Start Blog Seite 17

Sage-Studie zeigt: Im deutschen Mittelstand herrscht Pessimismus

0

Der Bericht „Chancen und Herausforderungen für den Mittelstand“ hat erstmals weltweit untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen ihre Zukunftsaussichten angesichts der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen einschätzen. Sage, ein Marktführer für Cloud-basierte Unternehmenslösungen, befragte dafür Ende November 2021 mehr als 13.000 Unternehmen in elf Ländern nach ihren Erfahrungen mit der Corona-Pandemie und ihrer Prognose für die kommenden zwölf Monate.

Ein zentrales Ergebnis: Entscheidungsträger deutscher KMU hatten zum Erhebungszeitpunkt wesentlich weniger Vertrauen in den gegenwärtigen Erfolg ihres Unternehmens als Mittelständler in anderen Ländern. Nur gut die Hälfte (52 Prozent) gab sich für den Moment zuversichtlich – deutlich weniger als der weltweite Durchschnitt (65 Prozent). Und für die nächsten zwölf Monate äußerten sich nur 57 Prozent optimistisch. Auch hier lag der weltweite Durchschnitt mit 69 Prozent wesentlich höher.

Diese Prognosen haben sich mit Ausbruch des Ukraine-Kriegs jedoch deutlich verändert. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist eingebrochen und deutsche Unternehmen schätzen ihre aktuelle Lage mittlerweile um einiges schlechter ein. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des ifo-Instituts: So ist etwa der ifo Geschäftsklimaindex im März von 98,5 Punkten im Februar auf 90,8 Punkte abgestürzt.

Gedämpfte Umsatzprognosen und Zurückhaltung bei Investitionen

Sage hat deutsche KMU im November auch nach ihren Umsatzerwartungen gefragt: Hier gingen lediglich 39 Prozent der Firmen davon aus, dass ihr Umsatz in den nächsten sechs Monaten steigen wird (weltweit: 49 Prozent). Und fast ein Viertel der deutschen KMU (23 Prozent) rechnete mit einem Rückgang der Einnahmen. Zudem erwarteten nur 38 Prozent, in den nächsten zwölf Monaten mehr in Technologie zu investieren (weltweit: 51 Prozent). 20 Prozent der deutschen KMU gingen gar davon aus, dass ihre Investitionen sinken werden. Weltweit hatten dies nur zwölf Prozent angegeben.

Auch hier zeigen die aktuellen ifo-Analysen, dass hiesige KMU seit Ende Februar Fragen nach Umsatz und Investitionen noch zurückhaltender beantworten und teilweise sogar schwarz sehen: Dies belegt der Einbruch bei den Erwartungen um 13,3 Punkte (Februar: 98,4, März: 85,1). Es handelt sich dabei um einen historischen Rückgang, der das Minus um 11,8 Punkte bei Ausbruch der Corona-Krise im März 2020 sogar noch übertrifft.

Unzufriedenheit mit staatlichen Unterstützungsleistungen

Durchaus positiv gestimmt waren kleine und mittelständische Unternehmen, als sie im November 2021 von Sage nach finanziellen Hürden und deren betrieblicher Auswirkung gefragt wurden. Hier fühlten sich deutsche KMU vergleichsweise wenig beeinträchtigt. Die Tatsache, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht wie gewohnt arbeiten können, war mit 32 Prozent das am häufigsten genannte Hindernis. Das entsprach damit in etwa dem weltweiten Durchschnitt (34 Prozent). Dennoch waren deutsche Mittelständler offenbar weniger von Kostensteigerungen betroffen (24 Prozent gegenüber 31 Prozent weltweit). Auch der begrenzte Zugang zu Finanzmitteln wurde nur von elf Prozent genannt (weltweit: 17 Prozent). Und Cashflow-/Liquiditätsprobleme bereiteten lediglich zehn Prozent der Firmen Probleme (weltweit: 19 Prozent).

Diese Antworten dürften mittlerweile jedoch wesentlich negativer ausfallen. Dies legen die aktuellen Zahlen des Reports „Ukraine-Krieg erschwert Erholung nach Pandemie“ vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung nahe: Vor allem die stark steigenden Energiepreise, aber auch die Folgen anhaltender Lieferengpässe treiben die Inflationsrate 2022 im Basisszenario auf durchschnittlich 6,2 Prozent bzw. 8,2 Prozent im Risikoszenario – mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Finanz- und Geldmarkt. Finanzielle Hürden für KMU dürften angesichts dieser Prognosen wieder größer werden. Auch beim Wirtschaftswachstum sind die IMK-Analysten skeptisch: Im Basisszenario rechnen sie für 2022 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,1 Prozent. Das Risikoszenario, welchem deutlich höhere Energiepreise zugrunde gelegt sind, geht sogar von einer leichten Rezession aus. Das BIP könnte vor diesem Hintergrund im Schnitt um 0,3 Prozent schrumpfen und Unternehmen bei der geschäftlichen Weiterentwicklung verstärkt auf Unterstützung angewiesen sein.

Auf die Frage nach den finanziellen Faktoren, die in den kommenden zwölf Monaten den größten Einfluss auf ihr Unternehmen haben werden, sind laut Umfrage von Sage jedoch für lediglich 18 Prozent der deutschen KMU-Entscheider Finanzspritzen wie Bankdarlehen oder sonstige Zuschüsse von größerer Bedeutung. Im Lichte der IMK-Analysen ist es aber wahrscheinlich, dass dieser Wert im Lauf des Jahres steigen und sich dem weltweiten Durchschnittswert der Sage-Studie annähern wird: Global setzt jeder vierte mittelständische Betrieb darauf. Darüber hinaus zeigten sich nur 34 Prozent der deutschen Firmen mit der finanziellen Hilfe seitens der Kommunen zufrieden (weltweit: 40 Prozent). Die Unterstützung durch die Bundesregierung wurde etwas positiver bewertet. Die Zufriedenheit ist aber auch hier mit 39 Prozent ebenfalls geringer als der weltweite Durchschnitt (44 Prozent).

Negative Einschätzung der Personalsituation

Auch bei der Personalsituation überwiegt der Pessimismus. 40 Prozent der KMU in Deutschland verzeichnen seit 2020 einen Personalrückgang (weltweit: 35 Prozent). Und lediglich 39 Prozent rechnen damit, in diesem Jahr wieder mehr Mitarbeiter einzustellen (weltweit: 46 Prozent) – und auch in geringerem Maße als es in anderen Ländern der Fall ist. Im Durchschnitt liegt die erwartete Zunahme der Belegschaft hierzulande bei neun Prozent. Weltweit sind es zwölf Prozent. Damit könnten 2022 rund 421.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland entstehen.

Seit Ende Februar ist dieses Szenario allerdings spürbar unwahrscheinlicher geworden. Denn: Die ohnehin vergleichsweise geringe Einstellungsbereitschaft in Deutschland hat durch den Ukraine-Krieg einen weiteren Dämpfer erhalten: Das ifo Beschäftigungsbarometer fiel im März auf 102,1 Punkte, nach 104,3 Punkten im Februar. Damit ist der aktuelle Wert der niedrigste seit Mai 2021.

Immerhin gab im November mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) in der Sage-Umfrage an, widerstandsfähiger sowie besser auf die Überwindung größerer künftiger Hindernisse vorbereitet zu sein als vor der Pandemie. Das liegt vor allem daran, dass viele Firmen in den letzten zwei Jahren entsprechende Anpassungen vorgenommen haben – etwa in Form von Investitionen in neue Technologien.

