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„Viele Unternehmen digitalisieren Unsinn“

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Die Zukunft wird digital sein. Immer mehr Prozesse werden IT-gestützt oder von Software und KI gesteuert ablaufen – in nahezu allen Branchen. Davon ist der IT-Experte Oliver Meinecke durchaus überzeugt. Allerdings: Es fehle den meisten Unternehmen an den Grundlagen, an Struktur und Logik im Vorgehen. „Da wird gerade viel Unsinn digitalisiert.“ Zudem würden Chancen über- und Gefahren unterschätzt.

Grundlage jedes Digitalisierungsvorhabens sind die Daten. Die aber seien in den meisten Unternehmen eine Katastrophe. Hier müsse zunächst aufgeräumt werden. Dabei sei Reduktion unnötiger Daten der Beginn des Prozesses. Die verbleibenden Daten müssten dann sowohl semantisch als auch syntaktisch aufbereitet und in ein valides System gebracht werden. „Da viele Unternehmen über Jahrzehnte hinweg Datenmüll gesammelt haben, wird das eine große Herausforderung sein. Dieser muss man sich stellen. Ohne brauchbare Daten, keine vernünftigen digitalen Prozesse“, so Meinecke.

Auch bei den unternehmensinternen Prozessen bestehe Nachholbedarf in Sachen Reduktion und Ordnung. „Viele Prozesse sind überaltert, unnötig oder ineffektiv“, ist der IT-Profi überzeugt, der einen Schwerpunkt im Bereich der IT-Effizienz hat. Diese Prozesse würden dann in Einsen und Nullen abgebildet und in die neue digitale Welt übertragen. Es habe aber keinen Sinn, unnötige und letztlich kontraproduktive Prozesse zu digitalisieren. „Auch hier muss zunächst aufgeräumt und optimiert werden“, mahnt Meinecke. „Wer seine Prozesse nicht prüft, optimiert, reduziert und effektiviert, sollte mit Digitalisierung erst gar nicht anfangen. Zunächst müssen die Abläufe stimmen und durchdacht sein. Erst dann hat es Sinn, sie digital abzubilden“, lautet sein klarer Appell.

Ebenso brauche es eine betriebswirtschaftliche Analyse. „Produkte und Serviceleistungen, die ihren Lebenszyklus bald überschritten haben, brauchen nicht mehr unbedingt ein digitales Update.“ Ohne vorheriges Downsizing in allem, ohne Klarheit darüber, was die nächsten Jahre überleben werde und was überhaupt eine Zukunft habe, müsse jede Digitalisierungsstrategie scheitern. „Digitalisieren ist aufwendig und kostet Geld. Deswegen hat es nur Sinn, die Prozesse und Services zu digitalisieren, die auch langfristig ertragreich sind und eine nachvollziehbare Verbesserung bringen. Was nicht performt, muss abgeschafft werden und gehört nicht digitalisiert. Die Dinge werden nicht besser, nur weil sie digital werden. Was nichts taugt, muss entsorgt werden, und zwar vor, nicht während eines Digitalisierungsprozesses“, so Meinecke.

„Die Cloud-Gläubigkeit ist ebenso eine Gefahr“, auch davon ist Meinecke überzeugt. „Viele denken, wenn sie Daten und Prozesse in der Cloud hinterlegen, erhöht sich die Sicherheit und Verantwortung kann abgeben werden.“ Das aber stimme oft nicht. Die Cloud berge auch Gefahren, die nicht zu unterschätzen seien. Vielmehr müsse Daten- und Systemautonomie angestrebt werden, um Prozesse besser individuell steuern zu können. Daten und technische Prozesse abzugeben, sei immer auch ein Risiko. „Zu jeder Digitalisierungsstrategie muss es eine Resilienz- und Risikoanalyse geben. Es gibt viele Prozesse, die nicht in die Cloud gehören und die nicht von Providern erledigt werden sollten“, meint der IT-Profi. Häufig werde falschen Versprechen geglaubt, die dazu führten, dass Chancen maximal überschätzt und schöngerechnet werden, Risiken aber unterschätzt und kleingerechnet. „Nicht jeder Trend ist sinnvoll, schon gar nicht für jeden.“

Meinecke ruft dazu auf, sich zu besinnen, zu reduzieren und zu optimieren bevor man digitalisiert. „Shit in, shit out“, lautet ein bekannter Satz aus dem Projektmanagement. Dieser gelte umso mehr bei technologischen Umbrüchen, wie sie aktuell in nahezu allen Unternehmen ablaufen. Nur wer analog aufräumt, kann auch digital erfolgreich werden. Alles andere verbrenne nur Geld und andere wertvolle Ressourcen. Es brauche, so Meinecke, ein Bewusstsein für eine sinnvolle Digitalisierung. Was es nicht brauche, sei Naivität und Begeisterung für alles, was schön klingt, aber in der Praxis noch keine Erfolge gezeigt hat.

Weitere Informationen zu den Themen Digitalisierung, IT-Effizienz und IT-Projektmanagement gibt es unter www.sowacon.de.

Welche Chancen die Finanzkrise mit sich bringt

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Wir befinden uns in einer Zeit, die von negativen Nachrichten geprägt ist. Allgemein neigen die Menschen in einer solchen Phase dazu, eine abwartende Haltung einzunehmen. Warum aber gerade die Krise jede Menge positives Potential haben kann, erklärt Alexander Lang. Der Immobilieninvestor hat seine Leidenschaft für das Immobilienbusiness vor fünf Jahren entdeckt und ist seitdem in der Branche aktiv – mit Erfolg.

Der Immobilienmarkt ist in Bewegung: Seit Jahresbeginn haben sich die Finanzierungskosten stark erhöht. Deshalb gibt es Liquiditätsprobleme, die zu einer Art Bereinigung unter Maklern und Investoren führen. Doch wer genau hinsieht, erkennt dort die Chance. Ein Rückzug ist nicht gleichzusetzen mit einer allgemeinen Kapitulation, meint Alexander Lang; dafür gibt es zu viele Arten von Immobilien. Genau da setzt der Experte mit seiner Strategie an und sagt, dass ein Investment in Immobilien auch in der jetzigen Zeit durchaus lohnenswert ist.

