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2008 bis 2018: Sägewerke steigern ihre Umsätze und erwirtschaften schon jeden dritten Euro im Ausland

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Der Umsatz der deutschen Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke ist in den vergangenen zehn Jahren nominal (nicht preisbereinigt) um rund 33 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag er 2018 bei 6,4 Milliarden Euro (2008: 4,8 Milliarden Euro). Im außergewöhnlich trockenen und warmen Jahr 2018 stieg der Branchenumsatz um 8 % im Vorjahresvergleich und überstieg erstmals die 6-Milliarden-Euro-Marke. Die Branche ist auf heimisches Holz angewiesen, importiert den Rohstoff aber auch. Ebenso bedient sie zunehmend ausländische Kundschaft (siehe Tabelle). Knapp ein Drittel ihres Umsatzes erwirtschaftet sie durch Exporte (2 Milliarden Euro). Die Zahl der Betriebe verringerte sich von 2008 bis 2018 von 435 auf 324.

2018 große Entnahmen von Nadelholz aus hitzegeschädigten Wäldern

Der deutsche Wald litt 2018 unter Wasserknappheit und Hitze. Der Anteil von Bäumen mit deutlichen Kronenverlichtungen stieg auf 29 % (2017: 23 %), wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ermittelte. Nadelbäume wie Fichte und Kiefer leiden besonders unter der Trockenheit und werden anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer. Laut der Holzeinschlagsstatistik des Statistischen Bundesamtes wurden 2018 insgesamt 65 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Insbesondere Holz von Fichten und weiteren Nadelgehölzen wie Tannen und Douglasien (39 Millionen Kubikmeter) sowie Kiefern- und Lärchenholz (12 Millionen Kubikmeter) wurde intensiv aus dem Wald entnommen.

Von den eingeschlagenen Beständen der Fichten und weiterer Nadelgehölze mussten 24 Millionen Kubikmeter aufgrund von Waldschäden gefällt werden, bei den Kiefern und Lärchen bezifferte sich der Schadholzeinschlag auf 5 Millionen Kubikmeter. Dabei entfielen auf den durch Insektenschäden bedingten Einschlag bei den Nadelgehölzen wie Fichte, Tanne und Douglasie 44 % und beim Kiefern- und Lärchenholz 9 % des Schadholzeinschlags.

Der Wald speichert mehr Kohlenstoff

Der deutsche Wald erfüllt als Kohlenstoffspeicher eine wichtige ökologische Funktion. Laut Waldgesamtrechnung der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg die im Wald (Holz und Böden) insgesamt gebundene Menge an Kohlenstoff in den Jahren von 2014 bis 2017 von 3,05 auf 3,10 Milliarden Tonnen. Die Daten des außergewöhnlich heißen und trockenen Jahres 2018 werden in der Veröffentlichung der Waldgesamtrechnung im kommenden Jahr abgebildet.

Der Staat ist der größte Waldbesitzer

Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Waldgipfels weiter mitteilt, treffen die Waldschäden infolge von Trockenheit und Hitze sowohl private Forstbesitzerinnen und -besitzer, als auch den Staat als Waldeigentümer selbst. 2016 gab es in Deutschland insgesamt rund 8,5 Millionen Hektar Wald. Davon waren 3,9 Millionen Hektar Privatforst, 2,4 Millionen Hektar Staatsforst und 2,3 Millionen Hektar Körperschaftsforst. Hierzu zählen etwa kommunale Körperschaften wie Städte und Gemeinden, kommunale Zweckverbände, öffentlich-rechtliche Stiftungen, Hochschulen oder Kirchen.

(ots)

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Apothekenklima-Index 2019: Trübe Branchenaussichten für Apotheken, wachsende Probleme mit Lieferengpässen

Deutschlands Apotheker schauen immer pessimistischer in die Zukunft. Acht von zehn Inhabern (79,8 Prozent) gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Branche in den nächsten zwei bis drei Jahren negativ sein wird. Vor drei Jahren lag dieser Wert noch bei 50,8 Prozent. Das drängendste Thema sieht der Berufsstand in der Schaffung von mehr Planungssicherheit durch stabile rechtliche Rahmenbedingungen. 90,0 Prozent der Inhaber konstatieren hier prioritären Handlungsbedarf.

