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Jeder dritte Teenager kauft wegen Corona mehr im Internet

Der Shutdown während der Corona-Krise hat Spuren hinterlassen – auch im Einkaufsverhalten Jugendlicher. 35 Prozent der 16- bis 18-Jährigen sagen, dass sie seitdem mehr online bestellen. Im Schnitt geben sie 77 Euro aus, das sind 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Jugend-Digitalstudie 2020, für die im April und Mai 1.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren befragt wurden.

Zwölf Prozent der Jugendlichen wiederum shoppen aufgrund von Corona gezielter und versuchen, kleine und lokale Geschäfte zu unterstützen, die ihr Sortiment nun auch online anbieten. Doch es gibt auch Teenager, die aktuell weniger Geld ausgeben: Acht Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, insgesamt, also auch online, weniger einzukaufen, da sie nicht mehr so viel Geld zur Verfügung haben.

Postbank Jugend-Digitalstudie 2020: So kaufen Jugendliche während der Corona-Pandemie ein.

Gerade Mädchen springen auf Werbung von Influencern an

Kleidung, Schminke, Ernährung: Insbesondere weibliche Teenager lassen sich beim Kauf im Netz von YouTubern und Co. beeinflussen. Fast die Hälfte von ihnen hat ein Produkt schon einmal nach Empfehlung eines Influencers oder einer Influencerin bestellt. Von den Jungen sind es ein Drittel. 41 Prozent der 16- bis 18-Jährigen geben an, nach der Werbung durch einen Influencer ein bestimmtes Produkt im Netz geordert zu haben.

Jungen haben mehr Geld zur Verfügung und geben auch mehr aus

Insgesamt kaufen neun von zehn Teenagern im Internet ein. Bei männlichen Jugendlichen sitzt das Geld allerdings lockerer: Sie geben im Schnitt 92 Euro pro Monat aus, Mädchen hingegen nur 63 Euro. Die Studie gibt auch Hinweise, was dahinterstecken könnte: Jungen haben monatlich deutlich mehr Geld zur Verfügung, nämlich durchschnittlich 272 Euro. Mädchen hingegen nur 165 Euro.

Nicht einmal zwei Drittel aller Teenager besitzen allerdings auch ein eigenes Girokonto unter ihrem Namen. „Auch wenn sich auf dem ersten eigenen Konto meist noch keine großen Summen befinden, sollten Jugendliche lernen, verantwortungsbewusst mit ihrem Geld umzugehen“, sagt Thomas Brosch, Chief Digital Officer der Postbank. „Dazu gehört, die zur Verfügung stehenden Beträge sinnvoll einzuteilen, Rücklagen zu bilden und sich darüber zu informieren, welche Bankprodukte und Möglichkeiten zur Geldanlage es auch für kleinere Beträge gibt. Das hilft jungen Leuten, jetzt und später die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen.“

Junge Generation hat starkes Umweltbewusstsein beim Online-Shopping

Nachhaltigkeit beim Online-Einkauf spielt bei den Teenagern eine große Rolle: Besonders wichtig ist es Jugendlichen, dass Kleidung und Schuhe Nachhaltigkeitskriterien wie umweltfreundliche Produktion oder klimaneutralen Versand erfüllen. Das sagen 61 Prozent. Fast ebenso relevant ist es den Jugendlichen bei Körperpflege- und Kosmetikartikeln: Hier geben 53 Prozent der Teenager an, dass sie zumindest gelegentlich auf die Nachhaltigkeit der Produkte achten. Übrigens: Je älter die Jugendlichen, desto höher der Stellenwert von Nachhaltigkeit beim Einkauf.

Hintergrundinformationen zur Postbank Jugend-Digitalstudie 2020

Für die Postbank Jugend-Digitalstudie 2020 wurden im April und Mai dieses Jahres 1.000 jugendliche Deutsche zwischen 16 und 18 Jahren repräsentativ befragt.

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Digitale InnoTrans-Preview ab September 2020

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Ab September 2020 ermöglicht die InnoTrans den Ausstellern einen ersten Vorgeschmack auf die Highlights der Weltleitmesse für Verkehrstechnik im kommenden Jahr. Bei der digitalen InnoTrans-Preview ab dem 21. September 2020 dreht sich alles um Innovationen in den Segmenten Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction.

Zentrale Anlaufstelle ist der InnoTrans Virtual Market Place (VMP), der die Fachmesse als digitale Informations- und Kommunikationsplattform 365 Tage im Jahr begleitet. Anlässlich des verschobenen Termins der InnoTrans 2020 erhält der VMP ein neues Design sowie ein Angebot verschiedener neuer Produkte, wie Videos, 3D Fotos, Webinare oder auch virtuelle Rundgänge durch Züge oder Werkshallen. Das neue Angebot ist für Aussteller der InnoTrans ab 12.08 online buchbar und wird in der Preview ab dem 21. September dem Fachpublikum zur Verfügung stehen.

Verbände gestalten Programm der InnoTrans Convention

Die hochkarätigen Expertenrunden zu aktuellen zukunftsrelevanten Mobilitätsthemen haben sich im Rahmen der InnoTrans Convention über die Jahre als internationaler Treffpunkt für Topentscheider aus Wirtschaft, Politik und Verkehr etabliert.

