Start Blog Seite 22

Das UnternehmerInnenleben ist nicht immer schön

Die Unternehmerin Vanessa Weber stellt ihr erstes Sachbuch vor. Es besteht aus 52 kurzen Episoden, in denen sie wahre Geschichten und Erlebnisse aus ihrem Unternehmerleben erzählt: schöne, innovative, motivierende, aber auch solche von Existenzängsten, Schicksalsschlägen und Tagen der Verzweiflung. Sie zeigt sich schonungslos ehrlich, als Mensch und Chefin, die gleichermaßen Freude und Leid in ihrer Führungsaufgabe erlebt und zusammen mit ihrem Team durch dick und dünn geht, oder manchmal besser gesagt, gehen muss. Das Buch ist eine ehrliche Innenschau, die die ganze Bandbreite einer jungen, weiblichen Führungskraft zeigt: von der Erfüllung, einen kleinen Werkzeughandel zum regionalen Marktführer mit bundesweit einzigartigen Renommee zu machen, über die Chancen, sich für die Gesellschaft und die Umwelt zu engagieren und damit deutlich mehr als andere bewirken zu können, bis an die Grenzen der persönlichen emotionalen, physischen und wirtschaftlichen Belastbarkeit. „#malehrlich – 52 ungeschminkte Wahrheiten einer Unternehmerin“ ist ab sofort im Handel erhältlich.

„Mit diesem Buch wollte ich mit dem Klischee des unerschütterlichen, draufgängerischen und immer erfolgreichen Unternehmers genauso aufräumen wie mit dem Vorurteil, Unternehmer seien alle nur Bonzen im dicken Benz, die sich nicht um die Gemeinschaft scheren“, erklärt Vanessa Weber. Bislang hat sich Vanessa Weber als Bloggerin und Autorin von Fachbeiträgen einen Namen gemacht, hat auch hier immer ungeschönt Episoden aus dem Alltag geteilt, die die täglichen Probleme beschreiben, vor denen man als Unternehmerin steht, wenn Bürokratie, Verwaltung, der Markt oder das Schicksal zuschlagen. Als Buch ergibt sich hieraus ein umfassendes Bild. Es beinhaltet die Themen Werte, Marketing, soziales Engagement, Führung, Motivation und Verantwortung und zeigt auf allen Ebenen die emotionale Verbindung des eigenen Schaffens an der Spitze eines Unternehmens mit der eigenen Persönlichkeit. „Wir sind alle nur Menschen. Wir sind limitiert und stoßen an Grenzen. Und dennoch kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als Unternehmerin zu sein. Es ist trotz allem eine Erfüllung, auch und gerade, weil ich viel bewegen und andere mitreißen kann“, so die Autorin.

Vanessa Weber gilt vielen als die Stimme des Mittelstands. Bereits im Alter von 22 Jahren stand sie vor der großen Aufgabe, das elterliche Unternehmen als Nachfolgerin in der vierten Generation zu übernehmen. Sie hat es in den Jahren danach geschafft, den Umsatz mehr als zu verfünffachen und den unternehmerischen Erfolg der Firma grundlegend neu zu gestalten. Sie ist Gründerin der Vanessa Weber Stiftung für Bildung und Nachhaltigkeit, Investorin, Aktivistin der Klimaschutzbewegung sowie engagiert in namhaften Gremien der deutschen und europäischen Wirtschaft. 2019 wurde sie vom Bundeswirtschaftsministerium als „Vorbildunternehmerin“ geehrt. Sie ist unter anderem „Mittelstandsheldin“, Mitglied im European Board des DIHK, des Verbandes der Familienunternehmer und der Ethik Society.

„Mir ist wichtig, mein Wissen und meine Erfahrungen zu teilen und andere Menschen zu motivieren, sich selbst etwas aufzubauen. Ich werbe für mehr Unternehmertum, aber auch dafür, sich gesellschaftlich einzubringen, etwas für die Gemeinschaft zu tun“, so Weber. So möchte sie auch ihr Buch verstanden wissen: „Es ist nicht jeden Tag schön, Unternehmer zu sein, aber es ist jeden Tag Dein Job, Deiner Verantwortung gerecht zu werden.“

„#malehrlich – 52 ungeschminkte Wahrheiten einer Unternehmerin“ ist im Best Practice Verlag als Taschenbuch erschienen, hat 224 Seiten und kostet 24,90 Euro. Es ist im Buchhandel erhältlich.

Mehr zu Vanessa Weber gibt es unter www.vanessa-weber.de und unter www.werkzeugweber.de.

Kenne Deine Kunden und auch die potenziellen

Der Besucher eines Onlineshops wird nach nur kurzer Verweildauer fündig und kauft ein Produkt, dass haargenau seinen Vorstellungen entspricht. Ein Zufall? Wohl kaum. Vielmehr ist es ein gutes Beispiel dafür, wie Unternehmen heute ihr Marketing und ihren Vertrieb auf Basis von verfügbaren Daten personalisieren.

Mit Daten zur erfolgreichen Kundenkommunikation

Potenzielle Kunden anzusprechen kann eine große Herausforderung sein. So bieten Kundendatenbanken zwar eine gute Übersicht über die vorhandene Kundenbasis, jedoch sind daraus nur selten oder schwer konkrete Kontakte für zukünftige Neukundenansprachen ableitbar.

Unternehmen versuchen daher oft noch immer mit enorm breit aufgestellten Marketing-Kampagnen potentielle Neukunden zu erreichen. Vom E-Mail-Marketing bis hin zu Inmails und Bannerkampagnen –- trotz massiver Streuverluste halten eine Vielzahl an Unternehmen noch an diesen Methoden fest.

