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Fraport-Verkehrszahlen im Mai 2020: Passagieraufkommen weiter auf historisch niedrigem Niveau

Im Mai zählte der Flughafen Frankfurt 272.826 Passagiere, ein Rückgang von 95,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Kumuliert über die ersten fünf Monate des Jahres betrug das Minus 57,2 Prozent. Hintergrund dieser Entwicklung sind unverändert die Reisebeschränkungen und der Nachfrageeinbruch infolge der COVID-19-Pandemie. Mit 7.764 Starts und Landungen war die Zahl der Flugbewegungen im Mai ebenfalls stark rückläufig (minus 83,2 Prozent). Die Summe der Höchststartgewichte ging um 72,4 Prozent auf 776.676 Tonnen zurück. Das Cargo-Aufkommen verringerte sich aufgrund der fehlenden Kapazitäten aus der Beiladefracht in Passagiermaschinen um 13,6 Prozent auf 160.502 Tonnen.

Auch die internationalen Standorte sind von der COVID-19-Pandemie stark betroffen. Im Berichtszeitraum galten an den meisten Flughäfen noch umfassende Reisebeschränkungen, teils war der Betrieb nach behördlicher Anordnung weiterhin vollständig eingestellt. Entsprechend reduzierte sich das Passagieraufkommen je nach Standort um 89,5 bis 99,9 Prozent gegenüber dem Mai des Vorjahres. Einzig am Flughafen Xi’an in China setzte mit einem Aufkommen von rund 2,2 Millionen Fluggästen eine deutliche Erholung des Passagierverkehrs ein. Dies entspricht einem Rückgang von 44,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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  • Luftaufnahmen 2019: Fraport AG

Ostsachsen TV – keine Bühne für Extremisten

Bautzener TV-Macher David Vandeven zieht Konsequenzen: „Politisches Engagement für Frieden und Verständigung wird böswillig ins Gegenteil verkehrt und instrumentalisiert.“

Seit zwei Jahren betreibt David Vandeven den regionalen TV-Sender Ostsachsen TV. Immer wieder hat er damit für Schlagzeilen gesorgt, weil er auch politisch unbequemen Persönlichkeiten mit seinen „Sofatalks“ ein Dialogforum geboten hat – freilich ohne sich deren Aussagen zu eigen zu machen. Sogenannte Reichsbürger nahmen auf seinem Sofa Platz, ebenso Menschen, die mit dem Stigma „Verschwörungstheoretiker“ leben müssen, politisch Andersdenkende von ganz links bis ganz rechts, aber auch sehr viele Unternehmer, Politiker und Prominente. David Vandeven wollte stets alle zu Wort kommen lassen, auch die andere Seite hören und seine Zuschauer informieren. Frech und provokant sollten seine Sendungen sein, aber auch immer klar positioniert gegen Hass, Gewalt und Extremismus. Vandeven engagiert sich in der Friedensbewegung, streitet für eine offene Dialogkultur. Nun „hat er es satt, zur Zielscheibe gemacht und angefeindet zu werden“, wie er sagt. Seine Art des offenen Umgangs mit Andersdenkenden werde immer wieder instrumentalisiert. Nun hat er „die Nase voll“, stellt viele Sendeformate und sein politisches Engagement ein.

„Viele sind nicht mehr zum Dialog fähig, beleidigen, diffamieren und beschimpfen, statt zu argumentieren“, klagt David Vandeven. Man rede übereinander statt miteinander. Andere Meinungen fänden kaum mehr Raum. Toleranz: Fehlanzeige. Je extremer die Positionen, desto weniger Dialogkultur, Meinungsvielfalt und ehrliche inhaltliche Auseinandersetzung, so seine Feststellung. „Vielstimmigkeit scheint zunehmend unmöglich. Die Fronten verhärten sich“, sagt er. Zwar seien seine TV-Formate und Veranstaltungen immer durchaus kontrovers gewesen, aber dass es nun zu handfesten Bedrohungen komme, er öffentlich diskreditiert werde und sein Unternehmen, die Medien- und Marketingberatung Vandeven24, zu der auch der Sender Ostsachsen TV gehört, unter Boykottaufrufen zu leiden habe, sei inzwischen unerträglich. „In der politischen Debattenkultur scheint den Extremisten inzwischen jedes Mittel recht“, stellt der Medienmacher fest. Immer wieder habe er auch Politikern der Linken Raum gegeben. Doch statt diesen zu nutzen, stelle man ihn in die rechte Ecke. Dabei, so Vandeven, distanziere er sich von jeder Form von Nationalismus, Rassismus und Extremismus. „Ich dachte, mehr Dialog und Information macht immun gegen radikale Gedanken. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Was immer in meinen Sendungen gesagt wird, immer gibt es eine Gruppe oder einen Protagonisten der Extremen, der sich lautstark gegen mich und meine Interviewpartner inszeniert. Jetzt ist Schluss damit“, so sein Fazit.