Zu den vormals geplanten Terminen am 23. und 24. September 2020 werden die Verbände das Deutsche Verkehrsforum (DVF) und der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) ihre Dialog Foren sowie das International Bus Forum, ebenfalls DVF, digital anbieten. Die Themen für die Dialogforen (23.09.) lauten: „Mobilitätsrevolution 4.0: Auf der Schiene aus der Krise“ (VDB) und „Investitionen planvoll und zügig umsetzen – für ein digitales und erweitertes Schienennetz“(DVF). Am 24.09. wird sich das International Bus Forum mit der Frage beschäftigen: „In Zukunft elektrisch? Strategien für den e-Bus zwischen Klimaschutz und Spardiktat“.

Hoher Buchungsstand für die InnoTrans 2021

Die InnoTrans findet vom 27. bis 30. April 2021 auf dem Berliner Messegelände statt. Der aktuelle Buchungsstand liegt, trotz Stornierungen aufgrund der Verschiebung der InnoTrans, auf dem Niveau der InnoTrans 2018, wobei die ersten Unternehmen, die ihre Teilnahme für dieses Jahr frühzeitig storniert hatten, wieder zurückkehren. Des Weiteren nehmen auch Neuanmeldungen wieder zu.

Die InnoTrans bietet der Branche ein vielseitiges und internationales Ausstellerportfolio: „Die InnoTrans ist eine der wichtigsten Plattformen für den intensiven Dialog in der Bahnbranche. Gerade jetzt gilt es, gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen zu entwickeln und zu diskutieren, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Bahn stärken und unsere Verkehrssysteme nachhaltiger und vernetzter zu gestalten. Siemens Mobility wird auf der InnoTrans 2021 Innovationen präsentieren, die Mobilitätsbetreiber weltweit dabei unterstützen, ihre Infrastruktur intelligent zu machen, eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen, den Fahrgastkomfort zu verbessern sowie Verfügbarkeit zu garantieren.“, sagt Michael Peter, CEO Siemens Mobility.

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  • Digitale InnoTrans-Preview ab September 2020: obs/Messe Berlin / Volkmar Otto

DAS FUTTERHAUS: Rekordumsatz im ersten Halbjahr 2020

Während der Einzelhandel in vielen Bereichen von der weltweiten Corona-Pandemie hart getroffen wurde, beschert die Liebe zum Haustier der DAS FUTTERHAUS-Unternehmensgruppe ein zweistelliges Umsatzplus. Im Gesamtergebnis verzeichnet der Fachhändler für Tiernahrung und -zubehör im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 12,9 Prozent auf 213,8 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2019: 189,4 Mio. Euro). Die deutschen Märkte steigerten in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Prozent auf 192,8 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2019: 170,8 Mio.). Die Märkte in Österreich erzielten eine Umsatzsteigerung von 12,6 Prozent auf 21 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2019: 18,7 Mio. Euro).

„Als Grundversorger waren wir in der glücklichen Lage, unsere Märkte auch während des Lockdowns öffnen zu dürfen“, sagt Andreas Schulz, Geschäftsführer bei DAS FUTTERHAUS. „Die Bedeutung der Familie und damit auch des Haustieres hat in der Corona-Pandemie an Stellenwert gewonnen. Das spiegelte sich auch im Einkaufsverhalten unserer Kunden wider. So wurden anfangs verstärkt Vorratskäufe in unseren Märkten getätigt, um die Grundversorgung des eigenen Tieres sicher zu stellen. Im Verlauf rückten dann Themen wie Beschäftigung, Freizeitgestaltung mit dem Tier und Wohlbefinden in den Fokus.“

Expansion verzögert sich aufgrund von Corona

Trotz Corona und damit verbundener Einschränkungen in den Märkten, eröffnete der Fachhändler für Tiernahrung und -zubehör in den ersten sechs Monaten zehn neue Standorte, zwei davon in Österreich. Damit ist das Unternehmen aktuell mit 348 Standorten in Deutschland und 43 Standorten in Österreich vertreten. „Unsere Planung von ursprünglich 28 Neueröffnungen bis Ende des Jahres mussten wir aufgrund der Pandemie nach unten korrigieren. An mehreren geplanten Standorten ist es zu Verzögerungen gekommen. Derzeit gehen wir von 20 Neueröffnungen bis zum Jahresende aus“, so Schulz.

Transparente Kommunikation und Schärfung des Markenprofils

Den Erfolg im ersten Halbjahr begründet das Unternehmen auch mit der transparenten Kommunikation während der Pandemie. „Dank des guten Austauschs mit unseren Mitarbeitern waren wir in der glücklichen Lage, trotz erhöhter Krankenstände aufgrund von Mitarbeitern, die zur Risikogruppe zählen, Schließungen zu vermeiden. Der Schutz von Mitarbeitern und Kunden stand stets an erster Stelle. Umso mehr hat uns das Vertrauen gefreut, das uns von Seiten unserer Mitarbeiter und Kunden entgegengebracht wurde“, so DAS FUTTERHAUS-Geschäftsführer Kristof Eggerstedt. Auch die konsequente Weiterentwicklung der Markenpositionierung sowie die Schärfung des Markenprofils hätten ihren Beitrag zum Erfolg geleistet: „Als Fachhändler stehen wir für eine individuelle Beratung, eine spezifische Produktauswahl sowie ein positives Einkaufserlebnis. Themen, die wir mit unseren Werbebotschaften im Rahmen unserer aktuellen Kampagne „Das muss Liebe sein“ charmant in die Kundenwahrnehmung rücken.“

Positives Wachstum auf Bestandsfläche

Für das zweite Halbjahr prognostiziert das Unternehmen ein weiterhin positives Wachstum. „Wir gehen derzeit davon aus, unser Geschäftsjahr über Plan abschließen zu können. Besonders erfreulich ist die positive Umsatzentwicklung unserer Bestandsmärkte“, betont Geschäftsführer Klaus Meyer-Kortenbach. „Die Weiterentwicklung unseres Sortiments und unserer Eigenmarken hat daran einen entscheidenden Anteil.“ Neben dem Relaunch der etablierten activa GOLD-Range führte DAS FUTTERHAUS in diesem Jahr die Diätfutterlinie „activa care“, sowie die Premium-Katzennassnahrung „Zum Verwöhnen“ neu ein.

