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DORA-Verordnung auf dem Vormarsch: Digitales Vertragsmanagement als Erfolgsfaktor

Im Kontext steigender Cyberbedrohungen gewinnt die strikte Einhaltung bzw. Umsetzung entsprechender Compliance-Vorschriften stetig an Bedeutung. Als Bereitsteller kritischer Infrastruktur gilt insbesondere für Finanzunternehmen, IT-Ausfälle und sicherheitsrelevante Vorfälle zu verhindern, um für die Aufrechterhaltung des Betriebs zu sorgen. Mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA) erließ die EU ein Regelwerk zur Sicherstellung der digitalen Betriebsstabilität sowie zur Vermeidung systemischer Risiken im Finanzsektor.

Die neuen Vorgaben harmonisieren und verschärfen die bestehenden regulatorischen Anforderungen an das IKT-Management und greifen in den IT-Betrieb bzw. in die Auslagerungen an Dritte ein. Gleichzeitig nehmen die Nachweis- und Berichtspflichten zu, die einen erheblichen Mehraufwand bedeuten. Mit der näher rückenden Umsetzungsfrist bis 17. Januar 2025 gilt es für die mehr als 22.000 betroffenen Finanzunternehmen und IKT-Dienstleister, rechtzeitig die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die Digitalisierung ein. An welcher Stelle diese ansetzen muss, um alle bestehenden Geschäftsprozesse miteinzubinden, erläutert Robin Schmeisser, Geschäftsführer der Fabasoft Contracts GmbH, einem der ersten Anbieter einer Vertragsmanagement-Software, welche eine eigene Lösung für DORA beinhaltet.

An der Quelle der Informationen beginnen

Am Anfang einer jeden geschäftlichen Zusammenarbeit steht ein Vertrag, so auch bei der Beauftragung eines IKT-Dienstleisters. Jene Vereinbarungen enthalten sämtliche relevanten Informationen zum Lieferanten, zur festgelegten Leistung, zu involvierten Subunternehmen u. v. m. und stellen somit die Basis für alle nachfolgenden Aktivitäten dar. Sind diese Daten allerdings nicht von Beginn des Geschäftsprozesses digital erfasst, müssen die Akteur:innen viele Tätigkeiten mehrfach ausführen. Zum Beispiel das händische Aufsetzen und Warten von Listen, Kalendereinträgen und Auswertungen.

Für eine ganzheitliche Digitalisierung ist es daher essenziell, dass Finanzunternehmen den Fokus auf die effiziente Verwaltung von Lieferanten und Verträgen legen. Dies umfasst Prozesse, die beim Hinzukommen neuer Dienstleister entstehen, wie die Due Diligence und die Einholung benötigter Dokumente. Die Implementierung geeigneter digitaler Lösungen kann nicht nur zu einer Steigerung der Arbeitsabläufe führen, sondern auch den Verantwortlichen die Gewissheit geben, sämtlichen erforderlichen Sorgfaltspflichten nachzukommen.

Prozesse digital und nachvollziehbar steuern

Ein digitales Vertragsmanagement muss sämtliche Schritte vom anfänglichen Sourcing eines Lieferanten, über den Abschluss der Verträge, bis hin zum laufenden Controlling und Reporting der Vereinbarungen umfassen. Spezialisierte und smarte Tools bilden alle Ebenen des Auslagerungsprozesses digital und revisionssicher ab.

Bei Anlage eines neuen IKT-Dienstleisters im System ist es notwendig, dass die Software selbstständig die Einholung der notwendigen Unterlagen steuert: Darunter Risikobewertungen, Wesentlichkeitsbeurteilungen, Auslagerungsgenehmigungen, Zertifikate sowie Leistungsbeschreibungen. Mithilfe von festgelegten Fristen starten dann Erinnerungen und gegebenenfalls Eskalationsworkflows, die rechtzeitig an bevorstehende Tätigkeiten wie wiederkehrende Überprüfungen, Erneuerung von Nachweisen zu erinnern.

Neben dem Sourcing müssen die Workflows auch bei der gesetzeskonformen Vertragserstellung unterstützen. Die DORA-spezifischen Informationen wie die Bewertung der Auslagerung, die Beschreibung des Auslagerungsgegenstands oder die Dokumentation der Assets gelangen dann aus der Akte direkt in den Vertrag. Die Anwendung und Verwaltung der Standardvertragsklauseln erfolgt mithilfe der Klauselbibliothek selbstgesteuert. Um die Zusammenarbeit nahtlos zu gestalten, werden Lieferanten aktiv in die Workflows integriert. Externe Partner erhalten Zugang zu den erforderlichen Vertragsakten und können selbst Dokumente teilen, bearbeiten oder signieren.

Berichtspflichten automatisiert erfüllen

All diese Prozessschritte (darunter auch Freigaben) sind dank elektronischer Workflow-Unterschriften direkt innerhalb des Systems des digitalen Vertragsmanagements nachvollziehbar und revisionssicher einsehbar. So stellen die Verantwortlichen die nachweisliche Durchführung sämtlicher Aktivitäten sicher und können dies speziell in Auditsituationen jederzeit belegen.