Nach zwei Jahren wird er sein Engagement beenden. „Ich werde alle politischen Funktionen in Bürgerbewegungen, Vereinen und Gremien beenden und auch keine politischen Sendungen mehr produzieren“, verkündet Vandeven nun. Den „Sofatalk“ werde es weiterhin geben – aber nur für unpolitische Interviews mit Unternehmern oder Ehrenamtliche ohne politischen Bezug. Er sei nicht resigniert, aber er wolle nicht weiter dem Vorschub leisten, wogegen er eigentlich angetreten sei. „Wenn meine Arbeit dazu führt, dass sich der Dialog verschärft, dann bin ich mit meiner Idee des Zuhörens und des Dialoges gescheitert“, lautet sein Resümee. Er werde sich zukünftig mehr seiner journalistischen Arbeit widmen und für Wirtschaftsunternehmen tätig werden. „Mein ehrenamtliches Engagement geht nun zu Ende. Ich ziehe mich aus der Öffentlichkeit zurück.“

Sein Sender Ostsachsen TV wird zukünftig nur noch als regionales Nachrichten- und Wirtschaftsmagazin auf Sendung gehen, als Informationsmedium für die Lausitz. Politische Meinungen und Kontroversen würden dort keinen Platz mehr finden. „Ich bin ein Mann der Wirtschaft. Das möchte ich gerne bleiben. Hier kann ich unterstützen – technisch und redaktionell“, stellt er fest. Bundesweit wolle er zukünftig arbeiten – als Berater und TV-Macher, vor allem mit eigenen Business-Portalen und wirtschaftsnahen Formaten.

Nach zwei Jahren Ostsachsen TV als Meinungsmedium sei nun Schluss. Nach der Sommerpause werde der Sender relauncht und fortan eine neutrale Plattform für heimische Gewerbetreibende bieten.

Weitere Informationen unter www.ostsachsen-tv.com

Online vs. Offline – drängt die Krise den stationären Handel in den Hintergrund?

Am Online-Handel gab es in den letzten Monaten kein Vorbeikommen. Stationäre Geschäfte waren aufgrund des Lockdowns temporär geschlossen – geshoppt wurde im Internet. Dabei wurde sogar diskutiert, ob eine Welt ohne „Offline-Shopping“ möglich ist. Doch für die meisten Deutschen ist das Shoppingerlebnis im stationären Handel immer noch die beliebteste Einkaufsmöglichkeit. Aus diesem Grund setzt Dustin Dahlmann, Geschäftsführer von InnoCigs, auf den lokalen Handel mit einer Multi-Channel-Lösung. Denn als E-Zigaretten-Großhändler sind die Beratung und das Testangebot, vor allem für Neukunden im Einzelhandel, unverzichtbar. Durch einen eigenen Online-Shop können beide Angebote aber optimiert werden. Die Frage ist, was kann man aus der aktuellen Lage lernen?

Transformationsbeschleuniger Corona

Viele deutschen Unternehmen erlebten während des bundesweiten Lockdowns einen einhundertprozentigen Einbruch der stationären Einnahmen. Wer frühzeitig in eine eigene Online-Präsenz investiert hatte, konnte die Verluste minimieren und teilweise auffangen. Der Hamburger E-Zigaretten-Produzent und -Großhändler InnoCigs verzeichnete dabei eine Steigerung zum Online-Endkundenhandel unter den bestelenden Händlern um ein Drittel. So haben die Maßnahmen teilweise zu einer Verlagerung des stationären Umsatzes in den Online-Bereich geführt. Allerdings geht das Unternehmen davon aus, dass es sich bei dieser Entwicklung nur um einen temporären Trend handelt. Die vergangene Zeit war geprägt von Home-Office, Online-Treffen und digitalem Konsum. Ein analoges Shoppingerlebnis konnte zudem nicht gewährleistet werden, wird aber mit weiteren Lockerungen umso bedeutender für die Gesellschaft sein.

Folglich sieht man, dass der Online-Handel durch die Corona Krise weiter ausgebaut wurde. Von einem kompletten Transformationsbeschleuniger kann hier jedoch nicht gesprochen werden. Eine aktuelle Studie von Forrester Consulting und Bloomreach zeigt, dass über 50 Prozent der Kunden mehr Waren online bestellt haben – darunter auch Produkte, welche diese im Normalfall offline gekauft hätten. Allerdings waren über zwei Drittel der deutschen Einkäufer unzufrieden mit dem Handling der Seiten. Es konnten nicht die gewünschten Suchkriterien eingestellt werden und die Produktinformationen waren nicht detailliert genug.

Customer Experience als höchstes Gut für den stationären Handel

Im Bereich des E-Zigaretten-Fachhandels ist die Wichtigkeit der stationären und lokalen Geschäfte omnipräsent. Die Kunden profitieren dabei von einer professionellen Beratung und können neue Geschmäcker sowie Geräte direkt vor Ort testen. So kann auf jede individuelle Vorliebe und Wünsche eingegangen und geholfen werden. Dafür verfügen alle Filialen des Fachhandels über eine sogenannte Liquid Bar, die zum Testen der unterschiedlichen Liquids einlädt.

Fachliche Beratung, Testgeräte und der Einkauf als Erlebnis sind die größten Vorteile für einen Laden vor Ort. InnoCigs setzt zudem auf eine starke eigene Webpräsenz, bei der alle Informationen rund um die E-Zigarette in Erfahrung gebracht werden können. Hier zeichnet sich eine Tendenz ab, die den stationären Handel mit dem Onlineshop verschmelzen lässt. Dies erlaubt dem Kunden den Einkauf online vorzubereiten und im Laden selbst gezielt nachzufragen. Kleinere Produkte oder Vorratspackungen können Stammkunden, falls sie einmal keine Zeit für den Besuch im Geschäft haben, ganz einfach online bestellen.