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  • DAS FUTTERHAUS: Rekordumsatz im ersten Halbjahr 2020: obs/Bildrechte: DAS FUTTERHAUS

20 Jahre idealo: Umzug in eine neue Arbeitswelt und Aufbau neuer Stellen

m Jahr 2000 ist die Shopping- und Vergleichsplattform idealo mit der Mission gestartet, das Onlineshopping bequemer und transparenter zu gestalten. Heute ist idealo eine der größten Preisvergleichsplattformen Europas und für viele Verbraucher*innen erste Anlaufstelle im Netz. idealo feiert sein Jubiläum mit dem Einzug in eines der modernsten Bürogebäude Europas: den Axel-Springer-Neubau. Am neuen Firmensitz soll die Zahl der Mitarbeiter*innen noch bis Ende des Jahres die 1.000er-Marke knacken. Denn das Unternehmen plant, bis zu 150 neue Mitarbeiter*innen einzustellen.

idealo macht sich fit für die nächsten 20 Jahre

Mit seinen derzeit rund 900 Mitarbeiter*innen ist idealo der größte Mieter im Neubau. Über 15.000 Quadratmeter, knapp ein Drittel der Gesamtfläche, gehören zur Shopping- und Vergleichsplattform. Damit bietet sich genug Platz für weiteres nachhaltiges Unternehmenswachstum. Noch bis Ende 2020 will idealo bis zu 150 neue Mitarbeiter*innen einstellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Softwareentwickler*innen sowie Sales-Profilen, um das B2B-Geschäft weiter auszubauen.

Der von Rem Koolhaas entworfene Bürokomplex ist geprägt von Offenheit, Freiraum und Transparenz. Er verkörpert damit nicht nur die elementaren Säulen der Unternehmenskultur von idealo, sondern passt auch perfekt zur Arbeitsweise des Unternehmens. „Wir entwickeln ständig weiter, wie wir als Team und als Organisation arbeiten. Die Agilität und Vernetzung unserer Organisation ist ein wichtiger Schlüssel für unseren Erfolg“, sagt idealo Geschäftsführer Philipp Peitsch. „Unsere neuen Flächen sind nicht nur ein Anstoß, Gewohntes neu zu betrachten – wir haben in dem Gebäude auch den Raum und die Flexibilität, neue Arbeitsprozesse und Strukturen schnell auszuprobieren und effizient umzusetzen. Eine tolle Basis für die kommenden Jahre.“

Das Arbeiten der Zukunft hat bereits begonnen

Das Arbeiten der Zukunft hat mit der Corona-Krise bereits begonnen. Aus 100 Prozent Büroanwesenheit hat idealo Anfang März entschieden, mit der gesamten Belegschaft auf 100 Prozent remote zu wechseln. Der nächste Schritt kann nur sein: 100 Prozent neu. Die neue Umgebung schafft perfekte Voraussetzungen dafür. Die flexible Arbeitsplatzgestaltung bietet nicht nur im Team viele Freiräume, sondern für jede*n Einzelne*n gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, um nach den eigenen Bedürfnissen ortsunabhängig zu arbeiten. „Der Umzug in das neue Gebäude markiert eine Zäsur in unserem Verständnis von Arbeit. Wir haben in der Remote-Phase bewiesen, dass wir nicht an einem Ort zusammenkommen müssen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Das natürliche Primat des Arbeitsplatzes ist Geschichte. Der Arbeitsplatz muss sich um die Anwesenheit des Menschen bemühen. Er muss locken. Funktional und ästhetisch. Und das Gebäude von Rem Koolhaas erfüllt diese Anforderungen wunderbar“, betont Philipp Peitsch.

(ots)

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  • 20 Jahre idealo: Umzug in eine neue Arbeitswelt: obs/Idealo Internet GmbH/Axel Springer/Nils Koenning

REO AG startet globale Imagekampagne unter dem Motto Technologie treibt uns an!

Bei Branchenexperten ist die REO AG mit Hauptsitz in Solingen international eines der beliebtesten Unternehmen. Um die Bekanntheit auch flächig zu erhöhen, startet im Juni 2020 eine neue Imageoffensive. Stärker als je zuvor sollen die Kernkompetenzen mit Hilfe von Erkenntnissen der globalen Niederlassungen und den Möglichkeiten von modernen Medientrends kommuniziert werden. Den Anfang macht die neue Imagewebseite: image.reo.de

Das Ziel der neuen Imagekampagne ist so einfach wie ambitioniert: vom „hidden champion“ zur bekannten Größe. Auf der internationalen Bühne ist die REO AG durchaus ein Schwergewicht. Als Innovationstreiber belegt das Unternehmen in mehreren Branchen im weltweiten Vergleich Spitzenplätze. Die Langlebigkeit der Produkte bzw. der lange Produktlebenszyklus und das Service-Portfolio machen REO beispielweise zu einem der international meistgefragten für induktive, resistive und elektronische Komponenten und Komplettlösungen. Es ist beeindruckend, dass global aktive Firmen mit Sitz in Asien, Japan, Süd-Korea, auf den Philippinen oder aus den USA und Kanada mit dem deutschen Familienunternehmen zusammenarbeiten.

