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Vielbesteller treiben E-Commerce-Umsatz in 2019 auf neuen Höchststand

Jeder dritte Onlinekäufer bestellt inzwischen mehrmals in der Woche im Internet. Dies und ein deutlich gestiegenes Bestellvolumen über Mobilgeräte haben den Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce auf 72,6 Mrd. Euro inkl. USt getrieben. Das ist ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 65,1 Mrd. Euro inkl. USt. Der Gesamtumsatz mit Waren sowie Dienstleistungen im Interaktiven Handel, der neben Onlineverkäufen auch schriftliche und telefonische Bestellungen enthält, erreichte 94 Mrd. Euro inkl. USt.

Aus den Daten der größten E-Commerce-Verbraucherstudie Deutschlands im Auftrag des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) zeigt sich, dass eine von drei Bestellungen heute über Smartphones und Tablets erfolgt. Vor fünf Jahren waren es nicht einmal 20 Prozent. Die hohe Zahl an Bestellungen insgesamt ist auch darauf zurückzuführen, dass Händler und Zusteller in der Wahrnehmung der Kunden noch besser geworden sind. 94,5 Prozent der Befragten äußerten sich mit ihrem Onlineeinkauf sehr zufrieden oder zufrieden, nach 93,9 Prozent vor einem Jahr.

Gero Furchheim, Präsident des bevh und Sprecher des Vorstands der Cairo AG: „Deutschlands Onlinehandel ist auf der Überholspur. E-Commerce wird immer effizienter und die Händler sind für weiteres Wachstum gut gerüstet. Die Steigerung der Kundenzufriedenheit in einem erneuten Wachstumsjahr hat dies eindrucksvoll gezeigt.“

Am Wachstum hatten alle Versendertypen Anteil. Deutlich vorne lagen im Jahr 2019 die Multichannel-Versender, die in Summe mit 13 Prozent zulegen konnten. Dabei wuchsen die Onlineshops der stationären Händler mit 8,2 Prozent deutlich unter dem Marktniveau. Anbieter, die ein Katalogangebot mit dem Onlinehandel verknüpften, legten demgegenüber um 18,1 Prozent zu. Online-Pureplayer und Marktplätze legten mit jeweils 10,7 Prozent beziehungsweise 10,8 Prozent fast gleich stark zu. An der Verteilung des Umsatzes ändert sich dadurch fast nichts: Wie im Vorjahr entfallen 47 Prozent der Umsätze auf Online-Marktplätze, 35 Prozent auf Multichannel-Anbieter und 15 Prozent auf Internet-Pure-Player.

Im vierten Quartal 2019 hat der E-Commerce allein erstmals mit brutto 22 Mrd. Euro deutlich mehr als 20 Mrd. Euro in einem Quartal umgesetzt. Der gesamte Interaktive Handel in Deutschland erreichte mit 22,3 Mrd. Euro inkl. USt wenig mehr. Der Online-Handel machte erstmals fast 99 Prozent des Interaktiven Handels aus.

Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh: „Das Rekordjahr 2019 hat gezeigt: Das digitale Geschäft ist der Motor des Handels und Plattformen werden mehr und mehr zum Betriebssystem der gesamten Wertschöpfungskette. Einzel- und Großhandel werden digital, oder verschwunden sein.“ Der bevh veröffentlicht deshalb ab heute unter www.weissbuch-digitalisierung.de eine umfassende Darstellung des globalen, digitalen sowie plattformgetriebenen „Neuen Handels“.

Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse des Jahres 2019 erwartet der bevh in diesem Jahr für den E-Commerce einen weiteren Zuwachs. Dieser wird nach unserer Prognose, wegen der 2020 gedämpften Konjunkturaussichten, aber mit 10 Prozent etwas geringer ausfallen, als in 2019. Dennoch werden voraussichtlich 80 Mrd. Euro inkl. USt im E-Commerce mit Waren erreicht. Der gesamte Interaktive Umsatz mit Waren und Dienstleistungen wird 2020 erstmals die Schwelle von 100 Mrd. Euro inkl. USt überschreiten.

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY/Blumen, Spielwaren, Auto/Motorrad/Zubehör, Hobby/Freizeitartikel)

Der gesamte Online-Umsatz des Warengruppen-Clusters stieg in 2019 auf 8,66 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 7,89 Mrd. Euro inkl. USt) um 9,8 Prozent. Der Bereich Spielwaren steigerte sich auf einen Online-Umsatz von 1,47 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 1,30 Mrd. Euro inkl. USt) und stieg um 13,1 Prozent.

Warengruppen-Cluster „Einrichtung“ (Möbel/Lampen/Deko, Haus-/Heimtextilien, Haushaltswaren/-geräte)

Der gesamte Online-Umsatz des Clusters „Einrichtung“ überstieg in 2019 die Grenze von 10 Mrd. Euro inkl. USt und erreichte 10,92 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 9,63 Mrd. Euro inkl. USt), ein Wachstum um 13,5 Prozent nach 12,5 Prozent im Vorjahr. In der Einzel-Kategorie Möbel, Lampen & Deko zeigte sich sehr hohes Wachstum. Hier stieg der Umsatz in 2019 um 11,4 Prozent auf 4,71 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 4,24 Mrd. Euro inkl. USt).

Warengruppen-Cluster „Bekleidung inkl. Schuhe“

In Folge stieg der Umsatz in den Kategorien „Bekleidung“ und „Schuhe“ konsolidiert an und legte mit 11,4 Prozent so stark zu wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der entsprechende Online-Umsatz erhöhte sich von 16,79 Mrd. Euro inkl. USt auf 18,71 Mrd. Euro inkl. USt. Bekleidung allein wuchs um 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erwirtschaftete einen Online-Umsatz von 14,26 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 12,69 Mrd. Euro inkl. USt).

Warengruppen-Cluster „Täglicher Bedarf“ (Lebensmittel, Drogerie, Tierbedarf)

Das Onlinevolumen des Warengruppen-Clusters setzte sich mit +14,1 Prozent an die Wachstumsspitze und erreichte einen Gesamtumsatz von 4,90 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 4,29 Mrd. Euro inkl. USt). Die weitere stark ansteigende Akzeptanz für das Warensegment „Lebensmittel“ innerhalb dieses Clusters bescherte in 2019 einen Online-Umsatz von 1,60 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 1,36 Mrd. Euro inkl. USt) und stieg um 17,3 Prozent.

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Bücher/Ebooks/Hörbücher, Bild-/Tonträger, Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads, Elektronikartikel/Telekommunikation)

Die Warengruppe „Computer/Zubehör/Spiele/Software inkl. Downloads“ im Cluster „Unterhaltung“ erreichte 2019 ein Gesamtvolumen von 6,00 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 5,28 Mrd. Euro inkl. USt) und stieg um 13,5 Prozent. Der Einzelbereich „Elektronikartikel und Telekommunikation“ wuchs online um 12,2 Prozent und verzeichnete einen Umsatz von 13,23 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 11,79 Mrd. Euro inkl. USt). Die Online-Umsätze bei „Bücher/Ebooks/Hörbücher“ wuchsen um 7,1 Prozent und lagen bei 3,86 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 3,60 Mrd. Euro inkl. USt). Das gesamte Cluster „Unterhaltung“ wuchs mit 11,5 Prozent etwas schwächer als im Vorjahr, überschritt jedoch die Schwelle von 25 Mrd. Euro und erreichte 25,84 Mrd. Euro inkl. USt (2018: 23,19 Mrd. Euro inkl. USt).

(ots)

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Neben den Käsewürfeln von Frau Antje finden die Besucher der Grünen Woche in diesem Jahr auch vegetarische Kebabs, Burger mit Meeresalgen oder Krusli aus geretteten Lebensmitteln aus den Niederlanden in Halle 18. Auf Initiative von Drs. Jochem Wolthuis, Foodbeauftragter Deutschland Oost NL im Rahmen des Exportstimulationsprogramms GO4EXPORT, nehmen erstmalig neun niederländische Food-Startups an der Messe teil, die sich mit ihren sehr originellen Produkten auf nachhaltige Kreislauflandwirtschaft sowie vegetarische und vegane Produkte fokussieren.