Als eines der größten Ärgernisse im Berufsalltag bezeichnen 91,2 Prozent der selbständigen Apotheker mittlerweile die Lieferengpässe bei Medikamenten; im Jahr 2016 hatten sich nur 35,5 Prozent der Inhaber darüber geärgert. Erstmals lässt sich nun auch der damit verbundene zeitliche Aufwand quantifizieren: Sechs von zehn Apothekern (62,2 Prozent) geben an, dass sie und ihre Beschäftigten mehr als 10 Prozent ihrer Arbeitszeit dafür aufwenden, um bei Lieferengpässen gemeinsam mit Ärzten, Großhändlern und Patienten nach Versorgungslösungen zu suchen. Das sind Ergebnisse des Apothekenklima-Index‘ 2019, einer repräsentativen Meinungsumfrage von MARPINION im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Der Index, für den seit 2016 jeden Sommer 500 Apothekeninhaber in Deutschland befragt werden, wurde heute zum Auftakt des Deutschen Apothekertages in Düsseldorf vorgestellt.

„Die Stimmung in den Apotheken wird immer schlechter“, sagte ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold: „Wenn vier von fünf Apothekeninhabern für die nächsten Jahre ’schwarz sehen‘, erodiert das Fundament für eine hochwertige und wohnortnahe Arzneimittelversorgung der Menschen in Deutschland.“ Arnold sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf für die Bundespolitik: „Apotheker sind freie Heilberufler, die vernünftige Rahmenbedingungen brauchen. Dazu gehören ordnungspolitische Stabilität, wirtschaftliche Verbesserungen und eine fachliche Perspektive. Darauf warten wir seit mindestens drei Jahren. Mit dem derzeit diskutierten Apothekenreformpaket gibt es immerhin die Chance, ein Stück weiterzukommen und die Situation zu verbessern.“ ABDA-Hauptgeschäftsführer Sebastian Schmitz wies auf die schwierige Gemengelage in der Reformdiskussion hin: „Morgen beginnt der Deutsche Apothekertag, und wir haben zwei abweichende Vorschläge der Politik auf dem Tisch, einen der Bundesregierung und einen des Bundesrates. Was wir nicht gebrauchen können, ist, dass sich die politischen Akteure gegenseitig weiter blockieren. Das wird die Diskussion in den nächsten Tagen maßgeblich mitbestimmen.“

ABDA-Vizepräsident Arnold sieht nun die Gesundheitspolitik am Zuge: „Jetzt kommt es darauf an, dass das Reformpaket zügig in den Bundestag eingebracht, an entscheidenden Stellen nachgesteuert und dann baldmöglichst verabschiedet wird.“ Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Oktober 2016, das ausländische Versandapotheken aus der Festpreisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel entlassen hatte, müsse der Gesetzgeber vor allem die Gleichpreisigkeit bei rezeptpflichtigen Medikamenten endlich wiederherstellen, so Arnold.

Arnold verwies außerdem auf die zusätzlichen Belastungen der Apotheken durch die sich zuspitzenden Arzneimittel-Engpässe: „Die im Apothekenklima-Index erfragten Bewertungen zum Zeitaufwand bei Lieferengpässen lassen sich jetzt auch mit Verordnungszahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts empirisch untermauern.“ Demnach hat sich die Anzahl der Rabattarzneimittel, die aufgrund eines Lieferengpasses ausgetauscht werden mussten, bei gesetzlich krankenversicherten Patienten von 5,0 Millionen Packungen im Jahr 2016 auf 9,3 Millionen Stück im Jahr 2018 fast verdoppelt. Betroffen ist jedes 50. Rabattarzneimittel (9,3 von 450 Millionen Packungen im Jahr 2018). Im Jahr 2018 haben die Top-10-Wirkstoffe mit 4,7 Millionen Arzneimitteln fast die Hälfte der 9,3 Millionen Lieferengpässe ausgemacht. Hochdosiertes, rezeptpflichtiges Ibuprofen (Schmerzmittel) belegt mit 1,6 Millionen Packungen den ersten Platz auf der Liste. Mit fünf Wirkstoffen unter den Top 10 sind die Blutdrucksenker Valsartan, Ramipril und Bisoprolol sowie deren Kombinationen mit Diuretika (harntreibende Mittel) ebenfalls weit oben.

