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Neue Management-Ebene bei Promedico

Aufstrebendes Grazer Familienunternehmen rüstet sich für die Zukunft

Promedico steht für Fortschritt und Innovation – um diesen Pioniergeist weiterhin zu leben, erfand sich das Management-Team des Grazer Familienunternehmens im Oktober neu: Reinhard Wagner ist ab sofort stellvertretender Geschäftsführer von Promedico und leitet den neu entstandenen Bereich „Business Development“. Zudem übernimmt Kommunikationsexpertin und langjährige Promedico-Mitarbeiterin Alina Lauchart die Leitung des Bereichs „Marketing und Kommunikation“. Promedico geht damit einen wichtigen strategischen Schritt, um die Unternehmensentwicklung weiter voranzutreiben.

Mit Oktober integriert Promedico gleich zwei neue Bereiche ins Management: Zum einen ist der Bereich „Business Development“ entstanden, der sich der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens widmet. Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wird forciert – aber auch Produktentwicklung sowie Qualitätsmanagement sind hier angesiedelt. Federführend ist Reinhard Wagner, der seit vielen Jahren Teil von Promedico ist und die Strategie des Grazer Familienunternehmens und dessen Marken maßgeblich aufgebaut und weiterentwickelt hat. Mit dem Bereich „Marketing & Kommunikation“ geht zudem eine Erweiterung des Fokus auf Unternehmenskommunikation einher. Alina Lauchart übernimmt die Leitung und tritt damit als erste Frau in die Management-Ebene von Promedico ein. Neben ihrer Expertise auf den Gebieten Kommunikation und Onlinemarketing bringt Lauchart auch umfassendes Wissen im Aufbau und der Weiterentwicklung von Markenauftritten mit. „Ich sehe die beiden neu entstandenen Bereiche als große Chance der Weiterentwicklung, auch teilweise Neuerfindung, für Promedico und für jeden einzelnen Mitarbeiter“, so Alexander Wallenko, Geschäftsführer von Promedico. „Ich freue mich sehr, dass wir diese Schlüsselpositionen mit zwei langjährigen, erfahrenen und innovativen Kollegen besetzen konnten.“

Graz (ots)

Vanessa Weber: Aschaffenburger Unternehmerin wird in DIHK Board Europa berufen

Die Aschaffenburger Unternehmerin Vanessa Weber wurde in das DIHK Board Europa berufen. Die Geschäftsführerin der Werkzeug Weber GmbH & Co. KG gehört dem 24-köpfigen Gremium erstmals an, das im Auftrag des IHK-Dachverbandes die europäische Politik im Sinne der deutschen Wirtschaft begleiten und kommentieren soll. Vanessa Weber vertritt im DIHK Board Europa die IHK Aschaffenburg, aber auch die Interessen junger, weiblicher Unternehmer, die Wirtschaftspolitik nachhaltiger und ökologischer machen wollen. Für sie stehen die Themen Klimaschutz und Digitalisierung im Mittelpunkt. Das DIHK Board Europa soll Input für politische Entscheidungen des Europäischen Parlamentes und der EU-Kommission liefern, Präsenz der deutschen Wirtschaft und unternehmerischer Interessen bei europäischen Entscheidern, Gremien und Veranstaltungen zeigen und in Deutschland für Europa werben. Die Mitglieder des Boards sind „Europa-Botschafter“ in der IHK. Themen für die kommenden fünf Jahre sind vor allem ein „europäischer grüner Deal“, ein stärkeres Europa in der Welt, eine moderne und wirtschaftsnahe europäische Wirtschaftspolitik sowie eine europäische Digitalpolitik, die neue Chancen ermöglicht.

„Das sind genau meine Themen“, freut sich Vanessa Weber über die Berufung. Seit Jahren engagiert sich die Unternehmerin mit Plant-for-the-Planet für den Klimaschutz, wirbt für mehr Innovationsbereitschaft in Unternehmen und die Chancen digitaler Technologien wie 3D-Druck, künstliche Intelligenz, 5G und Blockchain. „Wachstum, eine starke Wirtschaft und ökologische Themen sind kein Widerspruch. Neue Technologien sind die Lösung. Wir müssen moderner werden im Denken und Handeln und alte Gräben überwinden. Europa kann genauso wie die allermeisten Unternehmen grüner werden und dennoch mehr Wohlstand schaffen“, so die Unternehmerin.

Die begeisterte Europäerin engagiert sich seit Jahren für mehr Unternehmermut und fordert diesen auch von anderen Unternehmern immer wieder ein. „Wir müssen mutiger werden in unserer positiven Außendarstellung als Unternehmer und als Europäer“, so ihre Forderung. Es brauche mehr europäische Identität – auch, um im Wettbewerb mit China und den USA nicht an Stärke zu verlieren und technologisch weiter zurückzufallen. Hier seien auch kleine Unternehmen in der Pflicht, ebenso wie alle Verbände der Wirtschaft.

