägung regional uneinheitlich ist.

Das ist das Ergebnis des aktuellen Grant Thornton International Business Reports (IBR), einer halbjährlichen Umfrage unter rund 5.000 Führungskräften mittelständischer Unternehmen in 35 Ländern.

Damit setzt sich der Trend, der sich bereits vor einem halben Jahr angedeutet hat, unverändert fort: Weltweit gesehen, notiert der aus dieser Studie abgeleitete Optimismus-Index einen stark reduzierten Wert von nur noch 32% – ein Rückgang um weitere sieben Prozentpunkte (39% im 2. Hj. 2018) und der schwächste Wert seit drei Jahren (26% im 1. Hj. 2016). Zwei Drittel der Befragten sehen die Zukunft ihrer eigenen Unternehmungen zudem pessimistisch.

Stimmung deutscher Unternehmer weiterhin gedämpft

In Deutschland blicken nur noch 42% der Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft. Noch vor einem Jahr stand der Optimismus-Wert hierzulande auf seinem Allzeithoch von 80%. Damals blickten nach einer Phase des starken Wirtschaftswachstums deutsche Mittelständler so zuversichtlich in die Zukunft wie nie zuvor.

Diese Zuversicht hat sich weitgehend verflüchtigt. Bezogen auf die Umsatzentwicklung glauben aktuell nur noch schwache 28% der deutschen Unternehmer an ein Wachstum in 2019. Vor einem Jahr lag dieser Wert mit 64% noch deutlich darüber.

Neben allgemeinen politischen und konjunkturellen Entwicklungen machen 50% der befragten deutschen Unternehmen die fehlende Verfügbarkeit von Fachkräften dafür verantwortlich.

Leicht optimistischeres Bild in Frankreich und Großbritannien

Ein etwas besseres Bild zeichnen Frankreich und überraschenderweise auch Großbritannien. Frankreichs Mittelstand stabilisiert sich bei einem Wert von 29% und klettert im Vergleich zum 2. Halbjahr 2018 (23%) um sechs Prozentpunkte in die Höhe.

Auch in Großbritannien ist der Glaube an einen Aufschwung leicht angestiegen, liegt mit 13% aber weiterhin deutlich unter dem Niveau vor dem Referendum (58%). Trotz des nicht enden wollenden Brexit Dramas erwarten noch 38% der befragten britischen Unternehmen in den kommenden Monaten einen Umsatzanstieg. Während der letzten Befragung waren es 31%. Dies ist in Anbetracht der aktuellen politischen Lage überraschend.

Auch wenn in beiden Ländern leichte Aufwärtsbewegungen zu verzeichnen sind, bleibt das Optimismus-Niveau insgesamt niedrig.

China, Japan und die USA schwächeln

In China gehen die Erwartungen mittelständischer Unternehmen ebenfalls stark zurück. Dort liegt der Rückgang bei 34 Prozentpunkten und nur noch 45% der chinesischen Unternehmer blicken positiv in die Zukunft (2. Hj. 2018: 79%).

Japan, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, hat mit großen Unsicherheiten innerhalb der Wirtschaft zu kämpfen. Nur 16% sind optimistisch gestimmt, dagegen glaubt mehr als jeder zweite befragte Mittelständler (57%) nicht an ein Wirtschaftswachstum (2. Hj. 2018: 50%) in diesem Jahr.

Auch die USA schwächeln: Hier gehen zwar noch 52% des Mittelstandes von einem Wirtschaftswachstum aus und die Amerikaner liegen somit vor China und Japan, aber im Vergleich zum Vorjahr fiel der Index hier ebenfalls weiter um sieben Prozentpunkte (2. Hj. 2018: 59%).

Der Rückgang der amerikanischen und chinesischen Erwartungen kann als Folge des andauernden Handelskrieges zwischen den USA und China gesehen werden. Die beiden Großmächte liegen dennoch mit ihrem Optimismus-Index deutlich über dem globalen Wert.

Unsicherheiten drücken Stimmung

Die schwindende Zuversicht in Europa ist vor allem auf die andauernden politischen und – daraus abgeleitet – wirtschaftlichen Unsicherheiten zurückzuführen.