Die Pressekonferenz zum Apothekenklima-Index läutet den Deutschen Apothekertag ein, der in diesem Jahr vom 25. bis 27. September 2019 im CCD Congress Center Düsseldorf stattfindet. Mehr als 300 Delegierte aus jeweils 17 Apothekerkammern und -verbänden diskutieren und beschließen in der Hauptversammlung die zukünftigen Positionen ihres Berufsstandes. Die Pressestelle des Deutschen Apothekertages befindet sich im 1. OG, CCD / Messe, Eingang Süd, Stockumer Kirchstr. 64, 40474 Düsseldorf.

(ots)

Ernüchterung: Digitalisierung ist weder Fluch noch Segen

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72 Prozent der Deutschen glauben, dass die Digitalisierung ihre Jobs verändert – vor allem auf positive Art. Sie bringe sinnvolle Helfer hervor, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen, bestätigen rund drei von zehn Berufstätigen. Doch die positiven Aspekte werden weniger überschwänglich bewertet als noch vor einem Jahr. Es hat sich herumgesprochen: Digitalisierung ist kein Job-Killer, aber auch kein Wundermittel im Beruf. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie, für die im Auftrag der ManpowerGroup 1.004 Bundesbürger, darunter 753 Berufstätige, befragt wurden.

Es war ein Angst-Thema: Die Digitalisierung könnte Arbeitsplätze vernichten und Roboter die Mitarbeiter ersetzen, glaubten einige Deutsche. Gleichzeitig wurden die Vorzüge der technischen Helfer hervorgehoben. Nun hat sich die erste Aufregung gelegt. Fast drei von zehn Deutschen sehen inzwischen keinerlei Auswirkungen der Digitalisierung auf ihren Job – weder positiv noch negativ.

Ganz verschwunden ist die Angst um den Arbeitsplatz aber doch nicht: 16 Prozent fühlen sich unter Druck gesetzt, genauso schnell und fehlerfrei arbeiten zu müssen wie ein Roboter. 14 Prozent befürchten, dass im Zuge der Digitalisierung Jobs abgebaut werden. Datenschutz und IT-Sicherheit machen 13 Prozent Sorgen.

„Wie auch andere ManpowerGroup-Studien zeigen, werden einige Tätigkeiten künftig wegfallen und beispielsweise von Robotern effizienter oder gefahrenfreier durchgeführt. Gleichzeitig schafft die Digitalisierung allerdings auch Jobs – zum Beispiel, um die technischen Helfer zu überwachen“, sagt Frits Scholte, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.

Digitalisierung ist positiv, aber kein Allheilmittel

Insgesamt sehen die deutschen Berufstätigen den digitalen Wandel positiv. 29 Prozent hoffen auf Unterstützung bei der Arbeit durch digitale Helfer. „Apps, Collaboration-Tools, E-Learning und andere Innovationen können den Arbeitsalltag erleichtern. Richtig eingesetzt verbessern sie den Austausch zwischen den Kollegen, das Wissensmanagement und beschleunigen wiederkehrende Aufgaben“, so Scholte. „Allerdings muss man realistisch sein: Wunder können die Tools nicht vollbringen.“ Glaubten 2018 noch 31 Prozent der Berufstätigen, dass der Austausch mit Kollegen einfacher werde, sind jetzt nur noch 28 Prozent dieser Meinung. Vor einem Jahr erhofften sich auch noch 19 Prozent, künftig weniger stupide Tätigkeiten machen zu müssen – jetzt geben das nur 16 Prozent an.

Über die Studie

Für die Studie „Jobzufriedenheit 2019“ wurden insgesamt 1.004 Bundesbürger online befragt, darunter 753 Berufstätige. Das Marktforschungsinstitut Toluna führte die Umfrage im Juni 2019 im Auftrag der ManpowerGroup durch.

(ots)

Internationale Reinigungsfachmesse startet mit der traditionellen Parade der Reinigungsbranche

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Blitzsauberer Auftritt auf dem Berliner Messegelände: Mit der traditionellen Parade der Reinigungsbranche ging heute Morgen die CMS Berlin 2019 – Cleaning.Management.Services. an den Start. Bei ihrer zehnten Auflage verzeichnet die Internationale Reinigungsfachmesse eine erneute Rekordbeteiligung mit rund 450 Ausstellern aus 25 Ländern. Auf über 31.000 Quadratmetern Hallen- und Freigeländefläche stehen vom 24. bis 27. September Innovationen und technische Weiterentwicklungen bei Reinigungsmaschinen und -geräten sowie Reinigungs-, Pflege- und Desinfektionsmitteln im Mittelpunkt. Erwartet werden über 20.000 Branchenvertreter aus rund 80 Ländern.