Die automatisierte Berichterstellung unterstützt das wiederkehrende oder anlassbezogene Reporting, indem Informationen von Beginn an kategorisiert in der digitalen Akte hinterlegt sind. Dies ermöglicht die schnelle Generierung benötigter Auswertungen. In einem Auslagerungsregister mit unterschiedlichen Filter- und Sortiermöglichkeiten bleiben alle kritischen IKT-Dienstleistungen jederzeit im Blick. Somit gelingt auch die schnelle Beantwortung von Ad-hoc-Anfragen.

Fazit:

Die Umsetzung von DORA verlangt eine ganzheitliche Betrachtung und Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsprozesse. Der Einsatz der passenden Werkzeuge optimiert nicht nur die Arbeitsabläufe, sondern unterstützt auch bei der nachweislichen Erfüllung der neuen gesetzlichen Vorgaben und Sorgfaltspflichten. Nicht zuletzt, weil der Geschäftsführung von Finanzunternehmen die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften obliegt.

Über Fabasoft Contracts

Die Vertragsmanagement-Software ermöglicht die effiziente Erstellung, Digitalisierung und Verwaltung von Vertragsdokumenten über den gesamten Lebenszyklus. Neben der Integration einer fortgeschrittenen sowie qualifizierten elektronischen Signatur gemäß eIDAS-Verordnung stellen die intelligente, semantische Volltextsuche, individuelle Workflows und das automatisierte Fristenmanagement Kernfunktionen des cloudbasierten Standardprodukts dar.

Vertragsmanagement steht in direktem Zusammenhang mit Compliance-Themen. So bietet Fabasoft Contracts für die Umsetzung der EU-Verordnung DORA eine eigene Solution für Finanzunternehmen an.

Mehr unter www.fabasoft.com/dora

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  • Robin Schmeisser Fabasoft Portrait: Fabasoft
  • DORA-Verordnung: Getty Images

Hentschke Bau ist „World’s Best Employer”

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In der Studie „World’s Best Employers 2024” wurde die Hentschke Bau GmbH als Sieger aus mehr als 100.000 Arbeitgebern ermittelt. Damit gehört das sächsische Bauunternehmen zu den besten Arbeitgebern Deutschlands. Das Jahr beginnt damit für Hentschke mit einer neuerlichen Auszeichnung.

Die Studie wurde von der SQC-QualityCert GmbH in Berlin durchgeführt und basiert unter anderem auf den Kriterien Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Reputation, Leistungen für Mitarbeiter und deren Zufriedenheit sowie der Unternehmenskommunikation mit Bewerbern und der Öffentlichkeit. In einem mehrstufigen Prozess identifiziert die Metaanalyse einmal pro Jahr aus über 129.000 Arbeitgebern in Deutschland die attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland, welche dann mit dem Arbeitgebersiegel „World’s Best Employer“ ausgezeichnet werden.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie ist eine weitere Anerkennung unserer Anstrengungen, unseren Kolleginnen und Kollegen weit mehr zu bieten als einen interessanten und krisensicheren Arbeitsplatz. Unser gemeinnütziges und soziales Engagement, unsere Mehrwerte für die Mitarbeiter und unser wertschätzender Umgang miteinander sind das Fundament unseres Erfolges als Unternehmen und als Arbeitgeber“, so Jörg Drews, Geschäftsführer der Hentschke Bau GmbH.

Die Hentschke Bau GmbH gehört zu den größten Arbeitgebern in Ostsachsen und beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter aus 12 Nationen. Sitz des Unternehmens ist Bautzen. Weitere Standorte sind Dresden, Erfurt und Berlin. Das Unternehmen bildet regelmäßig und umfassend aus und sucht ständig Nachwuchs sowohl in handwerklich-gewerblichen als auch in kaufmännischen Berufen.

Weitere Informationen unter www.hentschke-bau.de.

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„Ist Deutschland noch zu retten?“

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Kurz nach der Europawahl, kurz vor drei wichtigen Landtagswahlen und während der laufenden Fußball-EM lädt der Wirtschaftsgipfel Deutschland zu kontroversen Debatten zwischen Wirtschaft, Politik, Sport und Gesellschaft ein – nämlich am 21. Juni 2024. Veranstaltungsort ist wie immer in den letzten Jahren der Sportpark Ronhof | Thomas Sommer in Fürth.

Fachkräfte fehlen, neuen Technologien sorgen für mehr Skepsis als Zukunftshoffnungen, die politische Lage ist fragil, die Transformation der Wirtschaft stockt und Deutschland ist in vielen ökonomischen Schlüsselbereichen Schlusslicht, Bremser und Zauderer. So beklagen es viele Unternehmer. Und auch die öffentliche Berichterstattung zeichnet das Bild eines Landes, das zurückfällt, Wohlstand verliert und seine ehemals deutschen Tugenden verlernt zu haben scheint: Schluss mit Made in Germany, Präzision und Krisenfestigkeit. In dieser Gemengelage stellt der Wirtschaftsgipfel Deutschland 2024 die Frage: „Ist Deutschland noch zu retten?“

Nachgehen sollen dieser Frage rund 150 Unternehmer und Führungskräfte, Vertreter aus Politik und Verbänden sowie Größen des Sports und der Gesellschaft. Erwartet werden CEOs großer Unternehmen, prominente Redner und zahlreiche Experten.

