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Deutscher Marketing Tag wird wegen Corona-Pandemie auf 2021 verschoben

Der 47. Deutsche Marketing Tag wird nicht wie geplant Ende dieses Jahres in Berlin stattfinden, sondern auf nächstes Jahr verschoben. Das haben die drei Veranstalter der Deutsche Marketing Verband, das Management Forum und die absatzwirtschaft entschieden. Grund dafür sind die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, die eine Durchführung als Präsenzveranstaltung und Networking-Event so wie in der Vergangenheit nicht erlauben.

„Der Deutsche Marketing Tag lebt von den persönlichen Begegnungen und dem direkten Austausch der Teilnehmer“, sagt Ariane Derks, Geschäftsführerin des Deutschen Marketing Verbands. „Hier trifft sich die Branche einmal im Jahr, um aktuelle Trends zu präsentieren und zu diskutieren sowie neue Kontakte zu knüpfen und alte wiederaufzufrischen. Stand heute wird dies in der bisherigen Form nicht möglich sein. Die Verschiebung auf nächstes Jahr ist uns nicht leichtgefallen, aber die Gesundheit von Teilnehmern und Referenten hat für uns oberste Priorität.“

„Die Unsicherheit, ob und in welcher Form der Deutsche Marketing Tag in diesem Jahr überhaupt durchzuführen gewesen wäre, war am Ende ausschlaggebend“, sagt Oliver Voigt, Geschäftsführer der Handelsblatt Media Group. „Wir haben unterschiedliche Optionen geprüft, sind aber gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass diese der Veranstaltung einen völlig anderen Charakter gegeben hätten. Ich bin deshalb überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, auch wenn wir die Verschiebung sehr bedauern.“

Die Veranstalter wollen die Zeit nutzen, Konzept und Ablauf des Deutschen Marketing Tags zu überarbeiten und an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

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Journalismus oder Rufmord: Die Grenzen sind fließend

Nicht erst seit Corona ist das Wort „Fake News“ in aller Munde. Das, was der Haufe Verlag den Lesern seines „Personalmagazins“ kürzlich als Nachricht verkaufen wollte, setzt dem Ganzen allerdings die Krone auf: Das renommierte Medienhaus ist offenbar in einen handfesten Medienskandal verwickelt, bei dem es um konzertierten Rufmord, vorsätzlich falsche Berichterstattung und mutwillige Verleumdungen geht.

Objektiver Journalismus ist etwas, das viele Menschen in der westlichen Welt als Selbstverständlichkeit voraussetzen. Meinungsmache, Populismus und mediale Intrigen? Das sind Dinge, die man als Bundesbürger wohl eher mit Schurkenstaaten in Verbindung bringt. Umso schockierender ist die Tatsache, dass unter dem Deckmäntelchen der Seriosität offenbar auch hierzulande die Wahrheit an vielen Stellen vorsätzlich verschleiert wird. Dies jedenfalls legen aktuelle Recherchen unserer Redaktion nahe, in denen es ursprünglich nur um die Schlammschlacht zwischen Deutschlands bekanntester Profilerin Suzanne Grieger-Langer und der Journalistin und Bloggerin Bärbel Schwertfeger gehen sollte.

Profiler Suzanne, so ist Suzanne Grieger-Langer ihrem Publikum bekannt, polarisiert. Zweifelsohne hat die Frontfrau der Grieger-Langer-Gruppe mit ihren markigen Auftritten und provokanten Sprüchen eine große Fangemeinschaft aufgebaut, die sie für ihren klugen Kopf und ihre Schlagfertigkeit feiert. Andererseits hat sie genau damit offenbar auch für Aufmerksamkeit bei Neidern und Aggressoren gesorgt. Diese versuchen auf immer perfidere Art und Weise, Lügen rund um die erfolgreiche Geschäftsfrau öffentlich zu platzieren. Dass selbst renommierte Medien nicht davor gefeit sind, den Machenschaften solcher Trolle auf den Leim zu gehen, zeigt das jüngste Beispiel des Haufe Verlags. In seinem „Personalmagazin“ hatte das Medienhaus im Januar 2020 unter dem Titel „Grieger-Langer und die gefakte Kundenliste“ unter anderem behauptet, Suzanne Grieger-Langer habe gefälschte Referenzen auf ihrer Website veröffentlicht. Die Autorin des Beitrags, Ruth Lemmer, bezieht sich bei ihren Anschuldigungen in erster Linie auf Recherchen der mehrfach verurteilten Journalistin Bärbel Schwertfeger. Suzanne Grieger-Langer selbst kommt in dem Artikel nicht zu Wort, was in unserer Redaktion erste Zweifel an der Objektivität der Berichterstattung geweckt hat. Bärbel Schwertfeger nämlich war in der Vergangenheit immer wieder als Kopf der Aggressoren gegen Suzanne Grieger-Langer in Erscheinung getreten. Der Artikel im „Personalmagazin“ reiht sich damit nahtlos ein in eine Reihe von Artikeln, die Schwertfeger in der Vergangenheit auf ihrer eigenen, privaten Blogseite publiziert hat.

Doch es kommt noch ärger: Recherchen unserer Redaktion zu diesem Thema haben ergeben, dass der Haufe Verlag sich in seinem Artikel nicht nur auf Bärbel Schwertfeger bezieht, sondern diese sogar explizit mit der Recherche für den genannten Beitrag beauftragt hat. Wie objektiv kann ein Artikel sein, wenn eine in der Vergangenheit bereits der Verleumdung überführte Lobbyistin mit der Recherche betraut wurde? Damit muss bereits zu Beginn der journalistischen Arbeit festgestanden haben, dass es sich bei dem fertigen Text um einen Tendenzbericht handeln würde. Die Tatsache schließlich, dass der Text unter dem Namen „Ruth Lemmer“ veröffentlicht wurde, legt den Verdacht nahe, dass eben diese Tendenz verschleiert werden sollte.