(ots)

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  • CMS Berlin 2019 eröffnet: Internationale Reinigungsfachmesse: obs/Messe Berlin GmbH

Konsumbarometer Studie 2019 – Regionale Produkte kommen raus aus der Nische

Nach den Ergebnissen des Konsumbarometers 2019 von Consors Finanz – „Global denken, regional handeln“ – sind für knapp zwei Drittel der europäischen Verbraucher regionale Erzeugnisse künftig nicht mehr aus dem Handel wegzudenken. Die Studie hat die Einstellung der Europäer zu regionalen Produkten insgesamt untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass die Befragten generell großes Vertrauen in heimische Produkte haben und regionale Erzeugnisse schätzen. Aus Sicht von 69 Prozent hat sich das Angebot an regionalen Waren dabei in den vergangenen Jahren insgesamt vergrößert. Das gilt vor allem für regionale Lebensmittel, deren Angebot im Handel von 93 Prozent der Befragten wahrgenommen wird. Im Vergleich: Bei Möbeln glauben nur 59 Prozent, dass Erzeugnisse aus der Region verfügbar sind, bei Bekleidung 54 Prozent.

Nach oben ist noch Luft

Die Zahlen zeigen aber auch: Das Angebot ist weiter ausbaufähig. 55 Prozent der Befragten glauben, dass regionale Produkte bislang nur bei bestimmten Händlern und Vertriebswegen zu finden sind. Gleichzeitig ist es 95 Prozent wichtig, dass der Kauf regionaler Produkte besonders gefördert und unterstützt wird. „Die Verbraucher wünschen sich mehr regionale Produkte im Handel, und das sowohl am PoS als auch im Online-Handel“, sagt Dr. Anja Wenk, Deputy CEO B2B von Consors Finanz. „Wesentlich mehr Händler und Marken könnten und sollten auf diese Entwicklung zu nachhaltigen und regionalen Produkten eingehen und mit einem gezielten Angebot bei ihren Kunden punkten“, so Wenk.

Regionale Produkte: Raus aus der Nische. (Quelle: Consors Finanz)

Kleingewerbe nimmt aktivste Rolle ein

Kleinere Einzelhändler und das Handwerk (80 Prozent) werden von den Konsumenten bereits als die Gruppe wahrgenommen, die am aktivsten regionale Produkte fördern, gefolgt von gemeinnützigen Verbänden und Vereinen mit 76 Prozent. Auch die Rolle der Verbraucher (67 Prozent), Marken (59 Prozent) und Unternehmen (56 Prozent) wird mehrheitlich als positiv wahrgenommen. Anders sieht es hinsichtlich Medien, Behörden sowie der Europäischen Union aus. Diese werden als weniger aktiv empfunden (49 Prozent, 44 Prozent sowie 42 Prozent).

Die vollständige Studie kann abgerufen werden unter
https://studien.consorsfinanz.de/

(ots)

Kölnische Rundschau: Kommentar zur Wahl in Israel

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Der Poker beginnt

Sandro Schmidt

zu den Wahlen in Israel

Israel hat gewählt. Bereits das zweite Mal innerhalb eines halben Jahres. Und herausgekommen ist: zunächst einmal Stillstand. Die beiden politischen Lager, die Rechtsnationalisten um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und das Mitte-Links-Bündnis Blau-Weiß um Herausforderer Benny Gantz, werden es schwer haben, in der Knesset eine regierungstaugliche Mehrheit zu organisieren. Es droht wieder das Patt vom April, welches die Neuwahl nötig gemacht hat. Die Nation ist gespalten und die traditionell zersplitterte Parteienlandschaft macht es nicht leichter, eine Koalition zu schmieden. Einschneidend könnte das Ergebnis allerdings für den bisherigen Ministerpräsidenten Netanjahu werden, der zuletzt im Wahlkampf mit noch radikaleren Versprechen auf Kosten der Palästinenser als ohnehin schon gewohnt versucht hatte, seine Anhänger zu mobilisieren. Jeder in Israel wusste, dass für ihn die Alternative lautet: Ministerpräsident oder Anklagebank wegen der Korruptionsvorwürfe. Verliert er seine Immunität, landet er unweigerlich vor Gericht. Sowohl Gantz als auch der ehemalige Verteidigungsminister Avigdor Lieberman, dessen Partei der russischen Einwanderer nun das Zünglein an der Waage spielt, streben eine gemeinsame große Koalition mit der Likud-Partei Netanjahus unter Ausschluss des bisherigen Regierungschefs und der einflussreichen religiösen Parteien des Landes an. Das ist nach jetzigem Auszählungsstand die einzig realistische Alternative zu den dritten Wahlen innerhalb eines Jahres – und nach zehn Jahren rüdem nationalistischem Agieren Netanjahus ein politischer Kulturbruch. Lässt Likud aus Gründen des Machterhalts seinen Frontmann fallen? Der Nervenpoker beginnt. Für Netanjahu geht es dabei um alles oder nichts.