Weber, die auch regelmäßig in großen Wirtschaftsmedien Blogartikel veröffentlicht und als Rednerin ihre persönlichen Erfahrungen mit einem großen Publikum teilt, sieht in ihrer Berufung die Chance, wirklich etwas zu verändern. „Ich möchte zeigen, wie kreativ Unternehmer sein können und das Bild des rein ertragsorientierten Kapitalisten überwinden helfen“, sagt sie auch mit Blick auf die jüngsten politischen Debatten. „Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und die Basis des gesamten Wohlstandes. Genau das zwingt sie aber auch, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert zu handeln.“ Sie selbst wolle dafür ein positives Beispiel sein. Das ihr das gelingen kann, hat sie schon bewiesen. Im letzten Jahr wurde Vanessa Weber als „Vorbildunternehmerin“ vom Bundeswirtschaftsministerium ausgezeichnet. Weitere Informationen über die Werkzeug Weber GmbH & Co. KG, die Themen Werkzeuge, Betriebseinrichtung, Betriebsausstattung, Arbeitsschutz und Werkstattmaterialien, Trends im Handel sowie das gesellschaftliche Engagement von Werkzeug Weber gibt es unter www.werkzeugweber.de. Wissenswertes über Vanessa Weber, ihr gesellschaftliches Engagement, ihre Vorträge und aktuelle Berichte gibt es unter www.vanessa-weber.de.

Wachstums- und Digitalgeschäfte bescheren Bertelsmann Umsatzplus nach neun Monaten 2019

– Umsatz steigt um 3,3 Prozent auf 12,8 Mrd. Euro nach neun Monaten
– Wachstumsgeschäfte legen organisch um 8 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro
zu
– Anteil der Wachstumsgeschäfte am Konzernumsatz steigt auf über 35
Prozent
– Strategische Fortschritte in allen Unternehmensbereichen
– Prognose für Gesamtjahr bestätigt
Bertelsmann verzeichnet nach Ablauf von neun Monaten des Jahres 2019 einen erfolgreichen Geschäftsverlauf. Das internationale Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen steigerte seinen Umsatz, insbesondere organisch. Verantwortlich für den positiven Verlauf sind die Zuwächse in den Digital- und Wachstumsgeschäften des Konzerns.

Der Konzernumsatz legte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,3 Prozent auf 12,8 Mrd. Euro (VJ: 12,4 Mrd. Euro) zu. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte stieg der organische Umsatz um 2,4 Prozent. Die Wachstumsgeschäfte von Bertelsmann verbesserten sich dabei deutlich mit einem organischen Umsatzanstieg um 8 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro (VJ: 4,2 Mrd. Euro). Sie trugen insgesamt mehr als 35 Prozent zum Gesamtumsatz bei, nach 33 Prozent im Vorjahr.

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, sagte: „Der bisherige Geschäftsverlauf dieses Jahres stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr 2019 erreichen werden. Der Ausbau unserer Wachstums- und Digitalgeschäfte kommt spürbar voran. Alle Unternehmensbereiche erzielen strategische Fortschritte. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem verstärkten Aufbau von Kooperationen und Allianzen, zum Beispiel der Bertelsmann Content Alliance in den Inhaltegeschäften oder auch der Ad Alliance in der Werbevermarktung. Das ist eine gute Basis für eine weiter positive Geschäftsentwicklung auch im für Bertelsmann wichtigen vierten Quartal.“

Highlights aus den Divisionen:

Die RTL Group verzeichnete für ihre Streaming-Dienste (die Bezahlangebote von TV Now in Deutschland und Videoland in den Niederlanden) 1,4 Millionen zahlende Abonnenten, ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Sehdauer auf den Plattformen TV Now in Deutschland und Videoland in den Niederlanden stieg gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent bzw. 59 Prozent.

Penguin Random House platzierte in neun Monaten des Jahres 2019 mehrere Top-Titel in den Bestsellerlisten der New York Times, darunter „Where the Crawdads Sing“ von Delia Owen; „Educated“ von Tara Westover; „The Testaments“ von Margaret Atwood und „Becoming“ von Michelle Obama.

Gruner + Jahr erweiterte sein Portfolio im Bereich der Personality-Magazine: Die „Brigitte“ startete eine Kooperation mit der bekannten Psychotherapeutin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl. Zudem startete G+J mit Stern Crime Plus das erste kostenpflichtige Abo-Modell für digitalen Journalismus.

BMG-Künstler und Songwriter, darunter Lewis Capaldi, Zac Brown Band, Tool, Pixies, Chrissie Hynde, Kylie Minogue und Trettmann, verzeichneten im dritten Quartal bedeutende Verkaufserfolge. Der BMG-Dokumentarfilm „David Crosby: Remember My Name“ feierte eine erfolgreiche US-Kinopremiere.

Arvato Supply Chain Solutions gewann zahlreiche Neukunden und Arvato Financial Solutions initiierte den Aufbau einer digitalen „Know Your Customer“-Plattform mit dem Ziel, Unternehmen und Banken signifikant zu entlasten.

Die Bertelsmann Printing Group stärkte die bereichsübergreifende Organisationsstruktur und schuf damit das organisatorische Fundament für einen „One Company-Ansatz“. Zudem leitete die Geschäftsführung Maßnahmen ein, um die Kapazitäten im Tiefdruckgeschäft schrittweise den Marktgegebenheiten anzupassen.