Dass Hightech aus Deutschland im weltweiten Vergleich fortwährend Spitzenplätze belegt ist nicht neu. Doch dass REO zu diesen Innovationstreibern gehört, ist vielen nicht bewusst. Zu diesem Zweck bündelt das Unternehmen nun seine Entwicklungen und präsentiert diese auf einer neugeschaffenen Webseite. Unter www.image.reo.de erfährt der Besucher alles Wissenswerte über neue Technologien, Entwicklungen und die Branchenlösungen von REO. Eines der wichtigsten Ziele: Den Leitsatz „Technologie treibt uns an!“ zu kommunizieren und mit Leben zu füllen. „Es geht uns dabei nicht nur um das Präsentieren unserer Produkte und Innovationen, sondern darum, welche Rolle REO auf dieser Welt spielt und welche Wünsche und Gedanken uns antreiben. Wir verstehen unser technisches Wissen nicht als bloßen Vorsprung, sondern als Aufgabe und zugleich treibende Kraft immer wieder smarte, bessere Geräte zu entwickeln“, sagt Ruben Altmeier, Leiter Kommunikation und Initiator des Projekts. „Daher gehen wir auch im Marketing für ein mittelständisches Traditionsunternehmen neue Wege. Wir vernetzen uns mit unseren Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt und binden moderne Formen der Kommunikation in unsere interne wie externe Arbeit ein.“

Mit dem 2017 gegründeten Start-Up REO Digital Connect 4.0 hat die REO AG einen Innovationstreiber für neue Kommunikation und Vernetzung direkt im Haus. Das Start-Up bündelt die Möglichkeiten der Digitalisierung und vernetzten Gerätekommunikation mit Blick auf die Industrie 4.0 und entwickelt diese weiter. Dabei werden immer wieder Standards hinterfragt und neue Lösungen für Hard- und Software mit dem nötigen visionären Denken vorangetrieben.

Eben dieses visionäre Denken ist in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt. Durch die globalen Veränderungen im Zuge der Corona-Pandemie fallen bewerte Multiplikatoren wie Messen oder Veranstaltungen weg. REO sieht dies als große Chance um mit Kunden, Bewerbern und der Öffentlichkeit über neue, moderne Wege zu kommunizieren. Von Live-Stream, über virtuelle Q&As bis hin zur Erprobung von neuen sozialen Plattformen sind keine Grenzen gesetzt.

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  • bild: REO AG

Digital Leadership – mit welchen Kompetenzen Unternehmensnachfolger punkten können

Die digitale Transformation gilt für viele mittelständische Betriebe als entscheidende Voraussetzung für eine dauerhafte Sicherung ihrer Existenz. Wer die Nachfolge eines Familienunternehmens übernimmt, muss daher nicht nur bereit sein, dieses Thema voranzutreiben. Er muss auch das entsprechende Rüstzeug dafür mitbringen. Im Caravan Center Bocholt, einem Familienbetrieb aus dem Münsterland, hat vor einigen Jahren die nächstjüngere Generation die Führung übernommen. Das Beispiel zeigt, worauf es bei einem Unternehmen ankommt, das vor der Herausforderung der Digitalisierung steht und welche Kompetenzen einen „Digital Leader“ auszeichnen.

Viele der heutigen Unternehmenslenker sind älter als 55 Jahre und müssen sich mit der Nachfolgeplanung befassen. Das bestätigen zahlreiche Untersuchungen, wie beispielsweise die Kern-Studie zur Unternehmensnachfolge. Die neuen Firmenchefs, ob aus den eigenen Reihen oder extern rekrutiert, stehen häufig vor einem Spagat zwischen Kontinuität und Neuanfang: Es gilt, den bisherigen Erfolg und die Tradition des Unternehmens weiterzuführen, aber gleichzeitig dessen Zukunftsfähigkeit sicherzustellen – etwa durch Investitionen im Bereich Digitalisierung. Für die meisten jungen Firmenlenker hat dieses Thema hohe Priorität. Das belegt eine internationale Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC), für die knapp 1.000 Nachfolger befragt wurden – rund 10 Prozent davon kamen aus dem deutschsprachigen Raum.

Digitalisierung als Erfolgsrezept: Ein Beispiel aus der Praxis

Ein typischer Vertreter der neuen Nachfolgergeneration ist Christian Thielkes. Der gelernte Automobilkaufmann übernahm vor sieben Jahren die Geschäftsleitung des von seinem Vater gegründeten Familienunternehmens Caravan Center Bocholt. Schon damals verzeichnete der Anbieter von Wohnmobilen und Wohnwagen ein starkes Wachstum. Eine Optimierung der Geschäftsprozesse war unausweichlich, um den Kunden auch in Zukunft den geforderten Service bieten und weiter wachsen zu können. Aus diesem Grund startete Thielkes 2015 gemeinsam mit seinem Prokuristen ein Digitalisierungsprojekt, das sämtliche Unternehmensbereiche und -prozesse umfasste. Mittlerweile läuft kaum ein Prozess mehr so ab wie noch vor fünf Jahren. Dadurch ist das Unternehmen deutlich schneller und effizienter geworden. Eine solche Umstellung erfordert neben dem technologischen Umbau auch ein begleitendes Change-Management. Wichtig ist vor allem eine offene Kommunikation – und genau die zählt zu den besonderen Stärken des jungen Firmenlenkers.