„Sparen ist nichts weiter als eine Vermögenssicherung, die im Augenblick durch die Inflation verhältnismäßig kostspielig ist“, weiß der Unternehmer. „Inflation bedeutet, dass Geld auf dem Sparkonto automatisch an Wert verliert. Der Gegenwert, der sich für den Betrag auf dem Konto erwerben lässt, sinkt. Bei Immobilien allerdings bleibt dieser Wert beständig oder steigt sogar noch, indem ein Objekt zum Beispiel durch Modernisierung oder Renovierung aufgewertet wird.“ Wer sich mit dem Markt beschäftigt, wird schnell feststellen, dass es jede Menge Nischen und Möglichkeiten gibt, sinnvoll zu investieren. „Die Angst, zu teuer einzukaufen, bremst – dabei ist das der Hebel, der umgelegt werden muss. Ohne Angst zu investieren kann genau den notwendigen Vorsprung bieten, der für lukrative Geschäfte benötigt wird.“

Die Zeit nutzen, um Erfahrungen am Markt zu sammeln

Die Lage hat sich von einem Markt, in dem der Verkäufer Spielregeln und Preise diktiert, wieder in Richtung des Käufers verschoben. Das können Investoren sich zu Nutze machen. „Objektiv gesehen ist es so: Wir haben wieder Wohnungen auf dem Markt, weil die Immobilienkäufe zurückgehen. Das bedeutet gleichzeitig, dass es weniger Konkurrenz gibt, was das Zeitfenster vergrößert, um Objekte in Ruhe durchzukalkulieren. Früher bedeuteten die ein bis zwei Wochen, die eine solche ruhige Herangehensweise kostete, schon das Aus. Dieser Zeitfaktor führt auch dazu, dass Investoren sich ganz in Ruhe einen Wissensvorsprung aneignen können. Sie können Objekte besichtigen, Angebote abgeben, Vergleiche ziehen und sich durch diese intensive Markterfahrung selbst trainieren.“ Wer investieren möchte, sollte sich darauf konzentrieren, Antworten zu finden. Alexander Lang erklärt, was er damit meint: „Wenn jemand mit offenen Augen durch die Welt geht, wird er schnell feststellen, dass es immer auch eine Kehrseite der Medaille gibt. Nicht umsonst gibt es den Ausspruch ‚in Krisen wird Vermögen aufgebaut‘. Mit ein wenig Zeit und Energie kann im richtigen Umfeld in kurzer Zeit ein stattliches finanzielles Polster entstehen“, ist der Unternehmer sicher.

Krise = Krise und Chance

In China stehen philosophische Weisheiten im Zentrum vieler Handlungen. So setzt sich das Wort Krise gleichzeitig aus zwei Symbolen zusammen: Krise und Chance. Sich solche einfachen Dinge immer wieder aufzuzeigen, ist ein Weg hin zum positiven Denken, meint Lang. „Das ist wie der Blick in den Spiegel: Ich kann mein Spiegel-Ich morgens mürrisch waschen oder mir selbst ein Lächeln schenken. Oder, ein anderes Beispiel: Wenn ich ein ganz bestimmtes Automodell kaufen möchte, sehe ich dieses ständig auf der Straße. Das ist mein eigener Kontrollbereich; wenn ich auf Chancen achte, sehe ich sie auch. Es gilt, immer wieder zu hinterfragen: Was ist gut an dieser Entwicklung, dieser Neuigkeit?“

Im Immobiliengeschäft ist Fingerspitzengefühl gefragt. Investoren können kaufen, renovieren und wieder verkaufen. Gute Verhandlungen und günstige Konditionen beim Kauf, eine gut durchdachte Modernisierung und ein attraktives Verkaufskonzept – diese Kombination ist ein passender Schlüssel zum Erfolg. Natürlich ist es nicht unerheblich, wie viel Eigenkapital als Basis vorhanden ist: Je mehr Eigenkapital, umso weniger fallen die Zinsen beim Kaufen ins Gewicht. Hinzu kommen ein gutes Netzwerk und Wissen, das sich durch eine aufmerksame Beobachtung des Markts – und letztlich auch des Weltgeschehens – ergibt. Damit verschafft sich jeder Investor ein Gesamtfeeling und kann sicher agieren.

Zur Person

Alex Lang ist mit knapp 20.000 Euro Eigenkapital gestartet. Das Buch „Reicher als die Geissens“ hat ihn auf seinen Weg gebracht. Mit kleinen Schritten ist er zu seinem heutigen Besitz von mehr als 30 Immobilien im Privatbestand, darunter drei Mehrfamilienhäuser und mehrere Wohnungen, gelangt. Der Weg dahin war nicht immer einfach, doch Gegenwind hat Alex Lang eher gestärkt. Deshalb ist er inzwischen als Unternehmer, Coach und Mentor tätig und gibt sein Wissen gerne weiter.

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  • Alexander Lang: Alexander Lang

Die Digitalisierung ist erst der Anfang

Die Sprach-Software GPT-3 scheint eine Revolution in Sachen Künstliche Intelligenz (KI) zu sein. Das zumindest lässt der aktuelle Hype um die neue Anwendung vermuten. Doch in Wahrheit stehen hinter der neuen Software relativ einfache Algorithmen – sehr viele, die auch sehr schnell ausgeführt werden können – aber eben am Ende einfache. Auch der Algorithmus von Google ist kein Hexenwerk. „Am Ende bestehen all die Programme, die uns heute noch mehr oder weniger wundersam vorkommen, aus jeder Menge Wissen, das digital gesammelt vorliegt und das dann mit logischen Formeln auf Millionen Hochleistungsservern zusammengefügt wird“, erklärt Florian Schnitzhofer.

80 Prozent der Entscheidungen könnten von Software getroffen werden

Florian Schnitzhofer ist CEO der ReqPOOL Gruppe, Tech-Investor und Autor des Buches „Das selbstfahrende Unternehmen“, in dem er die Vision beschreibt, dass Mitte der 2030er Jahre Unternehmen weitgehend autonom von Algorithmen und Software gesteuert werden könnten. „GPT-3 ist ein kleiner Schritt in diese Richtung“, macht er im Rahmen seines Vortrages im Berlin Capital Club deutlich. Sein Vortrag war Teil einer „Club Lounge“ in Berlins Nobelclub am Gendarmenmarkt, die sich mit der Frage „Künstliche Intelligenz und Algorithmen – Fluch oder Segen“ beschäftigte. Schnitzhofer hat die Hintergründe von GPT-3 und Google sowie den aktuellen Stand der KI verständlich erklärt. Seine Prognose: Wenn 80 Prozent der Daten digital vorliegen, dann werden auch 80 Prozent der Abläufe in Unternehmen automatisiert ablaufen können. Wenn das erreicht sein sollte, könnten infolgedessen 80 Prozent der Entscheidungen von KIs und Algorithmen getroffen werden. „Die Digitalisierung ist erst der Anfang. Am Ende werden selbstfahrende Organisationen stehen – wirtschaftliche, staatliche und gesellschaftliche.“ Die Basis dafür werde gerade gelegt. Je mehr Daten digital vorliegen und genutzt werden, desto besser könne auch KI unterstützen und Wirkung entfalten. Aktuelle Anwendungen seien da aber noch eher rudimentär.