Die Bertelsmann Education Group setzte ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung fort. Bertelsmann und die US-amerikanische Online-Hochschule Udacity gaben im Rahmen der digitalen Weiterbildungskampagne #50000Chancen bekannt, in den kommenden drei Jahren rund 50.000 Stipendien in den Bereichen Cloud, Data oder Künstliche Intelligenz zu vergeben.

Bertelsmann Investments hielt über seine vier internationalen Fonds zu Ende September 225 Beteiligungen an jungen Unternehmen und Fonds. Im Berichtszeitraum beteiligte sich Bertelsmann Asia Investments (BAI) unter anderem an der E-Commerce Plattform Ding Dong Fresh, auf der sich Kunden per App frische Lebensmittel nach Hause schicken lassen können. Bertelsmann India Investments (BII) investierte in den Online-Kreditmarktplatz Rupeek, der sich derzeit auf die Kreditvergabe gegen Gold als Sicherheit konzentriert.

Bernd Hirsch, Finanzvorstand von Bertelsmann, ergänzte: „Wir freuen uns über den positiven Geschäftsverlauf per Ende September 2019. Für das Gesamtjahr rechnen wir vor diesem Hintergrund unverändert mit einem steigenden Umsatz, einer weiterhin hohen operativen Profitabilität sowie einem Konzernergebnis, das erneut bei über einer Milliarde Euro liegt.“

Gütersloh (ots)

Jungheinrich mit Umsatzplus – Auftragseingang konjunkturbedingt rückläufig

In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 hat Jungheinrich seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Umsatz wuchs um 10 Prozent auf 2,97 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,70 Milliarden Euro). Wesentlicher Treiber hierfür war das Neugeschäft. Der Auftragseingang in Stück sank auf 94.100 Fahrzeuge (Vorjahr: 100.600 Fahrzeuge), der Auftragseingang Wert wies dagegen ein Plus von 1 Prozent auf 3,01 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,99 Milliarden Euro) auf. Die im Sommer angepasste Prognose für 2019 wird bestätigt.

Dr. Volker Hues, Vorstand Finanzen der Jungheinrich AG: „Das Umsatzwachstum ist erfreulich. Wir spüren jedoch die konjunkturelle Eintrübung durch rückläufige Marktzahlen. Unsere Kunden sind aufgrund politischer Risiken wie schwelender Handelskonflikte und dem ungeklärten Brexit vorsichtiger geworden und stellen Investitionen insbesondere in unserem Kernmarkt Europa zurück. Auch schafft die Transformation deutscher Schlüsselindustrien zusätzliche Herausforderungen für den Maschinenbau. Dies wirkt sich auf unseren Auftragseingang aus. Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht zum Positiven verändern, gehen wir von einer Fortsetzung dieser Entwicklung auch im kommenden Jahr aus. Dafür wurden bereits im Sommer entsprechende Maßnahmen frühzeitig eingeleitet.

Wir sind von den Wachstumspotentialen durch Automatisierung und Digitalisierung sowie der Durchsetzung der Lithium-Ionen-Technologie überzeugt. Sie wird absehbar Blei-Säure-Batterien und verbrennungsmotorische Antriebe in der Intralogistik vollständig substituieren. Deshalb bauen wir mit der JT Energy Systems derzeit Europas größtes Produktions-, Entwicklungs- und Wiederaufarbeitungszentrum unserer Branche für Lithium-Ionen-Technologie. Inzwischen stellen wir unsere brancheneinmalige Expertise im Bereich der integrierten Antriebstechnologie auf Lithium-Ionen-Basis auch anderen Industriezweigen wie Herstellern von Land- und Baumaschinen zur Verfügung. So stellen wir die richtigen Weichen für die erfolgreiche Entwicklung von Jungheinrich.“

(ots)

PwC: Deutsche Banken riskieren die Industrialisierung des Kreditgeschäfts zu verpassen

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PwC hat mehr als 40 der größten Banken in der DACH-Region befragt, wie weit sie ihr Kreditgeschäft industrialisiert haben / Ergebnis: Die Branche kommt gerade mal auf einen Durchschnittswert von 40 Prozent / Frappierend ist dabei die Diskrepanz zwischen den besten Banken und den schlechtesten / Das heißt: Gängige Verfahren wie die „digitale Antragsstrecke“ oder „Robotic Process Automation“ werden vielerorts noch gar nicht eingesetzt / PwC-Experte Rederer: „Im aktuellen Zinsumfeld sind Prozesskosten Wettbewerbsfaktor Nummer eins – und viele Banken verlieren den Anschluss.“

Viele hiesige Banken agieren in ihrem wichtigsten Geschäftsfeld, dem Kreditgeschäft, nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Das geht aus einer Studie hervor, für die die Beratungsgesellschaft PwC mehr als 40 der 150 größten Banken aus der DACH-Region befragt hat, wie weit sie mit der Industrialisierung ihres Kreditgeschäfts vorangekommen sind. Dabei zeigt sich: Im Retail-Segment erreichten die Institute gerade mal einen durchschnittlichen Industrialisierungsgrad von 48 Prozent. Im Firmenkundenbereich waren es sogar nur 31 Prozent.