Was einen Digital Leader auszeichnet

Am Beispiel von Christian Thielkes zeigt sich, dass Digital Leader dann Erfolg haben, wenn ihr Kompetenzportfolio sämtliche Aspekte einer Unternehmensmodernisierung möglichst vollständig abdeckt:

Motivieren und Identität stiften: Ein Digital Leader sollte in der Lage sein, Brücken zwischen Tradition und Neuausrichtung zu bauen und alle Mitarbeiter in diesen Prozess zu involvieren. „Wir pflegen eine offene Unternehmenskultur, die mein Vater schon vor vielen Jahren geprägt hat: flache Hierarchien, Kommunikation auf Augenhöhe und eine starke Team-Orientierung. Die Kontinuität in der Firmenkultur hat uns dabei geholfen, die Mitarbeiter von der Notwendigkeit der Digitalisierung zu überzeugen“, so Christian Thielkes, Geschäftsführer im Caravan Center Bocholt.

Digitale Visionen haben: Ist die Entscheidung für die Digitalisierung eines Unternehmens gefallen, steht am Beginn in der Regel eine gründliche Analyse der bestehenden Prozesse. Diese schafft erste Klarheit, in welchem Bereich die Neuausrichtung ansetzen sollte – nämlich bei den Kernprozessen des Unternehmens. Ein wichtiger Erfolgsfaktor in diesem Zusammenhang ist, eine grundlegende Vorstellung davon zu haben, was digitale Prozesse an konkreten Mehrwerten – vor allem auch hinsichtlich der Modernisierung des eigenen Geschäftsmodells – bieten sollen und was das Anforderungsprofil an die eingesetzten Systeme vor diesem Hintergrund ist.

Digitales Know-how: Um die digitale Strategie und Vision praktisch umzusetzen, ist die Auseinandersetzung mit marktrelevanten Lösungen essenziell. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang vor allem ein ausreichend breites Überblickswissen darüber, ob und wenn ja, wie verfügbare Systeme relevante Betriebsprozesse unter dem Dach einer zentralen Unternehmenssoftware integrieren können. Für Detailfragen zur Umsetzung einzelner Teilsysteme und Module sollte dann auf die Expertise von Implementierungspartnern zurückgegriffen werden.

Vernetzt denken und handeln: Ein Digital Leader richtet aber nicht nur den Blick nach innen auf die Prozesse. Er behält auch das gesamte Gefüge aus Mitarbeitern, Kunden und Partnern als großes Ganzes im Blick. Dabei ist es wichtig, Prioritäten genau zu setzen und operative Detailaufgaben – beispielsweise die Implementierung eines CMS als Teil der neuen digitalen Gesamtinfrastruktur – zur eigenverantwortlichen Umsetzung im Sinne eines Projektverantwortlichen an Mitarbeiter zu delegieren.

„Heimvorteil“ beim Kundenwissen für Digitalisierung nutzen: Neben profunden betriebswirtschaftlichen und marktbezogenen Kenntnissen müssen Unternehmer ein tiefes Wissen über ihre Kunden und deren Bedürfnisse mitbringen. Dies gilt umso mehr, wenn betriebliche Abläufe modernisiert werden. Denn Ziel sollte es dabei sein, auch die Kundenanforderungen durch neue, digitale Systeme zu adressieren – und zwar besser als dies zuvor der Fall war. Nachfolger aus den eigenen Reihen genießen in dieser Hinsicht einen „Heimvorteil“, da sie als direkte Nachkommen des Firmengründers faktisch in der Branche groß geworden sind und mit den Kunden des Unternehmens und ihren Anforderungen von Anfang an vertraut waren.

Change-Management: Durch die Digitalisierung werden herkömmliche Strukturen hinterfragt und oft auch aufgelöst. Das kann zu Unsicherheiten in der Belegschaft führen. Wichtig ist daher eine kontinuierliche Kommunikation, um den Mitarbeitern Orientierung zu bieten und mögliche Vorbehalte im Blick auf anstehende Veränderungen wie dem Wechsel der Geschäftsführung oder der digitalen Transformation abzubauen.

„Nachfolger werden im Zeitalter von Industrie 4.0 vor allem daran gemessen, wie gut sie die Digitalisierung vorantreiben. Wenn sie über umfassende Digital-Leadership-Kompetenzen verfügen, haben sie nicht nur das Potenzial, ihre Unternehmen erfolgreich durch die herausfordernde Zeit des Übergangs zu bringen, sondern sie auch umfassend für die Zukunft zu wappnen. Die digitale Transformation dient nicht nur dazu, Prozesse effektiver zu gestalten. Sie macht mittelständische Unternehmen auch agiler, erhöht die Kundenzufriedenheit und sorgt damit für steigende Umsätze“, fasst Jan Friedrich, Experte für Unternehmensnachfolge im Mittelstand und Vice President Field Marketing Central Europe bei Sage zusammen.

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  • Jan Friedrich, Sage: Sage GmbH

Nur digitalisierte Geschäftsmodelle werden überleben

Wer nicht digitalisiert, verliert. Auf diese einfache und viel zitierte Formel reduzieren die Business-Experten der GeBeCe – Gesellschaft für Beratung und Mentoring die aktuelle Marktlage in fast allen Branchen. Die GeBeCe unterstützt deswegen aktiv das Programm „go digital“ des Bundeswirtschaftsministeriums und wirbt für dessen Nutzung. Bis zu 16.500 Euro können kleine und mittlere Unternehmen als Zuschuss bekommen, wenn sie sich Unterstützung bei der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle holen. Gefördert werden Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern und 20 Mio. Euro Umsatz. „Es ist ein Programm für die Zukunft des Mittelstandes“, so Kurt Aulerich, Finanzexperte und Geschäftsführer der GeBeCe.