Der kommende Brexit, die Uneinigkeit innerhalb der EU nach der Wahl des Europäischen Parlamentes und der weitere Aufstieg nationalistischer politischer Parteien in den großen westlichen Volkswirtschaften wird von den befragten Führungskräften als Bedrohung für die wirtschaftliche Stabilität eingestuft. Der andauernde Handelskonflikt zwischen USA und China, die Krise am Persischen Golf und die schwächelnde Große Koalition in Deutschland – all diese Entwicklungen drücken auf die Konjunktur und dämpfen den Optimismus.

„Unsere Studie verdeutlicht die tragende Rolle politischer Stabilität für wirtschaftlichen Erfolg. Sie ist im Prinzip ein Appell an die politische Vernunft und für klare Verhältnisse sowie die Kooperation auf internationaler Ebene. Auch die deutsche Politik muss ihre Beiträge dazu leisten und eine klare Richtung vorgeben“, erklärt Joachim Riese, Vorstandsvorsitzender der Warth & Klein Grant Thornton AG.

(ots)

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  • Optimismus der Wirtschaft weltweit auf dem Rückzug: obs/Warth & Klein Grant Thornton

Deutscher Gründerpreis für Start-up German Bionic Systems

Sie wollen Menschen helfen, die Schwerstarbeit leisten müssen. Die Augsburger Cousins Peter Heiligensetzer und Armin Schmidt haben „Kraftanzüge“ entwickelt und marktreif gemacht, die beim Heben und Transportieren großer Lasten bis zu 25 Kilogramm kompensieren. Dafür wurden sie am 2. Juli 2019 in Berlin mit dem begehrten Deutschen Gründerpreis ausgezeichnet. Laudator Oliver Blume, Vorsitzender des Vorstandes der Porsche AG, lobte im ZDF-Hauptstadtstudio vor 400 Gästen die Erfindung – das so genannte Exoskelett: „Der Roboter imitiert nicht nur Bewegungsabläufe. Er lernt auch neue hinzu und erkennt individuelle Bewegungsmuster. Mir fallen auf Anhieb viele Bereiche ein, in denen man Exoskelette einsetzen kann“, sagte der Chef des Sportwagenherstellers, „in der Produktion, in der Logistik und sogar in der Pflege von Menschen.“ Blume zeigte sich überzeugt, dass solche „Kraftanzüge“ die Arbeit an vielen Stellen verändert wird, sie menschlicher, nachhaltiger und einfacher machen werden. Den glücklichen Gründern wünschte der Porsche-Chef, dass der Preis „so etwas wie ein Exoskelett für ihr Geschäft“ werde. Blume: „Eine kleine Hilfe für Ihren ganz großen Durchbruch. Das würde uns alle freuen!“

Mit dem Deutschen Gründerpreis ist für Peter Heiligensetzer und Armin Schmidt eine wertvolle Unterstützung verbunden. Praxiserfahrene Spezialisten der Managementberatung Porsche Consulting, Tochter des Zuffenhausener Sportwagenherstellers, werden German Bionic Systems bei der Weiterentwicklung ihres jungen Geschäfts und dem High-Tech-Produkt für die Industrie 4.0 intensiv unterstützen. Ein erster Schritt ist bereits gemacht: In Japan hat die Firma, die 2016 angefangen hat, ein Büro in Tokio eröffnet.

Die Porsche Consulting GmbH beschäftigt weltweit 580 Mitarbeiter und zählt zu den Top-Ten-Managementberatungen in Deutschland. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft des Sportwagenherstellers Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart. Porsche Consulting hat Standorte in Stuttgart, Hamburg, München, Berlin, Mailand, São Paulo, Shanghai, Atlanta und Belmont (Silicon Valley). Unter dem Leitmotiv „Strategisch denken, pragmatisch handeln“ unterstützen die Berater Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer Innovationskraft. Zu den Klienten gehören Konzerne und mittelständische Unternehmen aus der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Weitere Klienten kommen aus dem Finanzdienstleistungssektor, der Konsumgüterindustrie und dem Handel sowie aus der Baubranche.

(ots)

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  • Deutscher Gründerpreis für Start-up German Bionic Systems: obs/Porsche Consulting GmbH

Bauzinsen: Ein Rekord jagt den nächsten

Die Bauzinsen eilen derzeit von einem Rekordtief zum nächsten. Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Zinsen im Schnitt um mehr als zehn Basispunkte verbilligt. Seit Jahresanfang beträgt das Minus – je nach Laufzeit – sogar 40 bis 50 Basispunkte.