Für eine erfolgreiche Kundenkommunikation sollten sich Unternehmen jedoch immer vor Augen halten, dass die inhaltliche und persönliche Relevanz für jeden einzelnen Kunden im Vordergrund stehen muss. Gute und zeitgemäße Kundenkommunikation, unabhängig davon in welcher Entscheidungsphase, bedeutet nicht, nach dem Gießkannenprinzip allen Kunden die gleichen Produkte oder Informationen anzubieten. Vielmehr müssen sich Verantwortliche bei jeder E-Mail-Kampagne, jedem Social Media Post, jeder Anzeige, etc. die Frage stellen, ob es sich dabei um jene Information handelt, die die gewünschte Zielgruppe auch tatsächlich interessiert. So haben zu viele und irrelevante Werbebotschaften beim (potentiellen) Kunden häufig genau einen gegenteiligen Effekt und weitere Maßnahmen werden ignoriert oder gar negativ wahrgenommen.

Personalisierte Daten verknüpfen und nutzen

Um die Kundenansprache möglichst individuell und bedarfsorientiert zu gestalten, stehen Unternehmen heute viele Daten zur Verfügung. Allerdings fehlt es oft an Know-how und Ressourcen, um diese Daten gezielt auszuwerten und zu nutzen.

Abhilfe schaffen hier intelligente Wissensmanagementsysteme, die in der Lage sind große Datenmengen zu analysieren, zu verknüpfen, relevante Informationen zu extrahieren und diese bei Bedarf bereitzustellen. Sogenannte Insight Engines kombinieren dazu Methoden aus dem Bereich der KI mit leistungsstarken Enterprise Search Funktionen und Technologien zur Verarbeitung natürlicher Sprache. Auf diese Weise sind sie im Stande Datensätze aus unterschiedlichsten Quellen miteinander zu verknüpfen, komplexe Zusammenhänge zwischen ihnen zu erkennen und für Anwender in Echtzeit aufzubereiten.

Insight Engines bringen Durchblick

Insight Engines fungieren als intelligente Informationszentrale im Unternehmen. Anders als bei klassischen Suchmaschinen agieren sie nicht nach dem herkömmlichen Suchfeld-Ergebnisschema. Statt scheinbar endlos langen Ergebnislisten, stellen Insight Engines die Ergebnisse übersichtlich, im entsprechenden Kontext dar. Sie berücksichtigen dabei die Rolle/Position des Anwenders im Unternehmen sowie die individuellen Berechtigungen. Die auf diese Weise generierten 360-Grad-Sichten ermöglichen Verantwortlichen einen umfassenden Überblick über ein konkretes Thema z.B. einen Lead, eine Kampagne oder einen Bestandskunden, denn bei der Recherche bezieht die Insight Engine sämtliche Unternehmensdaten – unabhängig ob diese strukturiert oder unstrukturiert (z.B. Texte, Präsentationen, Video Recordings) vorliegen – mit ein.

Abbildung 1: Insight Engines konsolidieren Daten aus den Datenquellen
Abbildung 1: Insight Engines konsolidieren Daten aus den Datenquellen

Ein besonderer Vorteil von Insight Engines: Die Abfragen erfolgen dabei in natürlicher Sprache. Das heißt ähnlich wie in einem Gespräch stellt der Anwender Fragen und erhält darauf konkrete Antworten (Conversational Search).

Möglich ist dies dank Methoden der maschinellen Spracherkennung wie Natural Language Processing (NLP) und Natural Language Understanding (NLU) sowie Machine Learning Algorithmen und neuronalen Netzen (Deep Learning).

NLP ist dabei mithilfe von Regeln und Algorithmen in der Lage natürliche Sprache computerbasiert zu verarbeiten. Dies ermöglicht der Insight Engine Inhalte zu verstehen und in sinnvolle Informationen umzuwandeln. Um, neben einzelnen Wörtern und Sätze, auch Textzusammenhänge und Sachverhalte zu verstehen, greifen Insight Engines auf die Fähigkeiten von NLU zurück.

Dadurch lassen sich sowohl die Suchabfragen der Anwender als auch die Inhalte der angebundenen Datenquellen identifizieren, analysieren, interpretieren und verstehen. Komplexe Zusammenhänge zwischen Informationen – wie beispielsweise etwaige Gemeinsamkeiten der aktuell gewonnen Neukunden – können rasch erkannt, mit anderen Daten verknüpft und übersichtlich dargestellt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit auch interne Daten und Auszeichnungen aus öffentlichen, externen Quellen miteinzubeziehen. Auf diese Weise identifizieren Verantwortliche beispielsweise ohne großen Aufwand weitere Kontakte, die gemessen am aktuellen Kundenstamm perfekt zum eigenen Service oder Produkt passen.

Deep- und Machine Learning verleihen der Insight Engine darüber hinaus die Fähigkeit immer weiter zu lernen und ihre Performance kontinuierlich zu optimieren. Dafür sammeln und analysieren sie Wissen über ihre Anwender. Die Informationen über beispielsweise ihre Arbeitsweise, frühere Abfragen, ihr Klickverhalten etc. dienen als Grundlage für bevorstehende Suchen sowie die Relevanz und Reihung der Ergebnisse.