Schwerpunktthemen werden Digitales und KI, der Wirtschaftsstandort Deutschland in politischen Umbruchzeiten sowie die große Transformation, die nahezu alle Unternehmen, Konsumenten und Entscheider zu Veränderungen zwingen wird, sein. Doch zu welchen Veränderungen sind wir bereit? Beim Wirtschaftsgipfel Deutschland treffen Forderungen der Wirtschaft auf die sehr unterschiedlichen Vorstellungen der Politik.

„Wir erwarten auch in diesem Jahr hohen Besuch aus der Bundes- und Landespolitik sowie aus den Chefetagen der europäischen Wirtschaft“ so Marcel Riwalsky, Erfinder und Veranstalter des Wirtschaftsgipfel Deutschland. Das Format habe sich bewährt und erfahre viel Zuspruch. Der Rahmen erlaube sowohl wichtige Impulse und Weichenstellungen als auch vertrauliche Hintergrundgespräche.

Weitere Informationen zum Programm, zur Teilnahme und den prominenten Gästen gibt es unter www.wirtschaftsgipfel.com. Wer am 21. Juni im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer in Fürth beim Wirtschaftsgipfel Deutschland dabei sein möchte, sollte wegen der Fußball-EM und anderen parallel stattfindenden Veranstaltungen frühzeitig buchen.

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Auch im Maßregelvollzug: „Es funktioniert nur miteinander“

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Das Niederrhein Therapiezentrum Duisburg (NTZ) betreibt im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des sogenannten Maßregelvollzugs eine Facheinrichtung für drogenabhängige Männer. Betrieben wird die Einrichtung als gemeinnützige GmbH (gGmbH). Sie verfolgt also nicht in erster Linie wirtschaftliche Zwecke. Das NTZ ist ein Tochterunternehmen der Evangelischen Johanneswerk gGmbH und ein Unternehmen der Diakonie Deutschland. Nun darf sich das NTZ „Mitglied der Ethik Society“ nennen – eine Auszeichnung für Unternehmen, die sich besonders für die Themen Ethik, Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung engagieren.

„Wir haben für unsere Einrichtung einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen lassen und sind auf einem sehr guten Weg“, berichtet Dr. Ronald Dossi, Geschäftsführer des NTZ. Man sei bei allen Aspekten der Nachhaltigkeit gut unterwegs und engagiert, aber es gebe auch Nachholbedarfe. Insbesondere in den Bereichen ethischer und sozialer Verwendung von Finanzmitteln und beim sozialen Miteinander habe das NTZ gut abgeschnitten. „Wir sind ein sozialer Träger und somit ein Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Als solches unterliegen wir vielen Regulierungen und Restriktionen, gerade bei der Verwendung von Mitteln. Dennoch sind wir stolz darauf, hier vorbildlich zu sein“, so Dossi.

Auch bei den Themen Mitbestimmung, soziales Miteinander, Arbeitsbedingungen und Kollegialität schneide das NTZ überdurchschnittlich gut ab. „Es geht nur Miteinander“, macht der NTZ-Geschäftsführer deutlich. Das gelte gerade in so sensiblen Bereichen wie dem Maßregelvollzug, der immer auch Teil der öffentlichen Debatte sei.

Verbesserungspotenziale gebe es, so Dossi, noch in bei ökologischen Themen, etwa bei der Mobilität, der Verpflegung und dem Energiemanagement. Hier prüfe man derzeit alle Möglichkeiten, auch im Rahmen des Verbundes. „Wir wollen hier noch besser werden und suchen nach neuen Wegen. Für uns steht das Thema Nachhaltigkeit regelmäßig auf der Tagesordnung.“

Jürgen Linsenmaier, Gründer der Ethik der Society und Ersteller des Nachhaltigkeitsberichtes für das NTZ, lobt das Engagement. „Das ein Träger der Wohlfahrtspflege hier eine Vorbildfunktion übernimmt und sich einer kritischen Betrachtung der eigenen Nachhaltigkeit stellt, ist wichtig und ein großer Schritt.“ Viele Unternehmen hätten sich bereits auf den Weg gemacht und im Kleinen und Großen gute Lösungen entwickelt. Dass sich eine gGmbH aber nicht auf ihrer Gemeinnützigkeit ausruht, sondern diesen Gedanken über das eigene, originäre Geschäftsfeld hinaus auf die Agenda setzt, verdiene besondere Anerkennung.