Der stationäre Handel als Showroom

Die letzten Monate haben gezeigt, dass eine Online-Sichtbarkeit für Unternehmen unabdingbar ist. Dennoch wiegt die fehlende Präsenz im stationären Handel für einige Branchen schwerer als für andere. Als Großhändler für E-Zigaretten kann InnoCigs keine Werbung in Form von Anzeigen oder Online-Banner schalten. Die lokalen Geschäfte sind für das Unternehmen eine zusätzliche Werbeplattform, die InnoCigs mehr Sichtbarkeit verleiht. Diese Präsenz ging verloren, wodurch vor allem Neukunden nicht auf alternative Produkte zum Tabak aufmerksam wurden. Die eigenen Filialen dienen so auch als Showroom in den verschiedene Liquids und E-Zigaretten ausprobiert werden können – eine Möglichkeit, die besonders in der Zeit nach dem Lockdown an Bedeutung gewinnen wird.

Das Hamburger Unternehmen InnoCigs sieht die aktuelle Situation dabei nicht als Transformationsbeschleuniger in Richtung des Online-Handels. Dagegen unterstreicht es vielmehr die Bedeutung einer Multi-Channel-Lösung. Da die heutige Kundschaft allgemein sehr heterogen ist, können die Anforderungen des Handels individuell an den Kunden ausgerichtet werden. So kann dieser selbst entscheiden, ob er lieber das Onlineangebot wahrnimmt oder im stationären Handel einkauft. Gleichzeitig können so verschiedene Zielgruppen adressiert werden, was allerdings auch eine genaue Kenntnis der eigenen Käufer voraussetzt. So bleibt der stationäre Handel, auch mit den aktuellen Einschränkungen zukunftsfähig und kann durch spezifische Online-Angebote erweitert werden.

Dustin Dahlmann ist Geschäftsführer und Gründer der InnoCigs GmbH & Co. KG und ist u.a. für den Bereich Kommunikation des Unternehmens verantwortlich. Gemeinsam mit seinem Bruder Dennis Dahlmann hat er InnoCigs vom kleinen Drei-Mann-Unternehmen zu einem der führenden Großhändler Deutschlands entwickelt. Das Unternehmen beeindruckt durch ein breites Sortiment sowohl im stationären Handel als auch mit einem eigenen Onlineshop. InnoCigs beschäftigt in Deutschland über 60 Mitarbeiter und verfügt über ein Vertriebsbüro in Paris und ein Büro in China.

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  • Dustin Dahlmann: InnoCigs

Mit neuen Geschäftsmodellen aus der Krise

Viele Geschäftsmodelle werden sich zeitnah verändern, manche Unternehmen sich neu erfinden müssen. Die Corona-Krise hat die Themen Digitalisierung und langfristige Finanzplanung ebenso beschleunigt wie die Themen rund um neue Arbeitskonzepte und die Konzentration auf den Menschen. Die GeBeCe Unternehmensberatung kombiniert daher in ihren Strategien alle Fragen der Finanzierung, auch staatlicher Förderungen, mit digitalen Konzepten im Sinne des Kunden und der Mitarbeiter sowie dem persönlichen Coaching des Unternehmers und des Managements. „Wenn die Krise einen Vorteil mit sich gebracht hat, dann ist es ganzheitliches Denken und ein Besinnen auf den Wert der eigenen Persönlichkeit“, sagt Business-Coach und Vertrauensexpertin Melita Dine.

Melita Dine ist Geschäftsführerin der GeBeCe – Gesellschaft für Beratung und Mentoring GmbH und leitet den Unternehmensstandort in Neuss. „Unternehmen werden sich radikal verändern“, ist sie überzeugt. Sie verweist dabei nicht nur auf neue Produkte oder flexiblere Arbeitszeitmodelle, sondern auch auf die hohen Ansprüche der Kunden und Mitarbeiter. „Fragen der Führung und der gesellschaftlichen Relevanz spielen inzwischen eine genauso große Rolle wie sichere Finanzen und neue Technologien“, berichtet Dine aus ihrer Praxis. Jeder Fortschritt müsse sich aber vor allem an den Wünschen, Werten und Zielen des Unternehmers ausrichten. „Was nicht zur Persönlichkeit, zur Identität des Unternehmers passt, ist nicht authentisch. Das merkt auch der Kunde“, so Dine. Das Wesen eines Business verändere sich – beginnend bei der Strategie über die Produkte und den Service bis hin zu Marketing, Finanzplanung, Struktur und Organisation. Alles sei Ausdruck der Persönlichkeit und zugleich ein essenzieller Bestandteil der Erlebenswelt des Kunden und damit der wirkungsvollen Kundenbindung. Im Grunde, so Dine, sei heute Unternehmensführung ohne tiefgehende Persönlichkeitsentwicklung kaum mehr möglich.