Abbildung 2: KI-basiertes Relevanzmodell
Abbildung 2: KI-basiertes Relevanzmodell

Mit Blick auf die stetig steigenden Datenmengen, wird es für Unternehmen im Wettbewerb immer wichtiger das Potenzial ihres Datenschatzes zu erkennen und gewinnbringend einzusetzen. Insight Engines setzen genau hier an. Sie unterstützen bei der Analyse, Auswertung und Bereitstellung der stetig steigenden Datenmengen und schaffen Potenzial das sich weit über das Thema Neukundenansprache und Leadgenerierung nutzen lässt.

Über den Autor
Gerald Martinetz

Über Mindbreeze
Die Mindbreeze GmbH ist ein führender Anbieter von Appliances und Cloud-Services für Information Insight, angewandte künstliche Intelligenz und Wissensmanagement. Die Produkte ermöglichen eine konsolidierte Sicht auf das Unternehmenswissen – unabhängig davon, wo und wie dieses gespeichert ist.
www.mindbreeze.com

 

 

Bildquellen

  • Abbildung 1: Mindbreeze
  • Abbildung 2: Mindbreeze
  • Webseite: Bild von Pexels auf Pixabay

Fünf wichtige Schritte auf dem Weg zur Smart City

Städte und Gemeinden stehen vor der Herausforderung, das Leben nachhaltiger, sicherer und integrativer zu gestalten. Smart-City-Konzepte mit ihren intelligenten Lösungen in den Bereichen Mobilität, Energie, Wohnen und öffentliche Verwaltung sind die Basis dafür. NTT Ltd., ein führendes, weltweit tätiges IT-Dienstleistungsunternehmen, nennt die wichtigsten Schritte in Richtung smarte Stadt.

Eine nachhaltigere Energieversorgung, intelligentere Verkehrs- und Transportsysteme, gesündere und komfortablere Wohnräume, bessere und gerechtere Bildung – Smart Cities sollen die Lebensqualität, die Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit urbaner Lebensräume verbessern. Politik, Forschung und Wirtschaft treiben derzeit unterschiedliche Einzelprojekte, Initiativen und Kooperationen voran, in denen neue, intelligente Technologien entwickelt und getestet werden. Zwar gibt es geförderte Smart-City-Modellprojekte, aber keinen deutschlandweiten Smart-City-Masterplan, weshalb sich der Einstieg in das Thema anspruchsvoll gestaltet. Aus Sicht von NTT müssen interessierte Städte und Gemeinden auf folgende Punkte achten:

· Eine langfristige Vision definieren. Das Umsetzen eines Smart-City-Projekts nimmt viel Zeit in Anspruch. Deshalb muss jede Stadt für sich einen Plan entwickeln, der die aktuelle Legislaturperiode überdauert sowie eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gewährleistet. Bei einer Laufzeit von 20 bis 30 Jahren, die man für ein ganzheitliches Smart-City-Konzept ansetzen muss, wird es für die Verantwortlichen schnell zu einer großen Herausforderung, die künftigen Stadtoberen unabhängig von der politischen Partei an Bord zu halten. Erst wenn die Vision steht, kann zudem eine Strategie definiert werden. Gleichzeitig gibt es beim Thema Smart City kein Einheitsmodell, das einfach so auf jede Stadt übertragen werden kann. In die Planung müssen vielmehr spezielle Charakteristiken sowie die eigene Geschichte und Identität einbezogen werden.

· Alle Stakeholder mit an Bord holen. Die Entwicklung von smarten Lösungen für den öffentlichen Raum erfordert eine angemessene Zusammenarbeit und Beteiligung aller Interessensgruppen – von kommunalen Einrichtungen über die Privatwirtschaft bis hin zu externen Investoren etwa über Fonds oder Indizes. Alle Stakeholder können mit ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und Mitteln einen großen Beitrag für die Schaffung neuer nachhaltiger Stadtmodelle leisten. Dabei gilt: Je früher und je umfassender die Einbindung in Entscheidungsprozesse stattfindet, desto größer ist der Nutzen für die zukünftige Smart City. Gleichzeitig ist es wichtig, eine themen- und ressortübergreifende Zusammenarbeit zu fördern, um Prozesse neu zu denken und integrierte Lösungen zu entwickeln. Sinnvoll ist es zudem, frühzeitig Digitalisierungs- und IT-Experten ins Boot zu nehmen – nur so lassen sich Technik-Silos verhindern.

· Auf die Interessen der Bürger eingehen. Smart-City-Projekte müssen für und mit den Menschen entwickelt werden – nur so lässt sich eine hohe Akzeptanz auf Seiten der Bürger für die Digitalisierungsprojekte sicherstellen. Um zu wissen, was sie interessiert und wo es Probleme im Alltag gibt, helfen Workshops, Umfragen und Stadtlabore weiter. Es müssen allerdings Beteiligungsmechanismen für die Bürger implementiert werden, die mehr als reines Infomaterial bereithalten: Gerade die neuen Medien mit ihren kollaborativen Ansätzen und Visualisierungseffekten bieten eine gute Möglichkeit, Interesse zu erzeugen und die Mitarbeit zu fördern.