Nachhaltigkeit gilt als Zeit- und Kostenfaktor

Für 28 Prozent der deutschen Unternehmen ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema (weltweit: 37 Prozent). 14 Prozent (weltweit: 17 Prozent) bezeichnen sie sogar als zentralen Aspekt ihrer Geschäftstätigkeit. 27 Prozent verspüren zunehmend Druck seitens ihrer Kunden, die Auswirkungen ihres Geschäfts auf die Umwelt zu verringern. Bei durchschnittlich 22 Prozent geht dieser in zunehmendem Maße von der öffentlichen Hand (Bund, Kommunen) aus. Immer mehr Einfluss haben auch die eigenen Mitarbeiter, die verstärkt Nachhaltigkeitsthemen im Betrieb thematisieren. Bei fast jedem vierten Unternehmen ist das in Deutschland der Fall. Als größte Hürden beim Wandel zu einem nachhaltigen und umweltbewussten Unternehmen gelten in Deutschland der große Zeitaufwand (31 Prozent der Nennungen), die hohen Kosten entsprechender Maßnahmen (28 Prozent) sowie fehlendes Wissen (24 Prozent).

Christoph Stoica, Geschäftsführer der zentraleuropäischen Landesgesellschaften bei Sage, kommentiert: „Mittelständische Unternehmen leisten weltweit einen großen Beitrag zu Wohlstand, Aufschwung und Wachstum. Allerdings stehen sie vor großen Herausforderungen, die auch nach der Corona-Pandemie anhalten werden. Dazu zählen vor allem die steigenden Energiekosten, die Inflation, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit weiter zuspitzenden Lieferkettenprobleme sowie weltweite geopolitische Unsicherheiten – und weitere noch nicht absehbare Faktoren. Firmen, die in der Pandemie umfassende Anpassungsmaßnahmen ergriffen haben, sind krisenfester und widerstandsfähiger und damit möglicherweise auch besser in der Lage, die künftigen Herausforderungen zu bewältigen.“

Bildquellen

  • Christoph Stoica: Sage GmbH

Fast jeder zweite Deutsche nimmt Cookies blind an und macht sich angreifbar

0

„Browser-Cookies sind im Netz unverzichtbar, aber sie stellen auch eine Schwachstelle für die Privatsphäre der Menschen dar. Als notwendiger Bestandteil des Surfens im Internet helfen Cookies, den Besuch von Webseiten angenehmer zu gestalten. Dank Cookies erinnern sich Webseiten an uns, unsere Log-ins, unseren Warenkorbinhalt und vieles mehr. Aber sie können auch eine Menge privater Daten über uns preisgeben, die Kriminelle zu ihren Zwecken nutzen“, erklärt Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN.

Die Folgen von unachtsamen Cookie-Einstellungen

Wie die Studie weiter zeigt, spüren die befragten Personen die Auswirkungen von datensammelnden Cookies. Knapp 70 Prozent geben an, dass sie das Gefühl haben, ihre Online-Daten würden für gezielte Werbung genutzt. Etwa die Hälfte ist der Überzeugung, dass ihnen vor allem auf Social-Media-Plattformen ganz individuelle Inhalte aufgrund ihres Surfverhaltens zugespielt werden. 65 Prozent sind der Meinung, dass Dritte ihre Daten ohne ihr Wissen kaufen und für werbliche Zwecke nutzen.

So lässt sich das Tracking durch Cookies begrenzen

Es gibt eine Vielzahl von Tools und Tipps, um Online-Aktivitäten privater zu gestalten. Die drei effektivsten Vorgehensweisen sind:

  1. ​Nur essentielle Cookies zulassen. Pop-ups mit der Bitte um Einwilligung für den Einsatz von Cookies aller Art sind oft nervig und werden schnell mit den angezeigten Einstellungen angenommen. Hier reichen wenige Klicks, um auf Webseiten nur die nötigsten Cookies zu erlauben.
  2. Cookies regelmäßig löschen. In den Browsereinstellung gibt es die Option, alle im Browser gespeicherten Cookies zu löschen. Die meisten Browser bieten zudem Funktionen, um unnötige Cookies automatisch zu blockieren sowie einen Inkognito-Modus, der verhindert, dass Cookies und Verläufe während des Surfens gespeichert werden.
  3. Virtuelles privates Netzwerk (VPN) nutzen. Ein VPN bietet zusätzlich Sicherheit und Privatsphäre im Netz. Eine der Hauptfunktionen eines VPNs ist das Verbergen der IP-Adresse. Das ist entscheidend für privates Surfen. Vor kurzem hat NordVPN die Bedrohungsschutz-Funktion vorgestellt, die unter anderem Online-Tracking blockiert. Damit sind Cookies von Drittanbietern nicht in der Lage, Daten über Surfgewohnheiten zu sammeln.

„Die Menschen müssen sich darüber im Klaren sein, dass Cookies uns online verfolgen, selbst wenn wir unsere IP-Adressen mit einem VPN verbergen“, betont Markuson. „Cookies können auch dann immer noch unsere Aktivitäten im Netz nachverfolgen, um eine Teil-Identität unserer Person zu kreieren. Außerdem können Webseitenbetreiber und Dritte Cookies einfach weiterverkaufen. Einige Webseiten verdienen an den sogenannten Drittanbieter-Cookies. Diese sind nicht notwendig für das Funktionieren der Seite – ihr alleiniger Zweck ist es, aus Daten Profit zu schlagen.“

Methodik: Die Umfrage wurde von NordVPN in Auftrag gegeben und von dem externen Unternehmen Cint vom 4. bis 12. Oktober 2021 durchgeführt. Die Zielgruppe der Umfrage waren Bürger und Bürgerinnen ab 18 Jahren (national repräsentativ) aus Frankreich, den USA, Kanada, Australien, Deutschland, Spanien, den Niederlanden und Polen. Die Stichprobe wurde aus nationalen Internetnutzern gezogen. Insgesamt wurden 7800 Personen befragt, davon 1000 Personen in Deutschland.

Bildquellen

  • pexels-jessica-lewis-creative-583848: Foto von Jessica Lewis Creative von Pexels

Das „digitale Amt“ reicht nicht

In den aktuellen Krisen machen viele politische Entscheidungen einen eher willkürlichen Eindruck. Den Zustand der Bundeswehr müsse man erst „analysieren“, die Zahlen im Impfdashboard des RKI sind wohl fünf Prozent niedriger als die Realität, vermutet man zumindest. Genau wissen kann man es nicht. Dabei gibt es in Deutschland wohl keinen Mangel an Bürokratie und Verwaltung. Bürger und Unternehmen können ein Lied davon singen. Ob Staatshilfe, Antrag auf Sozialleistungen, Teilnahme an einer Ausschreibung, die Verlängerung des Personalausweises oder der Umtausch der Führerscheine – alles sehr aufwendig, langwierig und mitunter anstrengend. Der Grund für all das ist eine mangelnde Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Deutschland hängt hinterher und ist für die Zukunft nicht gewappnet.