„Auch wenn viele Unternehmen gerade ums Überleben kämpfen und sich das Bemühen vieler Firmenchefs sowie Beratungsgesellschaften eher um die zahlreichen Corona-Hilfen dreht, darf die Zukunft nicht vergessen werden. Denn wenn die Corona-Zeit eines gezeigt hat: nur digitale Geschäfte sind sichere Geschäfte. Die beste Krisenhilfe ist ein Geschäftsmodell, das immer funktioniert, trotz Lockdown, mit Abstand, sicheren Prozessen und hoher Kundenorientierung“, meint Aulerich. Fast jedes deutsche Unternehmen habe immenses Digitalisierungspotenzial und Transformationsbedarf. Viele hingen zurück, blieben weit hinter ihren Möglichkeiten und bekämen eben gerade jetzt die Quittung dafür. „Wenn Corona für etwas gut war, dann dafür, Innovationsrückstände aufzuzeigen und neue Technologien zu fördern. Die Unternehmen, die in zwei, drei Jahren noch aktiv am Marktgeschehen teilhaben werden, werden weitgehend ganz anders agieren als sie es vor der Krise getan haben. Oder es werden neue Unternehmen sein. Soviel steht fest.“

Kurt Aulerich berät rund um das Thema digitale Geschäftsmodelle.
Kurt Aulerich berät rund um das Thema digitale Geschäftsmodelle.

„Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“ sind die drei Hauptfelder des Förderprogramms „go digital“, das Unternehmen für eine digitale Innovationsoffensive nutzen können. Gefördert werden Beratung, Projektentwicklung und Projektbegleitung von zertifizierten Beratungsunternehmen, die tiefe Kenntnisse rund um digitale Geschäftsmodelle und digitale Prozesse haben. „Digitalisierung ist nichts für Technik-Nerds“, weiß Aulerich aus seiner langjährigen Praxis. Vielmehr müssten betriebswirtschaftliche und finanzielle Themen, Strategie und Marketing, menschliche Themen wie Vertrauen, Sicherheit, Führung und Mitarbeiterinteressen sowie technologisch-prozessuale Fragen Hand in Hand gehen und holistisch betrachtet werden. „Digitalisierung ist interdependent und interdisziplinär. Deswegen widmen wir uns diesem Thema gerade jetzt in der Krise und denken weit über den Tellerrand und kurzfristige Phasen hinaus“, verrät Aulerich. Digitale Geschäftsmodelle seien nur dann zukunftsträchtig, wenn sie die Menschen, die Unternehmer, Mitarbeiter und Kunden einbeziehen. Technik allein mache kein Business.

„go digital“ erlaube auch kleinen Unternehmen große Schritte in die Zukunft. Das mache das Programm so attraktiv. Auch der kleine Händler, Handwerker, Dienstleister und Gewerbetreibende habe die Chance, von der Digitalisierung zu profitieren. Er habe aber auch die Pflicht, jetzt die Transformation anzugehen, wenn er im Wettbewerb bestehen möchte.

Weitere Informationen über die Beratungsleistungen der GeBeCe GmbH, das Leistungsspektrum der Unternehmensberatung, die Themen Beratung und Mentoring sowie viele konkrete Hilfestellungen rund um Krisenmanagement und Digitalisierung gibt es unter www.gebece.gmbh.

 

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Steuern sparen im Home Office: Experten der Steuer-App Taxando geben Tipps

Zahlreiche Arbeitnehmer mussten aufgrund der Corona-Pandemie ihr Büro gegen das heimatliche Arbeitszimmer eintauschen. Welche Unterlagen und Belege Verbraucher bereits in diesem Jahr sammeln bzw. von ihrem Arbeitgeber einholen sollten, haben Experten der Steuer-App Taxando (www.taxando.de) zusammengetragen.

Einkommensteuergesetz: Voraussetzungen für ein Home Office-Büro
Im Normalfall unterliegt das Arbeitszimmer nach dem Einkommensteuergesetz strengen Voraussetzungen: Es muss sich um einen separaten Raum handeln, der zu 90 Prozent beruflich genutzt wird. Dieser sollte zur privaten Wohnung gehören und als Büro ausgestattet sein. Dennoch zwang die Pandemie dieses Jahr zahlreiche Arbeitnehmer ohne entsprechende Vorkehrungen von zu Hause aus zu arbeiten. Da es sich dabei um keine freiwillige Entscheidung handelt, empfehlen die Steuerexperten von Taxando die Dokumentation und Aufbewahrung sämtlicher steuerrechtlich relevanter Unterlagen.

Bis zu 1.250 Euro Steuerrückerstattung mit Bescheinigung des Arbeitgebers
Noch ist rechtlich nicht endgültig geklärt, welche Kosten aus der Home Office-Zeit Verbraucher mit Sicherheit steuerlich absetzen können. Wenn jedoch Arbeitnehmer das Büro nicht nutzen konnten, kann für diesen Zeitraum ein Abzug bis zum Höchstbetrag von 1.250 Euro möglich werden. Damit Verbraucher die Erstattung geltend machen können, ist eine Bescheinigung des Arbeitgebers über die Anordnung zum Home Office erforderlich. Sollten die Angaben nicht genehmigt werden, empfehlen die Experten von Taxando in jedem Fall, Widerspruch einzulegen.