„Ich bin stolz, dass das NTZ nunmehr Mitglied der Ethik Society ist“, so Linsenmaier. Gerade ein Unternehmen wie das NTZ könne den anderen Mitgliedern viel mitgeben und die öffentliche Debatte bereichern. Im Gesundheitswesen, im Straf- und Maßregelvollzug und generell in der staatlichen Daseinsvorsorge bestehe ein mindestens genau so großer Informationsbedarf wie in der Wirtschaft. Nachhaltigkeit gehe alle an und müsse auch von allen Akteuren gelebt werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.ntz-duisburg.de und unter www.ethik-society.de

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  • Pavillon und Haus 7: NTZ Duisburg

Brücke e.V., Hentschke Bau und FSV Budissa Bautzen laden zum Adventsessen

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Rund 30 Personen fanden sich gestern zu Ente, Rotkohl und Klößen sowie einer süßen Nachspeise in den Räumlichkeiten des Brücke e.V. in der Dresdner Straße in Bautzen ein. Der gemeinnützige Verein engagiert sich in der Jugendhilfe, in der Wohnungslosenhilfe und in der Straffälligenhilfe, bietet unter anderem Hausaufgabenbetreuung an und betreibt eine Notunterkunft. Am Montag aber war der Verein Gastgeber eines besonderen Adventsessens, bei dem sowohl Klienten des Brücke e.V. als auch die vielen ehrenamtlichen Helfer vorweihnachtliche Stimmung erleben durften. Tatkräftige organisatorische Unterstützung und die nötige Manpower kam von der FSV Budissa Bautzen. Initiiert und finanziert wurde die Aktion von Hentschke Bau.

„Wir wollten Menschen einen unbeschwerten Tag bescheren und auch denjenigen ein Weihnachtsessen ermöglichen, die es in ihrem Alltag schwerer haben“, erklärt Jörg Drews, Geschäftsführer der Hentschke Bau GmbH. Von ihm stammt die Idee, zusammen mit Partnern das wohl typischste Essen der Adventszeit zu servieren und insbesondere Familien und Wohnungslose zu einer vorweihnachtlichen Mahlzeit einzuladen.

Unterstützung fand die Idee bei der FSV Budissa Bautzen und dessen Präsidenten Sven Johne. „Wir haben die Idee besprochen und gleich mehrere Helfer begeistern können. Sport ist immer auch gesellschaftliche Verantwortung. Zusammen mit unserem Hauptsponsor und den Engagierten des Brücke e.V. fand sich das ideale Konsortium“, so Johne.

Weitere gemeinsame Aktionen sollen folgen. „Vielleicht machen wir daraus eine Tradition oder entwickeln weitere Ideen. Die Not ist groß. Ehrenamtliches, bürgerschaftliches und soziales Engagement sind nötiger denn je. Vor diesem Hintergrund kann man den Einsatz des Brücke e.V. gar nicht genug würdigen“, so das Fazit von Sven Johne.

Nachhaltig in der Lebens- und Unternehmensführung

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Nachhaltigkeit hat nicht immer etwas mit Umweltschutz zu tun, zumindest nicht im klassischen Sinne. Denn auch seelische Themen, Dauerstress und unbedingter Erfolgsdruck können eine Belastung für die Umwelt sein. Nicht selten leiden Menschen unter der eigenen, nicht nachhaltigen Lebensführung. Man schafft sich selbst Probleme oder löst gar Krisen im Unternehmen aus. Nachhaltigkeit ist auch eine Frage der eigenen Lebensweise, der persönlichen emotionalen und strategischen Entwicklung – weit über den persönlichen Konsum hinaus. Diesem Thema widmet sich die in Ellrich in Thüringen ansässige Finanzökonomin und Strategie-Beraterin Petra Beuthel.

„Nachhaltigkeit ist ein weiter Begriff und ein weites Feld“, weiß die als Beraterin und Coach tätige Finanzexpertin. „Das ‚Höher-schneller-weiter‘ hat ausgedient. Wenn der Mensch den Zahlen folgt entsteht Stress und innere Leere. Es macht viele Menschen unglücklich und ist nachfolgend nicht selten Auslöser von betriebswirtschaftlichen Fehlentwicklungen. Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es einen neuen Weg braucht. Sie wollen ihre Lebensziele entspannter, erfüllter und sinnhafter erreichen“, erklärt Beuthel. Das klassische Wirtschaften, das nur auf Wachstum aus ist, und der Widerspruch, der sich für den einzelnen Menschen daraus ergibt, sei letztlich auch eine Grundfrage von Nachhaltigkeit. Für sie ist ein Dreiklang entscheidend: eine finanz- und betriebswirtschaftliche sowie sinnstiftende Unternehmensstrategie, die zur eigenen Persönlichkeit und Lebenswirklichkeit passt. „Unternehmensstrategie, Persönlichkeit und Finanzmanagement gehören zusammen, wobei jeder einzelne Aspekt einer ist, der mit Nachhaltigkeit und Ethik zu tun hat“, macht Beuthel ihren Beratungsansatz deutlich.