„Wo die Datenbasis fehlt, kann nicht sinnvoll entschieden werden“, macht Sven Jung deutlich. Jung ist Experte für die Digitalisierung von Verwaltungen und öffentlichen Unternehmen. Er arbeitet als Manager Public Sector Deutschland bei ReqPOOL, der führenden Managementberatung für Software im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Fragen der Software-Strategie, Software-Beschaffung und Software-Innovation sowie mit der technologischen Transformation. „Im OZG, dem Online-Zugangs-Gesetz, ist häufig vom ‚digitalen Amt‘ die Rede. Kommunen, Landkreise und staatliche Verwaltungen arbeiten daran, viele Prozesse digital zu ermöglichen. Leider ist das wenig konzertiert und viel Stückwerk“, so Jung. Man sei hierzulande gut darin, Prozesse administrativ zu entwickeln, nutze aber nicht die eigentlichen Chancen der Digitalisierung. Statt komplexe Verwaltungsabläufe jeweils einzeln und ebenso komplex online zu gestalten, müsste vielmehr ganzheitlich gedacht werden. Digitalisieren bedeute nicht, das, was man bislang offline mit viel Personal und Papier erledigt habe, nun online abzubilden. „Die Kultur der Verwaltung setzt sich im Netz fort. Gefragt sei aber eine Kultur der Dienstleistung und der strategischen Vernetzung von Daten, Informationen und Zielvorgaben.“

Entscheidungen müssten zukünftig schneller getroffen werden. Das habe man in den aktuellen Krisen gesehen. Auch die Wirtschaft drehe sich immer schneller. Zu lang dauernde Ausschreibungsverfahren, monatelange Prüfungen und ausbleibende Genehmigungen bremsen Staat und Wirtschaft aus. Wer einen Antrag auf Corona-Hilfen gestellt oder den Bau eines Windrates beantragt hat, hat entsprechende Erfahrungen gemacht. „Da nutzt es nichts, wenn der Antrag digital eingereicht wird. Es müsste auch unmittelbar digital entschieden werden – in Kenntnis aller Faktoren und Rahmenbedingungen“, verdeutlicht Jung. Das „digitale Amt“ bleibe ein Amt, de facto und in der Wahrnehmung der Bürger und Unternehmen. Das „digitale Amt“ wird der notwendigen Handlungsgeschwindigkeit jedoch nicht gerecht. „Dabei wäre man froh, das ‚digitale Amt‘ wäre bereits Realität.“ Selbst davon sei man aber in der Regel noch weit entfernt.

Notwendig sei vielmehr „die selbstfahrende Organisation“, so der Software-Experte. Das Nutzen moderner, KI-basierter Software und intelligenter Algorithmen, die autonom und unmittelbar entscheiden, müsse das eigentliche Ziel sein. „Die digitalen Technologien entwickeln sich exponentiell. Spätestens in den 30er Jahren werden KI-basierte, selbstlernende und weitgehend selbstentscheidende Systeme Alltag und gelebte Praxis sein. Wenn sich öffentliche Verwaltungen weiterhin derart langsam entwickeln, wird die Diskrepanz zwischen der Wirtschaft und dem Staat nicht mehr einzuholen sein. Deutschland wird gegenüber anderen Staaten weiter an Substanz verlieren und dann auch nicht mehr aufholen können“, prophezeit der Digitalexperte. Verwaltungen und öffentliche Unternehmen müssten jetzt anfangen, sich zu modernisieren und nicht beim „digitalen Amt“ stehen bleiben. Es brauche dringend technologische Lösungen, die zukunftsfest seien. Ganzheitlich gedachte, intelligente Software-Systeme und -architekturen böten die einmalige Chance, die Verwaltung bürgernäher, nachhaltiger effizienter, transparenter und entscheidungsvalider werden zu lassen. Die Beamtenmentalität müsse ins digitale Zeitalter transformiert werden. Noch sei Zeit, aber die Zeit dränge. Die „selbstfahrende Organisation“ brauche eine strategische Perspektive und einen raschen Modernisierungsprozess in der IT-Landschaft, der sofort beginnen müsse. In Sachen Digitalisierung der Verwaltung sei es drei vor zwölf. Das erführen die Bürger nahezu jeden Tag.

Weitere Informationen über die ReqPOOL Gruppe, die Themen Software, Digitalisierung und Transformation gibt es unter www.reqpool.com.

 

Bildquellen

  • Sven Jung: ReqPOOL

IT-Sicherheitsexperten warnen vor dauerhaften Cyberbedrohungen

Von Joanna Rusin-Rohrig, Country Manager DACH bei NordVPN

Cyberangriffe im Kontext von internationalen Konflikten sind kein Novum, vor dem Hintergrund des aktuellen Kriegs in der Ukraine machen IT-Security-Experten allerdings eine erhöhte Bedrohungslage aus und beobachten zahlreiche Aktivitäten bei allen Parteien: Angriffe auf staatliche Webseiten der Ukraine, neue Malware, vermehrte DDoS-Angriffe auf russische Internetpräsenzen durch das Kollektiv Anonymous und den allgemeinen Anstieg des Hacktivismus. Auf ukrainischer Seite wird gar eine internationale „Hacker-Armee“ aufgestellt, um die kritische Infrastruktur des Landes im digitalen Raum zu schützen. Der im Vorfeld oft befürchtete Cyberkrieg im großen Umfang ist bis jetzt ausgeblieben, die Gefahr bleibt aber real.

Die Entwicklungen in der Ukraine offenbaren, dass Konfliktparteien das Internet parallel zu den kriegerischen Auseinandersetzungen zu Boden, Luft und Wasser nutzen. Der digitale Raum dient dabei insbesondere für klassische Kriegsstrategien wie gezielte Desinformation, Propaganda, Spionage und Aufklärung. Experten sprechen aus diesem Grund von hybrider Kriegsführung. Regierungen, Unternehmen, aber auch die Bevölkerung müssen diese Entwicklung verstehen, um sich vor den drohenden Gefahren schützen zu können. Der digitale Raum wird auf lange Sicht zu einem wichtigen Austragungsort für internationale, aber auch zivile Konflikte.

Umkämpftes Internet als neue Realität

Unabhängig vom Ausgang des Konflikts in der Ukraine hat Russland den Zustand eines permanenten Cyberkonflikts eingeleitet. Selbst wenn es Vereinbarungen gibt, selbst wenn die Dinge zu einem Anschein von Normalität zurückkehren, hat sich das Internet verändert. Und das hat Auswirkungen auf jeden einzelnen Nutzer: Die bisher bestehenden Probleme hinsichtlich der Sicherheit verstärken sich, jeder ist ein potentielles Ziel – nicht nur für Kriminelle. Die möglichen Konsequenzen dieser Entwicklungen können schnell zur Verwirklichung einer dystopischen Welt führen, wenn Regierungen zum Schutz vor Angriffen auf eine allumfassende Überwachung und weitreichende Kontrollmechanismen setzen. Auch ist der Weg zu Walled Gardens kurz, also geschlossenen Plattformen, auf denen nur vom Hersteller zugelassene Anwendungen nutzbar sind.

Bildquellen

  • pexels-pixabay-60504: Pixabay | Pexels

So nutzen Sie psychologisches Wissen im Online-Marketing

Welche Berührungspunkte gibt es?

Von außen betrachtet könnte man meinen, dass Psychologie und Online-Marketing bzw. Suchmaschinenoptimierung nur wenig miteinander verbindet. Insbesondere, wenn man bei letzterer eher auf den technischen Aspekt schaut und weniger im Sinn hat, dass es dabei immer auch um einen Menschen geht, der mit der Suchmaschine interagiert.

Doch je mehr man sich mit Online-Marketing und SEO beschäftigt, desto schneller kommt man zu dem Schluss, dass sich nicht alles um die Manipulation eines Suchalgorithmus dreht (ein unter Laien verbreiteter Irrglaube), sondern vielmehr eine Antwort auf die Frage, was genau der Nutzer mit seiner Suchanfrage zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen möchte. Kurzum: Welches Ergebnis muss dem Nutzer geboten werden, um die Suchabsicht zu bedienen?