Lemmer bezeichnet Schwertfeger in ihrem Artikel als „Quelle“, was jedoch nicht stimmen kann, wenn man eben jenen Umstand berücksichtigt, dass Schwertfeger von Haufe mit der Recherche beauftragt worden war. Bärbel Schwertfeger aber ist hier nicht nur Quelle und Rechercheurin: Die Tatsache, dass sie gleich in mehrere juristische Auseinandersetzungen mit Suzanne Grieger-Langer verwickelt ist, macht sie gleichzeitig zur Protagonistin der von ihr selbst recherchierten Geschichte. Halten wir noch einmal fest: Der renommierte Haufe Verlag beauftragt eine überführte Lobbyistin und Protagonistin einer ganzen Reihe juristischer Auseinandersetzungen mit der Recherche zu einer Geschichte über eben jene Frau, die gleich mehrere Verfahren vor Gericht gegen sie gewonnen hat? Objektiver Journalismus sieht definitiv anders aus.

Um gegenüber ihren zahlreichen Fans und Kunden mit den falschen Vorwürfen aufzuräumen, hat sich Suzanne Grieger-Langer übrigens schon kurze Zeit nach Erscheinen des Haufe-Artikels im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin zu den Vorwürfen geäußert. Hier wurden zahlreiche Unterlagen präsentiert, die sämtliche Anschuldigungen widerlegen. Gegen den Vorwurf der gefälschten Kundenliste hat sie sich inzwischen auch rechtskräftig mit Erfolg gewehrt: Sie konnte vor Gericht zahlreiche Unterlagen vorlegen, die ausführlich den Wahrheitsgehalt ihrer umfangreichen Kundenliste belegen und rechtfertigen. Die Richter am Landgericht Frankfurt am Main verurteilten den Verlag im März zu einer umfangreichen Unterlassung. (Landgericht Frankfurt am Main, Az. 2-03 O 77/20, Beschluss vom 09.03.2020). Die Behauptung, Suzanne Grieger-Langers Kundenliste sei „gefakt“, ist damit rechtskräftig falsch und darf nicht wiederholt werden.

Kollege Bildschirm: Kundenberater sollten die Digitalisierung begrüßen

„Die Digitalisierung ist der Freund des Kundenberaters auf der Fläche.“ Zu diesem Urteil kommt Matthias Hofmann, DACH-Manager bei Scala, dem Weltmarktführer für Digital-Signage-Lösungen. Informationen über Bildschirme, Kundenkommunikation per Smartphone oder hybride Erlebniswelten mit einem Mix aus persönlicher Beratung und Virtual oder Augmented Reality können die Kundenbeziehung verbessern. Der stationäre Handel hat viele Möglichkeiten, das Kundenerlebnis zu intensivieren und damit den Umsatz zu steigern. Die Digitalisierung des Handels macht den Kundenberater aber keineswegs überflüssig. Im Gegenteil: Sie unterstützt den Verkaufsprozess und sichert die Zukunft des Handels nachhaltig.

„Immer mehr Kunden möchten die unkomplizierten Vorteile des Onlineshoppings genießen, ohne dabei auf die persönliche Beratung zu verzichten“, weiß Handelsexperte Matthias Hofmann aus der Praxis. Hybride Geschäftsmodelle und Handelskonzepte lägen deswegen im Trend. So können beispielsweise Hersteller-Informationen eines Produktes auf dem eigenen Smartphone erscheinen, während der Kundenberater persönliche Erfahrungen schildert. Der Kundenberater, so Hofmann, könne den Kunden im persönlichen Dialog überzeugen und die Vertrauensebene stärken, während relevante Sachinformationen per Bildschirm kommuniziert würden. Auch Wegweisungen oder Anproben seien digital möglich, etwa durch smarte Umkleidekabinen oder ergänzende Produktempfehlungen. Einkaufen werde zukünftig mehr Erlebnis als Bedürfnisbefriedigung, ist Hofmann überzeugt, selbst bei Dingen des täglichen Bedarfs.

Nicht selten fürchteten Kundenberater, wenn es um Digital Signage und die Digitalisierung des Handels gehe, zunächst um ihren Arbeitsplatz. „Das ist aber in der Praxis eher selten der Fall“, macht der Scala-Manager deutlich. „Meistens sind die Kundenberater begeistert vom ‚Kollegen Bildschirm‘“, so sein Fazit. Denn lästige Routinen und die immer gleichen Fragen könnten bei intelligenter und smarter Anwendung entfallen – zugunsten der persönlichen Kundenbeziehung und individuellen Beratung. Hybride Geschäftsmodelle böten nicht nur Vorteile für den Kunden, sondern eben auch für die Beschäftigten im Handel. Umso wichtiger sei es, das Personal vor Ort abzuholen und ihnen zu zeigen, wie sie die digitalen Touchpoints als effektive Unterstützung und zu ihrem Vorteil nutzen können. „Beim Kundenkontakt im Zeitalter der Digitalisierung ist schließlich nichts schlimmer als die Aussage: ‚Auf dem Bildschirm kann man sich ein paar Sachen ansehen, aber das kann ich Ihnen auch einfacher selber erklären und zeigen‘“, weiß Hofmann.

Der persönliche Ansprechpartner sei gerade bei individuellen oder erklärungsbedürftigen Produkten immens wichtig. Das biete der Online-Handel nicht oder nur sehr selten. Beratung und Service seien auch zukünftig wichtig. „Und gerade der Service-Gedanke kann durch Digital Signage extrem intensiviert werden“, so der Handelsexperte. Kundenberater, die schneller beim Kunden sind, Produkte, die sich selbst erklären und sich virtuell ausprobieren lassen, kundenspezifische Informationen just in time sowie kurze Wege im Geschäft und bei ergänzenden Dienstleistungen bis hin zum Bezahlvorgang kombinierten das Beste aus beiden Welten. Das Bindeglied zum Kunden bleibe der Berater, der aber dank Digital-Signage-Lösungen individueller auf den Kunden eingehen könne und universeller, abteilungs- und produktübergreifender einsetzbar sei. „So wird der Handel flexibler und moderner.“ Insbesondere jüngere Zielgruppen erwarteten heute schnelle Kommunikation und ein unkompliziertes, dafür aber erlebnisreiches Einkaufen. „Wir erleben, dass die Generationen Y und Z, die sowieso viele Informationen über ihr Smartphone austauschen, anspruchsvoller werden. Die Zahl der Kunden, die digital denken, steigt zunehmend. Hierauf muss der Handel Antworten finden“, macht Hofmann abschließend deutlich. Die Kombination aus persönlicher Expertise und Beratungskompetenz, digitaler Kundenbindung und facettenreichen Erlebniswelten rund um das individuelle Produkt sei die optimale Antwort für den stationären Handel.