Unternehmen sind eher schlecht vorbereitet

Diese Meinung teilt auch Dr. Axel Wullenkord. Der Geschäftsführer der AdminiStraight GmbH, ein Spezialist für Buchhaltung und Personalwesen, mahnt jedoch die Unternehmen zu mehr Weitsicht. „Viele Unternehmen erkennen tatsächlich die großen Potenziale von KI. Die Vorbereitung auf das, was da auf sie zukommt, ist allerdings in den meisten Fällen überraschend gering. KI ist für viele Unternehmen sehr abstrakt, denn es handelt sich nicht um ein Tool, das man von der Stange kaufen und einfach implementieren kann. Ein großes Problem besteht in der erforderlichen Datenbasis. Dass es ohne Digitalisierung keine KI gibt, ist vielfach klar. Weniger klar ist jedoch häufig, dass klar strukturierte Prozesse die Basis für eine sinnvolle Digitalisierung darstellen. Also kann es ohne saubere Prozesse auch keine KI geben. Das wird häufig übersehen oder ausgeblendet. Fehler in Prozessen lassen sich nicht einfach wegautomatisieren“, mahnt Wullenkord in seinem Vortrag. Die meisten Unternehmen seien derzeit schlecht gerüstet für die digitale und „selbstfahrende“ Zukunft.

Digitalisierung pragmatisch angehen

Etwas optimistischer zeigt sich Rinaldo Heck, CEO der HE-S Digital Management GmbH aus Aschaffenburg. Er wirbt für eine „pragmatische Digitalisierung“ und meint, Unternehmen sollten zunächst einfach anfangen, die Prozesse zu digitalisieren, die sie gerade haben. „Die großen Neuerungen und Change-Projekte hängen die Mitarbeiter nicht selten ab und verhindern so die eigentlich notwendige Innovation“, berichtet er aus seiner Praxis. Die Menschen müssten Software, KI und Algorithmen als konkrete Unterstützung im Alltag erleben, nicht als oktroyierte Super-Technologie, die über ihre Köpfe hinweg eingeführt werde. Im Kleinen anzufangen sei gerade für KMU der beste Weg, überhaupt in Richtung Digitalisierung und Automatisierung aufzubrechen.

Trotz KI wird es nicht weniger Beschäftigung geben

Prof. Jörg Rocholl, Präsident der internationalen Wirtschaftsuniversität ESMT Berlin sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium der Finanzen, befasste sich im Rahmen seines Beitrages vor allem mit gesellschaftlichen und ökonomischen Fragen. „KI wird alle Bereiche des Lebens beeinflussen, aber nicht dazu führen, dass uns die Beschäftigung ausgeht“, ist der Wirtschaftswissenschaftler überzeugt. KI habe Grenzen, spätestens da, wo es um Kreativität, Empathie und menschliche Interaktion geht. KI werde den Alltag vieler Menschen erleichtern, sie von vielen lästigen Aufgaben und Routinen befreien und sicher auch manches Berufsbild überflüssig machen. „Aber es werden auch viele neue Berufe entstehen, von denen wir heute noch gar nicht wissen, dass wir sie einmal brauchen werden.“ Vieles lasse sich auch gar nicht „technisieren“, insbesondere in den sozialen, pflegerischen und Dienstleistungsberufen stoße KI an ihre natürlichen Grenzen. Aber, so Rocholl in Anlehnung an ein berühmtes Zitat von Microsoft-Gründer Bill Gates: „Die Menschen überschätzen immer die Veränderungen, die in den nächsten zwei Jahren stattfinden werden, und unterschätzen die Veränderungen, die in den nächsten zehn Jahren stattfinden werden.“

Unternehmen müssen resilienter werden

Gastgeber der „Club Lounge“ im Berlin Capital Club war Achim Röhe, der unlängst sein Buch „Das resiliente Unternehmen – die Krisen der Zukunft erfolgreich meistern“ veröffentlicht hat. Sowohl in seinem Buch als auch in seinem Begrüßungsvortrag verwies er auf die Chancen der Digitalisierung bei der Vorhersage von Krisen und deren Bewältigung. Prognosen seien nur auf Basis guter Daten möglich. Der intelligente Einsatz von KI, Software und Algorithmen mache Unternehmen resilient. „Es hat keinen Sinn, sich gegen die Entwicklung zu stellen. Wir alle müssen sie annehmen und das Beste daraus ziehen“, ist Röhe überzeugt. Früherkennung, Krisenszenarien und Reaktionsmöglichkeiten bei Gefahrenlagen seien für Unternehmen nur mittels guter digitaler Daten möglich, ebenso fundierte Entscheidungen. „Das resiliente Unternehmen ist weitgehend autonom und selbstfahrend.“ Allerdings sei es wichtig, Software absolut vertrauenswürdig zu machen. Hier bestehe ein ethischer Anspruch auf Transparenz, der in der technologischen Betrachtung nicht außer Acht gelassen werden dürfe.

Weitere Informationen über die ReqPOOL Gruppe, die ReqPOOL Managementberatung für Software sowie weitere Events und Veranstaltungen gibt es unter www.reqpool.com.

 

In zwanzig Jahren werden Algorithmen Entscheidungen treffen – ReqPOOL lädt zur Club-Lounge in den Berlin Capital Club

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Die vollständige Digitalisierung von Unternehmen, Verwaltungen und weiten Teilen des gesellschaftlichen Lebens ist nicht der Endpunkt einer Entwicklung, sondern wird erst der Anfang sein. Davon zumindest sind die beiden Buchautoren Florian Schnitzhofer und Achim Röhe überzeugt. Florian Schnitzhofer ist CEO der ReqPOOL Gruppe, Achim Röhe deren COO. In ihren Büchern „Das selbstfahrende Unternehmen“ (Schnitzhofer) und „Das resiliente Unternehmen“ (Röhe) gehen sie davon aus, dass ab Mitte des nächsten Jahrzehnts weitreichende Entscheidungen von Künstlicher Intelligenz und Software-Algorithmen getroffen werden. Dann werden Unternehmen und Verwaltungen weitgehend „selbstfahrend“ sein.

Um über diese Vorhersage, deren gesellschaftlichen Chancen und Risiken sowie die digitale Transformation auf dem Weg dorthin zu sprechen, lädt die ReqPOOL Gruppe zusammen mit dem Berlin Capital Club zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Im Rahmen einer „Club-Lounge“ werden rund 50 Teilnehmer in einen offenen Dialog mit mehreren Experten kommen. „Es soll kein typisches Panel werden, in dem Experten ihr Wissen weitergegeben, sondern ein sehr offener Austausch, in dem jeder seinen Standpunkt darlegen kann“, verspricht Achim Röhe, der die Idee zu diesem Event hatte.

Die Liste mitdiskutierender Experten ist lang und beeindruckend: Neben Florian Schnitzhofer und Achim Röhe stehen die Unternehmer Rinaldo Heck (Gründer und CEO der HE-S Digital Management GmbH) und Dr. Axel Wullenkord (Geschäftsführer der AdminStraight GmbH) Rede und Antwort. Die wissenschaftliche Perspektive liefert Prof. Jörg Rocholl. Er ist Wirtschaftswissenschaftler, Präsident der internationalen Wirtschaftsuniversität ESMT Berlin sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium der Finanzen.