Die Grüne Woche in Berlin ist die größte Agrar- und Lebensmittelmesse der Welt und Treffpunkt von über 80 Agrarministern aus aller Welt, darunter die niederländische Agrarministerin Carola Schouten. Die Messe findet vom 17. bis 26. Januar 2020 statt und wird voraussichtlich rund 400.000 Besucher, insbesondere Verbraucher, anziehen. Auf dieser Messe glänzen die Niederlande seit vielen Jahrzehnten mit Tulpen, Tomaten, Obst, Fleisch und Käse von Frau Antje. „Es ist großartig, dass nun auch engagierte Food-Startups im Hollandpavillon (Halle 18) die Messebesucher mit ihren neuen Produkten begeistern möchten. Es sind vegetarische und vegane Produkte, inspiriert durch die Kreislauflandwirtschaft. Damit unterstreichen wir auch, dass wir bei der Innovation von Lebensmitteln an der Spitze stehen. Dies sind Startups mit einem sehr innovativen und originellen Sortiment. Jedes Unternehmen hat originelle Lösungen für die Lebensmittelherausforderungen der Zukunft gefunden und durch ihre gemeinsame Präsenz in Berlin bilden sie eine sehr starke, markante Kombination“, so erklärt Jochem Wolthuis.

Für Startups ist die Grüne Woche ein möglicher Schritt für die Einführung auf den deutschen Markt, meint Wolthuis. „Man kommt nicht unbedingt für direkte Geschäftskontakte. Aber sie lassen die Messebesucher, Verbraucher, ihre neuen Produkte probieren und erhalten direktes Feedback. Das ist wertvoll für die Aufstellung ihrer internationalen Strategie für diese neuen Unternehmen. “ Die Grüne Woche sei der Beginn der gemeinsamen Lernkurve für Startups. „Wir arbeiten zusammen und teilen unsere Erfahrungen. Wir helfen uns auch gegenseitig, indem wir gemeinsam kommunizieren, dass Sie mit diesen Produkten in ihre Gesundheit und ein besseres Klima investieren. Es ist mehr als ein neuer Food-Trend, es geht um nichts weniger als eine Veränderung unserer Esskultur. Wir zeigen, dass der Wandel möglich ist.“

Deutschland wichtiger Markt für die Niederlande

„Deutschland ist allein schon aufgrund seiner Größe ein äußerst interessanter Markt für niederländische Innovationen. Darüber hinaus legen die deutschen Verbraucher viel Wert auf die Herkunft und Nachhaltigkeit des Produkts“, so Wolthuis. Deutschland gehört laut Angaben von ProVeg zu den Top 6 Ländern mit den meisten Vegetariern weltweit. Dies spiegelt sich nicht nur in speziellen Supermarktketten mit biologischen und veganen Produkten wider. Das vegetarische und vegane Regal ist in den letzten Jahren auch in den konventiollen Supermärkten und Discountern sehr stark gewachsen.

Überblick der Firmen in Hollandpavillon Halle 18

Die Startups wurden zusammen mit dem GO4EXPORT-Partner Food Valley, dem Protein Cluster und StartLife ausgewählt. Die niederländischen Startups sind abwechselnd zu zweit in der Holland-Halle (Nr18) der Grünen Woche.

Banabar: Riegel aus Bananen und Nüssen

BeefyGreen: Vegane Fleischchips und der vegane Mini-Austernburger.

Evolution Meats: Vegetarischer Kebab und geschnittener Kebab Weltrekordhalter! Vega Kebab essen!)

Ewoodz: Rotierende Wurmschale zur Herstellung einer eigenen Blumenerde.

Freggies: Freggies sind pflanzliche Fingerfood- und Faser-Snacks mit Semmelbröseln aus pflanzlichen Abfällen und gebackenem Gemüse

Innogusto: Eine Auswahl an schmackhaften Gerichten auf kulinarischer Ebene, die auf Fleischersatz basieren

Incr-Edible: Nachhaltige Superfood-Produkte aus Reis und Abfall

Krusli: KRUSLI wird aus gerettenen Lebensmitteln hergestellt. Zum Beispiel gebrochene Nüsse, „zu“ kleine Samen, Dinkelkleie, Bierbrühe und „krummes“ Gemüse und Obst.

Umameats: Umaburger mit Meeresalgen

Berlin (ots)

iglo startet mit einem Erbsenwolf in die Grüne Woche 2020 Pflanzenbasierte Proteine sind der TOP-Lebensmittel-Trend

– Anlässlich der Grünen Woche 2020 präsentiert iglo den Erbsenwolf
– Symbolhafte Verbraucherinformation zum Messeauftakt
– Verbraucher wollen wissen, was in den neuen Produkten enthalten
ist
– Trend zu weniger Fleischkonsum nimmt zu
– Insbesondere Frauen treiben die Entwicklung voran
Mit einem überdimensionalen, traditionellen Fleischwolf aus Omas Küche, der mit Erbsen bestückt wird, startet das Tiefkühlkostunternehmen iglo in die internationale Grüne Woche 2020 und macht gleich auf einen Top-Lebensmittel-Trend aufmerksam: Pflanzenbasierte Proteine als Fleischalternativen. Das Thema beschäftigt inzwischen nicht nur Veganer und Vegetarier, sondern hat die meisten Verbraucher erreicht. Spätestens seit in den Familien die Teenager, sensibilisiert u.a. durch die Fridays for Future-Bewegung, den häuslichen Essensplan infrage stellen, beschäftigen sich immer mehr Haushalte mit den neuen Lebensmitteln.

Eine Frage taucht dabei ganz schnell auf: Woraus bestehen diese Fleischalternativen eigentlich und was sind Pflanzenproteine überhaupt? Getreu dem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ gibt iglo den Berlinern anlässlich der Grünen Woche eine erste Orientierung. Heimische Erbsen beinhalten rund 20 Prozent pflanzliches Eiweiß und sind die Grundlage für die neuen, veganen Alternativen von Buletten, Schnitzel oder Hack. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren die ersten Innovationen für Aufmerksamkeit gesorgt haben, achten Verbraucher mehr und mehr auf die Inhaltstoffe der neuen Produkte. Soja und Seitan sind ökologisch umstritten beziehungsweise nicht für jeden verträglich. Dagegen ist die Erbse vertraut, dennoch erzeugt der hohe Eiweißgehalt bei Vielen einen Aha-Effekt.

Die neuesten Produkte von iglo kommen mit einer kürzeren Zutatenliste und vor allem ohne Hefeextrakt oder beispielsweise Konservierungsstoffe aus, denn künstliche Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker werden im aktuellen Ernährungstrend ebenso kritisch betrachtet wie Konservierungsstoffe.

Frauen treiben den Trend zu weniger Fleischkonsum voran

Momentan bezeichnen sich in Deutschland nur knapp 2 Prozent der Menschen als Veganer. Bei den Vegetariern sind es rund 8 Prozent. Doch Themen wie Klimawandel, Tierwohl oder Bevölkerungswachstum haben den Ernährungswandel in die Mitte der Gesellschaft getragen. Der Anteil jener Menschen, die weniger, aber dafür qualitativ hochwertigeres Fleisch essen wollen, nimmt zu. Dennoch wurden zuletzt in Deutschland durchschnittlich pro Jahr noch rund 60 Kilogramm Fleisch pro Kopf konsumiert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt weniger und hält durchschnittlich rund 25 Kilogramm für ausreichend. Um diese Reduktion vollziehen zu können, erwarten die Verbraucher ein Angebot von geschmacklich attraktiven Fleischalternativen, das die Nachfrage steigern wird.

Der Trend zum sogenannten Flexitarismus (auch Lessitarismus genannt, less, engl. für weniger) findet sich insbesondere in den Ballungsräumen. Vorreiter dabei sind die Frauen. Laut der Marktforschungsgesellschaft ipsos bezeichnen sich 37 Prozent der Frauen als Flexitarier. Bei den Männern liegt der Wert bei nur 27 Prozent. Um dies zu ändern, arbeiten viele Hersteller daran, vor allem geschmacklich zu überzeugen. Nur wenn dies gelingt, werden sich Fleischersatzprodukte auf Pflanzenbasis im Markt langfristig etablieren. Die Mission, pflanzliche Proteine massentauglich zu machen, verfolgt iglo mit einem neuen Sortiment namens „Green Cuisine“. Mit gleich neun Produkten will das Unternehmen eine neue Ess-Klasse im Tiefkühkostsegment etablieren – natürlich auf Erbsenbasis, so wie der Erbsenwolf in Berlin zeigt.