Es gebe, beschleunigt durch die Corona-Krise, eine neue Kultur. Eine solide und nachhaltige Finanzplanung über die kurzfristige Liquidität hinaus sei dabei genauso wichtig wie Geschäftsmodelle, die sich schnell anpassen lassen und auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren. Meist seien Digitalisierung und Automatisierung der Schlüssel. „Dieser Schlüssel wiederum erfordert Investitionen und Know-how. Alles hängt zusammen“, so die GeBeCe-Geschäftsführerin. Im Moment stünden die Aussichten gut. Für Engagierte sei die jetzige Phase ein El Dorado für neue Ideen. Fördermittel sind leichter zu bekommen, die Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss, ist groß. Ebenso die Bereitschaft, an sich selbst und seinem Business zu arbeiten, sich neu zu entwickeln und auszurichten. „Wer jetzt die richtigen Weichen stellt, kann leicht zum Gewinner der Krise werden“, betont Dine.

Elementar sei, sich radikal am Kunden auszurichten und dessen Bedürfnisse menschlich, serviceorientiert und mit Hingabe zu erfüllen – auch und gerade im Rahmen digitaler Prozesse. Genau das erfordere einen Gleichklang. „Kunde und Unternehmer müssen sich ‚einschwingen‘, ein Gefühl aus Vertrauen und Harmonie erzeugen. Das geht nur, wenn der Fokus auf die eigenen Interessen und Potenziale gegeben ist und diese zum Wohle des Kunden eingesetzt werden und sich im Produkt spiegeln“, macht Melita Dine deutlich. Diese Harmonie herzustellen bedinge Coaching. Reine Beratung springe da nicht selten zu kurz. Das moderne Business sei immer auch ein Menschen-Business. Weitere Informationen über die Beratungsleistungen der GeBeCe GmbH, das Leistungsspektrum der Unternehmensberatung, die Themen Beratung und Mentoring sowie viele konkrete Hilfestellungen für das Krisenmanagement gibt es unter www.gebece.gmbh.

Was passiert, wenn der Firmenlaptop vom Küchentisch fällt?

Mit dem Corona-Lockdown gab es eine massive Verschiebung klassischer Bürojobs ins Homeoffice. Was ursprünglich nur als zeitlich begrenztes Provisorium gedacht war, entpuppt sich für viele Angestellte – gewollt oder ungewollt – nun als Dauerlösung. Spätestens jetzt sollten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit dem Versicherungsschutz beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden beschäftigen. Mit der mailo-Büropolice sind viele Schäden abgedeckt.

Beim bundesweiten Umzug ins Homeoffice konnten aufgrund der besonderen Umstände und der gebotenen Eile nicht alle Details im Voraus geklärt werden. Der Versicherungsschutz nahm häufig eine untergeordnete Rolle ein. Dies sollte nun dringend nachgeholt werden. „Viele Angestellte haben gute Erfahrungen mit der Heimarbeit gemacht und möchten trotz der Corona-Lockerungen zumindest zeitweise auch weiterhin im Homeoffice arbeiten. Spätestens jetzt wird es deshalb Zeit, offene Versicherungsfragen zu klären“, mahnt Armin Molla, Vertriebsvorstand der mailo Versicherung AG.

Als digitaler Gewerbeversicherer deckt mailo über seine Büropolice Schäden an der Betriebseinrichtung bis zu einer Entschädigungsgrenze von 10.000 Euro ab, wenn zum Beispiel der Firmenlaptop aus dem privaten Arbeitszimmer des Angestellten gestohlen wird. „Zusätzlich greift die Versicherung auch bei Unachtsamkeiten“, so mailo-Vorstand Molla. „Wichtig ist, dass wir über alle Schäden sofort benachrichtigt werden und eine saubere Dokumentation erfolgt. Die Grenze zwischen Privatem und Beruflichem verschwimmt im Homeoffice häufig. Deshalb sollten besser auch die Versicherungsbedingungen der eigenen Privathaftpflicht nochmals überprüft werden.“ Eine Betriebshaftpflicht hingegen greift unabhängig davon, wo der Angestellte arbeitet. „Wenn aufgrund einer Tätigkeit betriebliche Schäden entstanden sind, ist es unerheblich, wo die Mitarbeitenden während der Bürozeiten sitzen und arbeiten“, erklärt der Experte für Gewerbeversicherungen.

Der Weg zum Kühlschrank ist nicht arbeitsbedingt

Deutlich kniffeliger als ein vom Küchentisch heruntergefallener Laptop ist die Situation, wenn ein Angestellter im Homeoffice stürzt. Weil die gesetzliche Unfallversicherung zwischen privaten und beruflichen Tätigkeiten genau unterscheidet, greift sie nur dann, wenn der Angestellte zum Zeitpunkt des Unfalls mit einer Arbeit beschäftigt war, die in einem direkten Zusammenhang mit seinem Beruf steht. Der Gang zur Toilette zum Beispiel gehört nicht dazu, hat das Sozialgericht München entschieden (Aktenzeichen: S 40 U 227/18). Und auch der im Homeoffice doch recht häufig eingeschlagene Weg zum Kühlschrank wird von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht anerkannt.