· Die passende Data Governance erarbeiten. Daten spielen in der Stadt von heute und morgen eine immer größere Rolle. Von Geo- über Echtzeitdaten bis Bevölkerungsregister liegen sie allerdings in der Regel verstreut vor, zudem fehlt es an fundierten Nutzungskonzepten. Für eine Smart City muss die Verfügbarkeit und die Verknüpfung dieser Daten erleichtert werden, nur so wird die Entwicklung neuer Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen möglich. Ziel ist dabei, mit den Daten einen Mehrwert zu schaffen – indem etwa das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr sehr günstig ist, der Bürger im Gegenzug aber seine Bewegungsdaten anonym teilt. Mit Hilfe von Data Governance lässt sich ein Konzept über die Datenhoheit für Stadt, Wirtschaft und Bürger erarbeiten, das auch die Grundlage für datengetriebene Geschäftsmodelle und damit die Refinanzierung von Smart-City-Projekten ist. Technische Voraussetzung ist eine offene, standardisierte und interoperable Plattform. Gleichzeitig gilt es, die Datenschutzbedenken der Bürger ernst zu nehmen und über die Konformität mit der DSGVO die Privatsphäre sicherzustellen.

· Die verfügbaren Fördermittel ausschöpfen. Die Finanzierung von Smart-City-Projekten ist anspruchsvoller als bei konventionellen Infrastrukturvorhaben. Der Erfolg, wie auch die Risiken, sind nur schwer abschätzbar, zudem haben manche der verwendeten Technologien eine sehr kurze Halbwertszeit. Aufgrund dieser Unsicherheiten ist der Projekterfolg, sowohl inhaltlich wie auch finanziell, nur schwer prognostizierbar. Dies erfordert eine Kombination aus staatlicher und privater Finanzierung. Auf Ebene der Europäischen Union, des Bundes und auch der Bundesländer stehen dabei unterschiedliche Förderprogramme zur Auswahl, die sich hinsichtlich Umfang, Bedingungen und Förderzweck stark unterscheiden. Hinzu kommen Finanzspritzen zu Technologien wie 5G, Themen wie öffentlicher Personennahverkehr oder der Luftreinhaltung. Um angesichts dieses umfangreichen Angebots nicht den Überblick zu verlieren, ist die regionale Stelle für Wirtschaftsförderung eine gute Anlaufstelle.

„Während Pionierstädte wie Darmstadt in den letzten Jahren Erfahrungen in der Umsetzung von Smart-City-Projekten gesammelt haben, brauchen die meisten anderen Städte und Gemeinden viel Unterstützung. Denn auf dem Weg zu einer Smart City oder Smart Region lässt sich nicht einfach ein Schalter umlegen. Vielmehr geht es darum, kontinuierlich intelligente Lösungen für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsqualität zu realisieren“, erklärt Marcus Giehrl, Director Digital Transformation bei NTT Ltd.

Bildquellen

  • aerial view, Expressway road intersection, traffic in bangkok at night, thailand.: NTT Ltd.

Der eCommerce verbessert die Aussichten für die Ausverkäufe in der neuen Normalität

Unschlagbare Preise und verlockende Rabatte, die im Laufe der Zeit von Tausenden von Einzelhändlern immer weiter erhöht werden.

Obwohl die Verkaufszeiten nicht mehr den staatlichen Vorschriften und Beschränkungen unterliegen, haben die meisten Einzelhändler die letzte Juliwoche als inoffiziellen Starttermin beibehalten. Dies ist jedoch nur ein Richtwert, da der erste Sommerschlussverkauf in der Regel viel früher beginnt. Viele Geschäfte bieten bereits ab Mitte Juni und wahrscheinlich sogar noch bis Ende August Rabatte an.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Einzelhandelsumsätze im Juni 2021 im Vergleich zum Juni 2020 um 6,2%. Einer der Schlüsselfaktoren? Die starke Entwicklung des eCommerce, auf den laut Destatis-Bericht 38,4% des Umsatzes entfallen, ein Wert, der deutlich über dem vom Februar 2020, der letzte Monat vor der Pandemie, liegt.

Laut Statista wurde im Jahr 2020 im elektronischen Handel mit Verbrauchern ein Umsatz von fast 73 Milliarden Euro erzielt, was einem Anstieg von 23 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die umsatzstärksten Warengruppen im deutschen Online-Handel sind Bekleidung, gefolgt von Elektronik und Telekommunikation. Das Bekleidungssegment macht mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes im B2C-eCommerce aus.

„Der Textilsektor und der eCommerce haben in den letzten Jahren eine Revolution erlebt. Trotz des anfänglichen Misstrauens der Verbraucher trauen sich immer mehr Menschen, online einzukaufen. Der Schlüssel zum Erfolg sind die Verbesserungen im Logistiksektor, der immer schneller, effizienter und reaktionsschneller auf traditionelle Probleme wie Rücksendungen, Umtausch und Lieferungen reagiert“, sagt Matthew Trattles, Chief Commercial Officer bei Packlink.

Steigende Online-Verkäufe von Bekleidung, eine Frage des Vertrauens

Ende 2020 veröffentlichte Statista Research eine Umfrage zu den größten Ängsten beim Online-Shopping. Demnach befürchteten 25,9% der Befragten den Diebstahl von persönlichen Daten beim Online-Einkauf. Andererseits befürchteten 24,8% der Befragten, dass bestellte Produkte nicht geliefert werden, obwohl sie den Kaufpreis bezahlt haben.

Trotz dieser Befürchtungen scheint sich die Trendwende zu bestätigen, insbesondere in den letzten Monaten, was zum Teil auf die Pandemie zurückzuführen ist. Es wird erwartet, dass die Zahl der eCommerce-Nutzer bis 2024 auf rund 68 Millionen ansteigen wird, wobei 43% der Käufer zwischen 20 und 39 Jahre alt sind. Diese Daten zeigen, dass das Online-Shopping für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden ist.