Petra Beuthel ist wegen dieser Devise und ihrer wirkungsvollen Beratungs- und Coaching-Methoden nun ausgezeichnet und als Member in die Ethik Society aufgenommen worden. „Wir müssen Nachhaltigkeit tatsächlich auch hinsichtlich emotionaler und seelischer Gesundheit betrachten und Wirtschaften anders denken“, lobt Ethik-Society-Gründer Jürgen Linsenmaier sein neues Mitglied. „Arbeiten und Leben im Einklang mit der Umwelt, wozu auch die Mitmenschen und die Verantwortung für das eigene Unternehmen gehören, ist auch ein Thema für Unternehmer. Rücklagen bilden, persönliche und monetäre Resilienz entwickeln, sich anständig und vorbildlich verhalten, auch sich selbst gegenüber, sowie die Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns, das alles sind Aspekte der Business-Ethik und eine Notwendigkeit in einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschaft“, erklärt Linsenmaier. Es brauche Compliance und gute Führung auch im Umgang mit sich selbst.

Vor diesen Hintergrund sei er stolz, Petra Beuthel als neues Mitglied in der Ethik Society zu begrüßen. „Petra Beuthel setzt Maßstäbe in der Coaching- und Beratungsszene und unterstützt Unternehmen dabei, sich nachhaltig auszurichten und zu entwickeln“, so Linsenmaier. Das sei eine Bereicherung für die Ethik Society.

Weitere Informationen gibt es unter www.entfaltungzumerfolg.de und unter www.ethik-society.de.

Innoviduum GmbH gewinnt den Constantinus Award 2023

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Die Innoviduum GmbH, ein führendes Beratungsunternehmen, das sich auf innovative Lösungen im Bereich Personalentwicklung und Leadership spezialisiert hat, holt den begehrten Constantinus Award nach Oberösterreich. Der Constantinus Award ist Österreichs renommiertester Beratungs-, Buchhaltungs- und IT-Preis. Er wird seit 2003 jährlich vom Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) verliehen.

Die Verleihung, die in der prachtvollen Wiener Hofburg stattfand, bot ein besonderes Ambiente für die Ehrung herausragender Leistungen und innovativer Projekte von Beratungsunternehmen in den Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT. Die Innoviduum GmbH hat sich mit ihrem wegweisenden Projekt „360 Grad Wertschätzung als Startpunkt für eine neue Leadership-Philosophie“ gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt und zählt damit nun offiziell zu den besten Beratungsunternehmen Österreichs.

Insgesamt rund 108 Projekte wurden von einer 80-köpfigen Jury bewertet, die Experten aus verschiedenen Branchen und Disziplinen repräsentiert. Innoviduum überzeugte die Jury mit einer einzigartigen Kombination aus digitalen Services und persönlichen Trainings, die darauf abzielt, die Personalfluktuation in Unternehmen zu reduzieren und eine starke Unternehmenskultur zu fördern.

Durch den gezielten Einsatz von „Positive Tools“ wie dem TalentCoach, einer Eigenentwicklung von Innoviduum, konnte eine zusätzliche positive Wirkung in konkreten Projekten nachgewiesen werden. So hat Innoviduum in den vergangenen zweieinhalb Jahren 550 Führungskräfte von SPAR Österreich im Bereich „Positive Leadership“ geschult. Der nachhaltige Kompetenzaufbau lässt positive Auswirkungen auf die Mitarbeiterbindung erwarten. SPAR Österreich, einer der größten Lebensmitteleinzelhändler des Landes, war der Auftraggeber von Innoviduum in dem prämierten Projekt. Mit über 91.300 Mitarbeitern und einer beeindruckenden Marktposition ist SPAR Österreich ein bedeutender Partner bei der Umsetzung innovativer Projekte im Bereich Human Resources und CSR.

„Wir sind überwältigt und geehrt, den Constantinus Award in der Kategorie Human Resources & CSR gewonnen zu haben. Diese Auszeichnung bestätigt unsere Bemühungen, innovative Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und die Standards in der Beratungsbranche zu setzen“, erklärt Anna Pollhamer, Mitgründerin und Geschäftsführerin der in Linz ansässigen Innoviduum GmbH.

„Der Constantinus Award unterstreicht die hohe Beratungsqualität und die gemeinsamen Erfolge von Beraterinnen und Beratern mit ihren Kundinnen und Kunden. Wir freuen uns, diesen Erfolg mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen und danken dem Fachverband UBIT für diese prestigeträchtige Auszeichnung, die uns ermutigt, noch mehr in unsere Lösungen und Angebote zu investieren“, so Pollhamer.

Weitere Informationen zu Lösungen für mehr Mitarbeiterbindung und Teamentwicklung, Plattformen der Innoviduum GmbH sowie über Anna Pollhamer gibt es unter www.innoviduum.at.

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  • Innoviduum GmbH gewinnt den Constantinus Award 2023: UBIT

Luftverkehr bleibt bedeutend, steht aber vor Herausforderungen

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Mehr als 200 Experten, Unternehmer und Entscheider der europäischen Luft- und Raumfahrt trafen sich in Wien zum Aviation-Event. Gastgeber war der Vienna Airport. Themen waren unter anderem neue und wachsende Märkte in Mittel- und Osteuropa, Flughafeninfrastruktur und -management sowie Chancen und Herausforderungen auf dem globalen Luftverkehrsmarkt vor dem Hintergrund sich verändernder Weltmärkte. Keynotes hochkarätiger Referenten befassten sich mit der Zukunft der Low-Cost-Carrier, Nachhaltigkeit und der Rolle der Luftfahrtindustrie im globalen Wachstum. Die Eröffnungsrede hielt die österreichische Staatssekretärin im Bundeskanzleramt Claudia Plakolm.