Gemeinsam mit den Teilnehmern werden sie den folgenden Fragen auf den Grund gehen: Sind Künstliche Intelligenz und Algorithmen Fluch oder Segen? Wohin führt und wo endet die digitale Transformation? Inwieweit können und werden Algorithmen die Unternehmen der Zukunft steuern? Können wir „selbstfahrenden“ Unternehmen trauen? Wie kann Künstliche Intelligenz Unternehmen und Gesellschaften resilienter machen?

Wer an der „Club-Lounge“ am Dienstag, den 17. Januar ab 19.00 Uhr teilnehmen möchte, kann sich unter events@berlincapitalclub.de anmelden. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 49,- Euro. In dem Betrag sind „Köstlichkeiten aus Küche und Keller“ enthalten.

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Von Boomer bis Gen Z: Die E-Mail überlebt alle Generationen​

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Über 1.000 Personen mit eigener E-Mail-Adresse zwischen 18 und 55 Jahren hat das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Webhosters STRATO zu ihrer E-Mail-Nutzung befragt. Zusätzlich wurden mehr als 300 Vertretende der „Gen Z“ (Generation Z, 16 bis 24 Jahre) befragt. Ergebnis: Über alle Generationen hinweg bleibt die E-Mail das wichtigste Element der digitalen Kommunikation. Sieben von zehn Befragten (69 Prozent) haben mehr als eine E-Mail-Adresse. Dabei zeigt sich: Trotz Social Media ist E-Mail auch für die Jüngeren essenziell. Drei Viertel (74 Prozent) der 16- bis 24-Jährigen haben mehr als eine E-Mail-Adresse. Zudem haben sie eine höhere Zahlbereitschaft für Mail-Dienste als der Rest der Bevölkerung.

Wann und wie lesen die Deutschen ihre privaten E-Mails?

Wie E-Mails gelesen werden, unterscheidet sich stark nach Altersgruppe: Während drei von vier 16- bis 24-Jährigen ihre Mails zu 73 Prozent über eine E-Mail-App abrufen, sind dies bei den anderen Befragten 54 Prozent. Bei der Frage, wie oft ins eigene Postfach geschaut wird, siegen die Jüngeren: 61 Prozent der Befragten checken ihre E-Mails zweimal täglich oder häufiger – bei der Gen Z sogar 68 Prozent.

Viele zwischen 18 und 55 Jahren (44 Prozent) lesen E-Mails sogar noch vor dem Frühstück. Bei der Gen Z landet der Blick morgens jedoch zuerst bei TikTok, Instagram und anderen Social-Media-Kanälen (44 Prozent), aber auch 37 Prozent der 16- bis 24-Jährigen lesen ihre Mails vor der ersten Mahlzeit am Tag. Für alle Befragten ist die Lektüre von E-Mails demnach wichtiger als die der Nachrichten (28 Prozent, 23 Prozent Gen Z) oder das Checken des Wetterberichts (22 Prozent aller Befragten und in der Gen Z).

Sind die Deutschen bereit, für E-Mail-Dienste zu bezahlen?

Mit 12 Prozent ist die Zahl derer, die für E-Mail-Dienste zahlen, bei allen zwischen 18 und 55 Jahren gering. Auch bei der Gen Z sind es nur 8 Prozent. Das Interesse an bezahlten Angeboten ist aber vorhanden: 13 Prozent der Nicht-Zahlenden können sich konkret vorstellen, künftig für einen E-Mail-Dienst zu bezahlen. Die Gen Z scheint mit dem Bezahlen für Digitales vertrauter: Für 19 Prozent der 16- bis 24-Jährigen ist die Nutzung eines kostenpflichtigen Mail-Angebots denkbar.

Wofür würden sie bezahlen?

Ganz oben auf der Wunschliste stehen ein verbesserter Schutz vor Spam und Viren (45 Prozent, 36 Prozent der Gen Z) sowie mehr Speicherplatz für E-Mails und Anhänge (44 Prozent, 35 Prozent Gen Z). Dieser Punkt ist vor allem angesichts der Tatsache relevant, dass 24 Prozent der Befragten schon mindestens einmal keine Mails mehr senden oder empfangen konnten, weil der E-Mail-Speicher voll war, bei der Gen Z sogar 29 Prozent.

Platz drei der Liste unterscheidet sich zwischen den Altersgruppen: Für 34 Prozent der 18- bis 55-Jährigen ist der verschlüsselte Versand und Empfang von E-Mails das drittwichtigste Bezahlmotiv, in der Gen Z ist dies der kostenlose Kundenservice per E-Mail, Telefon und Social Media. Trotz häufiger Nutzung amerikanischer Anbieter scheint diese Generation sensibel für Datenschutz: Für die Datenspeicherung in deutschen Rechenzentren und deutschen Datenschutz würde fast ein Drittel (28 Prozent) der 16- bis 24-Jährigen Geld in die Hand nehmen, bei den anderen Befragten sind es ebenfalls 28 Prozent. Klimaneutralität ist laut Umfrage ein Aspekt, für den nur etwa jede*r Fünfte extra zahlen würde (16 Prozent der 18- bis 55-Jährigen, 18 Prozent der 16- bis 24-Jährigen).

Ein Vorteil bezahlter Mail-Postfächer ist die komplett personalisierte E-Mail-Adresse. 45 Prozent der Befragten sind daran interessiert (54 Prozent Gen Z), die Endung hinter dem @-Zeichen selbst zu bestimmen. 21 Prozent (24 Prozent der Gen Z) sind sogar bereit, für diese Möglichkeit zu bezahlen. Woran liegt es dann, dass nur 13 Prozent eine E-Mail-Adresse mit eigener Domain nutzen; bei der Gen Z immerhin 17 Prozent? Unkenntnis könnte die Ursache sein: Schließlich haben 39 Prozent aller Befragten noch nie davon gehört, dass sie die Endung hinter dem @-Zeichen selbst festlegen können.

Was die Endungen hinter dem Punkt betrifft, sind die Nutzenden eher klassisch: Mehr als die Hälfte der Befragten ordnet „.de“ als attraktiv und sehr attraktiv sowie seriös und sehr seriös ein; dicht gefolgt von „.com“ und „.info“. Am wenigsten Vertrauen haben sie in die Endung „.me“. Diese empfinden 48 Prozent (54 Prozent Gen Z) als unseriös. Auch die Endungen „.digital“ (44 Prozent, 51 Prozent Gen Z) oder „.shop“ (40 Prozent, 37 Prozent Gen Z) halten die Befragten für weniger glaubwürdig.

