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Die Zukunft von Fleisch

Prof. Dr. Guido Ritter von der FH Münster ist als Ernährungsexperte in der NRW-Landesvertretung in Berlin zu Gast

Wie werden wir uns in Zukunft ernähren und welche Bedeutung hat dabei das Fleisch? Um diese Frage geht es in einer Veranstaltung der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund. Expertinnen und Experten aus Politik, Praxis und Wissenschaft beleuchten darin das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. So spricht etwa Karl-Josef Laumann, der Arbeits- und Gesundheitsminister des Landes, über die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie; NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser thematisiert die Verantwortung vom Stall bis zum Teller.

Unter den Referenten ist auch Prof. Dr. Guido Ritter von der FH Münster. In einem Impulsvortrag wagt der Wissenschaftler vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) einen Blick nach vorn. Wie sich Menschen in Europa ernähren werden und welche Rolle dabei das Fleisch spielt, ist sein Thema.

„Die wachsende Weltbevölkerung erhöht den Druck auf die Lebensmittelerzeugung auch in Europa. Die jetzige Form der intensiven Landwirtschaft stößt dabei an ihre ökologischen Grenzen. Wir werden in Zukunft mit den Tieren anders umgehen müssen und deutlich weniger Fleisch essen, um die Herausforderungen zu bewältigen“, so Ritter.

„Über die Zukunft von Fleisch – und das Fleisch der Zukunft“ ist in Präsenz für eine begrenzte Anzahl an geladenen Gästen offen. Interessierte können die zweistündige Veranstaltung auch per Livestream am Donnerstag (8. Oktober) um 18:00 Uhr verfolgen. Das Programm und weitere Informationen sind unter mbei.nrw/terminvorschau-berlin abrufbar, der Livestream auf Youtube ist über url.nrw/fleisch zu erreichen.

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  • Prof. Dr. Guido Ritter: FH Münster/Wilfried Gerharz

Profihost wird Teil der dogado-Gruppe

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Zwei Managed-Server-Experten schließen sich zusammen: Die dogado GmbH wird 100 % der Anteile der Hannoveraner Profihost AG erwerben. Diese Übereinkunft gaben beide Unternehmen bekannt. Damit begibt sich die Unternehmensgruppe auf den Weg, größter Managed-Server-Anbieter für Website und Onlineshops in Deutschland zu werden. Cristoph Bluhm und Stefan Priebe bleiben noch bis zum Jahresende Teil des Profihost-Vorstandes. Marc Zocher bekleidet sein Amt dauerhaft weiter und wird fortan von dogado-CEO Daniel Hagemeier und COO Dr. Claus Boyens unterstützt.

dogado und Profihost verfolgen mit dem Zusammenschluss ein gemeinsames Ziel: „Wir wollen der größte Managed-Server-Anbieter in Deutschland werden“, erklärt Daniel Hagemeier. Schon bei ihrem ersten Treffen hatten Daniel Hagemeier, Cristoph Bluhm, Stefan Priebe und Marc Zocher erkannt, dass dieses Vorhaben gemeinsam realisierbar sein würde. „Beide Firmen bringen außergewöhnliche Kompetenzen mit“, so Priebe. „Außerdem verbindet uns das Leitmotiv, unseren Kunden stets außergewöhnlichen Service und echte Hilfe bieten zu wollen.“

E-Commerce-Exzellenz auf beiden Seiten

Mit dogado und Profihost treffen sich nicht nur zwei Serverspezialisten. Beide Unternehmen gelten als Branchenexperten für das E-Commerce-Segment. Im Jahr 2019 hatte sich bereits der Shopspezialist AIXPRO unter dem Dach der dogado-Gruppe eingefunden. Dessen erfolgreiche Produktpalette führt das Unternehmen unter dem Label dogado shops weiter. Zukünftig werden beide Unternehmen ihre E-Commerce-Kompetenz bündeln.

Profihost: Partnernetzwerk auf Augenhöhe

Die Profihost AG bringt zusätzlich ein starkes Agenturnetzwerk mit in die Gruppe: Mit über 400 Partnern pflegt das Technologieunternehmen engste Beziehungen und blickt auf tausende erfolgreiche Projekte zurück. Marc Zocher: „Das Erfolgsmodell unserer Zusammenarbeit ist so einfach wie erfolgreich: Wir arbeiten immer Hand in Hand, jederzeit fair, auf Augenhöhe und wir verfolgen gemeinsame Ziele.“ Ein eigenes „Partner Relations“-Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lösungen für jede Herausforderung von Agenturen und deren Kunden zu finden.

Durch den Zusammenschluss mit der Profihost AG stärkt die dogado group ihre Position als Full-Service-Cloud-Provider.

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  • Profihost wird Teil der dogado-Gruppe: obs/dogado GmbH

Real.de wird zum Online-Marktplatz von Kaufland

Die Schwarz Gruppe übernimmt den Online-Marktplatz real.de von der SCP Group. Die Europäische Kommission hat dafür nun die fusionskontrollrechtliche Freigabe erteilt. „Der Online-Marktplatz wird als weiterer Absatzkanal unser stationäres Geschäft ideal ergänzen. Dadurch können wir uns als Unternehmen noch stärker für die Zukunft aufstellen“, erklärt Rolf Schumann, Vorstand Digitalisierung der Schwarz Gruppe.