Folgende Belege aus der Home Office-Zeit sollten Arbeitnehmer aufbewahren
Auch die Rechnungen von neu erworbenem Mobiliar sowie weiteren, die Arbeit unterstützenden Materialien, z.B. einem Laptop-Untersatz, sollten Arbeitnehmer aufheben. Um die neu erworbenen Gegenstände bzw. Veränderungen in den Räumlichkeiten nachzuweisen, ist außerdem die Anfertigung von Vorher-Nachher-Fotos des Zimmers erforderlich. Die Aufbewahrung sämtlicher Belege für Renovierungsarbeiten während der Zeit im Home Office ist laut Taxando-Experten auch ratsam.

Anteilig absetzbar sind außerdem auch die Mietkosten während des Arbeitens von zu Hause aus sowie die Gebühren für die Strom- und Mediennutzung, bspw. für WLAN und Telekommunikation.

Bis zu 7.000 Euro Steuerrückzahlung pro Person mit der digitalen Steuererklärung
Insgesamt rund 1,4 Millionen Euro erstatteten deutsche Finanzbehörden den Nutzern der Steuer-App Taxando innerhalb der vergangenen drei Jahre. Im Jahr 2019 zahlten die Finanzämter rund 472.000 Euro an die Verbraucher aus. Der höchste erstattete Betrag pro Person lag bei 6.802 Euro, die durchschnittliche Summe bei 1.370 Euro pro Nutzer.

Diese Aufwendungen werden am häufigsten abgesetzt
Kosten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung sowie Freibeträge für Kinder zählen zu den Auslagen, die Nutzer der Taxando-App am häufigsten absetzen. Auch sonstige Kosten, z.B. für das Arbeitszimmer oder auch Kontoführungsgebühren, setzten Taxando-Nutzer in den letzten Jahren mithilfe der Steuer-App ab. Auch die Fahrt zur Arbeit, die Kosten anlässlich einer beruflichen Auswärtstätigkeit sowie für Versicherungsgebühren setzten Nutzer mit der Taxando-App ab.

Maciej Szewczyk, Co-Founder und CTO von Taxando, kommentiert die Analyse:
“Sowohl auf die Verbraucher als auch auf die Steuerbehörden kommen jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit Veränderungen zu. Steuerzahler sollten sich am besten vorab erkundigen, welche Unterlagen sie aus der Home Office-Zeit aufheben bzw. einholen müssen. Da eine zweite Infektionswelle und damit das erneute Arbeiten im Home Office nicht ausgeschlossen sind, empfehlen wir, die Gesetzesänderungen im Auge zu behalten. Häufig geben die Finanzbehörden Veränderungen nicht offiziell bekannt: Diese sind lediglich in unveröffentlichten Erlassen nachzulesen. Selbstverständlich werden wir sämtliche neu beschlossenen Änderungen in unseren Service einarbeiten und den Nutzern zur Verfügung stellen.”

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DAVE: Büroimmobilien stehen vor großem Wandel / Arbeitswelt wird neu definiert

Nach Angaben von DAVE steht die Assetklasse Büroimmobilien vor einem großen Wandel. Gerhard Alles, DAVE-Partner Schürrer & Fleischer Immobilien: „Das Zurück ins Büro nach dem Lockdown vollzieht sich sehr bewusst und wir stellen fest, dass unsere Arbeitswelt neu definiert werden muss.“

Dazu sind generelle Überlegungen unabdingbar, die beispielsweise folgende Fragen beantworten: Wann macht man Präsenzmeetings? Welche Termine nimmt man online wahr? Welche flexiblen Arbeitsmöglichkeiten bevorzugen die Mitarbeiter? Matthias Wirtz, DAVE-Partner KSK Immobilien: „Schon vor dem Shutdown war flexibles Arbeiten gefragt. Die Corona-Zeit hat den Trend beschleunigt, so dass das Thema jetzt bewusster und für alle nachvollziehbar ist, da wir in den letzten Wochen eine digitale Arbeitskultur bereits gelebt und erprobt haben. Dadurch ist grundsätzliches Nachdenken darüber, wie wir mit unserer Tätigkeit das beste Ergebnis erzielen, gefragt. Und das hat natürlich Auswirkungen auf die Büroimmobilie.“

In der neuen Situation muss ganz genau geprüft werden, welche Arbeitsstrukturen bestehen, wie Kommunikationswege aussehen und welche Bedürfnisse die Mitarbeiter haben. Siljan Tietjen, DAVE-Partner Robert C. Spies: „Dabei rücken Themen wie Corporate Identity, aktivitätsbasierte Flächenkonzepte und Quartiersaspekte deutlich stärker in den Fokus.“

Deswegen gehen die DAVE-Partner auch von einer Zunahme des Desk-Sharing aus, so dass Kapital anders allokiert wird, da zudem auch das Homeoffice besondere Verpflichtungen des Arbeitgebers mit sich bringen. Alles führt aus: „Durch das flexible Arbeiten rückt der Faktor Mensch mit seinen Bedürfnissen mehr in den Fokus, so dass sich auch Führungsfunktionen verändern.“

Sven Keussen, DAVE-Partner Rohrer Immobilien, ergänzt: „Generell muss man scharf zwischen Homeoffice und Mobile Office trennen. Das Homeoffice ist für Selbstständige hervorragend. Bei kleinen und mittleren Unternehmen wird sich diese Arbeitsform aufgrund der vielfältigen Auflagen und Regularien wahrscheinlich nicht auf breiter Front etablieren. Die Gründe liegen dabei in den Themen doppelte Bürostrukturen, Arbeitsstättenverordnung, Datenschutz sowie Arbeitsrecht. Großunternehmen hingegen haben stärkere Kostenvorteile beim Desk-Sharing und die finanziellen Ressourcen zur Ausstattung des Arbeitnehmers in seinen eigenen Räumen. Dagegen wird sich Mobile Working sicher durchsetzen, was aber nicht in einer spürbaren Reduzierung der Büroflächen führen wird.“

DAVE weist darauf hin, dass sich die Flächenstrukturen und -schlüssel sowie die Anforderungen an die Technik von Büroimmobilien durch den beschriebenen Wandel ändern werden. Das smarte Büro mit automatisierter Raumbelegung und Klimasteuerung je nach Nutzer sind hier nur einige Stichpunkte.