Wer sich für Digital Signage im Allgemeinen und Lösungen von Scala im Besonderen interessiert, sich über moderne Point-of-Sale-Kommunikation oder modernes Customer Experience Management informieren und Praxisbeispiele namhafter Marken und Handelsunternehmen live erleben möchte, bekommt weitere Informationen unter www.scala.com.

Dr. Eberhard Müller: „Digitalisierung lässt sich für jedes Unternehmen profitabel umsetzen.“

Die Digitalisierung wird die Wirtschaft innerhalb der nächsten Jahre radikal verändern. In den Unternehmen geht sie mit einer Virtualisierung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen einher. Alle Informationen werden allen Beteiligten in Zukunft ortsunabhängig und jederzeit zur Verfügung stehen. Intelligente, lernfähige Algorithmen werden eigenständig Daten interpretieren und Handlungen ableiten, ohne dass es menschlicher Eingriffe bedarf. In „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ erklärt Executive Interim Manager Dr. Eberhard Müller, wie die Digitalisierung gelingen kann, wenn Unternehmen ein Change Management etablieren, das die Mitarbeiter einbezieht und aktiv auf dem Weg der digitalen Transformation einbindet. Nur so können die neuen Technologien und Zusammenarbeitsmodelle ihren vollen Nutzen entfalten, weiß der Experte.

Wer auf die Top 5 seiner Branche schaut, bekommt die wesentlichen Antworten „Digitalisierung lässt sich für jede Firma profitabel umsetzen. Wer wissen will wie, braucht sich nur im eigenen Umfeld umzusehen: Die Top-5-Unternehmen der jeweiligen Branche machen es vor. Sie wären nicht dort, wo sie sind, wenn sie die Digitalisierung nicht genutzt hätten, um sich und ihr Geschäft weiter nach vorn zu bringen“, sagt Dr. Eberhard Müller, der Tätigkeiten als CEO, CRO, CPO und CDO sowie als Projektleiter für Change- und Growth-Anlässe im internationalen Umfeld übernimmt. Gleiches gelte für erfolgreiche Start-ups, deren Geschäftsmodelle von vorneherein auf der Digitalisierung und den damit einhergehenden, neuen Technologien basieren. „Wer also die jeweils Besten und Neusten seiner Branche kennt, der weiß, wo die eigene Reise hingehen könnte und sollte“, macht Müller deutlich.

Kollaboration verbessert die Ergebnisse Das Geheimnis nahezu aller erfolgreichen Unternehmen liege in einer optimierten und perfektionierten Wertschöpfungskette sowie modernen, digitalen Wertschöpfungsnetzwerken“, so der Digitalisierungsprofi und Autor, der in diesem Kontext die Bedeutung kollaborativer Arbeitsmodelle hervorhebt.

„Kollaboratives Arbeiten ist eine besonders intensive Form der Zusammenarbeit und bringt enorme Veränderungen in den Arbeitsabläufen mit sich. Prozesse, in denen gemeinsam an einem großen Ganzen gearbeitet wird, setzen voraus, dass die Arbeit unter den Beteiligten aufgeteilt und so gemeinsam etwas erschaffen wird. Beim kollaborativen Arbeiten entscheidet jeder Einzelne, wann er sich in den Arbeitsprozess einbringt und wie er seine Arbeit ausgestalten will. Nichtdestotrotz müsse es weiterhin Instanzen geben, die den Überblick behalten und zu jeder Zeit wissen, wie es um die Zeitpläne innerhalb des Projekts bestellt ist“, erklärt Müller. Kollaboratives Arbeiten mache es möglich, dass Menschen von überall auf der Welt zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Teilaufgaben zusammenarbeiten. So werde die Wertschöpfung gesteigert und die jeweils Besten könnten sich mit ihren Kompetenzen im Sinne des Ergebnisses einbringen. Kollaboration bedeute immer mehr Individualität, zugleich aber auch eine Qualitätssteigerung und mehr Miteinander trotz räumlicher Distanz. Digitales und kollaboratives Arbeiten werde insbesondere die Post-Corona-Wirtschaft prägen und sich massiv verbreiten. „Die Krise hat alle Defizite offengelegt. Der Wandel wird jetzt drastisch beschleunigt“, ist der Interim Manager überzeugt.

Die gesamte Wertschöpfungskette betrachten Für eine erfolgreiche digitale Transformation brauche es zudem moderne Mehrwertsysteme auf Basis digitaler Technologien. Sie seien die unmittelbare Voraussetzung dafür, dass Unternehmen in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. „Dazu muss zunächst einmal das Inseldenken überwunden werden. Wer es nicht schafft, Prozesse und Projekte über Abteilungs- und Ländergrenzen hinweg zu organisieren, droht, im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden – auch, wenn es darum geht, fähige Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen“, weiß Eberhard Müller aus Erfahrung. Digitale Schnittstellen müssten im gemeinsamen Verbund mit Lieferanten, internen Positionen und Kunden geschaffen werden. In diesem Verbund gelte es, Mechanismen der Einbeziehung zu implementieren und die Erwartungen aller zu berücksichtigen. „Nur so kann im gesamten Prozess die Geschwindigkeit erhöht und damit die Effizienz gesteigert werden.“ Mehr Zusammenarbeit, weniger Abgrenzung und offene Schnittstellen seien das Gebot der Stunde, um den „Wertschöpfungskuchen“ für alle in der Kette zu vergrößern. Das führe zu besseren Produkten, innovativen Services, effizienteren Prozessen, weniger Ausschuss und mehr Zufriedenheit, berichtet Müller aus seinen Erfahrungen. Müller begleitet regelmäßig große Projekte auf Geschäftsführerebene und gilt als Kenner im Maschinenbau.