Berlin (ots)

Bildquellen

  • iglo startet mit einem Erbsenwolf in die Grüne Woche 2020: obs/iglo Deutschland

Ernährungsindustrie erwirtschaftet 2019 leichtes Umsatzplus

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2020 veröffentlicht die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) heute die Prognose der vorläufigen Jahresergebnisse 2019 der deutschen Ernährungsindustrie. Nach ersten Schätzungen konnte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent auf 183,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Damit stabilisierte sich die Branchenkonjunktur weiter auf hohem Niveau trotz eindeutiger Anzeichen eines gesamtwirtschaftlichen Abschwungs. Besonders erfreulich für die Branche entwickelte sich das Auslandsgeschäft. Nach einem Rückgang in 2018 konnten die Umsätze 2019 mit 61,4 Milliarden Euro um 3,2 Prozent gesteigert werden. Auch das Inlandsgeschäft ist weiterhin im Plus. Mit 122,2 Milliarden Euro konnte der Umsatz in Deutschland leicht gesteigert werden.

Dazu erklärt BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff: „Unsere Branche blickt zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Insbesondere die Exporte nach Asien sorgten für die positive Entwicklung des Auslandsgeschäfts. Schwierig war und bleibt die Geschäftslage besonders in den USA und Großbritannien.

Mit dem Megatrend „Nachhaltigkeit“ Inlandsgeschäft ausgebaut

Zukunftsweisend sind auch die positiven Entwicklungen in unserem wichtigsten Absatzmarkt – dem heimischen Absatzmarkt. Grund hierfür sind zum einen die höheren Verkaufspreise (+ 1,7 Prozent) und zum anderen eine entscheidende strategische Entwicklung der Hersteller. 2019 hat gezeigt, dass die Ernährungsindustrie mit großen Schritten den notwendigen Weg hin zu mehr Generationenverantwortung geht. So verwundert es nicht, dass der Megatrend des vergangenen Jahres nicht „vegan“, „proteinreich“ oder ein neuer enthusiastischer Geschmack war, sondern die nachhaltige Entwicklung der Lebensmittelproduktion. Die Hersteller präsentierten eine große Bandbreite an Lösungen und Produkten.

Wir freuen uns sehr, dass dieses Engagement der Unternehmen zunehmend auch von den Verbrauchern honoriert wird. Besonders höherwertige Qualitätslebensmittel werden weiterhin stark nachgefragt und die Zahlungsbereitschaft für dieses Mehr an Nachhaltigkeit ist ungebrochen. Bewusster Konsum verlässt immer weiter das Nischendasein und wird zum Mainstream. Allerdings sind wir hier nach wie vor noch nicht angekommen. Die Bereitschaft mehr zu zahlen, trifft nicht auf alle Produkte gleichermaßen zu und reicht oftmals nicht dafür aus, die Mehrkosten komplett zu decken.

Politik muss Moderatorenrolle an Runden Tischen verlassen und aktiv werden

Trotz all der positiven Entwicklungen steht die Nummer vier der deutschen Industriebranchen als mittelständische Branche durch die Fülle an Themen auf der politischen Agenda vor Herausforderungen. Hier ist die Politik als Akteur gefragt.“

Das sind für die wichtigsten 5-Punkte, wie Politik ihre Verantwortung aktiv leben muss:

1. Die Bundesregierung muss Zielkonflikte lösen. Bestes Beispiel hierfür ist die Diskussion um die Reduktion von Plastikverpackungen vs. Lebensmittelverluste.

2. Thema Lebensmittelverluste: Die deutsche Ernährungsindustrie braucht einen Rechtsrahmen, der bei der Reduzierung von Lebensmittelverlusten für die Unternehmen die Machbarkeit in den Fokus rückt. Aktuell besteht bei gesetzlichen Vorschriften, die nicht auf die Sicherheit von Lebensmittel einzahlen (z.B. bei der Haftungsfrage bei der Abgabe an Dritte) Klärungsbedarf.

3. Thema Sorgfaltspflicht für Menschenrechte in den Lieferketten: Die Bundesregierung muss den begonnen NAP-Monitoringprozess weiterführen. Insbesondere ein Feedback für die Unternehmen ist dringend notwendig. Forderungen nach einem nationalen Lieferkettengesetz sind kontraproduktiv, sie verunsichern und bringen Unternehmen dazu, sich aus kritischen Ländern zurückzuziehen. Damit ist nichts gewonnen.

4. Thema Green Deal: Ein klimaneutrales Europa ist eine herausragende Aufgabenstellung, deshalb ist es richtig, bestehende Regeln auf den Prüfstand zu stellen und neue Anreize zu setzen. Vorsicht ist jedoch vor Verboten und Regularien geboten, die wissenschaftlich nicht fundiert sind, und unverhältnismäßig auf Kosten der Wirtschaft gehen.

5. Thema Innovationen: Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden gesellschaftlichen Ansprüche brauchen wir eine umfassende Forschungsstrategie. Dazu gehören

  • eine Aufstockung der Industriellen Gemeinschaftsforschung auf mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr,
    eine verbesserte Ausstattung der entsprechenden Förderprogramme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen der neuen Bioökonomiestrategie,
  • eine auf die Bedürfnisse von KMUs und Startups abgestimmte Förderung,
  • eine Verbesserung der Förderverwaltung und
  • last but not least der immer noch nicht erreichte Aufbau einer ausreichenden Breitband- und Mobilfunkversorgung – insbesondere im ländlichen Raum.

(ots)

2,9 Millionen Datenpunkte von Einzelhändlern enthüllen die zufriedensten und unzufriedensten Zeiten des Jahres 2019

Am geschäftigsten Shopping-Tag des Jahres – dem zweiten Samstag im Dezember – waren Kunden am glücklichsten, während die größte Unzufriedenheit am Black Friday herrschte, zeigen die Daten der weltweit führenden Lösung für Kundenfeedback, HappyOrNot.

Das finnische Technologie-Unternehmen, das mit namhaften Einzelhändlern wie Boots, JACK & JONES (BESTSELLER), BestSecret, Decathlon und Amazon zusammenarbeitet, analysierte 2,9 Millionen Feedback-Antworten in der DACH-Region (eingegeben durch Tastendruck an den Terminals mit einer Skala von grünen bis roten Smileys, die besonders häufig an Flughäfen zu finden sind), um herauszufinden, wie zufrieden Kunden in den Spitzenzeiten des Einzelhandels waren.

Nach Analyse der laut ShopperTrak fünf geschäftigsten Shoppingtage des Jahres 2019 ermittelte HappyOrNot folgende Kundenzufriedenheitslevels:

  1. Zweiter Samstag vor Weihnachten: 87,9 %
  2. Letzter Samstag vor Weihnachten: 86,7 %
  3. Erster Samstag im Dezember: 86,2 %
  4. Samstag nach dem Black Friday: 86,0 %
  5. Samstag nach Weihnachten: 86,2 %

Interessanterweise waren Kunden an jedem dieser Top-Shoppingtage zufriedener als im Durchschnitt an normalen Samstagen, der bei 85,3 % liegt.

Die Ergebnisse des Einzelhandels im Jahresüberblick:

  • – Die durchschnittliche Kundenzufriedenheit lag bei 88,5 % (mit einer Steigerung von 2,1 % im Vergleich zu 2018).
  • Kunden sind um 8.00 Uhr am zufriedensten und um 16.00 Uhr am unzufriedensten.
  • Kunden sind an Sonntagen am zufriedensten und an Samstagen am unzufriedensten.
  • Kunden sind im Mai am zufriedensten und im Januar am unzufriedensten.