Weitere wichtige Fragen sind: Welche Formate eignen sich dafür besonders gut und wie detailliert sollten die Informationen für den Nutzer aufbereitet werden?

Bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen erweisen sich Erkenntnisse aus der Wissenschaft, vornehmlich der Psychologie, als sehr hilfreich.                                Denn zuallererst muss man die Bedürfnisse desjenigen Menschen, der seine Suchanfrage in die Suchmaschine eingibt, verstehen. Nur so kann es gelingen, den Nutzer gemäß der jeweiligen Suchintention abzuholen.

Hierbei helfen drei Prinzipien aus der Psychologie:

Dual Process Model

Das Prinzip der „Zwei Prozesse” ist im Online Marketing relativ weit verbreitet.               Die Bezeichnung „Dual Prozess” bezieht sich auf zwei verschiedene Arten der Reizverarbeitung, auf die wir im Folgenden näher eingehen werden.

Die erste Art, Reize zu verarbeiten ist schnell und unbewusst, wohingegen die zweite wesentlich aufmerksamer abläuft und mit einem höheren Energieaufwand bei der kognitiven Bewertung verbunden ist. Hier sind einige Beispiele für diese beiden Typen der Reizverarbeitung:

In der Recherchephase werden Fragen zu bestimmten Produkten und Dienstleistungen gestellt und grundlegende Fragen recherchiert.

Wichtige Charakteristiken für eine unbewusste, aber trotzdem sehr wichtige erste Beurteilung der gefundenen Inhalte erscheinen dabei oberflächlicher Natur (Relevanz durch Titel, ansprechende Bilder und Webdesign).

Um diesen ersten Eindruck im Hinblick auf Relevanz in der ersten Recherchephase positiv zu beeinflussen, sollte man als Anbieter unbedingt darauf achten, die Inhalte passend zum gegenwärtig frühen Zeitpunkt der Customer Journey im bevorzugten Format (Stichwort: „Kenne deine Zielgruppe!”) anzubieten. So stellt man sicher, dass der Interessent genau das bekommt, was er sich jetzt am meisten wünscht, nämlich übersichtliche Informationen zu dem gesuchten Thema, die noch nicht zu viel Detailtiefe haben.

Was bedeuten diese beiden Arten der Reizverarbeitung nun für die Entwicklung einer guten Content-Strategie (wobei natürlich auch die Customer Journey berücksichtigt wird)?

Zum Beispiel könnten wichtige Produktinformationen in der ersten Recherchephase zunächst global und mit wenigen Details beschrieben werden, um dem Interessenten eine Vorstellung von den wichtigsten Produkteigenschaften zu geben und um die zentralen Fragen (W-Fragen) zu klären. Eine Möglichkeit wäre es beispielsweise in einem Erklärvideo oder in einer Produktbeschreibung die wichtigsten Produktinformationen kurz zu erläutern.

Würde man an dieser Stelle den Fehler machen, den Interessenten schon jetzt mit zu vielen, zu diesem Zeitpunkt noch irrelevanten Detailinformationen zu versorgen, würde er vermutlich schnell das Gefühl bekommen, dass es ihm „zu aufwändig” ist, sich mit dem Thema weiterzubeschäftigen. In der Tat, wäre der „Energieaufwand” für die Reizverarbeitung so groß, sodass der Interessent an dieser Stelle wahrscheinlich „abspringen” würde. In der Wahrnehmung des Nutzers könnte es in etwa mit den Worten beschrieben werden: „Irgendwie war mir das zu viel Info, unübersichtlich und ich habe nicht genau gesehen, worum es geht oder worauf ich klicken muss.”

Hat man jedoch alles richtig gemacht, dann findet der Interessent aus unserem Beispiel kurz vor dem Ende seiner Customer Journey (z. B. Vergleich der Produkte/Dienstleistungen verschiedener Anbieter) einen ausführlichen und mit vielen Details und guten Argumenten angereicherten Erfahrungsbericht eines Bestandskunden. Schließlich wird aus einem vom Produkt überzeugten Interessenten ein zahlender Kunde. Wäre der Erfahrungsbericht nicht spezifisch gewesen und hätte Bedenken des Nutzers aufgegriffen, die sich erst während der Recherchephasen ergeben haben, wäre ggf. keine Conversion (Abschluss eines Zielvorhabens, wie z. B. ein Kauf) zustande gekommen. An diesem Beispiel sehen wir, wie Detailtiefe an einer Stelle hinderlich, an anderer Stelle verkaufsfördernd sein kann.

Fazit: Wenn man die Veröffentlichung von Inhalten auf einer Website plant, muss man sich also im Vorfeld immer fragen, an welchem Punkt der Customer Journey sich der Nutzer gerade aufhält (Vgl. Search Intent, AIDA-Modell). In der Sichtungsphase möchte sich der Nutzer aus unserem Beispiel grundlegende Fragen klären, um das Produkt oder die Dienstleistung für sich als gut oder schlecht kategorisieren zu können. Diese Entscheidung ist implizit, d.h. sie wird unbewusst getroffen, wobei die Inhalte in ein erlerntes Schema eingeteilt werden („Schubladendenken”).

In dieser Phase findet man ebenfalls häufig mentale Abkürzungen (ungeprüfte Überzeugungen oder sogenannte Glaubenssätze) wie „Experten haben immer Recht“ oder „Trustsiegel stehen für Expertise”, die den Prozess der unbewussten Entscheidungsfindung positiv beeinflussen sollen.

Folgenden Aspekten kommt dabei eine tragende Rolle zu:

  • Identifiziere ich mich mit dem Anbieter?
  • Gibt es zwischen uns Gemeinsamkeiten?
  • Gehöre ich zur Zielgruppe?
  • Gibt es verbindende Elemente wie Werte oder Probleme, die ich mit dem Anbieter teile?

Können die Antworten auf diese Fragen schnell gefunden sind, ist eine Kategorisierung und Bewertung des Inhalts einfacher.

Ziel des Anbieters sollte daher sein, es seinen potenziellen Kunden so leicht wie möglich zu machen, diese Fragen schnell zu beantworten – möglichst so, dass der Aufnahmeprozess nicht durch etwaige Ablenkungen (wie zu detaillierte Texte oder zu viele Calls To Action) unterbrochen wird.

Persuasion Tactics

Bei mentalen Abkürzungen handelt es sich um „Denkfehler”, die man aus der Online-Marketing-Sicht dazu nutzen kann, möglichst viele Conversions zu generieren.

Auch hier liefert die Psychologie gleich mehrere Taktiken der Überzeugung, welche  sich auch im Online-Marketing als gut umsetzbar erwiesen haben.

Der Interessent soll mithilfe folgender Prinzipien von einer Conversion (Produkt oder einer Dienstleistung, Newsletter-Anmeldung, Download etc.) überzeugt werden:

  • Autorität („Unser Produkt wird von Ärzten empfohlen”)
  • soziale Bewährtheit („Fastfood ist ungesund”)
  • Knappheit („Angebot läuft in zwei Tagen aus”)
  • Reziprozität („Nachdem der Kunde einen Rabatt geschenkt bekommen hat, legt er noch weiteres Produkt in seinen Warenkorb”)
  • Commitment und Konsistenz („Loyalität einer bestimmten Marke gegenüber”)
  • Sympathie („Wir kaufen gerne Produkte, die zuvor von sympathischen Influencern empfohlen wurden”)

Oftmals liegt die beste Taktik in einer Kombination dieser Prinzipien (je nach Thema oder nach Produkt).