Delta-Modell schafft Orientierung

Als eines der einflussreichsten Modelle zur Gestaltung strategischer Wettbewerbspositionierungen gilt das Delta-Modell, das Dean Wilde von Dean & Company und Arnoldo Hax vom Massachusetts Institute of Technology in den 1990er Jahren entwickelt haben. Es dient als fundamentales Analysetool innerhalb der Wettbewerbsanalyse von Firmen und lässt sich auch auf die Anforderungen übertragen, vor der die Unternehmen im Zuge der Digitalisierung stehen. Die wichtigste Erklärungsgröße des Modells bilden Komplementoren von Koopkurrenz-Beziehungen. Mit Komplementoren sind jene Betriebe gemeint, die die Produkte eines konkurrierenden Unternehmens im Wettbewerb erweitern oder ergänzen. Auf dieser Grundlage formuliert das Delta-Modell drei Wettbewerbsstrategien: produktorientierte Strategien (Best Product), kundenorientierte Strategien (Total Customer Solutions) und systemorientierte Strategien (System Lock-in). „Neben digitalisierten Prozessen bilden die Datenstandardisierung und -harmonisierung, eine moderne Plattformökonomie und ein zielgerichtetes Supply-Chain-Management das Fundament für Digitalisierung sowie die Grundlage für IoT- und Industrie 4.0-Szenarien. Nur sie ermöglichen eine Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der zunehmenden Produkt- und Produktionskomplexität“, weiß Müller zu berichten. „Kleine und mittlere Unternehmen können von der Digitalisierung profitieren, indem sie bewährte Standardlösungen aus den von größeren Firmen entwickelten Baukästen für sich nutzen und Best Practices implementieren, auch wenn kein langfristiges Gesamtkonzept vorliegt“, so Müller weiter. Insbesondere im Mittelstand sei über Jahre hinweg überwiegend modular gearbeitet worden: „Projekte wurden eines nach dem anderen erledigt und Partner nur dann einbezogen, wenn es unbedingt notwendig war. Oftmals fehlte es einfach am Mut, aus den üblichen Gewohnheiten auszubrechen. Den aber braucht es, wenn alte Strukturen aufgelöst und neue, erfolgsversprechende Schritte gegangen werden wollen. Lieber unperfekt gestartet als perfekt gescheitert“, lautet Müllers Devise. Sein Wissen rund um die Themen Digitalisierung, neue Arbeitswelt und Mehrwertsysteme teilt der Interim Manager in seinem neuen Buch „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“.

Konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis In „Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ berichten sieben erfolgreiche Interim Manager direkt aus der Praxis. Sie beleuchten Megatrends und technische Innovationen, sprechen unternehmerische, prozessuale, ethische, gesellschaftliche und globale Fragen genauso an wie das Verhältnis von Führungskräften und Mitarbeitern. Die sieben Autoren kommen aus unterschiedlichen Branchen und Fachbereichen und tragen in „Digital Insights“ ihr gesamtes Fachwissen zusammen, machen es nutzbar für kleine und mittlere Betriebe. Das Buch versteht sich als Praxisleitfaden, vermittelt wertvolle Denkanstöße genauso wie handfeste Tipps. Der Wert des Werkes liegt in der interdisziplinären Zusammensetzung des Autorenkreises und in der leicht verständlichen Vermittlung der Botschaften. Das Buch ist kein technologisches Kauderwelsch, sondern bietet konkrete Unterstützung für die ersten Schritte im Unternehmen.

Die Autoren Elmar M. Gorich (Business 2030: die Geschäftsmodelle der Zukunft), Mathias Hess (Von IT bis Change Management – der menschliche Faktor der Digitalisierung), Matthias Koppe (Digitalisierung ist Vernetzung), Eberhard Müller (Wettbewerbsfähig durch kundenfokussierte Mehrwertsysteme), Uwe Seidel (Alles andere als Standard: Digitalisierung braucht eine klare Strategie), Bettina Vier (Jongleur-Arbeit: Kundenzentrierung in der B2B-Beziehung) und Ludger Wiedemeier (Governance und Transformation) reden Klartext und zeichnen ein realistisches Bild von den Chancen und Möglichkeiten, aber auch von den Herausforderungen und Risiken. Sie gewähren Einblicke aus der harten Praxis dutzender Projekte in mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen und betrachten das Thema Digitalisierung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Alle Autoren sind Mitglied der „Arbeitsgruppe Digitalisierung und Industrie 4.0“ der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management (DDIM) und zählen in ihrem jeweiligen Fachgebiet zu den anerkanntesten Experten ihres Fachs.

„Digital Insights – Digitalisierung: 7 Sichtweisen aus der Praxis“ ist im Best Practice Verlag erschienen und kostet 39,90 Euro. Weitere Informationen zum Buch, zum Verlag, zu den Themen digitale Agenda und digitale Transformation sowie über die Autoren gibt es unter https://bestpractice-media.de/digital-insights-digitalisierung-7-sichtweisen-aus-der-praxis.

Nordmazedonien: härterer Lockdown, schlechteres Leben – Business-Coach Melita Dine startet Spenden-Aktion

Melita Dine ist Business-Coach und Expertin für Vertrauensintelligenz. Ihre Familie stammt aus Nordmazedonien. Sechs Sprachen spricht die in Neuss lebende Unternehmerin und Mentorin fließend, engagiert sich seit vielen Jahren neben ihren Geschäftsführungsmandaten, Beratungen und Coachings ehrenamtlich für die Menschen auf dem Balkan und Neuankömmlinge aus den Balkanländern, die in Deutschland eine neue berufliche Perspektive suchen oder bereits gefunden haben. „Die Corona-Krise hat das Leben der Menschen dort extrem verschlechtert“, weiß Melita Dine. Nun startet sie eine Spendenaktion für Nordmazedonien.

„Die Einkommen dort sind sehr niedrig. Die Möglichkeiten, Geld zu verdienen, sind sehr eingeschränkt, erst recht durch den harten Lockdown und dessen wirtschaftliche Folgen“, berichtet Melita Dine. Der Lockdown in Nordmazedonien sei sehr streng gewesen, härter als in Deutschland. Zugleich seien die Preise für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs immens gestiegen. „Ganze Großfamilien leben in Armut und ohne Perspektive.“ Zwar gebe es in Nordmazedonien offiziell keinen Mangel an Nahrungsmitteln oder gar eine Hungersnot, aber der Zugang ist für viele Menschen gerade auf dem Land sehr schwer, weil die Preise massiv gestiegen sind.“ Sehr viele Menschen hätten ihre ohnehin schlecht bezahlte Arbeit verloren. Und diejenigen, die noch Arbeit haben, könnten kaum von den Löhnen leben, erklärt Melita Dine die Situation vor Ort.