Große Unterschiede im Industrialisierungs-Grad

„Die Industrialisierung des Kreditgeschäfts ist heutzutage ein entscheidender Erfolgsfaktor für praktisch jede Bank. Das gilt umso mehr, als die Zinsen auf Jahre hinaus niedrig bleiben werden – die Margen also dauerhaft unter Druck stehen und die Kosten damit der entscheidende Faktor werden“, sagt Tomas Rederer, Partner „Digital Operations“ im Bereich Financial Services Consulting bei PwC. Vor diesem Hintergrund sei gerade die enorme Spreizung zwischen den Banken frappierend: „Im Privatkundengeschäft kam das beste untersuchte Institut auf einen Industrialisierungsgrad von 87 Prozent, was ganz hervorragend ist. Dagegen erreichten viele andere Banken gerade mal Werte zwischen 10 und 30 Prozent, bei einer waren es sogar nur 11 Prozent. Im Firmenkundengeschäft ist die Spreizung ähnlich.“, so Rederer. „Ob solche Institute dauerhaft am Markt bestehen können, muss ernsthaft befürchtet werden.“

Das Fokus-Thema für die nächsten zwei Jahre heißt „Automatisierung“

Konkret befragte PwC die Banken nach rund 80 Hebeln, anhand derer sich der Stand der Industrialisierung im Firmen- und Privatkundengeschäft quantifizieren lässt. Dazu zählen Tools wie die „Elektronische Kreditakte“ oder die „digitale Antragsstrecke“ ebenso wie neue Technologien (Beispiel: „Robotic Process Automation“) oder die sogenannte „XS2A“-Schnittstelle für den automatisierten Zugriff auf Kundenkonten bei anderen Banken. Somit hätte eine Bank bei 100 Prozent alle möglichen Hebel vollständig umgesetzt. Dies ist jedoch selten sinnvoll. Nicht jeder Hebel passt zu jedem Geschäftsmodell oder ist im Einzelfall ökonomisch vorteilhaft. Daher ist der Zielkorridor niedriger.

Um festzustellen, auf welche Industrialisierungsfelder sich die Branche besonders fokussiert, ordnete PwC die rund 80 Hebel überdies vier Kategorien zu. Nämlich 1. Automatisierung (z.B. Robotics oder künstliche Intelligenz), 2. Organisation (z.B. Arbeitsteilung oder Spezialisierung), 3. Standardisierung (z.B. Prozess-Straßen) und 4. Steuerung & Controlling (z.B. Auslastung-Optimierung). Dabei kam heraus: In den beiden zurückliegenden Jahren haben sich die Banken in der DACH-Region vor allem auf die „Standardisierung“ konzentriert (84 Prozent Retail, 71 Prozent Firmenkunden). Dagegen steht in den kommenden beiden Jahren das Thema „Automatisierung“ im Fokus (96 Prozent Retail, 89 Prozent Firmenkunden), gefolgt von Steuerung & Controlling (80 Prozent Retail, 71 Prozent Firmenkunden).

„Das Zeitalter der Kreditmanufakturen ist definitiv vorbei“

„Die vielleicht wichtigste Erkenntnis unserer Studie ist, dass es im Kreditgeschäft nicht nur um Digitalisierung geht – sondern dass die Banken die Herausforderungen, die vor ihnen liegen, viel umfassender angehen müssen“, sagt PwC-Experte Rederer. „Die industrielle Logik, wie wir sie zum Beispiel aus der Automobilindustrie kennen, erfasst momentan auch das Kreditgewerbe. Leider gibt es hierzulande zu viele Banken, die auf diese Entwicklung unzureichend eingestellt sind – und hoffen, sie könnten das Kreditgeschäft insbesondere im Firmenkundengeschäft immer noch betreiben wie eine Manufaktur.“ Dass es sich dabei um einen Irrglauben handelt ist Rederer überzeugt: „Wenn wir uns die Vorreiter unter den untersuchten Instituten anschauen, dann sehen wir dort nicht mehr viel Handarbeit. Stattdessen schalten die ersten Banken voll-digitale Baufinanzierungen live, agile IT-Strukturen ersetzen die Legacy-IT und das Thema Auslagerung gewinnt wieder an Fahrt, auch in Richtung Fintechs.“ Das bedeute nicht, dass jede Bank nach einem maximalen Industrialisierungsgrad streben muss. Aber, so Rederer: „Noch sind die Abstände aufholbar, da auch führende Institute oft noch keine optimale Kombination der Hebel gefunden haben. Schon bald wird der Abstand aber zu groß sein. Insbesondere, was die Erfahrung in der Industrialisierung ganzer Organisationen angeht,“ so Rederer.