Heikki Väänänen, CEO und Gründer von HappyOrNot dazu: „Einer Studie von McKinsey zufolge können Unternehmen mit der Verbesserung der Customer Experience ihre Erträge um 15 % steigern und gleichzeitig ihre Kosten um 20 % senken. Diese Faxten können Einzelhändler nicht länger ignorieren, sie müssen ihren Kunden zuhören, deren Bedürfnisse verstehen und sie erfüllen. Mit unserer Technologie und der Erfassung erweiterter Feedback-Daten kann ein Einzelhändler die Unzufriedenheitsrate bei seinen Kunden bereits innerhalb des ersten Jahres um 20 % senken.“

Sind Sie dieses Jahr auf der EuroShop 2020 in Düsseldorf? HappyOrNot ist offizieller Aussteller und Keynote-Präsentator auf der weltweit größten Messe für den Einzelhandel und freut sich, Sie dort zu treffen. Weitere Informationen finden Sie hier: http://bit.ly/EuroShop_DE

Automatisierung kann Kunden zurück in die Einzelhandelsläden bringen

Infographic: Smart Stores – Automation in Retail.

Je ausgereifter die Automatisierungstechnologie wird, desto mehr wird sie zum Wettbewerbsvorteil – auch für den Handel. Denn Verbraucher reagieren positiv auf den Komfort, den sie ermöglicht. Um von diesem Trend zu profitieren, müssen Einzelhändler jedoch einer Automatisierung den Vorzug geben, die auf positive Kundenerlebnisse abzielt statt auf Kosteneinsparungen, so eine neue Studie des Capgemini Research Institute.

Für die Studie „Smart Stores – Rebooting the retail store through in-store automation“ wurden über 5.000 Verbraucher und 500 Einzelhandelsführungskräfte in Nordamerika, Europa und Asien befragt. Sie ergab, dass eine Mehrheit (59 Prozent) der Verbraucher weltweit, die zuvor Geschäfte mit Automatisierung besucht haben, bereit wäre, ihre Einkäufe im stationären Einzelhandel zu verlagern: von einem Händler ohne Automatisierungstechnologien auf einen Händler, der sie anbietet. Unter den 22- bis 36-Jährigen steigt dieser Anteil auf über zwei Drittel (67 Prozent). In Deutschland würden das 46 Prozent der Verbraucher insgesamt tun, unter den 22- bis 36-Jährigen 55 Prozent. Die meisten Verbraucher glauben insbesondere, dass Automatisierung lange Warteschlangen an der Kasse vermeiden kann (weltweit 66 Prozent, in Deutschland 59 Prozent) und Schwierigkeiten beim Auffinden von Produkten reduziert (60 Prozent weltweit, 55 Prozent in Deutschland).

Ausgereifte Automatisierung bietet Wettbewerbsvorteile und schließt die Lücke zum E Commerce

Automatisierung spielt eine wichtige Rolle, um Kunden, die zwischenzeitlich auf E-Commerce gebaut haben, wieder in die Geschäfte zu bringen. 46 Prozent der Kunden weltweit, die eine positive Erfahrung mit In-Store-Automatisierung gemacht haben, sagten, sie seien bereit, einen Teil ihrer Online-Einkäufe von Händlern mit digitalem Schwerpunkt (Händler, die hauptsächlich über Websites bzw. Applikationen und nur minimal mit Ladengeschäften operieren) auf Geschäfte mit Automatisierungstechnologie zu verlagern. Diese Zahl steigt auf 55 Prozent bei städtischen Konsumenten und auf 58 Prozent für Millennials. Unter den Käufern in Deutschland sagen dies lediglich 33 Prozent, in Indien dagegen 79 Prozent und in China 85 Prozent. Aufgrund der Verbesserungen, die Automatisierung mit sich bringen kann, erwägen potenzielle Umsteiger durchschnittlich 20 bis 25 Prozent ihrer Einkäufe von Online-Anbietern auf Ladengeschäfte zu verlagern.

Automatisierung könnte auch die Gesamtverkaufszahlen der Einzelhändler steigern: 60 Prozent der Verbraucher weltweit sowie 45 Prozent der deutschen sind bereit, online mehr bei solchen Händlern zu kaufen, die Retouren von Online-Bestellungen im Geschäft mit Hilfe von Automatisierungstechnologien annehmen. International gehen die Verbraucher davon aus, dass sie in diesem Fall ein Fünftel (22 Prozent) mehr kaufen würden, die deutschen etwas mehr als ein Sechstel (18 Prozent). Die Einzelhändler berichteten auch von einem Umsatzanstieg in Höhe von 11 Prozent in Geschäften mit Automatisierung gegenüber solchen ohne oder mit geringer Automatisierung.

„Automatisierung ist ein wichtiger Teil unserer Reaktion auf die sich ändernden Kundenbedürfnisse“, sagte Kristian Bjørseth, Leiter des Bereichs Zahlungsverkehr und Ausweise bei Coop Norwegen. „Wir haben Coop Key eingeführt, eine App, die es den Konsumenten ermöglicht, auch nach Geschäftsschluss einen Laden ohne Personal zu betreten und sich vollständig selbst zu bedienen. Nun verzeichnen wir erhebliche Umsätze zwischen 23 Uhr und Mitternacht sowie gesteigerte Zahlen bei margenstarken Produkten wie Tiefkühlpizzen. Sicherheit und Altersverifizierung werden gewährleistet, indem biometrische Daten in der App jeden einzelnen Kunden identifizieren.“

Kunden wollen, dass der Handel Automatisierung mit Nachhaltigkeit verbindet

Einzelhändler wie auch Kunden halten es für wichtig, Automatisierung mit Nachhaltigkeitsanliegen zu verknüpfen. Drei Viertel (75 Prozent) der Einzelhändler weltweit glauben, dass Automatisierung ihnen helfen kann, nachhaltigere und umweltfreundlichere Lösungen anzubieten. Dies spiegelt den wachsenden Wunsch der Verbraucher wider, bei Einzelhändlern einzukaufen, die sich als umweltfreundlich ausweisen können. Die befragten Verbraucher gaben an, dass sie Einzelhändler vorziehen würden, die Automatisierung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen (69 Prozent international, 68 Prozent in Deutschland) und Verbrauchsmaterialien wie gedruckten Quittungen (63 Prozent weltweit und hierzulande) sowie zur Verbesserung der Energieeffizienz (58 Prozent der Verbraucher weltweit und 53 Prozent der deutschen) und Bereitstellung von Nachhaltigkeitsinformationen zu Produkten (52 Prozent international sowie 48 Prozent in Deutschland) einsetzen.

Einzelhändler müssen regionale Trends verstehen

Da die Einzelhändler Automatisierung zunehmend einsetzen (derzeit sind fast 21 Prozent der Geschäfte in Bereichen wie der Filialnavigation und der Auftragsabwicklung automatisiert, aber es wird erwartet, dass dieser Anteil bis 2022 auf 36 Prozent ansteigen wird), unterstreichen die Studienautoren, dass das Verständnis der Bedürfnisse und Anliegen der Kunden vor Ort sehr wichtig ist. So sind die meisten Verbraucher prinzipiell der Meinung, dass Automatisierung das Potenzial hat, ihre Probleme in den Geschäften zu lösen. Das „Wie“ ist jedoch von regionalen Besonderheiten geprägt: So gaben beispielsweise 43 Prozent der befragten Verbraucher insgesamt – und 44 Prozent der deutschen – an, dass sie sich bei der Nutzung eines Self-Checkouts wie „unbezahlte Verkaufs-Assistenten“ fühlen; bei den Befragten in Indien stieg diese Zahl auf 61 Prozent.

Die Untersuchung ergab auch, dass die Einzelhändler Bedenken der Kunden unterschätzen und ihre Prioritäten entsprechend häufig falsch setzen. Während insgesamt 59 Prozent der Kunden sagten, sie würden ein Geschäft meiden, wenn es Gesichtserkennung zu ihrer Identifizierung einsetzen würde (insbesondere 53 Prozent in Großbritannien, 60 Prozent in den USA und den Niederlanden, 66 Prozent in Deutschland und 67 Prozent in Indien), glaubten nur 23 Prozent der Einzelhändler weltweit – und 16 Prozent der deutschen, dass dies der Fall sein würde. Am stärksten war die Diskrepanz in Frankreich: Hier glaubten nur 4 Prozent der Einzelhändler, dass die Kunden Ladengeschäfte mit Gesichtserkennung meiden würden, aber 62 Prozent der Verbraucher gaben dies an.