„Keine Frage: Das Büro wird weiterhin einen außerordentlich hohen Stellenwert am Markt haben. Es schafft Identifikation und fördert die informelle Kommunikation. Der direkte Austausch von Angesicht zu Angesicht bleibt auf Dauer unersetzlich, nicht zuletzt für den Austausch von Wissen. Deswegen werden Büros Plattformen für das qualitative Zusammenkommen bleiben, ein kommunikationsförderndes Umfeld bieten sowie die flexible Kollaboration in wechselnden Teams stützen. Das ist die Planungsaufgabe für das Büro von morgen“, so Tietjen abschließend.

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„Eine Krise ist auch nur ein Projekt“ – Leadership-Experte mahnt zu mehr Planung und weniger Aktionismus in unternehmerischen Krisensituationen   

Viele Unternehmen geraten zurzeit in existenzielle Krisen. Es fehlt an Liquidität, an neuen Aufträgen oder es kommen gar ganze Geschäftsmodelle ins Wanken. Oft sind die Reaktionen des Managements hektisch, unausgegoren oder kurzsichtig. Statt übereilt zu reagieren, wäre es sinnvoll, sich auf die Methoden des Projektmanagements zu besinnen, auf die Werkzeuge der Analyse, der Planung und der konsequenten Umsetzung, mahnt Business-Experte Ronald Hanisch.

„Die erste Reaktion ist meistens, sich die regelmäßigen Ausgaben anzuschauen. Schnell ist man dann bei den Personalkosten. Dann werden Leute entlassen, allerdings allzu oft ohne Plan, was denn danach kommen soll“, berichtet der als „Projekt-Doktor“ bekannte Buchautor und Leadership-Profi. Natürlich hätten geringere Personalkosten mehr oder weniger sofort einen finanziellen Effekt, aber eben auch einen auf die Themen Service, Qualität, Kompetenz und Leistungsfähigkeit. „Man darf das nicht monothematisch und monokausal betrachten. Genauso wenig, wie die meisten Krisen nur eine einzige Ursache haben, so hat auch deren Ursache meist nicht nur eine Antwort.“ Krise, so Hanisch, bedeute dem griechischen Wortursprung nach Entscheidung. Und darum müsse es auch gehen, sich entscheiden. Jeder Schritt werde entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen – in die eine oder andere Richtung. Und um zu entscheiden, brauche man valide, interdependente Informationen, also eine Analyse.

Sei diese gemacht, beginne das „Projekt Krisenbewältigung“. Es brauche alles analog einem „normalen“ Projektstart: einen Projektverantwortlichen, der ein Projektteam führt, einen verbindlichen Zeit- und Ressourcenplan, ein Projektziel und definierte Meilensteine, an denen man ablesen kann, ob der Weg erfolgreich ist oder nicht. Alles andere sei „gefährlicher Aktionismus“ mit, wenn es schlecht läuft, nachteiligen Folgen. Projektmanager seien in ihrer Art zu denken und zu agieren so gesehen auch immer gute Krisenmanager. „Es braucht ein Ziel, einen Weg und Ressourcen, den Weg bis zum Ziel erfolgreich zu beschreiten“, so Hanisch.

Krisen wie ein Projekt zu denken, habe aber noch einen weiteren Vorteil: Kalkulierbarkeit. „Zuerst muss so viel Licht ins Dunkel gebracht werden wie möglich. Man kann in Krisen nur auf Sicht fahren, deswegen ist es wichtig, möglichst viel Licht zu produzieren, das zumindest die nähere Umgebung so weit ausleuchtet, dass man auch mal beschleunigen kann, ohne gegen den nächsten Baum zu fahren“, weiß Hanisch zu berichten. Krisen erlaubten meist keine langfristigen Szenarien, es reiche aber eben nicht „von zwölf bis Mittag zu denken“. In einem Projekt müsse ständig evaluiert werden. In Krisensituationen sei dies umso wichtiger.

Ronald Hanisch: „Keine Krise ist schön. Und ich kenne auch keinen, der, wenn er mittendrin steckt, diese als Chance begreift. Derartige Aussagen sind hohle, verharmlosende Phrasen, die kein Betroffener braucht.“ Um gestärkt, oder zumindest neu justiert aus einer Krise zu kommen, sei ein Projektdenken aber sehr hilfreich. Und ja, Projekte könnten auch scheitern: „So ist das in Krisen.“ Mit guter Planung aber und den richtigen Tools sei ein Scheitern deutlich unwahrscheinlicher als im ungeplanten Aktionismus. Weitere Informationen über den „Projekt-Doktor“ Ronald Hanisch, Ausschnitte aus seinen Keynotes, Impulse rund um die Themen Führung und Projektmanagement sowie jede Menge Hintergründe gibt es unter www.ronaldhanisch.com.