Eine perfekte Landingpage, die jedes dieser Prinzipien beinhaltet, könnte beispielsweise folgendermaßen aussehen:

Der Anbieter hat sich im Bereich Qualitätsmanagement auf Beratungsdienstleistungen spezialisiert und vertreibt zudem eine spezielle Softwarelösung.

Auf der Landingpage wird der Leser darauf hingewiesen, dass der Anbieter nach „ISO 27001” zertifiziert ist (Trustsiegel) und sein Produkt auch von Qualitätsmanagern empfohlen wird (Autorität).

Es gibt außerdem die Möglichkeit, ein kostenloses Erstgespräch zu vereinbaren, wodurch ganz im Sinne des Prinzips der Reziprozität kostenloser Mehrwert für den Interessenten geschaffen wird. Der Hinweis, dass die Software nur noch wenige Tage zum Vorteilspreis verfügbar ist, vermittelt ein Gefühl von Knappheit und entspricht dem gleichnamigen Prinzip.

Wurde nun das Interesse des potenziellen Kunden geweckt, hat er möglicherweise auf den „Mehr erfahren”-Button geklickt. Im nächsten Schritt öffnet sich neben der Infobox ein weiteres Textfenster, mit der Aufforderung, einen kostenlosen Testaccount einzurichten, um die Software auszuprobieren (Konsistenz).

Schließlich erfährt der Leser, dass die Firma jährlich zum Weihnachtsfest Spenden für das Kinderhilfswerk sammelt, was den Anbieter für sie zum Sympathieträger werden lässt.

Die Tatsache, dass im Testimonial-Bereich der Landingpage ausschließlich positive Erfahrungen anderer Kunden präsentiert werden, lässt darauf schließen, dass neben der oben genannten Prinzipien auch das Prinzip der sozialen Bewährtheit zur Geltung kommt.

Cognitive Bias

Ein Nebeneffekt von mentalen Abkürzungen, der ebenfalls im Online-Marketing gerne genutzt wird, sind sogenannte Verzerrungen der Wahrnehmung (Cognitive Bias). Für das Online-Marketing sind insbesondere „Bestätigungsfehler” (Confirmation Bias) wichtig. Die Besonderheit dieser Art der Wahrnehmungsverzerrung besteht darin, dass Menschen dazu tendieren, nur solchen Informationen zu folgen, welche die eigenen Überzeugungen bestätigen. Wie alle Arten von mentalen Abkürzungen, haben auch Bestätigungsfehler den Vorteil, dass sie den Weg des Interessenten hin zu einer schnelleren und einfacheren Entscheidungsfindung ebnen.

Um diese Besonderheiten der Wahrnehmung gezielt einsetzen zu können, muss man zunächst einmal ein grundsätzliches Verständnis für die Überzeugungen des potenziellen Kunden entwickeln. Dazu lohnt es sich, eine oder auch mehrere  Personas, also fiktive Profile typischer Kunden, zu erstellen.                                                Mit ihrer Hilfe lassen sich übrigens auch Probleme und Wege, diese Probleme (mithilfe eines Produktes oder einer Dienstleistung) zu beheben, analysieren und – darauf basierend – ganze Online-Marketing-Strategien entwickeln.

Daneben gibt es noch ein weiteres psychologisches Phänomen der Wahrnehmung, der ebenfalls der Kategorie der Wahrnehmungsverzerrungen zuzuordnen ist: den Primacy-Recency-Effekt. Die Bezeichnung des Effekts bezieht auf die Tatsache, dass wir uns besser an Informationen erinnern, welche zuerst oder ganz am Ende (z.B. in einem Vortrag, Video oder Text) aufnehmen, als an Informationen, die zwischen diesen beiden Abschnitten eingehen.

In Werbetexten oder Blogbeiträgen werden daher besonders wichtige Informationen und Begriffe gleich im ersten Textabsatz erwähnt. Am Ende folgt oft eine Zusammenfassung oder ein Fazit, oft verbunden mit einem Call-to-Action.

Für eine gut aufgestellte Marketingstrategie ist es natürlich sinnvoll, möglichst viele dieser psychologischen Modelle und Prinzipien zu verwenden, da das oftmals vorhandene Potenzial nicht ganz ausgeschöpft wird. Insofern bieten die                                                               hier vorgestellten Erkenntnisse eine gute Grundlage, nicht nur auf das Suchverhalten von Nutzern noch besser einzugehen, sondern sie auch je nach Bedarf bestmöglich zu unterstützen.

Über den Autor:

Christian Eichhorn ist Gründer von SEO Monkey, einer SEO Agentur aus Köln. Er ist studierter Psychologe, SEO-Nerd und berät Unternehmen mit Expertise und Engagement darin, ihren Umsatz durch bessere Google-Platzierungen zu steigern. Dabei kommen neben Best Practices auch wissenschaftlich erwiesene Prinzipien der Psychologie zur Geltung. Sein thematischer Fokus liegt auf der Keyword-Planung, Content-Optimierung und der Erstellung ganzheitlicher SEO Strategien.

Quellen:

Chaiken, S., & Trope, Y. (2000). Dual-process theories in social psychology. Guilford Press.

Cialdini, R. (2001). Principles of persuasion. Arizona State University, eBrand Media Publication.

Gigerenzer, G. (1991). How to make cognitive illusions disappear: Beyond “heuristics and biases”. European review of social psychology, 2(1), 83-115.

Glenberg, A. M., Bradley, M. M., Kraus, T. A., & Renzaglia, G. J. (1983). Studies of the long-term recency effect: Support for a contextually guided retrieval hypothesis. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 9(2), 231.

Deese, J., & Kaufman, R. A. (1957). Serial effects in recall of unorganized and sequentially organized verbal material. Journal of experimental psychology, 54(3), 180

 

Bildquellen

  • Autor-Christian-Eichhorn: SEO Monkey
  • pexels-george-morina-4960323: Foto von George Morina von Pexels

Keinen Konflikt ungenutzt lassen

Wenn man Unternehmer ist, weiß man, dass Konflikte an der Tagesordnung stehen. Wenn man es überspitzt formulieren möchte, könnte man sogar zum Schluss kommen, dass Konfliktmanagement die eigentliche Aufgabe eines Unternehmens ist. Je besser Konflikte für die eigene Entwicklung genutzt werden, desto größeren Erfolg wird auch das Unternehmen haben. Umgekehrt gilt das Gleiche.

In diesem Artikel werden die wichtigsten Faktoren beleuchtet, die ein Unternehmen dazu in die Lage versetzen, die eigenen Konflikte produktiv zu gestalten.

Wie sehen die Unternehmenswerte aus?

Die entscheidende Frage, die sich jeder Unternehmer stellen muss, ist, wie die jeweiligen Unternehmensziele erreicht werden sollen. Vor allem im Bereich der Kommunikation und der Werte, die nach außen und nach innen transportiert und gelebt werden sollen. Wie möchte man als Unternehmer und als Unternehmen von Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Lieferanten, der Konkurrenz und der Zielgruppen wahrgenommen werden? Dies ist die wohl alles entscheidende Frage, da sie den Rahmen für den Umgang mit Konflikten und Widersprüchen innerhalb des Unternehmens entscheidet. Konflikten ausweichen zu wollen und möglichst ohne Gegenwind Richtung Erfolg zu segeln, ist ausgeschlossen, und dies liegt in der Natur der Sache. Sobald ein Unternehmen den Markt „betritt“, müssen unterschiedliche Meinungen, Interessen, Absichten und Bedürfnisse in Einklang gebracht werden. Mitarbeiter haben andere Interessen als Unternehmer. Lieferanten haben andere Interessen als das Unternehmen, usw. Diese widersprechen sich teilweise sogar vollkommen: Der Lieferant möchte einen möglichst hohen Preis für seine Ware, der Unternehmer möglichst wenig dafür bezahlen.