Eine These, die durch die von Packlink im vergangenen Juni veröffentlichte Studie „Radiographie der Online-Verkäufer“ untermauert wird. Nach Angaben des europäischen Start-ups entfielen in der ersten Jahreshälfte 2021 mehr als 45% der Sendungen, die über seine professionelle Logistikplattform Packlink PRO abgewickelt wurden, auf die Kategorien Mode und Accessoires sowie Technik.

Nur 14% der Rücksendungen und Vorfälle stehen im Zusammenhang mit einem fehlerhaften Produkt und nur 8% sind auf die falsche Größe zurückzuführen. Eines der Hauptprobleme der deutschen Verbraucher beim Erhalt eines Pakets ist die Abwesenheit des Kunden bei der Zustellung, die fast 35% der Beschwerden ausmacht. In Deutschland werden jedoch zunehmend Convenience-Points eingesetzt, deren Vorteile für den deutschen Verbraucher offensichtlich sind. Fast 40% der Nutzer geben an, dass sie es vorziehen, nicht zu Hause warten zu müssen, und 32% heben die zeitliche Flexibilität hervor, die diese Art der Zustellung bietet.

Von den vier großen EU-Märkten – Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien – ist Deutschland mit nur 5% bei weitem der Markt mit der geringsten Nachfrage nach Expresslieferdiensten, verglichen mit 40% in Spanien, 19% in Italien und 12% in Frankreich.

„Der Aufwärtstrend des eCommerce in der Textilbranche wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Und es wird nicht zum Nachteil der physischen Geschäfte sein, sondern eher eine Ergänzung für diesen Sektor, der für die deutsche Wirtschaft insgesamt so wichtig ist, um weiter zu wachsen und im Rest der Welt zu expandieren“, schließt Matthew Trattles, Chief Commercial Officer von Packlink.

Bildquellen

Mit Vertical Farming den weltweiten Food-Markt revolutionieren

Es geht hoch hinaus. Vertical Farming ist ein Trendmarkt. Startups rund um das Thema rocken regelmäßig große Finanzierungsrunden, Vertical Grown Greens begeistern immer mehr Konsumenten und spätestens seit dem Börseneintritt von Vertical Farming-Unternehmen können sogar Kleininvestoren auf die – im wahrsten Sinne – aufstrebende Idee von einer neuen Art des Nutzpflanzenanbaus setzen.

Nun entsteht mit dem Zusammenschluss von Kalera und &ever ein starker globaler Player, der mit gebündelter Kraft und ergänzenden Kompetenzen Vertical Farming-Solutions weltweit anbieten und ausbauen kann.

„Mit unseren Farmen in Nordamerika und &ever mit ihren Anlagen in Asien, dem Nahen Osten und Europa werden wir gemeinsam den weltweiten Food-Produktions-Markt revolutionieren und unsere Marktführerschaft in Vertical Farming weiter ausbauen“, so Daniel Malechuk, CEO von Kalera. „Zudem sehen wir in der Climate Cell Technologie von &ever eine hervorragende Ergänzung zu unserem Nutrient Management-System, was die Produktivität der Systeme weiter steigern wird. “

„Von Anfang an war es unsere Vision, den Menschen hochwertige Salate und Kräuter hyperlokal und ganzjährig anzubieten. Mit Kalera als Partner sind wir diesem Ziel einen großen Schritt nähergekommen“, so Henner Schwarz, CEO von &ever. „Wir sind uns in unseren Überzeugungen und Zielen sehr ähnlich, weshalb wir als gleichwertige Partner rasch zusammengefunden haben.“

Kalera ist ab sofort und rückwirkend zum 01. Juli 2021 Hauptaktionär von &ever und übernimmt damit 100 % der Aktien. Die bisherigen Investoren sowie das Management Team von &ever bleiben an Bord. Ein Personalabbau ist aufgrund der sich ergänzenden Territorien ebenfalls nicht angedacht. Die &ever GmbH wird nach Abschluss aller Transaktionen in Kalera GmbH umbenannt.

„Der Zusammenschluss ist ein wichtiger Meilenstein für die globale Zukunft des Vertical Farmings. Wir freuen uns sehr auf die nächsten Schritte mit &ever“, sagt Daniel Malechuk.

Bildquellen

  • Vertical Farming: &ever x Kalera

SGS ernennt Alida Scholtz zur neuen Geschäftsführerin in Deutschland

Seit Juli ist Alida Scholtz neue Geschäftsführerin der SGS in Deutschland. Sie übernimmt die Nachfolge von Stefan Steinhardt und berichtet direkt an Wim Van Loon, COO North & Central Europe bei der in der Schweiz börsennotierten und weltweit aktiven SGS.

Die gebürtige Sudafrikanerin hat zuvor in verschiedenen Branchen als Executive Director für Fortune-500-Unternehmen im Dienstleistungs- und Produktionssektor in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Südamerika gearbeitet. Zuletzt war sie als Managing Director für das Autovermietungsgeschäft von Hertz in Deutschland verantwortlich. „Wir freuen uns sehr, dass wir Alida Scholtz als neue Geschäftsführerin der SGS Gruppe in Deutschland gewinnen konnten. Sie verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Business und Operation Management sowie Finanzen und Kundenservice im internationalen Umfeld,“ berichtet Wim Van Loon.

„SGS ist ein großartiges Unternehmen mit einmalig vielseitigen Dienstleistungen für fast alle Branchen. Unser Wert für die Gesellschaft besteht darin, eine bessere, sicherere und stärker vernetzte Welt zu ermöglichen. Ich freue mich sehr darauf, das Führungsteam in Deutschland auf seinem Wachstumsweg zu begleiten und unser Leistungsangebot durch innovative Produktangebote und erstklassigen Service weiter zu stärken und auszubauen,“ erklärt Alida Scholtz.