Hauptgrund für den Rückgang sind die deutlich rückläufigen Renditen bei zehnjährigen Bundesanleihen, die den Takt für die Bauzinsen vorgeben. Denn die Kreditinstitute refinanzieren ihre Immobilienkredite überwiegend durch Pfandbriefe. Und für diese Papiere dient die zehnjährige Bundesanleihe als Benchmark. Am Mittwoch markierten die Renditen ein neues Allzeittief bei minus 0,39 Prozent.

Laut Biallo-Baugeld-Index wird für ein Baudarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung im Schnitt ein Effektivzins von 0,96 Prozent pro Jahr verlangt (Jahresanfang: 1,37 Prozent). Für ein 15-jähriges Darlehen liegen die Zinsen bei 1,33 Prozent (Jahresanfang: 1,78 Prozent), bei 20 Jahren Laufzeit werden im Schnitt 1,53 Prozent fällig (Jahresanfang: 2,01 Prozent).

Der Unterschied wird an folgendem Beispiel deutlich: Wer jetzt einen Baukredit über 300.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung aufnimmt, spart bei einer Anfangstilgung von 3,5 Prozent über die Laufzeit rund 10.000 Euro an Zinskosten, als wenn er den Kredit zum Jahresanfang abgeschlossen hätte.

Doch es geht noch günstiger: Laut Baufinanzierungsvergleich von biallo.de (www.biallo.de/baufinanzierung) gibt es ein Baudarlehen in Höhe von 300.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung, 60 Prozent Beleihung und 3,5 Prozent Anfangstilgung bereits für 0,50 Prozent effektiv pro Jahr – und zwar bei der Degussa Bank und Hypovereinsbank.

„Potenzielle Häuslebauer sollten die Gunst der Stunde nutzen und endlich Nägel mit Köpfen machen“, sagt Horst Biallo, Gründer und Herausgeber von biallo.de. „Denn viel günstiger wird es wohl kaum, zumal die Mieten und Immobilienpreise mittelfristig weiter nach oben klettern dürften. Eine nachhaltige Entspannung ist hier jedenfalls nicht in Sicht.“

Erst-Kreditnehmern empfiehlt Biallo – entsprechende Bonität vorausgesetzt – ein sogenanntes Volltilgerdarlehen. „Damit können Häuslebauer die historisch niedrigen Zinsen über die gesamte Laufzeit festzurren und das Zinsänderungsrisiko ausschalten. Schließlich gewähren Volltilgerdarlehen hohe Planungssicherheit, da Zins- und Tilgungsraten feststehen, bis der Kredit abbezahlt ist.“

Die besten Angebote für ein Volltilgerdarlehen über 300.000 Euro mit 60 Prozent Beleihung und 20 Jahren Laufzeit liefern laut Biallo-Vergleich (www.biallo.de/volltilgerdarlehen) derzeit die Deutsche Bank (1,07 Prozent), die Hypovereinsbank (1,11 Prozent) und die Allianz (1,13 Prozent).

„Wessen Baufinanzierung in den nächsten 36 Monaten ausläuft, kann sich das aktuelle Zinsniveau mit einem sogenannten Forward-Darlehen für die Anschlussfinanzierung sichern“, rät Biallo. „Allerdings sollten Verbraucher die Angebote genau vergleichen und durchrechnen. Denn je weiter das Darlehen in der Zukunft liegt, desto höher fällt der Zinsaufschlag aus.“ Dieser kann je nach Anbieter zwischen null und 0,05 Prozent pro Monat betragen. Einige Anbieter verzichten sogar in den ersten Monaten bis zur Abnahme auf einen Zinsaufschlag (www.biallo.de/forward-darlehen).

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  • Bauzinsen: Ein Rekord jagt den nächsten: obs/Biallo & Team GmbH/Romolo Tavani / Shutterstock.com

Superfood: „planet e.“ im ZDF über den Hype ums gesunde Essen

Chia-Samen, Goji-Beeren und Quinoa als Ersatzgetreide – solche „Superfoods“ sollen gut für die Gesundheit sein und schlanker und leistungsstärker machen. Der Hype ist längst global – doch wie groß ist der Nutzen wirklich? Am Sonntag, 7. Juli 2019, 16.30 Uhr im ZDF, fragt „planet e.“ in „Superfood – Der Hype ums gesunde Essen“ bei Verbrauchern, Medizinern und Erzeugern nach den Wirkungen der vermeintlichen Alleskönner. Zudem richtet sich der Blick auch darauf, was dieser Boom auf fruchtbaren Feldern anrichten kann. Der Film von Anne Kauth ist ab Freitag, 5. Juli 2019, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek verfügbar.