Die Einzelhändler verschiedener Branchensegmente messen der Automatisierung unterschiedlich viel Bedeutung bei: So gibt fast die Hälfte der Lebensmittel- und Bekleidungshändler (47 Prozent bzw. 45 Prozent) an, dass ihre Geschäftsführung Automatisierung als strategische Notwendigkeit betrachtet – verglichen mit nur 21 Prozent der Elektronikhändler und einem Gesamtdurchschnitt von 40 Prozent.

Achim Himmelreich, Global Head Consumer Engagement bei Capgemini, stellt fest: „Automatisierung bietet Einzelhändlern die große Chance, einen Teil des Bodens zurückzugewinnen, den sie an die Digital-Konkurrenz verloren haben. Letztlich verlangen die Kunden den gleichen Service und die gleichen Features offline, die sie vom E-Commerce gewohnt sind. Die richtigen Investitionsentscheidungen können hier ein erhebliches Potenzial freisetzen – sowohl in den kundenorientierten als auch in den operativen Abteilungen. Selbst in unserer technologieorientierten Welt findet man selten eine Investitionsmöglichkeit mit derart weitreichenden Chancen“.

Methodik der Studie

Capgemini befragte 5.110 Verbraucher in Nordamerika, Europa und Asien sowie weltweit 500 leitende Angestellte auf Geschäftsleitungsebene und darüber. Die befragten Einzelhandels-Unterbranchen waren: Elektronik, Lebensmittel, Heimwerkerbedarf, Mode und Bekleidung sowie Schnellrestaurants. Dreiundneunzig Prozent der Unternehmen hatten im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar gemeldet. Die Umfrage fand von Oktober bis November 2019 statt.

(ots)

Messe Düsseldorf verzeichnet starkes Wachstum

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Durch das starke Inlandsgeschäft im veranstaltungsintensiven Messejahr 2019 kann die Messe Düsseldorf ein solides Wachstum bilanzieren: Die Messe Düsseldorf Gruppe erreichte einen Umsatz von 369 Millionen Euro (Vorjahr: 294 Millionen Euro) – ein Anstieg von 25,6 Prozent. Die Messe Düsseldorf GmbH verzeichnet ein Umsatzplus von 29,8 Prozent. Ihre Erlöse stiegen von 260,4 Millionen Euro auf 338 Millionen Euro. Der Gewinn der GmbH hat sich mehr als verdreifacht. Ihr Jahresüberschuss stieg um 217 Prozent auf 49 Millionen Euro (2018: 15,3 Millionen Euro). Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von 14,4 Prozent (Vorjahr: 5,9 Prozent).

Aufgrund der Messezyklen, die bis zur Vier-Jahres-Taktung reichen, ist das Düsseldorfer Messegelände im Zeitraum August 2019 bis Juni 2020 Schauplatz aller ihrer großen Weltleitmessen: Die K und die A+A fanden bereits 2019 statt, dieses Jahr folgen unter anderem die wire und Tube, die interpack und die drupa. Diese Veranstaltungen garantieren der Messe Düsseldorf im Inlandsgeschäft hohe Zuwächse. „Während unserer Messerallye, die im Herbst 2019 mit dem bislang besucherstärksten CARAVAN SALON gestartet ist und mit einer ausgebuchten drupa im Juni 2020 enden wird, begrüßen wir in Düsseldorf allein auf unseren Eigenveranstaltungen in nur zehn Monaten rund 1,6 Millionen Besucher und 35.000 Aussteller“, kommentiert Werner M. Dornscheidt das erfolgreiche Inlandsgeschäft. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH zieht daher für das abgelaufene Geschäftsjahr ein durchweg positives Resümee: „Unser Gewinn hat sich 2019 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht. Wir haben äußerst profitabel gewirtschaftet und damit eine solide Grundlage für zukünftige Investitionen geschaffen.“

Auch der Blick nach vorne ist vielversprechend: „Die Aussichten auf das laufende Geschäftsjahr sind mehr als erfreulich“, so der Messechef. Der Gewinn der GmbH wird sich 2020 nochmals deutlich erhöhen: Der Überschuss wird laut Prognose um 69,5 Prozent auf 82,2 Millionen Euro steigen. Der Umsatz soll laut Prognose um 40,2 Prozent auf 474 Millionen Euro wachsen. Das Unternehmen wird dadurch noch profitabler: Die Rendite wird kommendes Jahr voraussichtlich 17,3 Prozent betragen. Die üblichen Messezyklen werden erst 2021 wieder zu einem ruhigeren Jahr führen.

Wachstum bei bestehenden und neuen Veranstaltungen

In der Landeshauptstadt am Rhein organisierte die Messe Düsseldorf GmbH im Jahr 2019 insgesamt 29 Veranstaltungen (Vorjahr 27), davon 18 Eigen- sowie 11 Partner- und Gastveranstaltungen. Bei den Eigenveranstaltungen zeigten 26.259 Aussteller auf knapp 835.000 Quadratmetern Nettofläche rund 1,3 Millionen Fachbesuchern ihre Innovationen. „Wir verzeichneten 2,9 Prozent mehr Aussteller und Besucher sowie 2,3 Prozent mehr Nettofläche gegenüber den Vorveranstaltungen“, erläutert Dornscheidt die neuen Bestmarken der Eigenveranstaltungen am Heimatstandort. Zu den größten Umsatzträgern im abgelaufenen Jahr zählten die Nummer-1-Veranstaltungen K, MEDICA, A+A, ProWein und das Messequartett der „Bright World of Metals“ (GIFA, METEC, THERMPROCESS, NEWCAST).

„Unsere Weltleitmessen wachsen. Zugleich gründen wir immer wieder Spezialmessen zu Nischenthemen mit großem Zukunftspotenzial“, so der Messechef über die Neugründungen seiner Messegesellschaft. Sowohl die Kongressmesse PRINT & DIGITAL CONVENTION für Multichannel- und Dialogmarketing, als auch die tasc, die weltweit erste Fachmesse für Autoglas, Smart Repair und Fahrzeugaufbereitung, überzeugten 2019 mit zweistelligen Zuwachsraten bei Ausstellern und Besuchern. Die SPORTS INNOVATION findet 2020 zum zweiten Mal in der Düsseldorfer Arena statt – direkt angebunden an das Messegelände. Mit ihrem Partner, der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, bietet die Messe Düsseldorf eine Plattform für neue Technologien rund um Spielanalyse, Broadcasting, Stadionerlebnis und Co.

Neu im Portfolio ist die Saw EXPO. Ab 2020 wird die Sägetechnikmesse unter der Regie der Messe Düsseldorf als Sonderpavillon der wire und Tube stattfinden. In den Jahren dazwischen öffnet sie ab 2021 als eigenständige Messe in Friedrichshafen ihre Türen. Ein Spin-off im Rahmen der Tube China 2020 in Shanghai ist ebenfalls geplant.