SGS ist das beim Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren weltweit führende Unternehmen. 1878 gegründet, setzt die SGS mit Hauptsitz in Genf mit mehr als 89.000 Mitarbeitern und einem internationalen Netzwerk von über 2.600 Niederlassungen und Laboratorien global anerkannte Maßstäbe für mehr Sicherheit, Effizienz und Qualität. In Deutschland ist die SGS-Gruppe seit 1920 aktiv und bundesweit mit rund 4.000 Mitarbeitern an mehr als 50 Standorten präsent. Zu ihr gehören auch die SGS-TÜV Saar GmbH, das SGS INSTITUT FRESENIUS und die SGS Analytics. Weitere Informationen sind online unter https://www.sgsgroup.de/ zu finden.

Bildquellen

  • Alida Scholtz: SGS

Erfolgreiche Digitalisierung der Verwaltung braucht einen Kulturwandel

Der Digitalisierungsdruck in den öffentlichen Verwaltungen ist mit den Händen greifbar, und die Erfahrungen der Pandemie machen deutlich, dass neben der Technik vor allem Haltung und Kultur nun mitziehen müssen. Dies stellt die aktuelle Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum zur digitalen Verwaltungskultur in der öffentlichen Verwaltung fest, die mit rund 800 Teilnehmenden die größte Befragung dieser Art in Deutschland ist. Die Erhebung wurde in Kooperation mit Kommunales Bildungswerk e.V. und Centre for Digital Governance der Hertie School of Governance durchgeführt.

Führungskräfte mit Vorbildfunktion

Mehr als die Hälfte der befragten Teilnehmenden sind Führungskräfte – und diese können ein bedeutender Erfolgsfaktor für die Digitalisierung sein: „Führungskräfte müssen vorangehen, was die Nutzung digitaler Instrumente und agiler Methoden angeht“, sagt Hilmar Schmidt, Managing Director Public Sector & Health Care bei Kienbaum. „Für rund drei Viertel unserer Befragten geht die Führungsaufgabe ganz klar mit ihrer eigenen Vorbildfunktion einher. Sieben von zehn Befragten erwarten von einer zukunftsorientierten Führungskraft zudem das Teilen von Wissen und Fähigkeiten.“ Die proaktive Fortbildung und die eigene Anwendung der Fähigkeiten erwarten darum auch rund die Hälfte der Teilnehmenden von einer Führungskraft, die Digitalisierung selber lebt und digital denkt.

Aktueller Digitalisierungsgrad ausbaufähig

„Die Selbsteinschätzung des Digitalisierungsgrades der öffentlichen Verwaltungen zeigt ein eher ernüchterndes Bild: Rund 43 Prozent der Befragten gaben an, mit dem Digitalisierungsfortschritt ihrer eigenen Organisation eher nicht zufrieden zu sein“, stellt Studienleiter René Ruschmeier, Director bei Kienbaum, fest und ergänzt: „Nur ein Drittel der Befragten weiß von einer Digitalisierungsstrategie in ihrer Organisation und nur ein Viertel der Befragten gibt an, einen Umsetzungsfahrplan für OZG und eGovG ihrer Organisation zu haben.“ Auch die Onlineverfügbarkeit ist laut der Erhebung noch deutlich ausbaufähig: Nur 35 Prozent der Befragten geben an, dass Leistungen ihrer Organisation online zur Verfügung stünden.

Digitale Denkweise als Teil der Kultur

„Ein essenzieller Teil der Digitalisierung ist die Implementierung einer digitalen Denkweise, die innovative Maßnahmen wie die Etablierung von Methoden des agilen Projektmanagements, das Schaffen einer Infrastruktur zum Experimentieren und Ausprobieren sowie ein Innovationsbudget voraussetzt“, beschreibt René Ruschmeier die wichtige Rolle derjenigen Organisationen, die solch einen Kulturwandel anstreben. „Aktuell stellen wir allerdings fest, dass die genannten Rahmenbedingungen noch am geringsten priorisiert und gleichzeitig als am wenigsten umgesetzt bewertet werden.“ Laut der Befragten der Studie umfasst eine erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen die Schaffung einer angemessenen Infrastruktur für digitales Arbeiten (78 Prozent) und für mobiles Arbeiten (66 Prozent) sowie die Berücksichtigung von Service- und Nutzerorientierung (57 Prozent).

Die Studie „Erfolgreiche Digitalisierung braucht begleitenden Kulturwandel“ ist ab sofort hier kostenfrei zum Download erhältlich.

Bildquellen

Wie der Bund und landesweite Initiativen dem stationären Händler zu einem Einstieg in das digitale Ladengeschäft verhelfen

Der stationäre Handel muss seine Geschäftsmodelle digitalisieren, um schneller auf die Konsum- sowie Marktveränderungen zu reagieren. Genau dort sehen auch Politik und Wirtschaft das größte Potenzial. Um dem Handel nach zahlreichen Umsatzeinbußen wieder auf die Beine zu helfen, bieten Initiativen eine umfangreiche Unterstützung inklusive Wissenstransfer, um auch dem rein stationären Händler den Weg in die digitale Welt langfristig zu ermöglichen. So zeigt die Studie „Der deutsche Einzelhandel 2020“ des Instituts ibi research, dass vor allem kleine Händler ihre eigenen Digitalisierungskenntnisse als schwach einschätzen. Roqqio, Spezialist für Softwarelösungen und -konzepte im Omnichannel-Handel, gibt Tipps zu Förderungsmöglichkeiten und Wissensportalen, die Händlern den Einstieg in den digitalen Verkauf erleichtern.