Aviation-Event erfolgreich in Wien

„Aviation-Event 2023 VIE war wieder einmal eine unschätzbar wertvolle Plattform für Luftfahrtexperten und Branchen-Insider, die sich hier vernetzen konnten, um die Zukunft der Luftfahrt gemeinsam zu gestalten. Die hier ausgetauschten Ideen sind richtungsweisend. Wir sehen uns durch den großen Erfolg und die breite Teilnahme von Top-Entscheidern in unserem Engagement für die Förderung von Spitzenleistungen in der Luftfahrtindustrie bestätigt“, freut sich Marcel Riwalsky, CEO von Aviation-Event und Veranstalter der Konferenz in Wien.

Als großen Erfolg wertet auch Gastgeber Julian Jäger, CEO und COO des Vienna Airport die Veranstaltung: „Der Flughafen Wien freut sich sehr, Gastgeber des Aviation-Event 2023 gewesen zu sein. Gemeinsam mit vielen Experten und unseren internationalen Teilnehmern konnten wir die wichtigsten Entwicklungen in der europäischen und globalen Luftfahrt beleuchten. Die COVID-Erholung ist nach wie vor eine große Aufgabe für die gesamte Branche, aber ich bin stolz darauf, dass sich der Flughafen Wien in den letzten Jahren so widerstandsfähig gezeigt hat. Die Herausforderungen für unsere Branche werden jedoch immer größer, weshalb uns auch dieser Austausch und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern so wichtig ist. Ich möchte mich bei allen unseren Gästen herzlich dafür bedanken, dass sie diese Konferenz zu einem unvergesslichen Tag gemacht haben.“

Fliegen bleibt kulturell und wirtschaftlich bedeutend

Der Luftverkehr wird auch weiterhin eine herausragende Rolle für die sich immer weiter vernetzende Wirtschaft spielen. Darin waren sich die Teilnehmer einig. Für die gemeinsame europäische Idee, Begegnungen und Erfahrungen der Jugend, die Völkerverständigung und den kulturellen Austausch wird Fliegen auch zukünftig unerlässlich sein. Darauf wiesen mehrere Redner hin. Die großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Branche werden daran nichts ändern, so der allgemeine Tenor. Aber, das Fliegen und die Luftfahrtindustrie werden sich verändern. Wachstum und Nachhaltigkeit müssten in Einklang gebracht werden.

Gründung des Aviation Business Club

Mit einem neuen Format setzt Aviation-Event im kommenden Jahr nun einen weiteren Akzent neben den Konferenzen. „Es wird ein Aviation Business Club entstehen“, verkündet Marcel Riwalsky. In diesem internationalen Club sollen sich Unternehmen und Repräsentanten der Branche sowie Medienvertreter, Politiker und Interessenvertreter noch intensiver und regelmäßiger austauschen.

Schon jetzt ist Aviation-Event die führende internationale Plattform für Medien und Meetings rund um Luftfahrt. Die regelmäßigen Veranstaltungen von Aviation-Event finden weltweit statt und setzen wichtige Impulse für die Politik, für die Branche und für die interessierte Öffentlichkeit. Weitere Aviation-Events sind im kommenden März in Cluj sowie im Herbst in Sofia geplant. Repräsentanten beider Länder waren auch Teilnehmer der Konferenz in Wien.

Aviation-Events 2024 CLJ

„Nach der Organisation von zwei völlig unterschiedlichen, aber erfolgreichen Aviation-Events in Cluj in den Jahren 2022 und 2023 liegt die Verantwortung für den internationalen Flughafen Cluj nun in der Vorbereitung der dritten Ausgabe dieses Formats. Dieses findet am 15. März 2024 am Internationalen Flughafen Cluj statt. Cluj ist ein Hotspot der europäischen Luftfahrt-Landschaft und unterstreicht dies auch mit der Organisation eines weiteren Aviation-Event“, erklärt David Ciceo, CEO des Cluj International Airport als Gastgeber der nächsten Konferenz.„Auch in Cluj werden führende Vertreter der zivilen Luftfahrt und renommierte Redner aus der ganzen Welt erwartet, um an einer Reihe von Debatten, Keynotes, Interviews oder einfach nur wertvollen Networking-Treffen teilzunehmen, die das gesamte Ökosystem der Luftfahrt zusammenbringen werden, um eine eintägige Konferenz zu erleben, an die man sich erinnern wird“, so Ciceo.

Einen umfassenden Rückblick auf das Aviation-Event 2023 VIE sowie weitere Informationen zum Aviation-Event am 15. März 2024 in Cluj gibt es unter www.aviation-event.com oder info@aviation-event.de.