Konflikte sind unvermeidlich – und das ist gut so

Dass hier unterschiedliche Sichtweisen aufeinanderprallen, ist also unvermeidlich. Was jedoch bestimmt werden kann, ist der Umgang mit dieser unumstößlichen und unausweichlichen Wahrheit. Wer Konflikte als unumgänglich, ja sogar als notwendig für die unternehmerische Weiterentwicklung sieht, wird zu anderen Ergebnissen kommen als Unternehmen, die versuchen, Konflikte möglichst früh im Keim zu ersticken. Missstände unter den Teppich zu kehren, führt keineswegs dazu, dass sich Probleme in Luft auflösen – im Gegenteil, meist steigt das Konfliktpotenzial an und kann nicht mehr einem produktiven Zweck zugeführt werden.

Wie man mit Konflikten umgeht, hängt also von der Unternehmens- und Kommunikationskultur ab, aber auch davon, welche Potenziale man Konflikten und Widersprüchen zuschreibt. Letzten Endes ist ein Konflikt nichts anderes als Energie, die genutzt werden will. Konflikte von Mitarbeitern können, bei entsprechender Wertschätzung und professionellem Umgang, tatsächlich dazu führen, dass Missstände beseitigt werden und sich das Unternehmen weiterentwickelt.

Konflikte werden nie gemeistert

Konflikte zu meistern, ist also gar nicht möglich, da sie immer vorhanden sind. Man kann die Energie, welche in Konflikten liegt, nutzen für die Weiterentwicklung der unternehmerischen Strukturen und Prozesse. Dies geht nur, wenn die Kommunikationskultur im Unternehmen dafür ausgerichtet ist und der Chancenblick solcher Auseinandersetzungen eingenommen wird. Es ist außerdem ein Irrglaube, dass man als Unternehmer allein mit all diesen Herausforderungen fertig werden muss. Man kann sich jederzeit Hilfe von außen, in Form von externen Beratern, Mediatoren, Kommunikationstrainern oder anderen Unternehmern und Experten holen, die einem dabei helfen, die vorhandene Energie für sich zu nutzen. Gelingt dies, so werden die nächstfolgenden Konflikte auf einer anderen, höheren Ebene stattfinden, die wiederum weiteres Wachstumspotenzial für das Unternehmen bedeuten kann.

Von anderen lernen

Eine Inspirationshilfe, wie man mit auftretenden Konflikten umgehen kann, liefern andere Branchen. Mit einer besonderen Perspektive auf die Dinge, kann man sehr viel fürs eigene Unternehmen lernen. Beispielsweise eignen sich Gastronomiebetriebe, die viele Mitarbeiter beschäftigen, wo das Kundenfeedback enorm schnell und direkt erfolgt und eine funktionierende Logistik oftmals herausfordernd ist, sehr gut, um diese Erkenntnisse aufs eigene Unternehmen zu übertragen. Hinzu kommt, dass oftmals viel Stress, vor allem in Stoßzeiten, herrscht und Entscheidungen teilweise innerhalb von Sekunden getroffen werden müssen. Gleichzeitig ist es ideal, wenn in einem Gastronomiebetrieb der Teamgedanke hochgehalten wird, um das gemeinsame Unternehmensziel, so es eines gibt, auch zu erreichen. Kommunikationswege, die kurz und effektiv sein sollten, um den Laden „am Laufen“ zu halten, sind ein Muss. Hier gibt es sehr viele Elemente, die auch für andere Unternehmen, aus völlig anderen Branchen, nützlich sein können. Wer hier genügend Abstraktionsfähigkeit an den Tag legt, wird in allen Bereichen Mechanismen entdecken, die einem von Nutzen sein können.

Konflikte können weiterbringen oder schaden

Es ist wahrlich nur eine Frage der Perspektive und der eigenen Reaktion auf Herausforderungen. Die Kommunikationskultur im Unternehmen sollte so ausgelegt sein, dass anschwellende Konflikte sehr schnell sichtbar werden, sodass sie produktiv genützt werden können. Es gibt beinahe nichts Schädlicheres als Konflikte und Widersprüche, die subtil vorherrschen und nicht für die eigene und die unternehmerische Weiterentwicklung genutzt werden können. Diese können im schlimmsten Fall dazu beitragen, dass das Unternehmen sich in immer mehr Konflikten verheddert und nicht mehr handlungsfähig ist.

Nikos Wolters kann auf über 24 Jahre Unternehmertum in der Gastronomie zurückblicken und zeichnet sich derzeit für den Vertrieb der Conty Luxury Tiny Houses verantwortlich. Für das Unternehmern stellt er sein außerordentliches Gespür für Marktpositionierung zur Verfügung.

Bildquellen

  • pexels-andrea-piacquadio-3760093: Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

Trotz Lockerungen: Wunsch und Wirklichkeit im unabhängigen Einzelhandel

Eine von der Online-Großhandelsplattform Orderchamp Anfang März 2022 durchgeführte, repräsentative Umfrage zeigt, dass unabhängige Einzelhändler:innen in Deutschland trotz der Aussicht auf gelockerte Covid-Maßnahmen mit gemischten Gefühlen in die Zukunft blicken. Dabei trifft die Hoffnung auf eine Verbesserung der Umsatzentwicklung auf ein neues Bewusstsein, dass datengestützter, flexibler Einkauf von Trendprodukten das Sortiment optimieren und damit das Geschäft sicherer aufstellen kann.

Neben den bekannten großen Einzelhandelsketten im Drogerie-, Lebensmittel- und Bekleidungsgeschäft, gibt es in Deutschland fast 200.000 individuelle, unabhängige Einzelhandelsunternehmen in Form von Conceptstores und kleinen Boutiquen, die während der Covid19-Pandemie meist auf sich allein gestellt waren. Genau auf diese Unternehmen hat Orderchamp in einer aktuellen Umfrage fokussiert. Die Hälfte der 273 befragten Einzelhändler:innen aus Deutschland bestätigen, dass die Covid-19 Maßnahmen der vergangenen zwei Jahre starke bis sehr starke Auswirkungen auf ihr Unternehmen hatten. Nur 9% der Befragten gab an, gar keine Auswirkungen zu verzeichnen. Zuversichtlich zeigte sich über ein Drittel der Befragten, verbunden mit der Hoffnung, dass mit der Aufhebung der Covid-19 Maßnahmen mehr Menschen zum Einkaufen in die Conceptstores und Boutiquen zurückkehren werden. Fast 44% der unabhängigen Einzelhändler:innen in Deutschland haben sogar große bis sehr große Erwartungen in eine Umsatzsteigerung, wenn die Covid-19-Maßnahmen aufgehoben werden. Gleichzeitig zeigten sich von den befragten Einzelhändler:innen allerdings auch 43% nur mittelmäßig zuversichtlich, dass das Geschäft wieder anläuft.