„Digital Jetzt“ ist eine Investitionsförderung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt Händler mit finanziellen Zuschüssen, die entweder in digitale Technologien oder in die Qualifizierung der Mitarbeiter zu ebendiesen Themen investieren möchten. Unternehmen, die von dem Programm des BMWi profitieren und einen Antrag auf Förderung stellen wollen, müssen einen Plan darlegen, der das gesamte Digitalisierungsvorhaben beschreibt. Roqqio unterstützt auf Wunsch bei der bis einschließlich 2023 möglichen Beantragung der Förderung und der Erarbeitung eines entsprechenden Digitalisierungsplanes. Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro. Weitere Informationen unter www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt

Das kostenfreie Wissensportal „Quickstart online“ ebnet stationären Einzelhändlern den Weg in Richtung E-Commerce. Im Rahmen der Initiative des Handelsverbands (HDE), des Aktionsbündnisses „Händler helfen Händlern“, dem Handelsblatt und Amazon machen Branchenexperten ihr Wissen in Online-Kursen frei zugänglich. Thematisch dreht sich alles um Vertriebskanäle, Prozesse, Kunden, Versand, Geschäftsoptimierung, Marketing sowie Internationalisierung. Weitere Informationen unter www.quickstart-online.de

Das Digitalisierungsprogramm „ZukunftHandel“ – eine Initiative des HDE gemeinsam mit Google – bietet KMU ein umfangreiches Wissenstraining und informiert über Möglichkeiten, das stationäre Geschäft um Online-Elemente zu erweitern. Google selbst unterstützt die Unternehmen bei der Erstellung von My-Business-Einträgen, führt Händler mit Webpräsenz an die kostenlosen Analysetools heran und stellt neuen Retailern ein Werbebudget in Höhe von 120 Euro zur Verfügung. Durch Kooperationen mit IONOS und Jimdo besteht zudem die Option, kostengünstig einen eigenen Webshop einzurichten. Weitere Informationen unter www.grow.google/intl/de/retail-support 

Das „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel“ fungiert als digitale Wissensplattform und führt KMU mit kostenlosen Online-Seminaren sowie Praxisbeispielen an das Thema Digitalisierung und den Handel der Zukunft heran. Das Expertennetzwerk, welches vom BMWi gefördert wird, steht darüber hinaus für jegliche Rückfragen rund um das Digitalisierungsvorhaben zur Verfügung. Deutschlandweit, vor allem im ländlichen Raum, ist außerdem das „DigitalMobil“ unterwegs, um Handelswissen und Anwendungsbeispiele zu teilen. Weitere Informationen unter www.kompetenzzentrumhandel.de

Neben der Unterstützung vom Bund und den aufgeführten landesweiten Initiativen, bieten einige Bundesländer zusätzliche Förderungsprogramme an, die das Digitalisierungsvorhaben der Unternehmen weiter vorantreiben: darunter beispielsweise die Digitalisierungsprämie Plus in Baden-Württemberg oder die Mittelstandsrichtlinie – Digitalisierung von Geschäftsprozessen (E-Business) in Sachsen.

Bildquellen

Werben für mehr Eigenverantwortung und Unternehmertum

Die Aschaffenburger Unternehmerin Vanessa Weber ist dem Verband „Die Familienunternehmer“ beigetreten und möchte sich zukünftig auch in dieser Organisation für mehr Weiblichkeit sowie junge Nachfolgerinnen und Unternehmerinnen engagieren. Weber ist bereits in mehreren Verbänden und Gremien aktiv, unter anderem im 25-köpfigen DIHK Board Europe in Brüssel. Mit ihrem Beitritt möchte die Geschäftsführerin der Werkzeug Weber GmbH & Co. KG ein Zeichen setzen pro Mittelstand und pro Familienunternehmen sowie für nachhaltiges Management in der deutschen Wirtschaft. „Unternehmertum bedeutet in erster Linie Verantwortung und nicht Kapitalismus“, betont sie. Das unterscheide kleine, inhabergeführte Unternehmen von großen multinationalen Konzernen.

„Mir war es immer wichtig, Menschen, insbesondere junge Frauen, für ein selbstbestimmtes Leben als Unternehmer zu begeistern“, betont Weber, die im Alter von 18 Jahren in den elterlichen Werkzeughandel eingestiegen ist und seitdem Umsatz, Gewinn, Marktanteile und Produktportfolio massiv gesteigert hat. Sie gilt vielen als „die Stimme des Mittelstandes“, weil sie in mehreren Fachmedien regelmäßig bloggt und veröffentlicht. „Ich möchte ehrlich sein, ungeschminkt Insides teilen und sagen, wie es wirklich ist. Es ist bei weitem nicht alles großartig. Viele Regelungen und Auflagen machen einem das Unternehmerleben schwer. Viele Erfahrungen sind negativ. Aber diese zu meistern und das Beste daraus zu machen und dennoch erfolgreich zu sein, spornt mich an. Das möchte ich teilen – auch im Verband der Familienunternehmer“, so die Unternehmerin. Am Ende lohne sich Unternehmertum.