Hentschke Bau ist „Innovations-Champion 2024“

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Die Redaktion von Focus-Business hat die Hentschke Bau GmbH als „Innovations-Champion 2024“ in der Rubrik Baugewerbe/Architektur ausgezeichnet. Basis der Auszeichnung sind Kriterien wie Strategie und Innovationskultur, neue Produkte und Dienstleistungen sowie Prozesse, die Organisation und das Geschäftsmodell. Hentschke Bau wertet die Auszeichnung insbesondere als Anerkennung für die eigene, inzwischen neunköpfige Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Deren Fokus liegt auf ressourcenschonendem und kreislaufgerechtem Bauen, der Lebensdauerverlängerung von Bauwerken, der Zement-Reduktion, dem Einsatz von Naturfasern – kurzum: der Verbesserung der Nachhaltigkeit im Bau. Zudem plant das ostsächsische Bauunternehmen einen eigenen Baustoffforschungs-Campus inklusive Labor. Das Technikum soll im kommenden Jahr seinen Betrieb aufnehmen. Allein in dieses Projekt und in die großindustrielle Forschung wird in den Jahren 2023 und 2024 ein zweistelliger Millionenbetrag investiert.

„Die Auszeichnung als Innovations-Champion ist uns sehr wichtig“, betont Geschäftsführer Jörg Drews. „Wir haben für die Größe unseres Unternehmens eine außergewöhnlich erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsabteilung und extrem enge wissenschaftliche Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen.“ Hentschke Bau ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit rund 700 Beschäftigten aus zwölf Nationen sowie einem eigenen Betonfertigteilewerk.

Aktuelle Forschungsprojekte sind Geopolymerbeton, die automatisierte Bewertung der Monitoring-Daten von Brückenbauwerken sowie der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Zement ist heute für etwa sieben Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich und die Nutzung von alternativen, möglichst regionalen Rohstoffen daher sehr wichtig.

„Insbesondere Nutzhanf ist hier sehr vielversprechend“, betont Claudia Miersch nicht nur hinsichtlich des Materials als Baustoff. Miersch ist eine der Projektverantwortlichen bei Hentschke Bau. „Hanf bietet auch aus landwirtschaftlicher Sicht viele Vorteile wie zum Beispiel für die Fruchtfolge, die Bodenverbesserung, die Unterstützung der Bienen und die gesamte Umwelt. Auch hinsichtlich der Renaturierung ehemaliger Braunkohleabbauflächen ist der Anbau von Hanf sowie insbesondere der Faserpflanze Miscanthus (Chinaschilf/Elefantengras) durch sein enormes Humusbildungsvermögen eine große Chance. Die Pflanzen binden viel CO2, sind deswegen sogar klimapositiv und lassen sich in eine regionale, nachhaltige und vernetzte Wertschöpfungskette aus Landwirtschaft, Strohaufbereitung, Verarbeitung und Baugewerbe einbinden. Wir nutzen das Potenzial der Region und adressieren konkret die Belange des Strukturwandels“, so Miersch.

Neben der Entwicklung regionaler Wertschöpfungskreisläufe und dem Ersetzen von erdölbasierten Baustoffen ist dem Unternehmen die Arbeit an einer Alternative zu Holz sehr wichtig. „Ein Hektar Hanf wächst zwanzigmal schneller und produziert viermal mehr Biomasse als Wald im gleichen Zeitraum. Dieses Potenzial sollte auch in Anbetracht des sehr schlechten Zustands unserer Wälder genutzt werden“, so Miersch.

Auch in den Bereichen modulares Bauen und Leichtbau forscht Hentschke Bau. Besonders langlebiger Carbon-Beton, eine verstärkte Nutzung von Fertigteilen bis hin zu kleinen kompletten Brücken, die innerhalb weniger Tage verbaut werden können, sowie verbesserte Rezepturen mit geringerem Ressourcenverbrauch, sind hier nur einige aktuelle Projekte, die auch im Technikum präsentiert und weiterentwickelt werden sollen. „Bautzen hat ein starkes Bau-Cluster und wir möchten dafür sorgen, dass dieses und damit die gesamte Region gestärkt werden“, erklärt Jörg Drews die Idee und die Investition hinter dem Technikum. In diesem soll ganz klassisch nach der Methode Versuch und Irrtum (Trial-and-Error) gearbeitet und der Übergang zwischen Universität und Wissenschaft hin zu einer großindustriellen Erprobung bei den spezifischen Themen ermöglicht werden.

Diese Projekte sieht das Unternehmen in der Auszeichnung der Focus-Business-Redaktion als „Innovations-Champion 2024“ gewürdigt. „Insofern sind wir stolz auf diese Auszeichnung und betrachten sie nicht nur als eine von vielen“, so Jörg Drews abschließend.

Weitere Informationen über die Hentschke Bau GmbH, deren Forschung und Entwicklung, Kooperationen mit Hochschulen, sowie nachhaltig Bauen mit Beton gibt es unter www.hentschke-bau.de.