Messen als Plattform für gesellschaftliche Herausforderungen

„Wir bauen unsere Portfolios aus und entwickeln unsere Veranstaltungen inhaltlich weiter“, erklärt Dornscheidt. „Messen befinden sich im Wandel. Neben Branchenfachthemen rücken immer häufiger ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Fragen in den Mittelpunkt und verlangen nach Antworten. Mit unseren Weltleitmessen bieten wir den Industrien die Plattformen, auf denen sie ihre Lösungen für die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit präsentieren und mit Experten diskutieren können.“ Auf der K2019 thematisierte die Industrie in verschiedenen Sonderschauen die Facetten einer zukünftigen Kreislaufwirtschaft. Mit der 2011 gegründeten Initiative SAVE FOOD setzen die Düsseldorfer im Umfeld ihrer Verpackungsmessen (interpack alliance) Zeichen gegen weltweite Lebensmittelverluste und -verschwendung. Zur interpack 2020 wird sie in der Stadt Düsseldorf das SAVE FOOD-Festival ausrichten, auf dem Start-ups allen Akteuren entlang der Nahrungsmittelwertschöpfungskette bis hin zum Endverbraucher ihre Ideen und Lösungen hierfür informativ und interaktiv präsentieren werden. Zugleich widmet die interpack dem Thema „Life without Packaging“ eine eigene Konferenz. Meeres- und Klimaschutz stehen wieder bei der boot auf der Agenda. Im Rahmen der Initiative „love your ocean“ von Messe Düsseldorf, Deutsche Meeresstiftung und Fürst Albert II. Stiftung präsentieren Unternehmen, Verbände und Institutionen auf einer Sonderfläche, wie sie sich für saubere Gewässer engagieren. „Neben der inhaltlichen Weiterentwicklung unserer Messen sichern Investitionen in die Internationalisierung, Geländeoptimierung und Digitale Transformation langfristig unseren Erfolg“, so der Messechef und betont: „Alle dafür erforderlichen Mittel finanzieren wir aus eigener Kraft.“

Stärkung des Vertriebs durch Ausbau des internationalen Netzwerks

Nach der Eröffnung der neuen Auslandsvertretung in Colombo/Sri Lanka am 1. Januar 2019 ist die Messe Düsseldorf nun mit 77 Auslandsvertretungen – darunter sieben ausländischen Tochtergesellschaften – in 141 Ländern vertreten. „Wir bauen unser internationales Vertriebsnetz aus, um der Marktnachfrage in einer immer globaleren Wirtschaftswelt entgegen zu kommen, mehr internationale Aussteller und Besucher für die Weltleitmessen an unserer Homebase Düsseldorf zu gewinnen und zyklusbedingte Schwankungen durch ein stabiles Auslandsgeschäft besser abzufedern“, so Dornscheidt. Von den insgesamt rund 67 Millionen Euro, die der Konzern 2019 im Ausland erwirtschaftet hat, entfallen 33 Millionen Euro auf Russland, 14 Millionen Euro auf China und zehn Millionen Euro auf Singapur.

„International zu agieren, hat Tradition bei der Messe Düsseldorf“, berichtet Dornscheidt. Die Messe Düsseldorf feierte 2019 das 40-jährige Bestehen ihres Moskauer Standorts. Das Unternehmen engagierte sich bereits 1963 als erste ausländische Messegesellschaft in Russland. „Seit 1979 sind wir kontinuierlich mit einem eigenen Standort in Moskau vertreten – auch in politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, betont der Messechef. „Heute ist Russland unser größter Auslandsmarkt mit 14 Messen und Messebeteiligungen in Moskau, Novokuznetsk, Kazan, Ufa und Jekaterinburg.“

Auch die Tochtergesellschaften der Messe Düsseldorf in China, dem zweitgrößten Auslandsmarkt des Unternehmens, feierten Jubiläum: 20 Jahre Messe Düsseldorf China in Hongkong, die chinesische Aussteller auf den weltweiten Veranstaltungen der Messe Düsseldorf Gruppe betreut, und zehn Jahre Messe Düsseldorf Shanghai, die aktuell 16 Messen in China veranstaltet.

Messen als Impulsgeber für Wachstumsmärkte

Insgesamt hat die Messe Düsseldorf im Ausland 57 Eigenveranstaltungen und Beteiligungen realisiert. Insbesondere in dynamischen Zukunftsmärkten mit hohem Wachstumspotenzial wie Afrika, Südamerika und dem mittleren Osten baut sie ihr internationales Geschäft unter dem Dach der vier großen Düsseldorfer Weltleitmessen interpack (Processing & Packaging), MEDICA (Health & Medical Technologies), K (Plastics & Rubber) und wire und Tube (Metals & Flow Technologies) weiter aus. Zu den neuen Auslandsveranstaltungen 2019 gehören die FAMDENT Show in Mumbai, eine der führenden indischen Fachveranstaltungen für die Zahnmedizin, die pacprocess Middle East Africa in Kairo, ein Mitglied der interpack alliance, und die Pack Print Plas (PPP) Philippines in Manila als Teil des Portfolios Print Technologies rund um die Weltleitmesse drupa. 2020 werden unter anderem erstmals die Medizintechnikmessen MEDICAL FAIR BRASIL in São Paulo und die Meditech Colombia in Bogotá stattfinden.

Internationalität stärkt Homebase in Düsseldorf

Der positive Rückkopplungseffekt für den Messeplatz Düsseldorf bestätigt die Globalisierungsstrategie des Unternehmens. Der Anteil der Gäste aus dem Ausland steigt seit Jahren. 2019 kamen 73,4 Prozent aller Aussteller der Eigenveranstaltungen in Düsseldorf aus dem Ausland (Vorveranstaltungen 71,3 Prozent); der Anteil internationaler Besucher lag bei 37,1 Prozent (Vorveranstaltungen 36,6 Prozent). Besonders hoch ist dieser bei den Düsseldorfer Weltleitmessen der vier Global Portfolios: Hier reisten 2019 knapp 70 Prozent der Fachbesucher aus dem Ausland an. „Unsere Eigenveranstaltungen am Rhein konnten damit erneut Spitzenwerte aufweisen, die für deutsche Industriegütermessen einzigartig sind“, freut sich Dornscheidt.

Geländeoptimierung: Mehrwert für Kunden und Umwelt

Um auch zukünftig wettbewerbsfähig und attraktiv für Kunden zu bleiben, hält die Messe Düsseldorf ihre Flächen und Räumlichkeiten auf der Höhe der Zeit – in Bezug auf Technologie, Funktionalität, Komfort und Architektur. Im Herbst 2019 wurde nach zweijähriger Bauzeit die neue Halle 1 in Betrieb genommen. Mit mehr als 12.000 Quadratmetern Fläche bietet sie Platz für 10.000 Menschen. Zusätzlich stehen sechs verglaste Konferenzräume im Obergeschoss à 200 Quadratmeter sowie das über 2.112 Quadratmeter große Foyer als Veranstaltungsfläche zur Verfügung. Die Halle 1 ist von Beginn an durchgängig ausgebucht. Die expopharm, Europas größte Fachmesse rund um den Apothekenmarkt, bildete als Gastveranstaltung den Auftakt für ihre durchgängige Belegung bis zur drupa Ende Juni 2020. Als erste Eigenveranstaltung belegte die K im Oktober die neue Halle. „Die hohe Auslastung vom Start weg zeigt, dass wir nah am Bedarf unserer Kunden bauen“, so Dornscheidt. Im Frühjahr 2020 wird der neue Eingang Süd mit seinem architektonisch anspruchsvollen, 20 Meter hohen und 7.800 Quadratmetern großen Vordach fertiggestellt sein. Insgesamt werden 140 Millionen Euro in dieses Projekt fließen.

Die Neue Messe Süd ist Teil des Masterplans Messe Düsseldorf 2030, in dessen Zuge seit der Jahrtausendwende bereits die Hallen 6, 7a, 8a und 8b, der Neubau des Eingangs Nord und die Komplettmodernisierung von sieben Hallen fertiggestellt wurde. Die Halle 9 steht als nächstes auf dem Plan. Sämtliche Messehallen sollen bis 2030 energetisch auf dem neuesten Stand sein. „Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten zwölf bis 15 Jahren Investitionen in Höhe von über 700 Mio. Euro für die Komplettmodernisierung des Düsseldorfer Messegeländes tätigen werden. Über die Einzelmaßnahmen werden unsere Aufsichtsgremien entscheiden.“

Digitale Transformation: Investition in die Zukunft

Die Messe Düsseldorf ist eine der weltweit wichtigsten Plattformen zur Präsentation digitaler Innovationen verschiedener Industrien. Sie treibt zugleich selbst die Digitalisierung des Formats Messe, der digitalen Infrastruktur und der Transformation des eigenen Unternehmens voran. Neuestes Projekt der Messe ist neben dem sukzessiven Relaunch ihrer Messe-Apps auch die Weiterentwicklung des Matchmaking-Tools, das Aussteller und Besucher mit passenden Interessen per Klick zusammenbringt. Mehr als 1.500 Meetings kamen auf diesem Wege auf der MEDICA und COMPAMED 2019 zustande. Die ProWein wird 2020 in Kooperation mit dem Unternehmen Bottlebooks einen ähnlichen Ansatz verfolgen: Angesichts des umfassenden Angebots ist es für die Facheinkäufer unverzichtbar, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und gezielt nach einzelnen Produkten zu suchen. Aussteller haben im Vorfeld der Messe erstmals die Möglichkeit, ihre Auswahl in eine Online-Datenbank einzupflegen. Besucher wiederum können dann ganz einfach und unkompliziert die gewünschten Produktgruppen suchen. So wird die Effizienz und der Nutzen einer Messe für die Kunden erhöht.