Zur allgemeinen Not im Land, die bereits hunderttausende Menschen zum Auswandern bewogen hat, kämen nun die existenziellen Sorgen, die durch Corona ausgelöst wurden. Konkrete Unterstützung sei deswegen dringend nötig. Da durch die unterbrochenen Flugverbindungen und Logistikketten Waren derzeit nicht direkt von Deutschland nach Nordmazedonien geliefert werden können, sammelt sie Geld, überweist es an eine Hilfsorganisation vor Ort und überwacht von hier aus, was mit den Hilfsgeldern geschieht. „Jeder Euro kommt an“, versichert Melita Dine, die in normalen Jahren jeweils mehrere Monate auf dem Balkan verbringt. Dort gibt sie Seminare für Führungskräfte, coacht aber auch ehrenamtlich junge Menschen, die sich im eigenen Land eine Zukunft aufbauen möchten. „Ich kenne die Menschen und die Not in der Region“, sagt sie. Die von ihr unterstützte Hilfsorganisation kauft Lebensmittel vor Ort ein und verteilt sie an die bedürftigen Haushalte – zielgerichtet und ebenfalls ehrenamtlich. „So unterstützen wir auch die heimische Wirtschaft und leisten einen Beitrag für den lokalen Handel.“ Dines Spendenaktion für Nordmazedonien wird logistisch und ideell unterstützt vom Lions Club Bielefeld Benefiz Bund. Der Lions Club fördert seit seiner Gründung mit Spenden Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter dem Motto „starke Menschen stärken Freiheit“. Die Spendenaktion von Melita Dine soll genau das tun: Not lindern, neue Perspektiven schaffen und Menschen veranlassen, das eigene Leben wieder selbst zu gestalten. „In Nordmazedonien leben oft mehrere Generationen unter einem Dach. Die Großfamilie hat Tradition. Die negativen Folgen der Corona-Maßnahmen schlagen deswegen dort deutlich härter zu“, macht Melita Dine deutlich. Wer weitere Informationen über Nordmazedonien, die Spendenaktion oder das ehrenamtliche und berufliche Engagement von Melita Dine haben möchte, bekommt diese unter https://melitadine.com/balkan.

Hentschke Bau fördert zeitgemäßes Kunstvermittlungsprogramm

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zählen zu den bedeutendsten Museen der Welt. Sie repräsentieren eine thematische Vielfalt, die in ihrer Art international einzigartig ist. Zum Verbund zählt auch das Albertinum, das allen Besucherinnen und Besuchern Zugänge zu moderner und zeitgenössischer Kunst eröffnen will. Für Workshops des „Lernort Albertinum“, dem Vermittlungsprogramm des Museums, wird bislang der Erich-Kästner-Raum genutzt, der den aktuellen Standards für Bildung und Vermittlung jedoch nicht mehr entspricht. Um hier nun einen modernen Ort für kulturelle Bildung entstehen zu lassen, setzen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auch auf Unterstützung durch Drittmittel, unter anderem durch die Hentschke Bau GmbH aus Bautzen.

„Die Hentschke Bau GmbH hat sich schon vor vielen Jahren die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit auf die Fahne geschrieben“, hebt Hentschke-Geschäftsführer Thomas Alscher hervor. „Wir freuen uns, dass wir nun dazu beitragen können, einen modernen, innovativen Raum für die Kunstvermittlung zu schaffen, in dem vor allem junge Menschen in Workshops und Kursen an das Thema Kunst herangeführt werden können. Kulturelle Jugendbildung ist ein wichtiger Baustein in unserem vielfältigen gesellschaftlichen Engagement.“ Das Kunstvermittlungsprogramm des Albertinum verfolgt einen weltoffenen, rassismuskritischen und interdisziplinären Ansatz. Der Umbau des Erich-Kästner-Raums wird maßgeblich gefördert durch Mittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. „Zu einem zeitgemäßen Ort für Workshops, Kunstpraxis, Gesprächsrunden, Ausstellungen und Präsentationen gehört aber auch das richtige Equipment“, so Thomas Alscher. „Die Hentschke Bau GmbH stellt deshalb Sponsoringmittel für die Ausstattung des Raumes zur Verfügung.“

Bildung und Vermittlung ist ein essenzieller Bestandteil der Arbeit der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die vielfältigen Angebote umfassen nicht nur Führungen und Workshops für Schüler, sondern auch Formate für Familien, Gruppen und Menschen jeden Alters. Die Vermittlung einer kritischen Gegenwartskultur kann nur unter den entsprechenden räumlichen Gegebenheiten gelingen. Nach dem Umbau soll der Erich-Kästner-Raum ein zeitgemäßer und innovativer Ort für kulturelle Bildung im Albertinum sein. Er soll zur kulturellen Bildung möglichst vieler Besucher und der Erschließung neuer Besuchergruppen beitragen und so die Anziehungskraft des Museums für die gesamte Region Sachsens und darüber hinaus weiter erhöhen.

Weitere Informationen über die Hentschke Bau GmbH, über aktuelle Bauprojekte und gesellschaftliche Engagements sowie zum Thema Bauen mit Beton gibt es unter www.hentschke-bau.de.

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  • Staatliche Kunstsammlungen Dresden: Klut

Homeoffice-Studie – Arbeitnehmer sind für die Arbeit nicht ausreichend ausgestattet

Seit mehreren Wochen ist die Arbeit im Homeoffice für viele Beschäftigte gelebte Realität. Insbesondere Menschen, die einer Bürotätigkeit nachgehen, können so durch Social Distancing dazu beitragen die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Für viele Mitarbeiter bedeutet dies jedoch, dass sie mit Einschränkungen in ihrer täglichen Arbeit zu kämpfen haben. Dies ist auch auf mangelnde Ausstattung mit passender Technik zurückzuführen. Das zeigt eine Studie von Civey im Auftrag von ASUS, zu der 2.000 normalerweise im Büro arbeitende Menschen in Deutschland befragt wurden. Weniger als die Hälfte der Befragten (40 Prozent) konnte ihre Arbeit wie gewohnt erledigen. Ein Viertel (25 Prozent) fühlte sich beim Arbeiten im Homeoffice eingeschränkt.