„Die offenen Fragen zur Unfallversicherung sollte ein Angestellter auf jeden Fall mit seinem Arbeitgeber klären“, rät Versicherungsfachmann Molla. „Wer langfristig aus dem Homeoffice heraus arbeiten möchte, sollte deshalb auch eine private Unfallversicherung in Betracht ziehen. Die gilt immer, egal ob bei der Arbeit oder in der Freizeit.“

Neue Arbeitsmodelle für ein digitales Zeitalter

Das Homeoffice wird sich nach Ansicht von mailo-Vorstand Molla langfristig auf dem deutschen Arbeitsmarkt etablieren. „Auch bei uns läuft der Betrieb seit Mitte März weitestgehend vom Homeoffice aus. Als volldigitaler Gewerbeversicherer profitieren wir dabei von unseren schon immer sehr schlanken und agilen Prozessen. So konnten wir auch während des Lockdowns zu 100 Prozent für unsere Kunden da sein und unsere Makler-Partner in Webinaren schnell für den digitalen Vertrieb fit machen“, so Molla.

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  • mailo AG, Köln, Datum: 07. Februar 2019, Foto: © Patric Fouad: Armin Molla, Vorstand Vertrieb, IT und Marketing der mailo Versicherung AG

Colliers International: Sonderanalyse Covid-19: Chancen und Risiken für den Logistikimmobilienmarkt

Seit Monaten steht die Welt aufgrund der Covid-19-Krise in unterschiedlichem Ausmaß still. Die Auswirkungen können noch nicht vollständig abgeschätzt werden, aber es ist bereits klar, dass die Krise weitreichende Folgen für die globale Wirtschaft haben wird, das Kaufverhalten der Bevölkerung dauerhaft verändern könnte sowie zum Umdenken auf vielen sozialen und wirtschaftlichen Ebenen anregt. Auf dem deutschen Immobilienmarkt zeigen sich aktuell viele Marktteilnehmer zurückhaltender, die die derzeitigen Turbulenzen und ihre Auswirkungen auf die einzelnen Assetklassen beobachten.

Aktuell kristallisiert sich heraus, dass insbesondere Logistikimmobilien weiter an Bedeutung auf dem gesamtgewerblichen Immobilienmarkt gewinnen werden. Die Systemrelevanz und die stabile Entwicklung der Assetklasse rücken bei Investoren im Zuge der Krise nun verstärkt in den Vordergrund. Ferner verzeichnet die Nachfrage nach Logistikflächen in der aktuellen Situation sogar einen Schub, der durch die Versorgung und die temporäre Lagerung von gestrandeten Waren ausgelöst wurde. Amazon und Onlinelebensmittelhändler zeigen sich weiterhin expansionsfreudig und bestimmte Branchen, wie beispielsweise die Pharma-Industrie, signalisieren eine erhöhte Nachfrage nach Logistikflächen. Eine Teilverlagerung der Produktion in das eigene Land erscheint attraktiver vor dem Hintergrund der unterbrochenen globalen Lieferketten. Diese Entwicklungen verzeichnen immer mehr Investoren, die sich vorher nur wenig bis gar nicht mit dem Logistikmarkt beschäftigt haben und nun beginnen auch Logistikimmobilien auf ihre Einkaufslisten zu setzen?, sagt Peter Kunz FRICS, Head of Industrial & Logistics EMEA bei Colliers International.

Colliers International hat in seinem aktuellen Whitepaper die zu erwartenden möglichen Risiken und Chancen für den Logistikimmobilienmarkt zusammengefasst und gegenübergestellt. Seit Beginn der Krise haben wir mehrere Umfragen unter den Marktakteuren aus dem Bereich Industrie und Logistik durchgeführt sowie viele Gespräche mit Mietern und Eigentümern geführt, um das Stimmungsbild auf dem Markt abbilden und bewerten zu können. Unsere Analysen sowie der enge Austausch halfen uns ein detailliertes Bild über die möglichen Auswirkungen der Covid-19-Krise auf den Logistikimmobilienmarkt zu zeichnen, erklärt Anna Owczarek, Consultant Research Industrial & Logistics bei Colliers International.

In dem von Colliers erstellten Whitepaper werden die relevanten Segmente Handel, E-Commerce, Versorgung und Produktion, die Einfluss auf den gesamtheitlichen Logistiksektor haben, durchleuchtet und ihre Reaktion auf die Covid-19-Krise sowie ihre Schwachstellen untersucht. Selbstverständlich erkennen wir für den Logistikimmobilienmarkt auch Risiken, die durch die Covid-19-Krise hervorgerufen oder verstärkt werden. Die Automotive-Branche leidet stark unter der vorübergehenden Stilllegung der Produktion und der Verbraucherunsicherheit. Die KEP-Logistiker, die zum Teil finanziell schlecht aufgestellt sind, kämpfen ebenfalls mit den aufgelegten Einschränkungen. Aber in der ganzheitlichen Betrachtung wird deutlich, dass die aktuelle Krise sowohl auf der Vermietungs- als auch auf der Investmentseite das Marktgeschehen nachhaltig positiv verändern könnte, betont Kunz.