„Je jünger die Menschen sind, desto mehr Wege für digitale Kommunikation kennen sie. Trotzdem bleibt die eigene E-Mail-Adresse das Fundament aller digitalen Kommunikation. Ob Job-Bewerbung, Austausch mit der Uni-Dozentin, Online-Shopping oder Registrierung im Web – ohne eigene E-Mail-Adresse geht nichts und das wird sich so schnell nicht ändern”, betont Claudia Frese, CEO von STRATO, und ergänzt: „Das persönliche E-Mail-Postfach ist der verlässliche Speicher aller Nachrichten, Dateien und Dokumente, die ich sende oder empfange, und kann es über Jahrzehnte hinweg bleiben.”

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  • strato-mail-umfrage_1920x1080_01: STRATO

LinkedIn statt XING: Kölner Business-Gruppe zieht virtuell um – „Das ist nicht mehr meine Plattform“

Die „XING Regionalgruppe Köln“ ist künftig auf LinkedIn zu finden und heißt dort „Business Regionalgruppe Köln“. Sie ist damit keine XING-Gruppe mehr. „Das Business-Networking geht dennoch weiter“, verspricht Martin Müller. Müller war bis Oktober XING-Ambassador in Köln und hat dort die Gruppe mit rund 70.000 Mitgliedern moderiert und für diese Events angeboten. Knapp 500 waren es in den letzten 15 Jahren. Seit 2007 war Martin Müller mit XING aktiv. Nun wechselt der Experte für Social Selling nahezu komplett zu LinkedIn. „XING ist nicht mehr meine Plattform“, sagt er im Hinblick darauf, dass sich XING komplett von den Gruppen, von Events und den Themen Marketing und Vertrieb verabschieden möchte und sich zukünftig vor allem als Job-Plattform positioniert.

Wer sich als Unternehmer oder Selbständiger darstellen und sich mit anderen Unternehmern oder Selbständigen vernetzen wolle, finde bei XING dazu kaum mehr Möglichkeiten, so Müller, der als „Mister Matching“ insbesondere im Köln-Bonner Raum aktiv Business-Beziehungen anbahnt. „Die Sehnsucht nach Veranstaltungen – online oder real – ist groß. Der Wunsch, sich zu begegnen und sich auszutauschen, ebenso, gerade in der jetzigen Situation. Nie war es so wichtig, gute Kontakte und Beziehungen zu haben“, so Müller. Deswegen habe er auch nicht einfach aufhören wollen als XING die neue Positionierung angekündigt hat.

Fast 5.000 Mitglieder hat die neue LinkedIn-Gruppe bereits. „Viele sind von XING gewechselt und haben sich dann auch hier der Kölner Gruppe angeschlossen“, weiß Müller. Zudem bietet er denen, die sich vor allem für Events interessieren, einen „Event-Letter“ an, der unter https://event-letter.de abonniert werden kann. „Das ist das Medium für diejenigen, die entweder nicht zu LinkedIn wechseln möchten oder aber ihren Fokus vor allem auf den Veranstaltungen haben und weniger den virtuellen Austausch und Diskussionen suchen“, so der ehemalige XING-Ambassador. Er jedenfalls wolle die ganze Bandbreite des persönlichen Miteinanders weiterhin gewährleisten: Gruppendiskussionen über Business-Themen, Geschäftsanbahnungen und Empfehlungen, Events und Weiterbildungen sowie Wissenswertes rund um das regionale rheinische Business. Mit der Gruppe auf LinkedIn, dem Newsletter und einem Eventkalender sei dies möglich.

Bereits seit zwei, drei Jahren gebe es eine starke Nachfrage nach Wissen rund um LinkedIn. „Da hat sich ein Tross in Bewegung gesetzt“, so Müller. Mit dem Strategiewechsel von XING gebe es dort aber jetzt einen regelrechten Exodus. Noch nie sei die Nachfrage bei ihm nach LinkedIn-Trainings und der Wunsch nach verkaufs- und reichweitenstarken LinkedIn-Profilen so groß gewesen. „LinkedIn ist der Trend für alle, die Social Media beruflich nutzen wollen.“

Das nächste LinkedIn-Training bietet Martin Müller am 14. Dezember an. „LinkedIn optimal nutzen“ lautet der Titel. Anmeldungen werden derzeit noch unter https://xem.xing-events.com/AJINXJS.html entgegengenommen. Start ist um 15.30 Uhr.

Bereits am 15. Dezember hat Martin Müller den Medienprofi Falk S. Al-Omary in einem „Digital Break“ zu Gast. „Digital Break ist ein virtuelles Format, das in eine Mittagspause passt und das sowohl dem Austausch als auch der Weiterbildung dient“, erklärt Müller. Al-Omary wird zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr zum Thema Markenentwicklung und Reputationsmanagement referieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Weitere Informationen und Anmeldungen sind noch unter https://www.xing.com/events/digital-break-business-promi-bleiben-4303237 möglich.

Weitere Informationen zu Events, LinkedIn und zur Kölner Business Community von „Mister Matching“ Martin Müller gibt es unter https://www.linkedin.com/groups/4757764/

Ethik Society: „Alimentierung begünstigt ethischen Ausverkauf“

Zwei Debatten bestimmen derzeit das politische Berlin: Die Debatte um geeignete Protestformen für mehr Klimaschutz und die Debatte um das neue „Bürgergeld“. Diese Debatten gehören eigentlich zusammen. Davon ist die Ethik Society überzeugt. Jürgen Linsenmaier, Gründer der Ethik Society, erklärt dazu Folgendes:

„Die Themen Umweltschutz und Klimawandel haben Konjunktur. Es ist ein regelrechter Kulturkampf entbrannt zwischen denen, die nicht bereit sind, ihren Lebensstil zu verändern, und denen, denen es nicht schnell genug gehen kann mit der Deindustrialisierung und Dekarbonisierung. Beide Seiten rüsten auf, radikalisieren sich zusehends. Es dreht sich eine schneller werdende Aggressions- und Gewaltspirale.

Beide Seiten nehmen ein Argument für sich in Anspruch: einen drohenden Wohlstandsverlust. Wo die einen sagen, man könne sich manche Investition in Nachhaltigkeit derzeit nicht leisten, weil das Geld jetzt dringender dafür gebraucht würde, um insbesondere ärmere Bevölkerungsschichten zu unterstützen, sagen andere, dass gerade das Nichtstun in Sachen Nachhaltigkeit genau diese Armut in den kommenden Jahren massiv verschärfen würde. Kurzfristiges gegen langfristiges Denken, schneller Aktionismus versus aggressiven Aktivismus.

Inmitten dieser Debatte findet der Streit ums Bürgergeld seinen Raum. Es geht bei der Debatte über diese Sozialleistung im Kern nicht darum, ob ein Bedürftiger 50 Euro mehr bekommt oder nicht – in Zeiten staatlicher Hyper-Alimentierung ohnehin eine eher irrelevante Größe – oder ob der Begriff ‚Bürgergeld‘ netter klingt als der als Kampfbegriff instrumentalisierte Begriff ‚Hartz 4‘. Es geht vielmehr um die Frage, ob sich Arbeit noch lohnt und ob wir überhaupt noch so arbeiten und wirtschaften können wie bisher. Und es geht um die Frage, wie viel staatliche Eingriffe und Umverteilungsmaßnahmen überhaupt sinnvoll und gewünscht sind.