Anja Esstrada Pox, Inhaberin des Berliner Conceptstores Milchwiese, erklärt sich das so: “Covid war für den Einzelhandel ja nur ein Katalysator für Veränderungen, die schon längst durch Online-Shopping ins Rollen gekommen waren. Wer die Trends ignoriert, wird es mit oder ohne Lockerungen der Covid19-Maßnahmen schwer haben, erfolgreich zu sein. Der digitale Wandel macht auch vor einem mit Herzblut aufgebauten Conceptstore keinen Halt.”

Schaut man auf die Zahlen, ist sich die große Mehrheit (90%) der Einzelhändler:innen in Deutschland einig, dass ein einzigartiges und gut sortiertes Sortiment eher wichtig oder extrem wichtig für den Geschäftserfolg ist. Während der Covid-19 Pandemie wurde genau dieser Schlüsselfaktor, neben andauernden Lieferkettenproblemen, allerdings zu einer der größten Herausforderungen. Wie können neue Trends identifiziert werden und wie kann bestellt werden, wenn die gewohnten, alljährlich stattfindenden Ordermessen aufgrund von Covid-19 wegfallen?

Die Lösung sind Online-Großhandelsplattformen wie Orderchamp, die den Wareneinkauf leicht und flexibel gestalten. Laut den Ergebnissen der Umfrage, denken mehr als 3/4 der befragten Einzelhändler:innen, dass es für den Erfolg des Unternehmens wichtig ist, jederzeit flexibel neue Produkte für das Sortiment bestellen zu können. Dass Daten zum Erfolgsfaktor für den unabhängigen Einzelhandel werden, bestätigt mehr als die Hälfte (52%) der befragten unabhängigen Einzelhändler:innen. Sie sind überzeugt, dass datengestützte Empfehlungen ihnen dabei helfen könnten, ein besseres Sortiment zusammenzustellen. Nur 14% der Befragten glauben, dass Daten weniger oder überhaupt nicht wichtig sind. Doch das es datenbasierte Lösungen in Form von Trendempfehlungen bereits integriert in den Online-Großhandelsplattformen gibt, scheint manchen Einzelhändler:innen noch gar nicht bewusst zu sein.

Maximilian Gassner, Deutschlandchef von Orderchamp, sagt: “Wir haben einen einzigartigen Onlinemarktplatz auf die Beine gestellt, der den Wareneinkauf für Einzelhändler:innen dank personalisierter Vorschläge zu Trendprodukten deutlich vereinfacht. Entsprechend des Profils des Ladens, das sich unter anderem aus den Registrierungsdaten und der Bestellhistorie ergibt und kontinuierlich verfeinert, können wir ganz gezielte Empfehlungen geben, um das Sortiment zu optimieren. Diese datenbasierten Lösungen, die im Hintergrund ablaufen, entwickeln wir ständig weiter. So profitieren Einzelhändler:innen aller Couleur, sei es ein kleiner Geschenkeladen mit Schreibwaren oder ein exklusiver Conceptstore.”

Bildquellen

  • Covid19-Situation für Einzelhändler in Deutschland: Orderchamp

Ethik Society zeichnet Thomas Pförtner aus

Der Münchner Projekt- und Interim Manager Thomas Pförtner wurde jüngst für seine ethische Unternehmensausrichtung und die Prinzipien ehrbaren Kaufmannstums ausgezeichnet und in die Ethik Society aufgenommen. Der IT-Profi darf sich künftig als „Member der Ethik Society“ ausweisen und gehört somit zum Kreis derer, die sich im Rahmen der Ethik Society politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich und persönlich mit den Themen Integrität, Ethik und nachhaltiges Wirtschaften beschäftigen.

Neben dem Wissenstransfer und Austausch mit den anderen Akteuren in der Ethik Society, die sich ebenfalls ethischen Business-Grundsätzen verpflichtet fühlen, möchte Thomas Pförtner so auch zu einer politischen und gesellschaftlichen Debatte rund um dieses wichtige Thema beitragen und sowohl regional als auch national mit dafür sorgen, dass ethische Grundsätze im Business, insbesondere in der Telekommunikations- und IT-Branche, mehr Gewicht bekommen.

„Digitalisierung und Business Development haben sehr viel mit persönlicher Verantwortung und Integrität zu tun. Kundenbeziehungen, Mitarbeiterbeziehungen und technische Prozesse verschwimmen immer mehr und bilden Schnittstellen. Diese sozial, ethisch, nachhaltig, technikfolgenabschätzend und verantwortungsbewusst mit Leben zu füllen, ist die Aufgabe jedes modernen Managers“, erklärt Thomas Pförtner. Deswegen wirke er gerne und mit Stolz in der Ethik Society mit. In Sachen Integrität und Ethik wolle er Vorreiter sein und anderen ein Beispiel geben.

„Wir freuen uns, dass wir den erfahrenen Projektmanager Thomas Pförtner als wegweisende Persönlichkeit als Member der Ethik Society haben gewinnen und auszeichnen können“, erklärt Jürgen Linsenmaier, Initiator der Ethik Society. Mit ihm habe die Gemeinschaft einen wichtigen Partner gewonnen, der glaubhaft für Ethik einstehe und der mit seinem Ansatz in der Welt des Projektmanagements in der Telekommunikations- und IT-Branche viel für die Ethik Society, ethisches Wirtschaften und Denken im Allgemeinen sowie die Entwicklung allgemeiner ethischer Grundsätze im Besonderen bewirken könne.

„Das Thema Ethik ist in vielen Chefetagen, Unternehmerköpfen und gesellschaftlichen Gruppierungen angekommen“, sagt Jürgen Linsenmaier, der als Vortragsredner und Nachhaltigkeitsexperte Unternehmen rund um die Themen Reputation und Nachhaltigkeit berät und begleitet. Er ist der Ideengeber für die Ethik Society, mit der er „eine lebendige Plattform des Austauschs und der Begegnung“ geschaffen hat.

„Ethisches Handeln in Unternehmen ist eine ganzheitliche Aufgabe. Es geht um weit mehr als um Marketing und definierte Werte. Ethik zeigt sich auch und vor allem im schonenden Umgang mit Ressourcen, in der Führung von Mitarbeitern, in der Qualität der Produkte und der Lieferkette sowie in der eigentlichen Leistungserbringung“, verdeutlicht der mehrfache Buchautor Linsenmaier. Ethik betreffe alle Bereiche eines Unternehmens und könne nicht verordnet werden. Ethik müsse gelebt werden. Um das zu erreichen, biete die Ethik Society praktische Unterstützung.

Wer sich für die Ethik Society interessiert, findet weitere Informationen unter https://wirtschaft-und-ethik.com. Mehr über den Projekt- und Interim Manager Thomas Pförtner gibt es unter https://pfoertner-net.de/.

ReqPOOL erwartet exponentielles Wachstum

ReqPOOL ist die führende Managementberatung für Software und digitale Transformation im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen rechnet in den kommenden acht bis zehn Jahren mit einem exponentiellen Wachstum beim technologischen Fortschritt und der Notwendigkeit von Unternehmen, sich dieser Entwicklung anzupassen. „Demzufolge rechnen auch wir als führende strategische und operativ tätige Beratung rund um Software und Digitalisierung bei uns selbst mit einem exponentiellen Wachstum“, erklärt ReqPOOL-CEO Florian Schnitzhofer. Um dieses Wachstum zu managen und zu gestalten, hat sich ReqPOOL personell und strategisch neu aufgestellt.