Köln (ots)

Arbeitsmarkt: 60 Prozent der Unternehmen spüren Produktivitätsverlust durch unbesetzte Stellen

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Aus Sicht von Führungskräften in Deutschland ist der zunehmende Wettbewerb um geeignete Fachkräfte die mit Abstand größte Herausforderung für den Geschäftserfolg ihres Unternehmens. Personalmanager befürchten, dass ihre Unternehmen deshalb weniger innovativ und wettbewerbsfähig werden. Das zeigt eine Studie zum Thema Arbeitgeberattraktivität der Online-Jobplattform StepStone, für die mehr als 22.000 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt wurden. Demnach schätzt die deutliche Mehrheit der Beschäftigten die aktuelle Geschäftslage ihres Unternehmens als gut oder sogar sehr gut ein. Ob sich diese positive Entwicklung in der Zukunft fortsetzt, hängt direkt von der Gewinnung neuer Mitarbeiter ab, sind sich 77 Prozent der Unternehmen sicher. Fast ebenso viele halten auch die Weiterbildung ihrer aktuellen Mitarbeiter für unabdingbar, um weiterhin erfolgreich am Markt zu bestehen.

Offene Positionen in der IT und technischen Berufen am schwersten zu besetzen

Der Untersuchung zufolge ist es für die Unternehmen besonders mühsam, IT-Fachkräfte zu gewinnen. Als Hauptgrund hierfür geben Personalmanager insgesamt zu wenig verfügbare Kandidaten an. Zu hohe Gehaltsvorstellungen der Bewerber sowie mangelnde Attraktivität als Arbeitgeber im Vergleich zum Wettbewerb sind demzufolge ebenfalls entscheidende Ursachen. Darüber hinaus fällt es den befragten Unternehmen schwer, offene Stellen in technischen Berufen zu besetzen, wie zum Beispiel Elektroniker oder Mechatroniker. Aber auch die Rekrutierung von Führungskräften sowie Ingenieuren gestaltet sich herausfordernd. Über zwei Drittel der Unternehmen stellen einen direkten Zusammenhang her zwischen der eigenen Innovationsfähigkeit und der Verfügbarkeit von Talenten am Markt. „Das knappe Angebot an Fachkräften zwingt Unternehmen dazu, sich vom Wettbewerb abzusetzen,“ sagt Dr. Tobias Zimmermann, Arbeitsmarktexperte bei StepStone. „Dazu zählt auch, in neue Technologien zu investieren, die es Jobsuchenden ermöglichen, sich einfacher und schneller zu bewerben. Ein effizienter Bewerbungsprozess ist ein zunehmend entscheidender Wettbewerbsfaktor.“

Investitionsstau beim Thema Personalgewinnung?

Für gut 80 Prozent der Personalmanager ist es eine Herausforderung, genügend Budget für die Gewinnung neuer Mitarbeiter bereitgestellt zu bekommen. Noch mehr halten es für anspruchsvoll, für sich als Arbeitgeber zu werben. Mehr als jeder fünfte Recruiter sieht hierin sogar eine sehr große Herausforderung. Zeitnahe Steigerungen ihrer Investitionen in neue digitale Technologien, die Bewerbungsprozesse vereinfachen und schneller gestalten können, plant allerdings nicht einmal jedes dritte Unternehmen. Dies gilt ebenso für gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitgebermarke. Neueinstellungen oder Weiterbildungen im Bereich Personal haben aktuell noch geringere Priorität. „Der Wettbewerb um die besten Fachkräfte erreicht den Arbeitsmarkt erst in den nächsten Jahren mit voller Wucht. Um sich für die Zukunft erfolgreich aufzustellen, müssen Unternehmen ihrer Personalgewinnung deshalb jetzt die nötige Relevanz und genügend Mittel für Investitionen einräumen,“ erläutert Zimmermann weiter.