Fakt ist, dass derjenige, der das neue Bürgergeld bekommen soll, nicht mehr sanktioniert wird, wenn er Arbeit ablehnt. Fakt ist auch, dass dadurch, aber auch durch andere Erleichterungen im Rahmen der Sozialreform, diejenigen, die nicht arbeiten, einkommenstechnisch näher an die heranrücken, die arbeiten, aber mit ihrer Arbeit nur wenig verdienen. Es könnte tatsächlich sein, dass sich schlechter bezahlte Arbeit dann nicht mehr lohnt und die soziale Hängematte für einige noch attraktiver wird. Diese Debatte wird geführt, aber auch sie trifft im Grunde nicht ganz den Kern.

Denn, ob jemand wenig oder sehr wenig hat, macht in der Praxis des Bestreitens des eigenen Lebens kaum einen Unterschied. Beide Gruppen greifen zu billigen Produkten, sparen an Qualität und nehmen wenig Rücksicht auf Nachhaltigkeit. Mit diesen Konsumenten ist Nachhaltigkeit schlicht nicht zu machen. Das ist kein Vorwurf an diese Menschen, es ist ein Vorwurf an einen Staat und eine Gesellschaft, die Nachhaltigkeit fordert, saubere Lieferketten verlangt, eine möglichst rein biologische Landwirtschaft und Produktion forciert und die mit moralischen Ratschlägen an keiner Stelle geizt, die es aber Menschen bis weit in die Mittelschicht hinein nicht ermöglicht, diesem Weg zu folgen. Wer ethisches und nachhaltiges Handeln und Konsumieren einfordert, der muss dies den Menschen auch ermöglichen.

Wer aber Menschen nur alimentiert und damit in Unmündigkeit und Abhängigkeit hält, und wer diejenigen, die noch arbeiten und Leistung bringen, teilweise enteignet, um es dann großzügig umzuverteilen, der fördert damit keine Nachhaltigkeit, sondern forciert einen ethischen Ausverkauf. Immer mehr Menschen werden gezwungen, unten ins Regal zu greifen. Und dafür zahlen andere den Preis: die Umwelt und die Natur, Tiere und Pflanzen, Böden und Erzeuger, Produzenten oder Billigarbeiter im In- und Ausland sorgen dafür, dass ein Produkt billig angeboten werden kann.

In diesem Sinne ist das neue Bürgergeld nur alter Wein in neuen Schläuchen – es verfestigt ungewollte soziale und ökonomische Strukturen. Es ist keine Lösung. Es ist nicht nachhaltig, weil es positive Entwicklungen kaum zulässt. Daran ändern auch die propagierten Schulungsmaßnahmen nichts, die die Bürgergelderfinder als Fortschritt preisen.

Was stattdessen sinnvoll wäre, wäre, den Menschen mehr Brutto vom Netto übrigzulassen. Weniger Steuern und weniger Sozialabgaben, damit die Menschen selbst entscheiden können, wofür sie ihr Geld ausgeben – und sie so in die Lage versetzen, selbstbestimmt in dem Rahmen nachhaltig zu agieren, den ihre eigene Leistung ihnen ermöglicht – ist der bessere Weg. Es ist der Weg der Eigenverantwortung, der individuellen Leistung und der konsumistischen Selbstbestimmung.

Dann würde sich beweisen lassen, dass die Menschen sehr wohl zu mehr Bioprodukten und nachhaltigen Gütern greifen würden. Nachhaltigkeit würde verinnerlicht, gesellschaftlich gelebt. Neben den moralischen Appellen könnte so Nachhaltigkeit staatsbürgerliche Praxis werden und kein Privileg derer, die sich trotz und nicht wegen staatlicher Umverteilung ethisch einwandfreie Produkte leisten können.

Nachhaltigkeit kann nur gelingen, wenn sie praxistauglich umgesetzt werden kann – auch individuell und monetär. Nicht Zuschüsse und Förderungen verändern eine Wirtschaft und eine Haltung, sondern die Menschen. Die sollte man einfach mal machen lassen. Das Bürgergeld ist organsiertes Nichtmachen. Es wird Zeit, die echte Debatten zu führen.“

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  • Jürgen Linsenmaier: Ethik Society

KMU-IT-Umfrage: Datensicherheit und Datenmanagement sorgen für schlaflose Nächte

Jeder dritte IT-Entscheider sieht in Sachen Datensicherheit und -management großen Handlungsbedarf: Für 32 Prozent sind Datensicherheit, gefolgt vom Datenmanagement (26 Prozent) die aktuell größten technischen Hürden. Das geht aus der aktuellen Studie von Host Europe hervor, für die in Zusammenarbeit mit YouGov im Oktober 2022 über 500 IT-Experten aus dem deutschen Mittelstand befragt wurden. 24 Prozent der IT-Entscheider fordert außerdem die Server-Verwaltung heraus.
99,4 Prozent aller Unternehmen in Deutschland zählen zu den klein- und mittelständischen Unternehmen. (1) Eines haben die Firmen branchenübergreifend gemein – den Anschluss an die digitale Transformation zu schaffen oder weiter auszubauen. Seit der globalen Pandemie sorgen erhöhte Kundenanfragen über die digitalen Kanäle, aufwändigere Marketingstrategien und schnelle Sortimentswechsel für Kapazitätsengpässe in den IT-Abteilungen.

Datenmanagement, -sicherheit und Servermanagement stellen IT-Abteilungen von KMUs vor Herausforderungen

So sehen 26 Prozent der befragten IT-Entscheider Handlungsbedarf im Bereich des Datenmanagements. Für 32 Prozent der Befragten ist die Datensicherheit die größte technische Herausforderung. Das Upgrade auf neue Online-Dienste ist für die digitale Transformation und insbesondere für die steigende digitale Produktnachfrage wichtig, um die steigende Nachfrage nach digitalen Produkten zu bedienen.

Die digitale Transformation hat viele KMUs überrascht, so dass sie Schwierigkeiten haben, die Veränderungen strategisch und operativ umzusetzen. Einer von fünf Befragten kämpft mit fehlenden Ressourcen. Engpässe gibt es nicht nur hinsichtlich der benötigten richtigen Tools, sondern es fehlen schlicht Arbeitskräfte. 14 Prozent gaben an, dass sie derzeit nach der richtigen Hosting-Lösung suchen und an einem soliden digitalen Fundament arbeiten.

Nur 21 Prozent sehen keine technischen Herausforderungen für ihr Online-Geschäft.  Gefragt sind also externe Angebote, die IT-Experten bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Welche konkreten Angebote wünschen sich die IT-Abteilungen von ihren Dienstleistern?