Zukunft fördern: Weltleitmessen als Bühne für Start-ups

Darüber hinaus fördert die Messe Düsseldorf Start-ups, die zu den wichtigsten Akteuren der Digitalisierung zählen. Das Unternehmen ist unter anderem Partner des digihub Düsseldorf, einem Kompetenzzentrum für digitale Gründungsideen, und bietet auf allen großen Düsseldorfer Messen spezielle Sonderflächen für Gründer an – unter anderem den Start-up-Hub auf der EuroCIS 2019 und der EuroShop 2020, die Start-up-Zone bei der A+A 2019 und der glasstec 2020 als auch den jährlichen MEDICA START-UP PARK. „Unser Ausstellungsangebot wird von der Gründerszene sehr gut angenommen“, freut sich Dornscheidt. „Ein neues und inspirierendes Hallenkonzept werden wir 2020 auf der drupa etablieren. Das neue Forum drupa next age versteht sich als Zentrum disruptiver Entwicklungen und will einen Vernetzungsraum schaffen, in dem Global Player, Start-ups und Key Player der Branche im produktiven Austausch über neue Produktideen, Technologien und Geschäftsmodelle stehen.“

Neuordnung der Geschäftsführung

Die weltweit größte Messe für Drucktechnologien 2020 wird die letzte Nummer-1-Veranstaltung sein, die unter der Führung von Werner M. Dornscheidt stattfindet. Ende Juni geht der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH nach fast 17 Jahren an der Spitze des Unternehmens in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird am 1. Juli Wolfram N. Diener, der seit seinem Eintritt in das Unternehmen 2018 für das operative Geschäft mehrerer Global Portfolios verantwortlich ist. Bereits seit dem 1. Januar 2020 ist Erhard Wienkamp neuer operativer Geschäftsführer. Er trat die Nachfolge von Hans Werner Reinhard an, der das Unternehmen 2019 verlassen hat. Bernhard J. Stempfle, verantwortlich für Finanzen und Technik, komplettiert das Geschäftsführerteam. Werner M. Dornscheidt ist von der neu besetzten Geschäftsführung überzeugt: „Märkte verschieben sich, die Welt wird internationaler, digitaler und komplexer. Mit ihrer langjährigen Messeerfahrung sind Wolfram N. Diener, Bernhard J. Stempfle und Erhard Wienkamp die idealen Treiber, um die Messe Düsseldorf in die Zukunft zu führen. Sie stehen sowohl für Erneuerung als auch für Kontinuität.“ Dies schaffe beste Voraussetzungen dafür, das Produktportfolio der Messe Düsseldorf im In- und Ausland nah am Kunden weiter zu entwickeln und den Düsseldorfer Standort zu stärken, so Dornscheidt.

(ots)

Ministerpräsident Michael Kretschmer besucht Hentschke Bau

Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen war am 16. Januar zu Besuch bei der Hentschke Bau GmbH in Bautzen. Michael Kretschmer zeigte sich beeindruckt von dem innovativen Bauunternehmen. Neben wirtschaftspolitischen, baupolitischen und technologischen Themen standen auch die Brandanschläge der letzten Wochen und Monate auf der Gesprächsagenda. Kretschmer versicherte der Belegschaft und der Geschäftsführung seine Solidarität. Empfangen wurde Kretschmer am Firmensitz der Hentschke Bau in Bautzen von den Geschäftsführern Jörg Drews und Thomas Alscher sowie von Vertretern des Betriebsrates.

„Wir werden alles tun, um die Sicherheit auf Baustellen und für bauausführende Unternehmen zu erhöhen“, versicherte der Ministerpräsident. Zugleich verwies er auf die gute Arbeit der Sicherheitsbehörden, die sich intensiv um die Aufklärung der jüngsten Brandanschläge sowohl auf Hentschke Bau als auch auf andere Bauunternehmen bemühten. Seitens der Landesregierung werde alles getan, um die Täter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Kretschmer bekundete seine Solidarität gegenüber den Mitarbeitern. „Gewalt und Brandsätze sind kein politischer Debattenbeitrag. Niemand darf zulassen, dass sich Menschen bei ihrer Arbeit bedroht fühlen.“ Zugleich zeigte der Ministerpräsident Verständnis für die Sorgen der Hentschke-Mitarbeiter und lobte deren Engagement. „Sie leisten Großartiges – handwerklich und technologisch.“

„Beeindruckend“ nannte Kretschmer die Bauprojekte des Unternehmens, das neben Autobahnbrücken, Straßen und Verwaltungsgebäuden unter anderem auch Bahnhöfe, Altenpflegeheime und Sozialbauten plant, entwickelt und errichtet. Mit mehr als 700 Mitarbeitern und dutzenden Großprojekten im ganzen Land gehört die Hentschke Bau GmbH zu den größten Bauunternehmen Ostdeutschlands.

„Wir sind in vielen Bereichen Markt- und Technologieführer“, machte denn auch Jörg Drews deutlich. Im eigenen Betonfertigteilewerk würden ständig neue Verfahren, Materialien und Technologien erprobt. Insbesondere bei Carbonbeton setze man Maßstäbe für die gesamte Baubranche. Die ganze Leistungsfähigkeit der Hentschke Bau GmbH wurde im Rahmen eines Rundganges über das Werksgelände sichtbar. „Wir investieren viel – in Maschinen, Top-Qualität und in die Menschen. Wir engagieren uns für die Region und möchten als einer der größten Arbeitgeber in Ostsachsen mit dafür sorgen, dass unsere Mitarbeiter und deren Familien eine liebenswerte Heimat und eine zukunftsorientierte Region vorfinden“, so Jörg Drews. Wirtschaftlicher Erfolg, mutige Investitionen und soziales Engagement gehörten untrennbar zusammen.

An der Führung durch das Unternehmen und an den Gesprächen nahmen neben dem Ministerpräsidenten auch der heimische Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU) sowie der stellvertretende Landrat Udo Witschas teil.

Weitere Informationen über die Hentschke Bau GmbH, deren soziales und gesellschaftliches Engagement, Karrieremöglichkeiten und Ausbildung sowie das Thema Bauen mit Beton gibt es unter www.hentschke-bau.de.

NORTEC 2020: Wenn ein Messebesuch zur Bildungsreise wird

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Wenn vom 21. bis 24. Januar die Tore der NORTEC öffnen, erleben Fachbesucher die ganze Welt der Produktion im Zeichen von Industrie 4.0. Praxisnah und fokussiert auf die Bedürfnisse von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) präsentieren rund 430 Aussteller und zahlreiche Experten, was es heute braucht, um langfristig als Produktionsunternehmen erfolgreich zu sein. Mit ihrem Mix aus klassischer Fachmesse für Produktion und Campus für den Mittelstand setzt der erste Branchentreff im neuen Jahr auf einen interdisziplinären Austausch sowie praxisnahe Wissensvermittlung und treibt damit die Kollaboration zwischen Digitalwirtschaft und Industrie weiter voran. Was in Sachen E-Mobilität alles möglich ist, und was dies mit der Produktionswelt zu tun hat, erleben Besucher an der Rennstrecke des e-gnition Teams Hamburg, die mit ihrem aktuellen Rennwagen vor Ort sind.

Ob künstliche Intelligenz, Additive Fertigung, Automatisierung oder neue digitale Geschäftsmodelle – als Spiegelbild der Wirtschaft fokussiert die NORTEC vom 21. bis 24. Januar 2020 die Topthemen der Branche auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress. Dank ihres über 25 Jahre gewachsenen Experten-Netzwerks treffen Besucher der Fachmesse für Produktion mit Campus für den Mittelstand auf spannende Aussteller zu allen Stationen der Wertschöpfung in der Produktion. Die hohe Dichte an Experten im Programm sorgt zusätzlich für einen praxisnahen Austausch zwischen Vertretern der Industrie und Digitalwirtschaft. So wird die Teilnahme an der Industriemesse zur Bildungsreise für KMU, die sich für den Geschäftserfolg auszahlt.