Wenn die technische Ausstattung in Unternehmen vorwiegend auf einen festen Arbeitsplatz zugeschnitten ist, fehlen oft mobile Endgeräte. Der erzwungene Umzug ins Homeoffice kann Unternehmen und Arbeitnehmer dann vor große Herausforderungen stellen. Tatsächlich gaben lediglich 28 Prozent der Befragten an, dass alle Mitarbeiter im Unternehmen ausreichend mit technischen Geräten für mobiles Arbeiten ausgestattet seien. Dabei fehlen vor allem Notebooks: Mehr als ein Viertel (27 Prozent) der befragten Personen gab an, dass nicht alle Mitarbeiter mit Notebooks ausgestattet werden konnten. Ebenso mangelt es an Kopfhörern und Mikrofonen (14 Prozent), Smartphones (13 Prozent) sowie Webcams (11 Prozent). Trotz des starken Bedarfs an End- und Peripheriegeräten zeigte sich fast die Hälfte (47 Prozent) der befragten Mitarbeiter grundsätzlich zufrieden mit ihrer Ausstattung. Nur 17 Prozent sind mit den verfügbaren Geräten unzufrieden.

Obwohl bei der Mehrheit der Mitarbeiter keine ausreichende Ausstattung für Homeoffice vorhanden ist, plant derzeit nur ein Fünftel der Unternehmen weitere Investitionen in die entsprechende Infrastruktur zu tätigen. In technische Geräte wollen 17 Prozent der Unternehmen investieren. In mehr als der Hälfte (56 Prozent) der Unternehmen sind aktuell keine weiteren Investitionen in die Homeoffice-Infrastruktur vorgesehen.

„Schon lange zeigen Studien und Umfragen, dass sich Arbeitnehmer mehr Möglichkeiten für Homeoffice und flexibles Arbeiten wünschen“, sagt Jutta Peinze, Marketing Director der Business Unit Systems bei ASUS in Deutschland. „Unternehmen sollten die derzeitige Situation als Chance begreifen, um bestehende Lücken bei der technischen Ausstattung zu evaluieren und zu schließen. Mit Investitionen beispielsweise in moderne Geräte, die flexibles Arbeiten ermöglichen, können sich Unternehmen über die aktuelle Krisensituation hinaus langfristig zukunftsfähig aufstellen.“

Bei der Frage, ob Unternehmen flexible Arbeitsmöglichkeiten wie Homeoffice anbieten sollten, wird häufig auf die jüngeren Generationen der Millenials und „Generation Z“ verwiesen, die diese Anforderung an Arbeitgeber stellen. In der Studie zeigten sich allerdings keine signifikanten Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Befragte zwischen 18 und 64 Jahren wiesen weitestgehend eine ähnliche Einstellung zum produktiven Arbeiten im Homeoffice und zu ihrer Zufriedenheit mit ihrer Ausstattung auf.

„Mancher Arbeitgeber betrachtet das Thema mobiles Arbeiten möglicherweise noch als Zukunftsthema, das erst relevant wird, wenn die „Generation Z“ in den Arbeitsmarkt eintritt“, so Jutta Peinze. „Dabei haben die letzten Wochen gezeigt, dass Mitarbeiter jeden Alters produktiv im Homeoffice arbeiten können und wollen, wenn die passende Ausstattung vorhanden ist.“

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Unternehmen in Kurzarbeit: 3 Regeln vom Terra Institute

Bedingt durch die Corona-Krise müssen nun in vielen Unternehmen Mitarbeiter mittel- oder sogar langfristig ihre Arbeitszeit verkürzen und zum Teil ganz zu Hause bleiben. Für die Mitarbeiter gehen damit nicht nur schmerzhafte Lohneinbußen einher, sondern die mangelnde Aufgabe, Einbindung und Beschäftigung schlagen auch auf das Gemüt.

Worauf müssen Führungskräfte in Unternehmen jetzt besonders achten, um den Schaden für die Einzelnenwie für das ganze Unternehmen möglichst gering zu halten?

Dass es besonders in Krisenzeiten auf gute Kommunikation ankommt, das zeigen uns momentan die Politiker: Wer es schafft, offen, transparent und fair zu wirken, gewinnt derzeit trotz schwieriger Gesamtsituation enorm an Beliebtheitswerten. Analog dazu können auch die Führungskräfte in Unternehmen durch gute Kommunikation bewirken, dass trotz der großen Schwierigkeiten die Loyalität zum Unternehmen wächst und die Motivation, das Vertrauen und die Hoffnung in eine positive Entwicklung hoch bleiben. Wo aber jetzt große Fehler in der Kommunikation gemacht werden, bekommt die Unternehmenskultur Risse: Anschuldigungen, Misstrauen, Verachtung und Wut richtigen sich dann auf das Unternehmen und seine Führung und schwächen die Erfolgsaussichten für eine positive Wiederaufnahme und Wende.

Was sind also die drei wichtigsten Regeln, die Führungskräfte nun in ihrer Kommunikation und Führungunbedingt beachten sollten?

1.)Direkte Kommunikation: Keine Emails zur Vermittlung schwieriger Inhalte und Botschaften

Auch wenn durch die Corona-Pandemie die physische Nähe und Kommunikation eingeschränkt und zum Teil gar nicht mehr möglich ist, so ist es umso wichtiger, dass die Führungskräfte in der Übermittlung schwieriger Botschaften wie Lohnausgleich bzw. Kurzarbeit nicht das E-Mail als Medium nutzen. Webkonferenz in kleinen Gruppen, die einen unmittelbaren und direkten Austausch ermöglichen, in denen man sich auch sehen kann sind dafür schon viel besser geeignet. Es gilt nun „seinen Mann bzw. ihre Frau zu stehen“ und sich mutig den möglichen heftigen Reaktionen auf die schwierigen Botschaften zu stellen. Das gilt den Empfängern das Gefühl, nicht allein zu sein.

2.)Ungleichheiten erklären: Keine Mitarbeiter 1. und 2. Klasse

Gerade in diesen Situationen reagieren Mitarbeiter auf Unterschiede besonders sensibel: Wer darf bleiben?Wer muss wieviel Arbeitszeit reduzieren? Wer bekommt wieviel bezahlt? Gibt es schon in „Normalzeiten“ in Unternehmen oftmals Mitarbeiter die sich weniger wichtig genommen als andere fühlen, weil sie in einem niedriger bezahltem Bereich arbeiten, in einer scheinbar oder tatsächlich weniger beachteten Filiale beschäftigt sind oder vielleicht in einem weniger erfolgreichen Geschäftszweig, so ist die Gefahr nun besonders groß,dass sich manche Beschäftigte als Mitarbeiter zweiter Klasse erleben. Hier können sich Gräben auftun, die auch lange nach der Überwindung der Krise nicht mehr gekittet werden können, weshalb hier vonseiten der Führungskräfte besondere Sensibilität gefragt ist: Sprechen Sie Unterschiede zeitnahe und mit völliger Transparenz an und argumentieren Sie, weshalb diese gemacht werden und weshalb diese für den Fortbestand des Unternehmen ganz wichtig sind. Das Verstehen der Argumente ist die Basis dafür, das Mitarbeiter inner-lich den Weg eines Unternehmens bejahen.