Gefragt sind Datensicherung durch einen Profi und virtuelle Server. Zwei von drei Mittelständlern geben an, dass sie mehr IT-Support benötigen.

Die befragten IT-Experten wünschen sich von ihrem Dienstleister vor allem Unterstützung in den Bereichen Datensicherung und Datensicherheit. Überraschenderweise ist nur jeder Dritte mit seinem derzeitigen IT-Support zufrieden und möchte keine zusätzliche Unterstützung in Anspruch nehmen. 13 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Unterstützung und bessere Beratung in Bezug auf einen virtuellen Server. 9 Prozent wünschen sich mehr Unterstützung bei Domainverwaltung und Webhosting. Und 14 Prozent der IT-Entscheider konnten keinen konkreten Bereich nennen, in dem sie sich Unterstützung wünschen.

Hosting-Dienstleister bieten mittelständischen Unternehmen individuelle Pakete an, die gezielt die definierten Umsetzungslücken schließen. Paul Ashcroft, VP Germany bei GoDaddy Brands, kommentiert:

„Virtuelle Server eignen sich für kleine und mittlere Unternehmen, die Projekte mit einer großen Anzahl von Ressourcen umsetzen und ihr Betriebssystem flexibel wählen wollen.  Eine virtualisierte Infrastruktur kann Wartungs- und Energiekosten reduzieren, die Zuverlässigkeit erhöhen und die Hardwarekosten senken.“
Bei der Auswahl eines geeigneten Hosting-Anbieters können Servermanagement- und Datensicherungspakete gemeinsam ausgewählt werden.

(1) https://www.destatis.de/DE/Methoden/WISTA-Wirtschaft-und-Statistik/2014/01/bedeutung-kleiner-mittlerer-unternehmen-012014.pdf?__blob=publicationFile

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Schutzgemeinschaft vor und in Krisen – Spreeforum schützt Unternehmen mit Krisenreaktionskräften vor Bedrohungen

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Unternehmen sind zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt. Die Bedrohungsszenarien reichen von ausländischen Hackern über gewaltbereite Aktivisten und Saboteure bis hin zu Rufmordkampagnen und Shitstorms. Hinzu kommen unzufriedene Kunden oder Mitarbeiter, die immer weniger zögern, ihrem Unmut in sozialen Netzwerken oder auf zahlreich vorhandenen Internetprangern Luft zu machen – zurecht oder zu Unrecht spielt dabei meist keine Rolle. Die Stimmung ist zunehmend aggressiv und feindselig, juristische Streitigkeiten und Klagen sowie Denunziation gelten inzwischen als fast normale Mittel von Auseinandersetzungen. Die kommunikative Gewaltspirale dreht sich. Gewalt wird immer öfter auch im Rahmen von politischen Protesten toleriert. Unternehmen brauchen mehr Schutz, müssen sich wappnen und resilienter werden.

„Unternehmen befinden sich heute in einer permanenten Bedrohungslage. Krisen sind alltäglicher Begleiter. Unternehmertum ist aktuell fast gleichbedeutend mit einer Art Kriegszustand“, erklärt Falk S. Al-Omary. Der PR- und Medienberater ist Krisenkommunikationsprofi und hat mit Spreeforum eine Schutzgemeinschaft für Unternehmen ins Leben gerufen. „Spreeforum unterstützt als Schutzgemeinschaft und mit seinen Krisenreaktionskräften dabei, in diesem Krieg zu bestehen. Spreeforum ist die Schutzgemeinschaft vor und in Krisen, bietet Risikoanalyse, Krisenprävention, Krisenintervention und Krisenmanagement. Die Spreeforum-Krisenreaktionskräfte schützen Unternehmen gegen Bedrohungen aller Art“, verdeutlicht Al-Omary sein Konzept.

Spreeforum ist ein Verbund mehrerer Krisenpräventions- und Kriseninterventionsexperten, die interdisziplinär ein Schutzschild um Unternehmen bilden. Derzeitige Schwerpunkte liegen in der IT-Sicherheit, auf einer resilienten IT-Architektur, im Datenschutz, in der medialen Kommunikation, beim Markenschutz sowie bei gesellschafts- und wettbewerbsrechtlichen Fragen. Hinzu kommen Aspekte, die den Unternehmer selbst betreffen, etwa lebensveränderte Schicksalsschläge oder betriebswirtschaftliche Gefahren. „Wir werden weitere Sicherheitsaspekte mit aufnehmen, wie etwa den Schutz vor Betrug und vor organisierter Kriminalität, Personen- und Werksschutz oder den Schutz der Lieferketten“, verspricht Al-Omary. Ziel sei, mittelfristig nahezu alle Schutz- und Sicherheitsaspekte von Unternehmen zu berücksichtigen. Die derzeit größten Gefahren seien aber schon heute abgedeckt.

Spreeforum analysiert und detektiert akute Gefahren und stellt Unternehmen umfangreiche Sicherheitschecks und Schutzmaßnahmen zur Verfügung. Im Krisenfall wird ein Krisenstab etabliert und eine akute Verteidigungsstrategie umgesetzt. „Wir verstehen uns in erster Linie als Taskforce zum Schutz von Unternehmen“, so Al-Omary.

Zu den Mitgründern der Schutzgemeinschaft gehören neben Falk S. Al-Omary selbst der COO der ReqPOOL Gruppe Achim Röhe als IT-Spezialist, der Datenschutzbeauftragte und Cyber-Security-Experte Sven Oliver Rüsche, der Verleger und Medienunternehmer Dr. Helfried Schmidt, der auf Medien-, Urheber-, Marken- und Wirtschaftsrecht spezialisierte Rechtsanwalt Tim Hoesmann, der „Business-Sherpa“ Hendrik Habermann sowie die Unternehmerin Vanessa Weber.

„Nie war die Bedrohungslage für einzelne Unternehmen und Geschäftsmodelle so groß wie heute“, sind die Spreeforum-Experten überzeugt. Jedes Unternehmen könne von heute auf morgen ins Visier von Aggressoren und in eine Krisensituation geraten. Gefahren frühzeitig zu erkennen, zu monitoren sowie Abwehr- und Resilienz-Strategien zu entwickeln, gehöre mehr denn je in den Fokus guter Unternehmensführung.

Weitere Informationen über Spreeforum als Schutzgemeinschaft vor und in Krisen gibt es unter www.spreeforum.com

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Den Fokus im Job nicht verlieren

Die Arbeitswelt wird immer lauter und hektischer – alles scheint in ständiger Bewegung. Dies überträgt sich nicht selten auch aufs Gemüt der Beschäftigten. Die ständige Erreichbarkeit durch Smartphones und Kooperationstools, aber auch Ablenkungen wie ein Plausch mit den Kollegen oder der Versuch, mehrere Aufgaben gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen, verstärken den negativen Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit noch. Vielen fällt es damit zunehmend schwer, den Fokus auf das gerade Wesentliche zu behalten. Dabei ist es eigentlich nicht schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren, wenn man ein paar gezielte Regeln, Tipps und Tricks befolgt.