(ots)

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Lufthansa-Streiks: Betroffene Passagiere haben Anspruch auf Entschädigung

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Lufthansa-Passagiere müssen sich am Donnerstag und Freitag auf zahlreiche Flugausfälle und -verspätungen einstellen, denn die Flugbegleiter von Deutschlands größter Airline werden ihre Arbeit niederlegen. Betroffene Passagiere haben Anspruch auf Entschädigungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Laura Kauczynski, Expertin für Fluggastrechte von Europas größtem Legal Tech-Unternehmen, AirHelp, erklärt die juristischen Hintergründe:

„In Deutschland droht Ende dieser Woche ein Flugchaos, denn die Flugbegleiter der Lufthansa werden ihre Arbeit am Donnerstag und Freitag niederlegen. Betroffene Passagiere sollten unbedingt die aktuelle Lage beobachten und regelmäßig den Status ihres Fluges überprüfen. Reisende, deren Lufthansa-Flüge aufgrund des Streiks gestrichen werden, haben Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Gleiches gilt für Passagiere, deren Flüge ihr Ziel erst mit mindestens drei Stunden Verspätung erreichen. Dies regeln die europäischen Fluggastrechte.

Im April 2018 urteilte der Europäische Gerichtshof nämlich, dass selbst ein unangekündigter Streik des Airline-Personals keinen außergewöhnlichen Umstand darstellt, der die Fluggesellschaften von ihrer Pflicht befreit, Entschädigungen auszuzahlen. Zwar weigern sich dennoch einige Airlines, ihre Passagiere bei Streiks finanziell zu entschädigen, doch wir von AirHelp konnten bereits europaweit Entschädigungen in ähnlichen Fällen durchsetzen und unterstützen auch in diesem Fall Passagiere bei der Durchsetzung ihrer Rechte – zur Not auch vor Gericht.

Als größtes Legal Tech-Unternehmen Europas wissen wir genau, wie wir mit den Airlines umgehen müssen, um Passagieren auf der ganzen Welt zu ihrem Recht zu verhelfen. Dabei arbeiten wir komplett risikofrei für betroffene Fluggäste, denn wir beziehen lediglich im Erfolgsfall eine Provision. Ihren Rechtsanspruch können Fluggäste auf unserer Website schnell und unkompliziert prüfen und durchsetzen lassen.

Neben der finanziellen Entschädigung ihrer Passagiere muss die Lufthansa bei Wartezeiten von über zwei Stunden und einer betroffenen Flugstrecke von mehr als 1.500 Kilometern am Flughafen zudem Mahlzeiten und Getränke bereitstellen und ihnen die Möglichkeit bieten, zwei Telefonate zu führen oder E-Mails zu versenden. Bei Bedarf muss sogar eine Unterkunft bereitgestellt und die Beförderung dorthin ermöglicht werden. Fluggäste der Lufthansa sollten unbedingt auf diese Rechte bestehen und sich von der Airline nicht zu Unrecht abspeisen lassen.“

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird.

AirHelp kooperiert mit Verbraucherschutz Deutschland

Um möglichst vielen Passagieren in Deutschland zu ihrem Recht zu verhelfen, kooperiert AirHelp seit diesem Jahr mit Verbraucherschutz Deutschland. In diesem Zusammenhang wird AirHelp aufgrund seiner Kunden- und Servicefreundlichkeit vom Verbraucherschutz Deutschland empfohlen und wird sich künftig dafür einsetzen, die Rechte der Verbraucher, die sich beim Verbraucherschutz Deutschland beschweren, durchzusetzen. Fluggäste können ihren Anspruch auf eine Entschädigung unverbindlich und kostenlos auf www.airhelp.com/de prüfen.

(ots)

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Deutsche Unternehmen fremdeln laut EOS Studie mit Künstlicher Intelligenz

Europaweit glauben 30 Prozent der Finanz-Entscheider, dass Künstliche Intelligenz (KI) die Fehlerquote im Forderungsmanagement revolutionär minimieren wird. Nur 12 Prozent der deutschen Kollegen teilen diese Meinung. Klares Schlusslicht in Europa. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2019 des Finanzdienstleisters EOS in 17 europäischen Ländern. Mehr als ein Drittel der befragten Manager in Deutschland hält das Thema KI für vollkommen überschätzt. Entsprechend sehen der Arbeit mit KI nur 6 Prozent mit Freude entgegen. In allen anderen Ländern gehen die Entscheider die Zukunftstechnologie deutlich optimistischer an: 18 Prozent können es nicht abwarten mit KI zu arbeiten. Das Transformationspotenzial von KI schätzen die deutschen Finanzentscheider allerdings ähnlich ein wie ihre europäischen Kollegen: So sehen 41 Prozent durch KI Jobs in ihrem Bereich bedroht (Europa: 47 Prozent).

KI – Jobkiller oder hilfreiche Unterstützung?