Weniger Bürokratie und Gängelei, mehr unternehmerische Freiheit und bessere Rahmenbedingungen, ein eigenes Unternehmen zu gründen, fordert Vanessa Weber. „Wir brauchen eine mutige und motivierte Jugend und Menschen, die sich etwas zutrauen, insbesondere unternehmerisch. Familienunternehmen sind hier Vorbilder für gelebte Verantwortung und Motoren der Innovation“, so Weber. Diese Gedanken zeigen sich auch in den vielen Initiativen der „Familienunternehmer“, die eine Veränderung in der Politik bewirken sollen. „Unternehmer brauchen ein besseres Image. Das kann nur von den Familienunternehmen ausgehen.“

Vanessa Weber möchte sich sowohl regional in Aschaffenburg und im Rhein-Main-Gebiet in den Verband einbringen als auch bundesweit in Gremien und Fachkreisen. „Wir brauchen Engagement auf allen Ebenen“, ist Weber überzeugt, die sich auch seit vielen Jahren für den Klimaschutz engagiert. Unlängst hat sie eine eigene Stiftung für Bildung und Nachhaltigkeit gegründet. „Ich habe ein breites Themenspektrum, das ich gerne einbringen möchte in die Politik, in die Gesellschaft und in die Wirtschaft“, so Weber abschließend.

Mehr zu Vanessa Weber gibt es unter www.vanessa-weber.de und unter www.werkzeugweber.de.

goCIO: IT-Wissen für auf und zwischen die Ohren

Mit „goCIO“ startet einer der ganz wenigen deutschsprachigen Podcasts für IT-Profis und fachlich Interessierte an den Themen IT-Management, IT-Security und Digitalisierung. Der neue Podcast ist ab sofort überall abonnierbar, wo es Podcasts gibt. Ideengeber und Moderator des Podcast ist Mathias Hess, der sich bereits in vielen bekannten Unternehmen einen Namen als IT-Interim-Manager und Experte im Bereich der IT-Sicherheit und digitalen Geschäftsfeldentwicklung gemacht hat. Mathias Hess stammt aus Burghausen, ist Buchautor und gilt in der Szene als kreativer Lösungsdenker und Chancen-Nutzer. Häufig übernimmt er anspruchsvolle Funktionen als CIO, CDO oder IT-Projektmanager.

„Ich möchte IT humorvoll, aber auch fundiert angehen. Dazu habe ich in jeder Episode einen Gast aus der Praxis, der seine Sicht auf die IT-Welt, bestimmte Technologien und Trends oder Technikmythen teilt. Es geht um Wissen, aber auch um Unterhaltung und darum, mehr Menschen für IT-Themen zu begeistern. Es gibt noch zu wenig praxistaugliches Expertenwissen in den Unternehmen, und wenn, dann ist es Herrschaftswissen der IT-Nerds. Das möchte ich ändern, in dem Technologien und digitale Services erklärt und auf ihre Relevanz hin überprüft werden – in einem offenen und launigen Dialog“, erklärt Mathias Hess sein Konzept.

In Sachen Digitalisierung und Automatisierung sei Deutschland meilenweit zurück. Die Unternehmen seien da immer noch sehr zurückhaltend und ließen Chancen liegen. Es gebe sehr gute Ansätze, aber in der Praxis würden zu viele Fehler gemacht, gerade in Sachen Datensicherheit und Effizienz, macht Hess deutlich. Die IT müsse zum Unternehmen und zur Marke passen, Schnittstellen zu den jeweiligen Lieferanten und Kunden bieten. Viele Unternehmen sprängen da deutlich zu kurz und orientierten sich zu sehr an Trends und Moden, statt am Kunden und an den eigenen Prozessen. „Die IT-Abteilung alten Stils, das technologische Silodenken und das reine Orientieren an abgeschlossenen Funktionalitäten hat ausgedient. IT und Digitales müssen ganzheitlich gedacht werden – offen mit Schnittstellen, aber abgeschottet für unbefugte Eindringlinge.“

„goCIO“ wolle sich kritisch den Themen stellen, kontrovers sein, aber vor allem einordnen. Der Podcast richtet sich an IT-Profis wie CIOs und IT-Experten, aber auch an Unternehmer, die sich für neue Technologien und digitale, datenbasierte Geschäftsfelder oder neue Services interessieren. „Ich möchte einen umfassenden Blick auf die IT-Szene werfen, aber immer im Kontext der Praxis und der Realität in den Unternehmen“, so Hess.

In der Beschreibung des Podcast „goCIO“ heißt es: „Hier wird IT-Expertenwissen exzellent erklärt und eingeordnet. Fachliche Interviews mit Tiefgang, Charakter und einem Blick hinter die Kulissen der IT geben Anregungen und sorgen für relevante Tipps für eine strategische und werthaltige Digitalisierung, die auch in der Praxis gelingt und funktioniert. IT-Expertise wird hier menschlich, kritisch, humorvoll und relevant erlebbar, exzellent und eloquent moderiert von Mathias Hess. Die einzelnen Episoden geben Raum für Persönlichkeit und Individualität – Digitalisierung ganzheitlich, pur und kompakt in 30 Minuten aus Sicht von Entwicklern, Umsetzern, Anwendern, Unternehmern und Dienstleistern.“ Ein hoher Anspruch, dem Mathias Hess gerecht werden möchte.

Mehr über den IT-, Projektmanagement- und Digitalisierungsexperten Mathias Hess sowie die Themen Interim Management und IT-Beratung gibt es unter www.mathias-hess.com. Hier sind auch die ersten Folgen des neuen Podcast zu hören oder zu abonnieren.