Alle StepStone-Studien und Insights rund um Karriere, Gehalt, Recruiting und Arbeitsmarkt gibt es kostenfrei unter: www.stepstone.de/wissen

Düsseldorf (ots)

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Geschäftsreisende sind genervt von den Telefonaten ihrer Mitreisenden

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Die Mehrheit der Geschäftsreisenden fühlt sich im Zug von telefonierenden Mitreisenden gestört, nimmt selbst aber keine Rücksicht auf die anderen Passagiere. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von AirPlus International hervor, einem führenden Anbieter von Paymentlösungen für Geschäftsreisen.

Während knapp 45 Prozent der Business Traveler zugeben, zumindest „ein wenig“ von den Telefonaten ihrer Mitreisenden genervt zu sein, stößt die Telefoniererei rund 17 Prozent ziemlich sauer auf. Nur etwa ein Zehntel der Geschäftsreisenden scheint gegen die Quassler immun zu sein: 9,8 Prozent der Business Traveler fühlen sich davon „gar nicht gestört“.

Umgekehrt sind die meisten Geschäftsreisenden aber auch nicht bereit, sich einen anderen Platz zum Telefonieren zu suchen: Über zwei Fünftel der Business Traveler telefonieren in der Bahn vorzugsweise am eigenen Platz im Abteil; über ein Drittel bleibt dafür im Großraum sitzen. Lediglich 20 Prozent gehen für das Gespräch zum Gang am jeweiligen Wagenende. Nur fünf Prozent gaben an, während der Fahrt gar nicht zu telefonieren.

Generell rangiert das Telefonieren bei den Geschäftsreisenden immerhin an vierter Stelle der bevorzugten Beschäftigungen in der Bahn: 28 Prozent der Business Traveler greifen unterwegs gerne „zum Hörer“ – gleich nach dem Lesen von Zeitungen und Büchern (37,8 Prozent). Die beliebtesten Aktivitäten sind die Arbeit am Laptop (52 Prozent) bzw. das Lesen und Beantworten von E-Mails (46,7 Prozent).

Für die repräsentative Online-Umfrage hat AirPlus International im Juli bundesweit insgesamt 475 Personen befragt.

Neu-Isenburg (ots)

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Digitalisierung der Wirtschaft noch nicht in Unternehmensverhandlungen angekommen

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Studie der Universitäten Hohenheim und Potsdam im deutschen Management: Der Digitalisierung von Verhandlungen stehen Manager gespalten gegenüber. Die Manager nutzen zwar vielfältige Medien zur Kommunikation mit dem Verhandlungspartner, bevorzugen jedoch die Unterstützung von erfahrenen Kollegen anstelle von elektronischen Systemen.

Die Wirtschaft setzt neben traditionellen Face-to-Face Verhandlungen immer vielseitigere Medien in Verhandlungen ein – doch elektronischen Unterstützungssystemen steht die Verhandlungspraxis eher skeptisch gegenüber; so lautet das Ergebnis einer Umfrage der Universitäten Hohenheim und Potsdam unter dem Dach der Negotiation Academy Potsdam. Außerdem ist zu beobachten, dass die Bedeutung eines systematischen Verhandlungsmanagements mittlerweile auf der Führungsebene angekommen zu sein scheint. Trotzdem wünschen sich die Verhandlungsführenden einen noch höheren Stellenwert dieses Themas bei ihren Unternehmen, so Prof. Dr. Markus Voeth von der Universität Hohenheim in Stuttgart.

Unsicherheit gegenüber neuen Technologien

Eine Mischung aus verschiedenen Kommunikationsmedien gehört bei einer großen Mehrheit der Manager zum Verhandlungsalltag, so ein Ergebnis der Befragung von rund 350 Verhandlungsführern. Die Befragten schreiben elektronischen Systemen grundsätzlich eine zunehmende Bedeutung zu. Allerdings werden innovative Technologien zur Verhandlungsunterstützung in der Praxis bisher kaum genutzt, vor allem Systeme die auf künstlicher Intelligenz oder virtueller Realität basieren, sind noch nicht in der Breite der Unternehmensverhandlungen angekommen. Dies liegt auch an der noch fehlenden Akzeptanz und Erfahrung gegenüber innovativen Systemen zur Unterstützung von Verhandlungen. Nach eigenen Angaben sind sich ein Drittel (38,3 %) der Verhandlungsführer unsicher bezüglich der Verbesserung ihrer Ergebnisse mittels solcher neuen und innovativen Technologien.