Dass deutsche Manager die Bedrohung von Arbeitsplätzen für etwas geringer halten, erscheint folgerichtig, da sie das Verbesserungspotenzial der KI in ihrem Bereich weniger hoch einschätzen als die Fachleute der anderen Länder. „Das könnte eine teure Fehleinschätzung sein, denn so bleiben die Potenziale der KI ungenutzt“, meint Jakob Spitzer, Bereichsleiter Analyse & Steuerung bei EOS Deutscher Inkasso-Dienst. Mit seinem Team arbeitet er an KI-Lösungen, die im Forderungsmanagement unterstützen. „Meine Erfahrung ist: Je mehr sich die Kolleginnen und Kollegen mit dem Thema auseinandersetzen, desto klarer zeigt sich das enorme Potenzial der KI. Bei der Anwendung wird dann schnell deutlich, dass KI-Tools den eigenen Job unterstützen – und neue Möglichkeiten schaffen.“

So soll seitens EOS beispielsweise KI-gestützte Software dabei helfen, die erfolgversprechendste Kontaktmöglichkeit des säumigen Verbrauchers auszuwählen. Dabei schlägt das System unter anderem vor, welche Form der individuellen Ansprache – ob Brief, Anruf oder SMS – im jeweiligen Fall am besten geeignet ist. Das ermöglicht dem Mitarbeiter eine deutlich schnellere Bearbeitung.

Dänemark gegen Deutschland 32 : 4

Die Dänen haben das große Potenzial der KI bereits erkannt: 32 Prozent der befragten Entscheider im Nachbarland wären bereit, im Forderungsmanagement vollständig auf künstliche Intelligenz zu vertrauen. Europaweit sind es 19 und in Deutschland nur 4 Prozent. Jakob Spitzer: „Wer mit Innovationen weniger fremdelt, wird deren Potenziale schneller erschließen. Als eines der führenden Unternehmen im Forderungsmanagement schätzen wir das Potenzial der KI sehr hoch ein.“

Deutsche Unternehmen sind skeptischer als ihre europäischen Nachbarn

Deutschland:

  • „Ich kann mir sehr gut vorstellen vollständig auf künstliche Intelligenz zu vertrauen.“ 4%
  • „Ich kann es nicht abwarten mit künstlicher Intelligenz im Forderungsmanagement zu arbeiten.“ 6%
  • „Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Forderungsmanagement bedroht Arbeitsplätze.“ 41%
  • „Künstliche Intelligenz wird in den nächsten zwei Jahren ein Trendthema im Forderungsmanagement sein.“ 20%
  • „Künstliche Intelligenz ist nur ein Schlagwort und wird vollkommen überschätzt.“ 36%

Europa:

  • „Ich kann mir sehr gut vorstellen vollständig auf künstliche Intelligenz zu vertrauen.“ 19%
  • „Ich kann es nicht abwarten mit künstlicher Intelligenz im Forderungsmanagement zu arbeiten.“ 18%
  • „Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Forderungsmanagement bedroht Arbeitsplätze.“ 47%
  • „Künstliche Intelligenz wird in den nächsten zwei Jahren ein Trendthema im Forderungsmanagement sein.“ 30%
  • „Künstliche Intelligenz ist nur ein Schlagwort und wird vollkommen überschätzt.“ 36%

(ots)

Heidelberg stellt Vorstand neu auf – Stephan Plenz verlässt das Unternehmen

Stephan Plenz (54), Vorstand Technik und verantwortlich für das Segment Heidelberg Digital Technology verlässt das Unternehmen zum Ende seines laufenden Vertrags im Juni 2020 im beiderseitigen Einvernehmen. Aufsichtsrat und Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) haben entschieden, im Zuge der digitalen Transformation des Unternehmens die Führungsstrukturen weiter zu verschlanken und den Vorstand zu verkleinern. Das Technologieressort wird künftig vom Vorstandsvorsitzenden Rainer Hundsdörfer geleitet, der Einkauf wechselt in den Finanzbereich von Finanzvorstand Marcus Wassenberg, Vertrieb und Digitalisierung werden bei Chief Digital Officer Prof. Dr. Ulrich Hermann konzentriert. Die Übergabe beginnt umgehend.

Der Maschinenbauingenieur Plenz ist seit über 30 Jahren für Heidelberg tätig, seit 2008 gehört er dem Vorstand an und verantwortet neben den Geschäftsfeldern Sheet-fed, Digital, Label und Postpress u. a. die Funktionsbereiche Forschung und Entwicklung, Einkauf und Produktion. Der Aufsichtsrat dankt Stephan Plenz schon jetzt für sein bisheriges äußerst erfolgreiches Engagement für Heidelberg: „Stephan Plenz hat den Kurs von Heidelberg über einen langen Zeitraum maßgeblich mitgeprägt. Wir danken ihm vor allem für den Aufbau einer modernen Produktionsstruktur mit einem sehr erfolgreichen Standort in China und die Prägung eines innovativen und erfolgreichen Produktportfolios, das den Weg von Heidelberg in die digitalisierte Zukunft ermöglicht. Herausheben möchte ich seine besondere Einsatzbereitschaft in Zeiten der großen Veränderungen in unserer Branche“, sagte Aufsichtsratschef Dr. Siegfried Jaschinski.

(ots)

real.de gründet internationales Online-Marktplatz-Netzwerk

Die vier europäischen Online-Marktplätze real.de, Cdiscount(Frankreich),eMAG(Rumänien)und ePrice(Italien) starten nach einer einjährigen Testphase gemeinsam das International Marketplace Network (IMN). Das Netzwerk bietet den insgesamt rund 30.000 aktiven Händlern der Marktplätze Zugang zu mehr als 230 Millionen potentiellen Kunden in Europa.