In deutschen Großstädten finden sich immer mehr „Superfood-Restaurants“. Florian Klar aus Bochum hat sein „Nährstoff-Reich“, das erste Superfood-Bistro des Ruhrgebiets, vor einem Jahr eröffnet. Er setzt beim Lebensmitteleinkauf auf ein Mischkonzept: Die Zutaten kauft er bei regionalen Händlern, verarbeitet aber exotische Superfoods in seinen Gerichten.

Der Trend zu Quinoa, Goji und Chia findet sich auch im Supermarkt wieder. Die Lebensmittelindustrie hat gemerkt: Damit lässt sich Geld verdienen. Seitdem gibt es Müsli mit Chia-Samen, Quinoa im Kochbeutel und Goji-Beeren im Müsliriegel. Superfood ist kein geschützter Begriff und bedeutet zunächst einmal, dass diese Lebensmittel einen hohen Anteil an Nährstoffen enthalten. „Jedes Land hat sein eigenes Superfood“, sagt Ernährungswissenschaftler Dr. Matthias Riedl. Heidelbeeren, Leinsamen, schwarze Johannisbeeren, Grünkohl sind demnach die in Deutschland heimischen Superfoods.

Was der weltweite Boom um Superfood anrichten kann, zeigt sich am Beispiel Bolivien, einem der Hauptexporteure von Quinoa. Mit dem Hype um das sogenannte Inka-Korn haben sich die Exporte von 2007 bis 2013 vervierfacht. Der steigende Preis auf dem Weltmarkt führte dazu, dass die Andenbauern ihre Anbauflächen ausgeweitet haben. Nach zwei Jahren Quinoa-Anbau in Folge sind die Felder meist nicht mehr zu gebrauchen – sie gleichen einer Wüste.

Ansprechpartner: Thomas Hagedorn, Telefon: 06131 -70-13802;
Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de
Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/planete

Pressemappe: https://presseportal.zdf.de/pm/planet-e/

„Planet e. in der ZDFmediathek“: https://planete.zdf.de

https://twitter.com/ZDFpresse

(ots)

Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland 2019: Die Preisträger stehen fest

Die fünf Preisträger des Medienkompetenzpreises Mitteldeutschland 2019 stehen fest. Sie sind heute, Sonnabend, 22. Juni, beim MDR in Leipzig ausgezeichnet worden. Der Preis für die besten Medienkompetenzprojekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von der Arbeitsgemeinschaft der Mitteldeutschen Landesmedienanstalten (AML) und vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) ausgelobt.

Der Medienkompetenzpreis wird in fünf Kategorien vergeben. Eine Fachjury – bestehend aus Katja Friedrich, Geschäftsführerin medien+bildung.com, Tim Gailus, Moderator KiKA Medienmagazin „Timster“, Prof. Dr. Sonja Ganguin, Professur für Medienpädagogik an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Stefan Iske, Professur für Pädagogik und Medienbildung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie Prof. Dr. Erich Schäfer, Professur für Methoden der Erwachsenenbildung, Ernst-Abbe-Hochschule Jena – hatte aus 30 nominierten Medienkompetenzprojekten und Ideen die besten ausgewählt. Der Gewinner in der Kategorie „Bestes Produkt eines Mitteldeutschen Medienkompetenzprojektes“ ist über ein öffentliches Online-Voting ermittelt worden.

Die Preisträger im Einzelnen:

Kategorie 1: „Bestes Mitteldeutsches Medienkompetenzprojekt für/mit Kinder/n bis 12 Jahre“
„Wir gestalten einen Film zum ‚ABC der Tiere'“
Schülerinnen und Schüler der Förderschule „St. Franziskus“, Dresden
Projektleitung: Belkis Föder und Margrit Bennert
Unterstützt durch den SAEK Dresden

Kategorie 2: „Bestes Mitteldeutsches Medienkompetenzprojekt für/mit Jugendliche/n von 13 bis 19 Jahre“
„Post an Alex – Willkommen in Humboldts Welt“
Ein Projekt des Thüringer Medienbildungszentrums für Schülerinnen und
Schüler aus Thüringen, Projektleitung: Marie-Kristin Heß
Unterstützt durch Thüringer Bürgerradios und die (Kinder-)Universität
Erfurt