Arbeitnehmer, Arbeitgeber und vor allem Solo-Selbständige sind es heutzutage gewohnt, ständig erreichbar zu sein. Das Handy auszustellen, kommt für viele überhaupt nicht in Frage – schließlich könnte man ja einen Anruf des Chefs oder einen neuen Auftrag verpassen. Fakt ist aber: Wer ständig aufs Handy schaut, jede Nachricht sofort beantwortet und jeden Anruf ungefiltert annimmt, wird immer wieder von dem abgelenkt, was er eigentlich erledigen will. Dabei wäre es in Zeiten von Mailbox und anderen Services ein Leichtes, bestimmte Anrufe direkt auf den Anrufbeantworter oder einen externen Dienstleister umzuleiten und dort per Sprachnachricht oder sogar persönlich einen Rückruf anzukündigen, sobald es die Zeit wieder zulässt.

Feste Zeiten für Mails und Telefonate

Apropos Zeit: Generell ist es ratsam, den eigenen Arbeitstag so zu planen, dass es bestimmte Zeitfenster für die Erledigung von Telefon- und E-Mail-Korrespondenzen gibt. Damit ist nicht nur gewährleistet, dass einen die Beantwortung selbiger nicht aus der eigentlichen Arbeit reißt, sondern auch, dass man anschließend auch wirklich genügend Zeit hat, diese mit der nötigen Sorgfalt zu beantworten. Gutes Zeitmanagement steigert nicht nur die Qualität der Arbeit und der Korrespondenzen – es sorgt auch dafür, dass man im Anschluss an eine erledigte Aufgabe nicht untätig herumsitzt, ohne zu wissen, was man als Nächstes angehen soll. To-Do-Listen und ein sorgfältig geführter Terminkalender gehören damit unbedingt auf jeden Schreibtisch. Sie garantieren nicht nur, dass man den Fokus nicht verliert, sie machen auf den Kopf frei. Denn: Wer nicht ständig darüber nachdenken muss, was er wann noch zu erledigen hat, kann sich viel gezielter und entspannter auf die Erledigung einzelner Aufgaben konzentrieren. Darauf, dass die Prioritäten richtig gesetzt sind, sollte man natürlich schon beim Schreiben der To-Do-Liste achten.

Pausen machen und einplanen

Nicht nur Ablenkung, sondern auch Müdigkeit und Erschöpfung können dazu führen, dass die Konzentration nachlässt. Wer müde arbeitet, ist in der Regel nicht fokussiert, arbeitet langsamer und riskiert, dass ihm Fehler unterlaufen. Studien zeigen: Nach spätestens 80 Minuten konzentrierter Arbeit schaltet der Körper für etwa 20 Minuten auf Erholung um. Spätestens dann sollte man also unbedingt eine Pause einlegen, in der man vom Schreibtisch aufstehen und sich die Beine vertreten sollte. Generell empfiehlt sich, von vornherein regelmäßige Auszeiten von rund fünf Minuten pro Stunde einzuplanen. Aber auch Mikropausen von weniger als fünf Minuten können zur Vermeidung von Übermüdung beitragen. Ein kurzer Spaziergang durchs Haus sowie das Lüften des Arbeitszimmers bringen müde Gemüter wieder in Schwung.

Ordnung halten

Apropos Arbeitszimmer: Dieses sollte regelmäßig aufgeräumt werden, denn Unordnung kann den Fokus schnell auf sich ziehen und so zu einer nicht zu unterschätzenden Ablenkung werden. Ordnung ist das halbe Leben – diesen Spruch kennen viele, und das nicht nur aus Schultagen. Was für einige nur eine Phrase ist, ist in Wahrheit mehr: Es handelt sich um ein System, mit dem die wichtigste Grundlage für strukturiertes Arbeiten geschaffen wird. Ein ordentlicher Schreibtisch sorgt im Vergleich zu einem chaotischen für bessere Leistung. Egal, ob im Homeoffice oder im Büro: Auch Unordnung ist oftmals das Ergebnis eines schlechten Zeitmanagements. Um Chaos zu vermeiden, empfiehlt sich die Anwendung der Fünf-Minuten-Regel.

Prioriäten setzen und Schnelles schnell erledigen

Dabei wird alles, was man in fünf Minuten schafft, sofort erledigt, während Aufgaben, die länger dauern, in die To-Do-Liste aufgenommen werden. Dies führt gleichzeitig dazu, dass einer der größten Störfaktoren fokussierten Arbeitens ausgemerzt wird: das Multitasking. Das nämlich ist ein wahrer Produktivitätskiller, der die Kreativität hemmt und die Fehleranfälligkeit erhöht, wie neueste Untersuchungen zeigen. Es führt nicht nur zu schlechteren Leistungen, sondern hat langfristig auch Auswirkungen auf das Gehirn. Nur die wenigsten Menschen sind wirklich dazu in der Lage, sich erfolgreich mehreren Aufgaben gleichzeitig zu widmen, fanden Forscher heraus. Selbst die, die behaupten es zu können, liegen damit in der Regel falsch. Das Problem ist, dass Multitasking per se verhindert, dass man fokussiert arbeitet: Die Gedanken springen von einer Sache zur anderen und es entsteht Stress, weil man darauf bedacht ist, nichts zu vergessen. Wer sich stattdessen durch gezielte Priorisierung auf einzelne Aufgaben konzentriert, spart sich also nicht nur Zeit, sondern auch Nerven.

Über den Autor

Oliver Meinecke ist IT-Projektmanager mit dem Schwerpunkt SAP und technische Komponenten. Er gilt als einer der führenden Experten im Umgang mit dem SAP Solution Manager und als Profi rund um die Themen Digitalisierung, IT-Intelligenz, IT-Aktualität, IT-Effizienz, Optimierung der Infrastruktur und Homeoffice. Seine Auftraggeber sind mittelständische Unternehmen und Konzerne, die komplexe, dezentrale Projekte mit internationalen und interkulturell besetzten Projektteams steuern und erfolgreich abschließen möchten. Oliver Meinecke trimmt Strukturen auf maximale Effizienz, indem er Prozesse, Datenbestände und IT-Strukturen radikal vereinfacht und reduziert. Dabei ist er ein herausragender Kommunikator, der IT und Menschen technisch und praktisch verbindet. Sein Ziel: Unternehmen in ihrer IT-Struktur autark, weniger krisenanfällig und selbstbestimmt machen, sie zu IT-Leadership-Exzellenz führen. Sein IT-Wissen gibt Oliver Meinecke regelmäßig in Podcasts, Whitepapern und Fachpublikationen weiter.

Weitere Informationen unter www.sowacon.de.