3.)Regelmäßigen Kontakt und Austausch aufrecht erhalten

Auch Mitarbeiter in Lohnausgleich bleiben Mitarbeiter. Damit diese, obwohl Sie zuhause sind und de facto nicht mehr arbeiten, dennoch innerlich mit dem Unternehmen in Kontakt bleiben und Zugehörigkeit sowie eine positive Haltung und Interesse weiter bestehen, brauchen Sie regelmäßigen Kontakt. Laden Sie Ihre Mitarbeiter 1 Mal wöchentlich zu einem kurzen Web-Meeting ein. Lassen Sie dabei jeden Einzelnen kurz zu Wort kommen und darüber sprechen, wie es ihm/ihr geht. Halten Sie auch die schwierigsten Kommentare aus, stellen Sie sich den Emotionen, denn schon diese „Entladung“ allein führt zu einer Verbesserung der Gesamtatmosphäre. Wenn Sie in diesen Meetings offen und ruhig bleiben, wird das Vertrauen in Sie als Führungskraft wachsen. Geben Sie den „nicht aktiven“ Mitarbeitern auch laufend Informationen darüber, wie es im Betrieb läuft, was sich tut, an Erfreulichem wie an Misserfreundlichem. Diese Einbindung erhält die Verbindung. Dieser regelmäßige Kontakt ist auch und besonders bei langfristigem Lohnausgleich extrem wichtig und verlangt von Ihnen als Führungskraft viel Sensibilität, Kraft und Disziplin. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, werden Sie aber als Dankeschön auf diese Mitarbeiter wieder zählen können.

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  • Terra Institute: Terra Institute

Die Zeichen im Handwerk stehen auf Digitalisierung: MyHammer wird 15

Im Mai 2005 ging die Handwerkerplattform “MyHammer” online. Das Ziel: Auftraggebern Dienstleistungen vermitteln und Handwerkern den Weg in die digitale Auftragsbeschaffung ebnen. Mittlerweile vermittelt MyHammer jeden Monat viele Tausend Aufträge an Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe in ganz Deutschland und Österreich und treibt die Digitalisierung mit mobilen Angeboten voran. Darüber hinaus fördert MyHammer das Handwerk durch Wettbewerbe wie den Azubi-Award.

 

Serviceorientiert und digital seit der ersten Stunde

 

Mit 15 Jahren Erfahrung als Internetunternehmen entwickelt MyHammer seine Plattform kontinuierlich weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse von Auftraggebern und Handwerkern. Anfänglich als Plattform für Rückwärtsauktionen gestartet, wurde dieses Modell schon 2006 verworfen. Seitdem können Auftraggeber frei entscheiden, welcher Betrieb den Zuschlag bekommt. Handwerker haben keine Einsicht in die Angebote anderer.

 

Ein großer Meilenstein war 2009 die Einführung der neuen Profile für Handwerker, die Auftraggebern maximale Transparenz geben soll. Hier sind alle Kontaktdaten sowie Qualifikationen und Zulassungen einsehbar. Damit bekommen Auftraggeber die Sicherheit, dass die Arbeiten von den Betrieben ordnungsgemäß ausgeführt werden können. Handwerker erhalten im Gegenzug einen aussagekräftigen Online-Auftritt und können sich mit Hilfe von guten Bewertungen eine positive Online-Reputation aufbauen. Alle Qualifikationen und Zulassungen werden von MyHammer geprüft. Seit 2011 ist außerdem die Handwerkskarte als Nachweis erforderlich.

 

2014 erschien die MyHammer-App als logische Weiterentwicklung des digitalen Angebots. Damit können Auftraggeber und Handwerker direkt aus der Hosentasche heraus Aufträge ausschreiben und annehmen. Außerdem enthält die App nützliche Funktionen wie einen eingebauten Scanner, mit dem Räume über die Handykamera automatisch ausgemessen werden können.

 

“Die Digitalisierung im Handwerk gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wir sind stolz, diese Entwicklung mit unserem Angebot schon seit 15 Jahren zu fördern”, sagt Claudia Frese, CEO von MyHammer. “Und die Zukunft wird noch digitaler. Seit 2019 setzten wir maschinelles Lernen ein. Mit der Technologie werden beispielsweise jedem Kunden die passenden Handwerker bzw. die besten Aufträge vorgeschlagen.”

 

Fortschritt braucht Engagement

 

MyHammer möchte als Partner das Handwerk stärken und die Digitalisierung im Handwerk unterstützen. Daher rief MyHammer 2011 den Wettbewerb zur “Handwerkerseite des Jahres” ins Leben. Der Wettbewerb fand insgesamt sieben Mal statt. In 2015 folgte die Auszeichnung “Handwerker des Jahres”. Durch den Wettbewerb soll hochwertige Handwerksarbeit sichtbar gemacht und ausgezeichnet werden. 2018 wurde das erste Mal der Azubi-Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem besonders engagierte Handwerkerazubis geehrt werden.

 

“Uns ist es wichtig, dass wir uns auch über die Plattform hinaus für unsere Nutzer einsetzen,” sagt Claudia Frese. “Im Mittelpunkt unserer digitalen Lösung stehen Menschen, die miteinander interagieren. Dienstleistungen zu vermitteln bedeutet, Menschen zusammenzuführen. Einmal gab es sogar eine MyHammer-Hochzeit zwischen einem Handwerker und einer Auftraggeberin.”

 

Erfolgsgeschichte eines Internet-Dinosauriers

 

Schon ein Jahr nach dem Start in Deutschland ging MyHammer 2006 auch in Österreich online. 2008 erhielt das Unternehmen seine erste Auszeichnung: den Deutsche Internetpreis des Branchenverbandes BITKOM. In 2010 kam der Deloitte Technology Fast 50 Award als Deutschlands wachstumsstärkstes Technologie-Unternehmen hinzu.