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Spesen während Corona: Software und Office-Equipment ersetzen Kaffee und Taxi

– Reise- und gastronomische Dienstleistungen gingen um bis zu 90 % zurück
– 43 % weniger Spesenabrechnungen im Lockdown-Zeitraum
– Schweizer Mitarbeiter machen 550 % mehr Software-Spesen geltend
– IT- und Büroausstattung für das Homeoffice wurde verstärkt nur in UK und Deutschland abgerechnet

Geschäftsreisen sind seit spätestens Mitte März in Deutschland und weltweit auf ein Minimum reduziert worden. Homeoffice und Videokonferenzen sind der neue Standard. Damit hat sich auch die Spesenlandschaft gewandelt. Wie genau, hat Rydoo mithilfe der Daten aus seiner weltweit von über 10.000 Unternehmen eingesetzten SaaS-Lösung für Geschäftsreisebuchung und -abrechnung für die Länder Deutschland, Schweiz, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Belgien und Spanien ausgewertet. Dabei wird offensichtlich: Die Anzahl der eingereichten Belege reduzierte sich im Länderschnitt um 43 %. Traditionelle Reiseabrechnungskosten wie Flüge, Taxifahrten, Hotelzimmer und gastronomische Dienstleistungen gingen um teilweise über 90 % zurück. Im Gegenzug stiegen die abgerechneten Aufwendungen in Bezug auf das Homeoffice deutlich. Für zusätzlich Software-Lizenzen und IT sowie Büromöbel erhöhten sich die eingereichten Ausgaben in einigen Ländern um bis zu 550 %.

Für die Auswertung in den sechs Ländern hat das 2018 gegründete belgische Corp-up der Sodexo Group die Belegabrechnungsdaten der jeweils sechs Wochen langen Zeiträume 15.1. bis 26.2. und 16.3. bis 27.4. miteinander verglichen. Insgesamt wurden in den beiden Zeiträumen 44.167 Belege in den sechs Ländern ausgewertet.

Frankreich mit dem höchstem, Deutschland und die Schweiz nur mit einstelligem Rückgang

Insgesamt ging die Anzahl eingereichter Belege im Vergleichszeitraum um durchschnittlich 43 % zurück. Frankreich, Spanien und Belgien hatten mit knapp 75 % bzw. 50 % und 36 % die größten Rückgänge zu verzeichnen. Auch im Vereinigten Königreich war der Rückgang mit ca. 20 % noch deutlich zweistellig. In Deutschland (-9,6 %) und der Schweiz (-2,2 %) sind die Rückgänge moderater.

Statt Kaffee und Taxi werden in der Krise Software und Homeoffice-Ausrüstung abgerechnet

Mit Social Distancing wurde Homeoffice plötzlich auch in Unternehmen möglich, die sich bislang damit schwer getan haben. Dieser Wandel wird auch in den Belegdaten deutlich – und das vor allem im Bereich Software mit länderübergreifenden Mehrausgaben von 80 %. Dabei sticht die Schweiz mit um 550 % erhöhten Software-bezogenen Spesen besonders hervor. In Spanien (+133 %), Frankreich (+157 %) und Belgien (+132 %) verdoppelten sich diese, wohingegen sie sich in Deutschland und dem Vereinigten Königreich nur um 14 % bzw. 28,5 % steigerten. Interessant ist, dass sich Spesen mit Bezug auf die IT- und Büroausstattung wie Laptops, Monitore, Tastaturen aber auch Bürostühle oder Sitzbälle nur in Deutschland (+13 %) und im Vereinigten Königreich (+10 %) erhöhten. In Spanien (-63 %), Frankreich (-54 %), Belgien (-38 %) und der Schweiz (-67 %) gingen auch diese Ausgaben zurück. Außerdem reduzierten sich Belegabrechnungen für Lieferdienste länderübergreifend um über 80 %. Verständlich wenn man bedenkt, dass große oder länger andauernde Meetings aktuell digital stattfinden und nur wenige den Essenslieferdienst für das Meeting abrechnen.

Die neue Arbeitswelt verlangt nach digitaler Spesenabrechnung

Auch nach dem Lockdown werden viele Unternehmen bei Geschäftsreisen nicht zum Vor-Corona-Status zurückkehren. Zwar erlauben inzwischen laut einer aktuellen Umfrage des Verbands Deutsches Reisemanagement 74 % deutsche Firmen „in begründeten Ausnahmefällen“ Reisetätigkeiten, aber die Krise hat auch gezeigt, dass nicht alle Vor-Ort-Meetings notwendig sind. Dadurch werden Unternehmen in Zukunft wesentlich häufiger die Notwendigkeit von Reisen hinterfragen. Ergänzend hat sich das Homeoffice in der Krise bewährt, so dass es viele Unternehmen ihren Mitarbeitern in Zukunft ermöglichen werden, von zu Hause aus zu arbeiten. Beide Entwicklungen tragen dazu bei, dass eine digitale Belegabrechnung notwendig wird. Denn immer noch arbeiten mehr als 80 % der Unternehmen mit Excel-Sheets, Papierabrechnung und handschriftlicher Unterschriftenfreigabe. Diese Arbeitsweise kann bei verstärkter Homeoffice-Tätigkeit und vermehrten digitalen Meetings dazu führen, dass Abrechnungen lange liegen bleiben, bis alle Papierrechnungen und Unterschriften eingeholt wurden.