„Was exponentielles Wachstum bedeutet, hat wohl jeder in der Pandemie mitbekommen. Im Moment scheint die digitale Transformation noch tendenziell beherrschbar. Aber mit jedem Jahr, das verstreicht, werden die Chancen, dem Wandel noch Herr zu werden, geringer. Das wird insbesondere am Arbeitsmarkt ersichtlich, wo der War-for-digital-Talent längst im Gange ist. Die notwendigen Investitionen für die Transformation steigen immer weiter“, so der Gründer und CEO der ReqPOOL Gruppe. Die Wirtschaft werde in den kommenden Jahren eine technologische Revolution erleben, die ganze Branchen, Märkte und Lieferketten auf den Kopf stellen werde. Begleitet und verstärkt wird diese Entwicklung durch Megatrends wie Dekarbonisierung, digitale Verwaltung, künstliche Intelligenz, lernende Algorithmen sowie die komplexer werdende Globalisierung.

Um das eigene Wachstum auch im Sinne der Beratungsqualität für Konzerne und mittelständische Unternehmen zu steuern, hat sich ReqPOOL personell verstärkt und neu organisiert. So wurde für die ReqPOOL Gruppe, der mehrere Beratungs- und IT-Unternehmen angehören, ein neues Board gebildet. Dieses besteht aus Florian Schnitzhofer (CEO), Achim Röhe (COO) und Andreas Röbl (CFO).

Zudem soll das Wachstum stärker auf Kernbranchen und Kernkompetenzen konzentriert werden, die besonders stark vom technologisch-digitalen Wandel betroffen sein werden. Für vier dieser von ReqPOOL identifizierten Branchen wird es zukünftig jeweils einen eigenen Geschäftsführer geben, der die jeweiligen Beratungsteams betreut und weiter aufbaut. So sind Patrick Pils, Jakob Strasser, Peter Schnitzhofer und Andreas Viehhauser in die Geschäftsführung des Unternehmens aufgestiegen.

Patrick Pils verantwortet ab sofort den Bereich öffentlicher Organisationen und öffentlicher Verwaltungen. Hierzu zählen neben staatlichen und kommunalen Institutionen auch Unternehmen des öffentlichen Verkehrs, das Gesundheitswesen und der Infrastruktur sowie große Verbände und Interessenvertretungen. Auch der Bereich Healthcare sowie Kompetenz-Center rund um Automatisierung werden hier integriert.

Jakob Strasser zeichnet für den Finanzsektor verantwortlich. Hierzu zählen Banken und Versicherungen genauso wie innovative Fintechs und digitale Finanzdienstleistungen. Sein operativer Schwerpunkt liegt in Deutschland.

Peter Schnitzhofer ist Mitgründer von ReqPOOL und betreut Mandate aus der Industrie, börsennotierter Konzerne und innovative Mittelständler rund um die Themen Produktion und Fertigung. Auch das Kompetenz-Center „ERP-System-Transformation“ fällt unter seine Ägide.

Mit Andreas Viehhauser ist ein weiterer Digitalisierungs-Experte in die Geschäftsführung aufgestiegen. Er leitet Teams in den Segmenten Energiewirtschaft, Versorgung und öffentliche Netze sowie Pharma und Chemie. Das Kompetenz-Center „Daten, Architektur und lernende Algorithmen“ ist ebenso in seinem Bereich angesiedelt. Im Finanzsektor in Österreich unterstützt er Jakob Strasser im operativen Team-Aufbau.

„Mit diesem Personaltableau sind wir für die strategischen Wachstumsmärkte und die kommende Entwicklung bestens gerüstet“, erklärt CEO Florian Schnitzhofer. Alle neuen Geschäftsführer seien ausgewiesene Experten und Kenner der jeweiligen Märkte, mit herausragenden Kompetenzen und Lebensläufen. „Mit diesem Team können und werden wir unser einmaliges Wachstum fortsetzen und gestalten.“

ReqPOOL hat Standorte in Linz, Salzburg, Graz und Wien sowie in Berlin, Köln und Amsterdam. ReqPOOL-Teams sind im gesamten deutschsprachigen Raum tätig. Das Unternehmen hat derzeit rund 120 Berater, wächst aber rasant. Das radikale Wachstum hat eine Neuausrichtung der Teams und Strukturen notwendig gemacht. In Zukunft wird ein Teil des Wachstums auch durch eigene Geschäftsbereiche bei der Software-Produktentwicklung und dem Software-Betrieb generiert werden.

Weitere Informationen über die ReqPOOL Gruppe, die Themen Software, Digitalisierung und Transformation gibt es unter https://www.reqpool.com/.

 

Bildquellen

CAPITAL kürt gemeinsam mit Statista Deutschlands innovativste Unternehmen

0

Unternehmen aus der Branche „Internet, Medien und Kommunikation“ gelten unter Experten als besonders innovationsfreudig – das zeigt die von CAPITAL (Ausgabe 3/2022, EVT 17. Februar) gemeinsam mit dem Datenanalyse-Haus Statista durchgeführte Studie der innovativsten Unternehmen in Deutschland. 51 der insgesamt 470 ausgezeichneten Firmen lassen sich dieser Branche zuordnen. Technologie- und Telekommunikations-Unternehmen machen mit 43 Nennungen die zweitstärkste Gruppe aus. Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister stellen die drittgrößte Fraktion mit 40 Unternehmen.

125 Kandidaten erzielten bei der Untersuchung Ergebnisse im oberen Viertel der Vorauswahl und kamen somit auf die Höchstbewertung von fünf Sternen, 345 erzielten Werte im zweitobersten Viertel und erhielten vier Sterne.

Die Auswertung, die zum dritten Mal in CAPITAL veröffentlicht wird, erfolgte erneut für 20 Branchen und Industriebereiche von der Autoindustrie über den Chemiesektor bis hin zu Energie und Umwelt. Befragt wurden knapp 3600 Innovationsfachleute, die Unternehmen ihrer Branchen bewerten sollten.

Die Teilnehmer wurden zunächst gebeten, Unternehmen zu empfehlen, die sie in ihrer Branche für besonders innovativ halten. Zusätzlich konnten sie im Anschluss anhand einer Liste ausgezeichneter Unternehmen aus 40 Innovationswettbewerben der vergangenen drei Jahre ihre Auswahl ergänzen. Die Befragten wurden um ihre Einschätzung gebeten, in welchem der folgenden Bereiche die von ihnen empfohlenen Unternehmen besonders zukunftsweisend sind: Produkte und Dienstleistungen, Prozesse sowie Kultur- und Sozialinnovationen. Zuletzt sollten die Teilnehmer angeben, wie sehr neun vorgegebene Empfehlungsgründe für die jeweiligen Unternehmen zutreffen, etwa „liefert regelmäßig innovative Produkte“ oder „hat innovationsfördernde Geschäftsprozesse installiert“.

Die Teilergebnisse flossen mit unterschiedlichen Gewichten ins Gesamtergebnis ein: die Anzahl der Empfehlungen mit 60 Prozent, die Bewertung der drei Innovationsbereiche mit 30 Prozent und die Bewertung der Empfehlungsgründe mit zehn Prozent. Die Teilergebnisse wurden in ein Fünf-Sterne-Schema übertragen: Werte im zweiten Quartil entsprechen drei Sternen, Werte im dritten Quartil vier, alle darüberliegenden fünf Sternen. Das Gesamtergebnis setzt sich aus den gewichteten Teilergebnissen zusammen. Aus einer Auswahl von 2061 Kandidaten kamen 470 Unternehmen in diesem Jahr bei der Auswertung auf vier oder fünf Sterne.

Eine Übersicht der Ergebnisse ist unter capital.de/innovativste-unternehmen zu finden

Bildquellen