Kategorie 3: „Bestes Mitteldeutsches Medienkompetenzprojekt für/mit Erwachsene/n“
„‚Ich höre was, was du nicht siehst‘ – Ein Rundgang mit den Ohren
durch Leipzig“
Mitwirkende des Medienclubs Leipziger Löwen sowie weitere Senioren
und Studenten, Projektleitung: Rebekka Haubold
Unterstützt durch den GAM e.V., Leipzig und das Seniorenkolleg der
Universität Leipzig

Kategorie 4: „Bestes Produkt eines Mitteldeutschen Medienkompetenzprojektes“
Kurzspielfilm „Ein Traum von Glück“
Konzipiert und umgesetzt von Schülern der Jenaplan-Schule Jena
Betreuung: Susanne Blechschmidt

Kategorie 5: „Beste Idee für die Realisierung eines Mitteldeutschen Medienkompetenzprojektes“
„‚DIA – Die Influencer Academy‘ – Ein medienpädagogisches Drama Game“
Thüringer Medienbildungszentrum, Projektleitung: Mirko Pohl

Zur Teilnahme aufgerufen waren Vereine, Schulen, Einrichtungen, Initiativen und Privatpersonen, die im Zeitraum Juli 2017 bis Februar 2019 in einem der drei mitteldeutschen Bundesländer ein entsprechendes Projekt realisiert oder eine überzeugende Idee entwickelt haben. Ins Rennen gingen rund 100 Bewerbungen.

MDR-Intendantin Karola Wille:

„Ich freue mich über die Vielzahl der Bewerbungen, die Qualität der eingereichten Projekte und die Kreativität, mit der diese umgesetzt werden. Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für die Teilhabe aufgeklärter und mündiger Bürger am gesellschaftlichen Dialog. Unsere Preisträger zeigen ganz konkrete Wege für deren zeitgemäße Vermittlung auf. Ihre Arbeit trägt im besten Sinne zur Stärkung unseres demokratischen Gemeinwesens bei. Auch mit der Verleihung des Medienkompetenzpreises Mitteldeutschland lenken wir die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema und können stellvertretend mit den Preisträgern all diejenigen würdigen, die sich täglich an Bildungseinrichtungen, in Vereinen, in Initiativen und in Projekten für Medienbildung in Mitteldeutschland einsetzen. Der MDR ist daher gern Promoter und Unterstützer für diese wichtige Aufgabe. Mit unserem Medienkompetenzportal MEDIEN360G setzen wir selbst kreative journalistische Impulse und tragen zur Vernetzung bestehender Initiativen in Mitteldeutschland und darüber hinaus bei.“

Eva Brackelmann, SLM

„Über die Bedeutung von Medienkompetenz zu reden, ist eine Sache. Dies aber auf die Straße zu bringen und wahrzunehmen, was Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrer Lebenswelt gerade beschäftigt und sie darin zu unterstützen, die Medien dabei sicher und bereichernd für sich zu nutzen, ist eine ganz andere Herausforderung. Hier ist es spannend zu sehen, wie in den mitteldeutschen Ländern unterschiedliche Strukturen gewachsen sind und die Akteure teils eng miteinander kooperieren, um eine Bandbreite an lebensnahen Projekten und Ideen zu präsentieren, die mich beeindruckt. Durchdacht, engagiert, vernetzt – das macht Laune. Und bekräftigt uns als Landesmedienanstalten, dass unsere Förderungen und Initiativen in diesem Bereich auf fruchtbaren Boden fallen und motivieren, sich der geschilderten Herausforderung kreativ anzunehmen. Den MDR dabei an der Seite zu haben verschafft den Akteuren die breite Aufmerksamkeit, die sie verdienen.“

Der Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland

Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), die Medienanstalt Sachsen-Anhalt, die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) sowie der MDR richten im Rahmen einer bundesweit einmaligen Zusammenarbeit seit 2015 alle zwei Jahre einen Wettbewerb aus, der herausragende Medienkompetenzprojekte aus Mitteldeutschland prämiert. Anliegen der Partner ist es, außerordentliche Projekte, Produkte und Ideen hervorzuheben, die darauf abzielen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen bewussten, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit Medien nahe zu bringen.

Jede Kategorie ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro dotiert.

In diesem Jahr lag die rotierende Federführung bei der SLM.

(ots)

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