Insgesamt ist die Nutzung von elektronischen Systemen seitens der Praktiker vor allem in der Verhandlungsvorbereitung (70,3 %) gewünscht. Dies ist beispielsweise für die Entwicklung einer Zieldefinition oder das Training der Mitarbeiter der Fall. In der Verhandlungsführung hingegen erachten die Manager diese als weniger hilfreich. Hier wird spezifisches Know-How des Verhandelnden, wie Kreativität oder Flexibilität in der Verhandlungsführung, als zwingend notwendig erachtet.

Nutzung vielseitiger Verhandlungsmedien

Während Verhandlungen in der Hälfte der Fälle (49 %) immer noch Face-to-Face geführt werden, kommen zahlreiche weitere Systeme zur Kommunikation mit dem Verhandlungspartner zum Einsatz, so das Ergebnis der Studie. Ein Fünftel der befragten Manager führt Verhandlungen am Telefon (20,7 %) und 13,6 % nutzten E-Mails als entsprechendes Medium. Auch Videokonferenzen und andere Systeme zur Verhandlungsunterstützung werden als Kommunikationsmedien eingesetzt.

Bei Verhandlungsschulungen bevorzugt das Management jedoch noch die klassische persönliche Begegnung: Mehr als drei Viertel (78 %) der deutschen Manager lassen sich lieber von erfahrenen Kollegen als von elektronischen Systemen schulen und unterstützen.

Nachwuchs-Management wird zunehmend auf Verhandlungen vorbereitet

Auffallend ist, dass immer mehr Führungskräfte während ihrer Ausbildung auf Verhandlungen vorbereitet werden, so ein weiteres Ergebnis. Während 2014 lediglich 30 % der Befragten angaben, während ihrer Ausbildung auf die Tätigkeit „Verhandeln“ vorbereitet worden zu sein, waren es 2018 bereits fast die Hälfte (49 %).

Folgerichtig habe das Problem „keine ausreichende Vorbereitung auf die Tätigkeit ‚Verhandeln‘“ vor allem Altersgründe: Lediglich 19 % der über 60-Jährigen gaben an, dass das Thema „Verhandeln“ Teil ihrer Ausbildung oder ihres Studiums gewesen sei.

„Die Umfrage zeigt, dass die Bedeutung des Themas im Management inzwischen angekommen ist“, freut sich Prof. Dr. Uta Herbst als Co-Leiterin der Studie. „Allerdings legen die Ergebnisse auch nahe, dass es immer noch Handlungsbedarf gibt.“ Das zeige sich zum Beispiel daran, dass sich mehr als die Hälfte (56 %) zu Beginn ihrer Verhandlungstätigkeiten eine stärkere Unterstützung durch ihr Unternehmen gewünscht hätte.

Vielfache Gründe für Misserfolge in Verhandlungen

Darüber hinaus geben die Befragten an, dass rund ein Drittel aller Verhandlungen zu suboptimalen Ergebnissen führe. Der Hauptgrund hierfür wird weniger in eigenen Fehlern, als in einer überlegenen Position des Gegenübers gesehen. „Knapp die Hälfte der Befragten nennt die Machtdominanz der Gegenseite als wichtigsten Grund für einen möglichen Misserfolg“, erläutert Co-Studienleiter Prof. Dr. Voeth. Als zweithäufigster Grund (44 %) wird die zu ambitionierte Zielsetzung auf der eigenen Seite gesehen, so ein weiteres Ergebnis.

Knapp ein Drittel der Befragten (28 %) sieht einen möglichen Grund in der ungenügenden Verhandlungsvorbereitung auf der Gegenseite und nur 22 % nennt die mangelnde Vorbereitung der eigenen Seite als Ursache. Auch eine unpassende Zusammensetzung des Verhandlungsteams (20 %) sowie schlechte Teamarbeit (14 %) betrachten einige Manager als einen Hinderungsgrund für ein optimales Ergebnis, so die Studie.