„Die neue Arbeitsrealität verändert nicht nur die Waren und Dienstleistungen, die als Spesen abgerechnet werden, sondern auch die Art der Abrechnung. Mitarbeiter, die zu Hause arbeiten, müssen auch in der Lage sein, Spesen digital einzureichen,“ kommentiert Sébastien Marchon, CEO bei Rydoo, die Ergebnisse. „Die digitale Belegabrechnung ist inzwischen ein Must-Have für effiziente und fehlerfreie Bearbeitung. Zudem vereinfacht ein papierloses und automatisiertes Spesen-Management nicht nur den Reisenden die Arbeit. Die digitale Abrechnung sorgt für eine zeitnahe Rückerstattung und unterstützt das Finanzteam durch automatische Kategoriezuordnung, der Durchsetzung und Implementierung von unternehmensweiten Abrechnungsrichtlinien sowie agiler Anpassung an neue Arbeitswelten.“

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  • Rydoo_Expense Screenshot: Rydoo

Deutscher Gründerpreis wird erst wieder 2021 verliehen

Die Verleihung des Deutschen Gründerpreis, einer der renommiertesten Wirtschaftspreise des Landes, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Sie war für den 8. September geplant, an dem vor zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft die Gewinner in den Kategorien StartUp, Aufsteiger, Lebenswerk und Schüler im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin bekanntgegeben werden sollten. Hintergrund für diese Entscheidung sind die erheblichen Beeinträchtigungen im Jurierungsverfahren. Angesichts des mehrwöchigen Lockdowns in Deutschland stehen unternehmerische Planungen vielfach in Frage oder müssen komplett geändert werden. „Auf dieser unsicheren Grundlage möchten wir keine Entscheidungen für oder gegen ein Unternehmen treffen“, so die Initiatoren des Deutschen Gründerpreises, ZDF, Sparkassen, stern und Porsche. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt den Deutschen Gründerpreis.

Ein weiterer wesentlicher Grund für die Absage ist die anhaltende Unsicherheit, ob Veranstaltungen dieser Art im September überhaupt stattfinden dürfen und wenn, ob die notwendigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Virusverbreitung eine angemessene kommunikative und festliche Atmosphäre der Preisverleihung erlauben würden.

Um das bereits eingebrachte Engagement der aktuellen Kandidaten anzuerkennen, sollen diese im kommenden Jahr mit dem erreichten Jurystand (Top 10) in den Wettbewerb für den Deutschen Gründerpreis 2021 aufgenommen werden.

Geringe Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf den Deutschen Gründerpreis für Schüler, der schon immer als onlinebasiertes Planspiel stattfindet. In diesem Jahr war die Resonanz mit 825 Schülerteams erneut erfreulich hoch. Die zehn besten Teams werden, wie ursprünglich geplant, am 25. Juni 2020 ausgezeichnet – in diesem Jahr allerdings erstmals im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung.

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Fair statt mehr und kein Business as usual

Das Konjunkturpaket ist eine verpasste Chance auf einen nachhaltigeren Konsum. „Statt das Momentum dieser Krise zu nutzen, um mit dem wirtschaftlichen Neustart Nachhaltigkeit gezielt zu fördern, geht es mit dem Konjunkturpaket zum Business as usual zurück. Das ist eine verpasste Chance“, sagte Dieter Overath, geschäftsführender Vorstandsvor­sitzender von TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland). „Wir brauchen nicht mehr Konsum, wir brauchen einen besseren Konsum.“ Dazu hätte ein differenziertes Steuersystem, das nachhaltige Produkte begünstigt, beitragen können. Beispielsweise, indem die Mehrwertsteuer für nachhaltige, fair gehandelte und ökologische Produkte stärker gesenkt worden wäre oder die Kaffeesteuer für fairen Kaffee abgeschafft. So wäre das Konjunkturpaket Ausdruck globaler Solidarität: sowohl hierzulande, um nachhaltigen Konsum für alle erschwinglich und attraktiv zu machen, als auch über Staatsgrenzen hinaus. Denn angesichts des Ausmaßes der Krise gilt es globale Resilienz zu stärken und die Auswirkungen der Krise in den Anbauländern vor allem für die Kleinproduzentinnen und -produzenten abzumildern.

Menschenrechte in globalen Lieferketten einhalten

„Noch ist es nicht zu spät: Wir fordern die Regierung auf, wirtschaftliche Interventionen zu schaffen, die sozial verantwortlichen Unternehmen zugutekommen. Zudem sollte der Zugang zu staatlicher Förderung an die Einhaltung verantwortungsvoller Geschäftspraktiken geknüpft werden, damit die Menschen am Anfang globaler Lieferketten nicht den Kürzeren ziehen“, so Overath weiter.

Die Neugestaltung der Wirtschaft sollte faire Marktregeln umfassen, die vor allem Menschen in den Anbauländern des globalen Südens gute und sichere Zukunftsperspektiven ermöglichen. Dazu gehören faire Preise, Geschäftspraktiken, die menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen ermöglichen, die grundsätzliche Achtung der Menschenrechte in Lieferketten sowie strenge Umweltkriterien, wie sie der faire Handel fordert und fördert.

Dachverband der Nichtregierungsorganisationen VENRO fordert Flexibilität

Fairtrade Deutschland schließt sich zudem der Forderung des Dachverbands VENRO an, entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen mehr Flexibilität seitens ihrer Fördermittelgeber und und eine Senkung des Eigenanteils bei Projektförderungen einzuräumen, statt ihnen Kredite zu erleichtern. Nur so können Organisationen im Rahmen der derzeitigen Beschränkungen ihren Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie im globalen Süden leisten und selbst die Krise unbeschadet überstehen. In den meisten Ländern gibt es für die Menschen weder staatliche Unterstützungsleistungen noch stützende Konjunkturpakete, wie VENRO betont. Entgegen dem Leitmotiv der Agenda 2030 drohen durch die Pandemie wieder mehr Menschen mit ihren Nöten zurückgelassen zu werden.