IMN betreibt technische Schnittstellen zwischen den Marktplätzen, über die Händler ihre Angebote und Bestellungen in Echtzeit sicher und marktplatzübergreifend synchronisieren können. Die Händler benötigen dazu lediglich eine Anbindung zu einem der teilnehmenden Marktplätze. Von dort aus werden die Daten zu IMN übertragen, konvertiert und an die anderen Marktplätze des Netzwerks übermittelt. Den Händlern entstehen keine weiteren Grundgebühren für die Anbindung an die zusätzlichen Marktplätze.

„IMN ist unsere Antwort auf die Herausforderung, verschiedene technische Standards in eine einzige Softwarelösung zu integrieren“, erklärt Claudia Bolten, Geschäftsführerin International Marketplace Network (IMN). „Bislang mussten Händler für jeden neuen genutzten Marktplatz eine separate technische Schnittstelle nutzen. IMN eliminiert diese große Hürde und sorgt für einen vollautomatisierten Austausch, der bereits an den Heimatmarktplatz übermittelten Daten.“

„IMN verkörpert die Idee eines grenzenlosen Europas und eines barrierefreien Online-Handels“, ergänzt Patrick Müller-Sarmiento, CEO von real. „Das Konzept nutzt die Stärken Europas, wie regionale Vielfalt und hohe Standards bei der Produkt- und Datensicherheit. Mit IMN können sich Händler aller Größenordnungen unabhängiger vom e-Commerce Giganten Amazon machen, das Risiko mit wenig Aufwand auf verschiedene Kanäle verteilen und nachhaltiger wachsen.“

Nach einer einjährigen Testphase wird IMN nun für alle Händler in einer Beta-Phase geöffnet. In den kommenden Monaten wird der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur und der Einbindung neuer internationaler Partner liegen. „Ein großer Vorteil von IMN liegt in der einfachen und schnellen Skalierbarkeit des Konzeptes“, sagt Gerald Schönbucher, CEO von real.digital. „Wir freuen uns sehr, dass bereits weitere Marktplätze Interesse an einer Teilnahme gezeigt haben.“

„Das Netzwerk entspricht unserem Wunsch, lokale kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen“, betont Emmanuel Grenier, CEO von Cdiscount. „Durch den Zugang zu einem gesamteuropäischen Markt stärken wir unsere Händler und helfen ihnen, ihr Wachstum in den nächsten Jahren zu sichern ohne große Investitionen in Kauf nehmen zu müssen.“

„Wir sind sehr stolz darauf, diesem Netzwerk beizutreten“, sagt Leonardo Costa, Head of e-PRICE Marketplace. „Wir alle sind starke Akteure in unseren jeweiligen Ländern. So können wir uns darauf konzentrieren, die Bedürfnisse der Händler in ihrer eigenen Sprache zu unterstützen und es ihnen leichter machen, erfolgreich zu sein. “

„Besonders in einem so anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld wie dem E-Commerce müssen Unternehmen ihre Strategien von Anfang an groß denken“, ergänzt Florin Filote, Direktor des eMAG Marketplace. „Wir glauben, dass das IMN eine enorme Chance für jedes Unternehmen darstellt, das grenzüberschreitend verkaufen möchte.“

(ots)

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  • real.de gründet internationales Online-Marktplatz-Netzwerk: obs/real GmbH/Carlos Albuquerque

Mit Sicherheit ein Vorbild: Fünf Unternehmen gewinnen den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019

Die Gewinner des Deutschen Arbeitsschutzpreises 2019 stehen fest. Die unabhängige Jury zeichnete im Rahmen der Arbeitsschutzmesse A+A in diesem Jahr fünf Preisträger aus, darunter eine Einzelperson, zwei Kleinunternehmen, einen Mittelstandsbetrieb und ein Großunternehmen.

Zum sechsten Mal seit 2009 richteten das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), der Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) diesen branchenübergreifenden Wettbewerb aus. Die Messe Düsseldorf als langjähriger Medien- und Veranstaltungspartner hat in diesem Jahr eine zusätzliche Kategorie gestiftet. Insgesamt wurden somit Preisgelder in Höhe von 50.000 Euro vergeben.

Vorbildliche Unternehmen gehen vorausschauend und effektiv mit den Herausforderungen rund um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit um. An fünf dieser Vorbilder überreichte nun die Jury die unter dem Dach der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie geführte Auszeichnung.

In der Kategorie „Strategisch“:

Bauunternehmung August Mainka GmbH & Co

Unter dem Motto „Wir bauen sicher – oder gar nicht.“ pflegt die Bauunternehmung August Mainka GmbH & Co in Lingen (Ems) eine Sicherheitskultur, die durchgängig im gesamten Unternehmen gilt. Ein breit etabliertes Bewusstsein für Sicherheit mit optimalen Qualifizierungen und Unterweisungen schützt die Gesundheit der Mitarbeitenden. Der Erfolg: Seit Jahren liegen die Unfallquoten weit unter dem Branchendurchschnitt. Beinaheunfälle werden regelmäßig gemeldet, das beweist eine gelebte Fehler- und Meldekultur.