Barrierefreier Austausch und aktuelle Technologien unter einem Dach

Die Erkundungstour startet in den Hallen A1 und A4: Wohin die Reise im Maschinenbau geht, zeigen namhafte Anbieter aus der Produktionstechnik zur Metall- und Kunstoffbearbeitung, inklusive aller Komponenten und Werkzeuge, und Messtechnik, Positionierungssysteme, Antriebstechnik, bis hin zu Qualitätsmanagement und Betriebsausrüstung, Halbzeuge sowie Zulieferer und spezialisierte Auftrags- bzw. Lohnfertiger. Vorab-Einblicke in aktuelle Cases und Technologien sowie Expertenwissen zum Thema Industrie 4.0 erhalten Besucher im NORTEC Newshub: https://www.nortec-hamburg.de/news-hub/.

Weiter geht die ‚Bildungsreise‘ in der Halle A3, auf dem neu geschaffenen NORTEC Campus für den Mittelstand. Aufstrebende Start-ups, Vertreter der Digitalwirtschaft, der Elektronik und der Industrie gehen hier in direkten Austausch und bilden zum Thema Industrie 4.0 weiter. Besucher können aus einem breiten Angebot wählen, mit dem sie ihr Wissen auffrischen und ihr Netzwerk erweitern. Pünktlich zu den anstehenden Invesitionsplanungen erhalten insbesondere KMU hier praxisnahe Tipps und Beratungsleistung aus Expertenhand zu den Megathemen ihrer Branche.

Für jedes Anliegen der geeignete Gesprächspartner

Networking wird auf der NORTEC groß geschrieben. Auf dem NORTEC Campus für den Mittelstand werden individuelle Fragen von Besuchern schnell und fachmännisch beantwortet. Je nach Interessensschwerpunkt und Kenntnisstand finden Besucher unterschiedliche Anlaufstellen: Auf der Bühne des ‚Auditorium‘ gibt es offene Fachvorträge und Diskussionsrunden und im ‚Seminarraum‘ Workshops und Konferenzen zu Themen wie additive Fertigung und Industrie 4.0. In der ‚Werkstatt‘ werden außerdem die Top-Branchenthemen intensiviert. Die passenden Gesprächspartner zum Thema Digitalisierung finden Besucher etwa in der solutions.hamburg.lounge: Ob Basiswissen oder Tipps für Fortgeschrittende, jede Frage wird hier unkompliziert und auf Augenhöhe beantwortet. Auch in den erstmals stattfindenen Round-Table-Gesprächen wird der Wissensaustausch und das Netzwerken zu Themen wie KI und Robotik gefördert. Gastgeber der Talkrunden sind unter anderem die Software Alliance Hamburg und das Artificial Intelligence Center (ARIC) Hamburg. In Halle A3 kann jeder in den offenen Austausch mit einsteigen. Ein weiteres Megathema, vor allem für die Zuliefererbranche im Bereich Automotive, ist die E-Mobilität. So ist der aktuelle Rennwagen des e-gnition Hamburg Teams live an der Rennstrecke in Halle A3 zu erleben. Beim finalen Rennen der diesjährigen Formula Student, dem größten Ingenieurswettbewerb der Welt, geht das Team erstmals mit einem Rennwagen an den Start, der sowohl in der Electric als auch in der Driverless Klasse antreten wird. Diesen können Besucher auf der NORTEC in Aktion erleben. Hier gibt es weitere Informationen zum Programm auf der NORTEC 2020: https://www.nortec-hamburg.de/programm/

(ots)

Scala präsentiert digitale Kundenfaszination auf der EuroShop in Düsseldorf

Die Zukunft des Handels ist digital. Die Information des Kunden unmittelbar am Point of Sale, die virtuelle Visualisierung von Produkten im Kundeneinsatz noch bevor diese erworben wurden oder das Wissen um Kundenwünsche noch bevor diese ausgesprochen sind – das alles lässt sich schon heute darstellen. Möglich werden derartige Einkaufserlebnisse durch Digitale Instore Experience oder auch Digital Signage. Durch die Integration von interaktiven Displays, der Vernetzung von Waren oder ganzen Shops mit dem Mobiltelefon des Kunden, Virtuell-Reality- oder Augmented-Reality-Lösungen sowie Apps und Near-Field-Communication entstehen neue Welten für den Kunden, die diesem zusätzlichen Nutzen und vor allem Service garantieren. Weltmarktführer rund um die Themen Digital Signage und Customer Experience im stationären Handel ist die Stratacache Gruppe mit ihrer Tochtergesellschaft Scala. Die neuesten Trends, technische Innovationen und branchenübergreifende Lösungen präsentiert Scala im Rahmen eines rund 120 Quadratmeter großen digital vernetzten Handelsplatzes auf der EuroShop in Düsseldorf. Die EuroShop ist die weltgrößte Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels. Sie geht vom 16. bis 20. Februar in Düsseldorf an den Start.

„Wir werden vier große Themenwelten im Rahmen der EuroShop erlebbar machen“, erklärt der Area Sales Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz Matthias Hofmann. „Auf einer modernen Fashion- & Lifestyle-Fläche werden wir zeigen, wie Mode-Shopping noch attraktiver, kundenzentrierter und erlebnisreicher werden kann. Ein rein virtueller Supermarkt wird beweisen, dass der Lebensmitteleinkauf der Zukunft nicht nur informativ und ohne Mühen von statten gehen wird, sondern auch gesundheitliche und ökologische Aspekte dank digitaler Lösungen berücksichtigt. Bei den Themen Guided Selling und Analytics geht es um Künstliche Intelligenz und vorhersagbares Kundenverhalten sowie die Messbarkeit von Werbung, Marketing und Produktinformationen unmittelbar am Point of Sale“, beschreibt Hofmann den Scala-Messeauftritt. Präsentiert würden ausschließlich Lösungen, die heute schon möglich und bei ausgewählten Unternehmen im Einsatz seien. „Digital Signage ist keine Vision, sondern schon heute Realität im modernen Handel“, so der Handelsexperte.

Matthias Hofmann, Area Sales Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Scala BV

Die unmittelbare Kommunikation mit dem Kunden an Ort und Stelle, dessen Beratung und serviceorientierte Führung im Rahmen eines ganzheitlichen Einkaufserlebnisses sei die große Vision von Scala. „Es geht darum, dem Kunden in dem Moment wertvolle Informationen und gute Gefühle zu schenken, in dem er sie braucht und in der Darstellungsform, die er sich wünscht“, macht Hofmann deutlich. Digital Signage werde deswegen nicht nur von immer mehr Händlern, sondern vor allem auch vom Kunden gewünscht. „Im Rahmen der EuroShop werden wir die Vorteile für den Handel und für den Kunden herausstellen. Alle Akteure profitieren von digitalen Lösungen im Handel“, so der Scala-Manager.

Wichtig aus Unternehmenssicht sei, so Hofmann, dass individuelle Lösungen geschaffen würden. Jede Branche, jede Marke, jedes Produkt, jedes Geschäft und jede Kundengruppe sei anders. Standards brauche es allenfalls in der Datengewinnung und -verarbeitung, nicht aber, wenn es um den direkten Dialog mit dem Kunden gehe. „Digital Signage ist immer Eins-zu-eins-Kommunikation – individuell, maßgeschneidert und emotional ansprechend. Das macht die Stärke unserer Lösungen aus, die zudem jeder Händler einführen kann. Wir bieten Lösungen auch für den kleinen und mittleren Einzelhandel an. Lösungen gibt es für nahezu alle Branchen und Retailer“, so Hofmann abschließend.

Wer sich für Digital Signage im Allgemeinen und Lösungen von Scala im Besonderen interessiert, sich über moderne Point-of-Sale-Kommunikation oder modernes Customer Experience Management informieren und Praxisbeispiele namhafter Marken und Handelsunternehmen live erleben möchte, bekommt weitere Informationen unter www.scala.com. Hier können auch persönliche Beratungstermine im Rahmen der EuroShop vereinbart werden.