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nexum baut Business Intelligence Leistungsportfolio aus                                        

„Die Digitalisierung ist der Freund des Kundenberaters auf der Fläche.“ Zu diesem Urteil kommt Matthias Hofmann, DACH-Manager bei Scala, dem Weltmarktführer für Digital-Signage-Lösungen. Informationen über Bildschirme, Kundenkommunikation per Smartphone oder hybride Erlebniswelten mit einem Mix aus persönlicher Beratung und Virtual oder Augmented Reality können die Kundenbeziehung verbessern. Der stationäre Handel hat viele Möglichkeiten, das Kundenerlebnis zu intensivieren und damit den Umsatz zu steigern. Die Digitalisierung des Handels macht den Kundenberater aber keineswegs überflüssig. Im Gegenteil: Sie unterstützt den Verkaufsprozess und sichert die Zukunft des Handels nachhaltig.

„Immer mehr Kunden möchten die unkomplizierten Vorteile des Onlineshoppings genießen, ohne dabei auf die persönliche Beratung zu verzichten“, weiß Handelsexperte Matthias Hofmann aus der Praxis. Hybride Geschäftsmodelle und Handelskonzepte lägen deswegen im Trend. So können beispielsweise Hersteller-Informationen eines Produktes auf dem eigenen Smartphone erscheinen, während der Kundenberater persönliche Erfahrungen schildert. Der Kundenberater, so Hofmann, könne den Kunden im persönlichen Dialog überzeugen und die Vertrauensebene stärken, während relevante Sachinformationen per Bildschirm kommuniziert würden. Auch Wegweisungen oder Anproben seien digital möglich, etwa durch smarte Umkleidekabinen oder ergänzende Produktempfehlungen. Einkaufen werde zukünftig mehr Erlebnis als Bedürfnisbefriedigung, ist Hofmann überzeugt, selbst bei Dingen des täglichen Bedarfs.

Nicht selten fürchteten Kundenberater, wenn es um Digital Signage und die Digitalisierung des Handels gehe, zunächst um ihren Arbeitsplatz. „Das ist aber in der Praxis eher selten der Fall“, macht der Scala-Manager deutlich. „Meistens sind die Kundenberater begeistert vom ‚Kollegen Bildschirm‘“, so sein Fazit. Denn lästige Routinen und die immer gleichen Fragen könnten bei intelligenter und smarter Anwendung entfallen – zugunsten der persönlichen Kundenbeziehung und individuellen Beratung. Hybride Geschäftsmodelle böten nicht nur Vorteile für den Kunden, sondern eben auch für die Beschäftigten im Handel. Umso wichtiger sei es, das Personal vor Ort abzuholen und ihnen zu zeigen, wie sie die digitalen Touchpoints als effektive Unterstützung und zu ihrem Vorteil nutzen können. „Beim Kundenkontakt im Zeitalter der Digitalisierung ist schließlich nichts schlimmer als die Aussage: ‚Auf dem Bildschirm kann man sich ein paar Sachen ansehen, aber das kann ich Ihnen auch einfacher selber erklären und zeigen‘“, weiß Hofmann.

Der persönliche Ansprechpartner sei gerade bei individuellen oder erklärungsbedürftigen Produkten immens wichtig. Das biete der Online-Handel nicht oder nur sehr selten. Beratung und Service seien auch zukünftig wichtig. „Und gerade der Service-Gedanke kann durch Digital Signage extrem intensiviert werden“, so der Handelsexperte. Kundenberater, die schneller beim Kunden sind, Produkte, die sich selbst erklären und sich virtuell ausprobieren lassen, kundenspezifische Informationen just in time sowie kurze Wege im Geschäft und bei ergänzenden Dienstleistungen bis hin zum Bezahlvorgang kombinierten das Beste aus beiden Welten. Das Bindeglied zum Kunden bleibe der Berater, der aber dank Digital-Signage-Lösungen individueller auf den Kunden eingehen könne und universeller, abteilungs- und produktübergreifender einsetzbar sei. „So wird der Handel flexibler und moderner.“ Insbesondere jüngere Zielgruppen erwarteten heute schnelle Kommunikation und ein unkompliziertes, dafür aber erlebnisreiches Einkaufen. „Wir erleben, dass die Generationen Y und Z, die sowieso viele Informationen über ihr Smartphone austauschen, anspruchsvoller werden. Die Zahl der Kunden, die digital denken, steigt zunehmend. Hierauf muss der Handel Antworten finden“, macht Hofmann abschließend deutlich. Die Kombination aus persönlicher Expertise und Beratungskompetenz, digitaler Kundenbindung und facettenreichen Erlebniswelten rund um das individuelle Produkt sei die optimale Antwort für den stationären Handel.

Wer sich für Digital Signage im Allgemeinen und Lösungen von Scala im Besonderen interessiert, sich über moderne Point-of-Sale-Kommunikation oder modernes Customer Experience Management informieren und Praxisbeispiele namhafter Marken und Handelsunternehmen live erleben möchte, bekommt weitere Informationen unter www.scala.com.

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