 

Auch die Zahlen sprechen für sich: Seit 2015 wächst das Unternehmen zweistellig, zuletzt um 29 Prozent. Auf MyHammer werden heute über 200 Leistungen angeboten. Das Auftragsvolumen belief sich 2019 auf über 1,4 Mrd. Euro und jeden Tag werden durchschnittlich 3.000 Aufträge eingestellt, Tendenz steigend. Im April 2020 knackte die Zahl der eingestellten Aufträge das erste Mal die 100.000-Marke und es wurden 38 Prozent mehr Aufträge ausgeschrieben als noch im April 2019. Seit dem Start 2005 konnten Handwerker und Dienstleister insgesamt fast zehn Mio. Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 14 Mrd. Euro bei MyHammer finden.

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Solidarität durchbricht Grenzen: Verbraucher geben 2 Milliarden für Fairtrade-Produkte aus

Die Corona-Pandemie überschattet das Erfolgsjahr 2019. Erstmalig knackten Fairtrade-Umsätze die 2 Milliarden Euro Marke. Und auch während der Corona-Krise bleibt die Nachfrage nach fairen Lebensmitteln wie Kaffee, Bananen oder Kakao stabil. Aber: „Die Pandemie demaskiert soziale und wirtschaftliche Ungleichheit“, sagte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland). „In den Anbauländern der Fairtrade-Produkte sind Gesundheitsversorgung und Wirtschaft fragil. Umso wichtiger ist es, dass der Weg aus der Krise verantwortungsvoll und nachhaltig vonstatten geht und nicht an nationalen Grenzen endet.“

Marktentwicklung von Fairtrade-Produkten in Deutschland

2,04 Milliarden Euro gaben Verbraucher im letzten Jahr für faire Produkte aus, das entspricht 25 Euro pro Kopf und einem Wachstum von 26 Prozent. Die Verkaufsmengen legten entsprechend kräftig zu: beispielsweise bei Bananen, um 41 Prozent auf 130.000 Tonnen. Hier gab vor allem die zusätzliche Einlistung von Fairtrade-Bananen ohne Bio-Siegel bei Lidl den Ausschlag. Der Marktanteil liegt bei 20 Prozent. Auch Kaffee kam häufiger fair in die Tasse: Mit einem Wachstum von 12 Prozent auf 23.000 Tonnen klettert der Marktanteil auf rund 5 Prozent.

In immer mehr Schokoladenwaren steckt fairer Kakao: 79.000 Tonnen wurden 2019 eingesetzt, 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit hat fairer Kakao einen Marktanteil von 17 Prozent. Gut eine halbe Milliarde faire Rosen wurde verkauft, ein Plus von 19 Prozent. Der Marktanteil liegt bei 30 Prozent.
Durch den heißen Sommer wurde etwas weniger Tee getrunken (-6 Prozent, 359 Tonnen). Positiv dagegen entwickelten sich Honig (+12 Prozent auf 1.500 Tonnen) und Reis (+40 Prozent, 1.170 Tonnen); letzterer vor allem durch die Einlistung von Reisprodukten von Davert bei der Drogeriekette dm.
Steigende Nachfrage nach Berufsbekleidung und Baumwolltaschen, begünstigt durch das Plastiktütenverbot, führten zu einem Absatzplus von Textilien mit Fairtrade-Baumwolle von 59 Prozent auf 22,2 Mio. Stück.

Fairtrade-Prämie fließt in Maßnahmen gegen das Virus

Produzentenorganisationen im globalen Süden erhalten für Fairtrade-Verkäufe stabile Mindestpreise als Sicherheitsnetz gegen schwankende Weltmarkpreise und einen zusätzlichen Aufschlag, die Fairtrade-Prämie. Durch Verkäufe für den hiesigen Markt belief sich allein die Prämie auf 38 Millionen Euro. „Gerade jetzt ist die Prämie wichtig, weil sie oft die einzige Rücklage ist, die Produzenten haben. Wir sehen vorbildliche Maßnahmen wie Aufklärungs¬kampagnen und die Anschaffung von Hygienemitteln, aber auch, dass damit Einkommenseinbußen kompensiert werden“, erläuterte Mary Kinyua, Vorsitzende des Produzentennetzwerks Fairtrade Africa. „Neben der Angst um die Gesundheit sind die wirtschaftlichen Folgen dramatisch: Auf Blumenfarmen wurden im März tausende Beschäftigte entlassen. Bei Rohstoffen, für die die Ernte noch aussteht, fehlen Erntehelfer. Wo die Ernte eingeholt ist, ist die Logistik unsere Sorge. Mobilitätseinschränkungen machen den Transport zum Hafen schwieriger und teurer. Wir hoffen, dass die Häfen offen bleiben.“

Wirtschaftlicher Wiederaufbau nicht auf Kosten der Ärmsten

„Die Auswirkungen der Corona-Krise sind am Anfang der Lieferketten besonders dramatisch. Umso wichtiger, dass sich die auftraggebenden Unternehmen in diesen Ländern endlich an menschenrechtliche Standards halten“, betonte Johanna Kusch, Koordinatorin der Initiative Lieferkettegesetz. Die Preise von Rohstoffen und landwirtschaftlichen Produkten schwanken extrem. In der Textilbranche haben Zulieferer in Südostasien mit stornierten Lieferaufträgen zu kämpfen, Fabriken schließen und Menschen bleiben ohne jegliche Absicherung zurück. „Viele Unternehmen arbeiten jetzt an krisensicheren Lieferketten und einem besseren Risikomanagement. Dafür ist zentral, dass sie auch Menschenrechte und Umweltschutz in den Blick nehmen. Das wird nur funktionieren, wenn die Bundesregierung mit einem Lieferkettengesetz alle Unternehmen dazu verpflichtet.“

Thilo Hoppe, für Brot für die Welt Aufsichtsratsmitglied von TransFair ergänzte: „Wenn wir von systemrelevanten Berufen sprechen, gehören dazu Bauern weltweit genauso wie Arbeiterinnen in Textilfabriken, auf Blumen- und Teeplantagen. Entwicklungsminister Müller sagte völlig zurecht, dass die Corona-Pandemie ein Weckruf für stärkere internationale Zusammenarbeit ist. Wir müssen dringend einen verantwortungsvollen Weg aus der Krise finden, der als Blaupause dient für künftige globale Herausforderungen wie die Klimakrise!“

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