In der Kategorie „Betrieblich“:

Felix Röwekämper in Zusammenarbeit mit Arnz FLOTT GmbH Werkzeugmaschinen

Der Mechatroniker Felix Röwekämper aus Ibbenbüren hat mit der Entwicklung eines Bohrmaschinenschraubstocks mit integriertem Aufspannmechanismus das Ziel verfolgt, das Bohren von Werkstücken auf Ständerbohrmaschinen deutlich sicherer zu machen, denn die Unfallzahlen sind bislang signifikant hoch. Im Gegensatz zu bisherigen Verfahren der Fixierung eines Schraubstocks samt Werkstück ist der von ihm gemeinsam mit dem Unternehmen Arnz FLOTT GmbH Werkzeugmaschinen entwickelte Mechanismus sehr einfach und flexibel. Mittels eines Spannhebels kann der Schraubstock einfach und schnell fest an den Tisch gezogen und so gut justiert werden.

In der Kategorie „Kulturell“:

RWE Power AG

Die Essener RWE Power AG hat mit der „Safety Academy“ ein interaktives Spiel entwickelt, das die jährliche Sicherheitsunterweisung für den Verwaltungsbereich deutlich attraktiver als bisher gestaltet. Statt die Unterweisungspflicht durch ermüdende Frontalmonologe nur formal zu erfüllen, setzt das Spiel darauf, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz mit Spaß und im Dialog mit den Beschäftigten zu vermitteln. Auf diese Weise wird ein signifikanter Nachhaltigkeitseffekt erzeugt.

In der Kategorie „Persönlich“:

Bielkine-Sattlerei

Die Sattlerei Bielkine in Hannover ist ein Fachbetrieb für Verarbeitung von Leder und Stoffen. Hier kam es bei einem Beschäftigten durch den Umgang mit latexhaltigen Stoffen zu allergieauslösenden Symptomen. Da eine Latex-Exposition im Betrieb nicht vermeidbar ist, drohte der Verlust eines erfahrenen Fahrzeugsattlers. Daraufhin wurde die Idee entwickelt, in der Halle einen eigens für die Verarbeitung von latexhaltigen Arbeitsstoffen ausgewiesenen, separaten Raum zu schaffen. Durch die luftdichte Isolation dieses Raums konnte der restliche Arbeitsbereich latexfrei gemacht und der Mitarbeiter weiter beschäftigt werden.

In der Kategorie „Newcomer“ – als Stiftungspreis der Messe Düsseldorf:

recalm GmbH

Die recalm GmbH ist ein Hamburger Start-up auf dem Gebiet der aktiven Lärmminderung. Um dem Stress- und Gefahrenfaktor Lärm innerhalb von Fahrzeugkabinen von Bau- und Landmaschinen entgegenzuwirken, entwickelt recalm ein innovatives Akustikgerät, das auf dem Prinzip der aktiven Lärmminderung beruht. Durch Aussenden eines Anti-Schall-Signals werden störende Signale gelöscht. Das über eine App gesteuerte System senkt den Lärm innerhalb der Kabine um bis zu 75 Prozent und erhöht so die Sicherheit und die Lebensqualität des Maschinenbedieners.

Erstmalig wurde zusätzlich unter allen Nominierten ein Publikumspreis verliehen, für den sowohl die Besucher der Website im Vorfeld als auch das Publikum vor Ort abstimmen konnten. Die meisten Stimmen erhielt das Unternehmen GE Healthcare GmbH und konnte somit einen Gutschein für die Teilnahme an einem Fachseminar des Instituts für Arbeit und Gesundheit der DGUV in Dresden entgegennehmen.

Durch die festliche Preisverleihung im Rahmen der Arbeitsschutzmesse A+A führte die ZDF-Moderatorin Barbara Hahlweg, einen thematischen Perspektivwechsel unter dem Titel „Moralische Maschinen – Braucht es eine Ethik für künstliche Intelligenz?“ setzte der Religionsphilosoph Lukas Brand von der Ruhr-Universität Bochum.

Insgesamt prüfte die Jury 231 Einreichungen, von denen 13 für den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019 nominiert wurden. Die Auswahl der fünf Preisträger erfolgte anhand der folgenden Kriterien:

  • Wirksam: Die Lösung ist zielführend in der Sache und messbar im Erfolg
  • Übertragbar: Die Lösung hat Vorbildwirkung und inspiriert, ohne Blaupause sein zu müssen
  • Gemeinsam: Die Lösung ist unter Beteiligung entstanden und umgesetzt
  • Kreativ: Die Lösung ist einfach genial oder genial einfach entwickelt oder umgesetzt

Der Deutsche Arbeitsschutzpreis ist Teil der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), in der Bund, Länder und Unfallversicherer ihre Aktivitäten rund um den betrieblichen Arbeitsschutz bündeln. Weitere Informationen zum Deutschen Arbeitsschutzpreis, den Nominierten sowie den Preisträgern gibt es online unter www.deutscher-arbeitsschutzpreis.de

(ots)

Bildquellen

  • Fünf Unternehmen gewinnen Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019: obs/Präventionskampagne kommmitmensch/Stefan Floss