Verhandlungen im Team werden als erfolgreicher eingestuft

Dabei hätten gerade gut funktionierende Teams in Verhandlungen die größte Aussicht auf Erfolg, meinen zumindest 44 % der befragten Manager. Doch die Realität sieht anders aus: Knapp die Hälfte (46 % der Befragten) gibt an, Verhandlungen meist alleine zu führen. Fast ein Drittel (31 %) verhandelt demnach sowohl im Team als auch alleine. Lediglich 24 % der Manager führen ihre Verhandlungen ausschließlich im Team.

Unternehmer, die im Team verhandeln, führen laut der Studie die Gespräche meist in Zweierteams (37 %). Ein weiteres Drittel (31 %) verhandelt zu dritt. Und ein weiteres Drittel verhandelt demnach in Teams mit vier oder mehr Personen (34 %). Ein Großteil der Verhandlungen werden dementsprechend mit einer Teamgröße von zwei bis drei Personen geführt.

„Insgesamt zeigt die Studie im Vergleich zu der bereits 2014 durchgeführten Basisstudie, dass sich beim Thema ‚Verhandlungen‘ in den Unternehmen etwas getan hat. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass hierbei viel auf dem Spiel steht und man daher gut beraten ist, dem Thema größere Beachtung zu schenken“, fasst Prof. Voeth zusammen. „Allerdings fehlt es aber oft noch an strukturiertem Vorgehen und betriebswirtschaftlich fundierten Prozessen. Hier ist auch die Wissenschaft gefordert, Unternehmen Tools, Instrumente und Prozesse zur Verfügung zu stellen, damit diese Verhandlungen irgendwann einmal genauso professionell wie andere Aufgaben der Unternehmensführung steuern können.“

HINTERGRUND: Studie „Wie verhandeln deutsche Manager?“

„Wie verhandeln deutsche Manager?“ lautet der Titel einer Online-Befragung unter rund 350 Verhandlungsführer aus der Praxis vom Herbst 2018. Diese wurde durchgeführt von der Negotiation Academy Potsdam unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Voeth (Universität Hohenheim) und Prof. Dr. Uta Herbst (Universität Potsdam), die über Standorte an den Universitäten Potsdam und Hohenheim verfügt. Die Negotiation Academy Potsdam ist Teil der Hohenheim Management School.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Befragung war die Selbsteinschätzung der Teilnehmenden, dass Verhandlungen einen wesentlichen Teil ihres beruflichen Aufgabenbereichs ausmachen. Die Befragten entsprechen gemäß ihrem Alter und ihrem Geschlecht der Verteilung deutscher Führungspersonen.
Die komplette Studie steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://www.negotiation-academy-potsdam.de/fileadmin/user_upload/de/News/Wie_verhandeln_deutsche_Manager.pdf

 

Ohoven: Große Sorge wegen zusätzlicher Belastung der Betriebe durch Klimapaket der GroKo

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Mittelstandspräsident Mario Ohoven befürchtet erhebliche Zusatzbelastungen für die Betriebe durch das Klimapaket der GroKo. Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) erklärte in Berlin: „Ich kann nur davor warnen, angesichts einer heraufziehenden Rezession der Wirtschaft weitere Lasten aufzubürden. Doch statt die Unternehmen zu entlasten, bringen die angekündigte CO2- Bepreisung von Benzin, Heizöl und Erdgas sowie die geplante Neuausrichtung der LKW- Maut und der Kfz-Steuer am CO2-Ausstoß erhebliche Mehrkosten vor allem für mittelständische Betriebe mit sich, denen keine nennenswerten Entlastungen gegenüberstehen. Von einer höheren Pendlerpauschale profitieren zwar unsere Mitarbeiter, aber nicht die mittelständischen Unternehmen. Und die geplante Senkung der EEG-Umlage auf Ökostrom ist viel zu mutlos ausgefallen. Aus dem Maßnahmenbündel spricht ein Klima- Aktionismus, der dem Wirtschaftsstandort mit Sicherheit Schaden zufügen wird, dessen positive Wirkungen für das Klima aber ungewiss sind.“

Positiv bewertet Präsident Ohoven, dass die GroKo an der Schwarzen Null festhalten will und dass eine CO2-Steuer zugunsten eines Zertifikatehandels vermieden wurde: „Das waren von Anfang an unsere Forderungen.“

(ots)