Mehr Berufsorientierung führt zu mehr Bindung an den Arbeitgeber

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Junge Menschen sind ständig auf der Suche. Arbeitgeber monieren das, bezeichnen Vertreter der Generation Z als unstet, unzuverlässig und illoyal. Und in der Tat bleiben junge Leute derzeit durchschnittlich nur eineinhalb bis zwei Jahre in einem Unternehmen. Der Grund: Wenn ihnen etwas nicht passt, sind sie schnell weg, weil sie glauben, woanders sei es besser. Sie haben ja auch alle Möglichkeiten – sie sind wenige, heiß begehrt, voll digital und haben es somit leicht, ihre hohen Ansprüche durchzusetzen. Allerdings wechseln die meisten den Job nicht ohne Grund. Wer weiß, was er will, und entsprechend seiner individuellen Stärken und Neigungen sinnstiftende Tätigkeiten ausübt, bleibt auch gerne länger in seinem Job. Deswegen, so die These von Markus Pollhamer, müsse mehr in die frühzeitige Berufsorientierung und Berufsvorbereitung von jungen Menschen investiert werden.

„Nie waren traditionelle Berufe derart im Wandel. Nie gab es so viele neue Berufsbilder. Wer in den nächsten Jahren die Schule verlässt, landet vielleicht in einem Beruf den es heute noch gar nicht gibt. Für junge Menschen ist das gleichsam aufregend und überwältigend. Ihnen schon früh eine Orientierung zu geben, was sie grundsätzlich für Stärken mitbringen und welche grobe Richtung sich individuell für sie eignet, ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Gefordert sind Eltern, Schulen, Jungendeinrichtungen und Betriebe gleichermaßen“, so Markus Pollhamer, Geschäftsführer der Innoviduum GmbH mit Sitz in Linz und Experte für technologiebasierte Berufs- und Stärkenorientierung. Jugendliche benötigten mehr Zugang zu umfassenden Informationen über verschiedene Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten, valide Feedbacks zu ihren Stärken und Neigungen sowie Mentoren, die sie bestärken, ihren eigenen Weg zu finden und konsequent zu gehen.

In diesem Zusammenhang müssten auch Begriffe wie „lebenslanges Lernen“ und „persönliche Entwicklung“ neu definiert werden. Anpassungsfähigkeit sei gefordert, nicht nur von jetzigen und zukünftigen Arbeitnehmern, sondern auch von den Unternehmen. „Werteorientierte Führung, flexible Lebens- und Arbeitszeitmodelle, eine moderne menschenorientierte Arbeitskultur und eine nachhaltige Talentförderung sind hier nur ein Teil dessen, was junge Menschen erwarten“, weiß Pollhamer auch aus seiner Praxis. Sein Unternehmen entwickelt KI- und Software-basierte Lösungen zur Berufsorientierung, die sowohl in Unternehmen als auch in Schulen und Jugendeinrichtungen zum Einsatz kommen. Seine Erkenntnisse basieren auf zigtausenden Datensätzen und Feedbacks.

Die Genz Z, so Pollhamer, möchte dabei nichts anders als andere Generationen vorher auch: Anerkennung sowie sinnstiftende und wertebasierte Tätigkeiten. „Die Generation Z ist keineswegs exotisch und illoyal, sie hat nur ganz andere Möglichkeiten und ist sich ihrer Chancen auch dank sozialer Netzwerke durchaus bewusst.“

Insgesamt sei es wichtig, eine unterstützende und informierte Umgebung zu schaffen, in der Jugendliche ihre beruflichen Ziele erkunden und entwickeln können. Es sei auch entscheidend, dass Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Generation Z eingehen, um eine erfolgreiche berufliche Zukunft für diese Generation zu ermöglichen. „Statt Vorurteile zu hegen, ist es sinnvoller, Wege zu finden, um Jugendliche zu motivieren und zu engagieren. Dies kann durch die Schaffung inspirierender Lern- und Arbeitsumgebungen sowie durch die Unterstützung ihrer persönlichen Ziele erreicht werden. Dabei geht es seit Jahrzehnten immer um dieselben psychologischen Grundbedürfnisse: Autonomie, Zugehörigkeit und das Gefühl, einen wertvollen Beitrag zu leisten“, so Pollhamer. Dieser Herausforderung müssten sich alle Akteure stellen. Wer junge Menschen an sich binden und begeistern möchte, muss deren Bedürfnisse ernst nehmen. Das führe auch zu weniger Job-Hopping und mehr Enthusiasmus. Der Schlüssel dazu liege in einer frühzeitigen Berufsorientierung und einer Auseinandersetzung mit den eigenen, sehr individuellen Stärken.

Weitere Informationen zum Thema Berufsorientierung, Lösungen für mehr Mitarbeiterbindung und Teamentwicklung, Plattformen der Innoviduum GmbH und über Markus Pollhamer gibt es unter www.innoviduum.at. Hier finden Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Trainer, Coaches und Weiterbildner auch Möglichkeiten, wie sie die verschiedenen Innoviduum-Plattformen praktisch in ihren Betrieb integrieren können.