Den Kunden und Händlern stehen die Dienstleistungen von real.de weiterhin wie gewohnt zur Verfügung. Neben einem breiten Non-Food-Eigensortiment mit über 300.000 Artikeln können Kunden aus über 19 Millionen Artikeln der Marktplatzhändler auswählen. Im Laufe des kommenden Jahres ist die Umstellung des Online-Marktplatzes auf den Namen Kaufland sowie die Ausweitung der Kunden- und Händlerservices geplant.

„Wir freuen uns über die künftige Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von real.de, denen wir neben einem attraktiven Arbeitsplatz auch weitere Karriereperspektiven innerhalb der Schwarz Gruppe bieten“, sagt Schumann. Real.de gehört zu den größten Online-Marktplätzen in Deutschland und verfügt über langjährige Expertise und Erfahrung im Online-Geschäft.

(ots)

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  • Real.de wird zum Online-Marktplatz von Kaufland: obs/Kaufland/Adobe Stock/Piman Khrutmuang

Anregend anders: Wirtschaftsgipfel Deutschland kommt in die Metropolregion

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Nach Jahren des Aufschwungs und hoher Zufriedenheit steckt die deutsche Wirtschaft aktuell in der Krise. Konjunkturforscher versuchen seit Monaten vorherzusagen, wie schlimm die Rezession die hiesigen Betriebe treffen wird und wie schnell sie wieder das Niveau erreichen können, das sie vor der Corona-Pandemie hatten. Gleichzeitig waren die deutschen Unternehmen schon vor COVID-19 mit Themen wie Klimawandel, E-Mobilität und Digitalisierung konfrontiert. Für diesen anstehenden Umbruch suchen die Unternehmen nach entsprechenden Strategien, um sich zukunftsfähig aufzustellen. So schwanken die Prognosen der Konjunkturforscher angesichts des Aufs und Abs der Infektionszahlen, der sich rasant verändernden Rahmenbedingungen und der immer neu angepassten politischen Maßnahmen enorm. Diese und viele weitere Aspekte stehen auf der Agenda des Wirtschaftsgipfel Deutschland 2020, der am Samstag, 14. November, im hochmodernen Business- und Tagungszentrum Sportpark Ronhof | Thomas Sommer in Fürth stattfindet.

„Die deutsche Wirtschaft muss in vielen Bereichen Verwerfungen und Risse hinnehmen. Unternehmenslenker reagieren darauf sehr unterschiedlich: Während die einen nach neuen Lebens- und Wirtschaftsmodellen rufen, sehnen sich die anderen nach der guten alten Zeit zurück“, beobachtet Marcel Riwalsky, Gründer von Aviation-Event und Initiator des Wirtschaftsgipfel Deutschland. „Die junge Generation fordert mehr Teilhabe und ein anderes Verständnis für den Wandel, während etablierte Gruppen reflexartig ablehnend auf Neuerungen reagieren. Dabei findet der Wandel statt – und zwar ganz unabhängig davon, ob wir mitmachen wollen oder nicht“, fügt der Unternehmer hinzu. Auf dem Wirtschaftsgipfel Deutschland soll es deshalb auch in diesem Jahr darum gehen, Prozesse zu hinterfragen, Denkrichtungen anzustoßen und aktuelle Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.

Wieviel Veränderung vertragen Deutschland und Europa und wie kann die Wirtschaft konstruktiv auf den Wandel reagieren? Diesen und anderen Fragen stellen sich bei Wirtschaftsgipfel Deutschland 2020 namhafte Manager erfolgreicher Konzerne sowie bekannte Vertreter aus Verbänden und Politik – darunter Digitalministerin Dorothee Bär, EU-Parlamentsmitglied Manfred Weber, Puma-DACH-Chef Matthias Bäumer, EON-Tschechien-Chef Martin Záklasník und Deutschlands bekannteste Profilerin Suzanne Grieger-Langer. „Gemeinsam mit den Experten wollen in einen konstruktiven Dialog darüber einsteigen, wie wir in der deutschen Wirtschaft gleichzeitig Werte erhalten und Veränderungen für alle verträglich gestalten können, um die Grundwerte unserer Gesellschaft – etwa Freiheit, Gleichberechtigung und  Selbstbestimmung – zu erhalten“, erklärt Marcel Riwalsky. Wie kann ein Paradigmenwechsel gedacht und gefördert werden? Was muss Politik leisten, wie können sich gesellschaftliche Kräfte einbringen, welche Rolle spielt die Wirtschaft? Wie gut sind die Unternehmen auf Veränderungen vorbereitet und wie können sie den Wandel aktiv begleiten? „Wir stehen einmal mehr vor einer Zäsur und erleben den Wandel hautnah. Die Teilnehmer des Wirtschaftsgipfel Deutschland 2020 erhalten die einmalige Gelegenheit, mit Experten aus unterschiedlichen Bereichen darüber zu diskutieren, was uns erwarten könnte und wie wir aktiv Einfluss auf die Entwicklungen nehmen können.“

Der Wirtschaftsgipfel Deutschland 2020 findet am Samstag, 14. November, ab 8 Uhr im Business- und Tagungszentrum Sportpark Ronhof | Thomas Sommer in Fürth statt. Weitere Informationen zum Programm, zu den Experten und zur Anmeldung finden sich unter www.wirtschaftsgipfel.com.

Gesucht werden die besten Zukunftsideen Deutschlands!

Gestalte den Morgen mit und Make Tomorrow New! Du brauchst keinen Business Plan – nur Deine Idee zählt!

Make Tomorrow New ist eine Initiative von Philip Morris mit der Marke IQOS um die besten Zukunftsideen Deutschlands zu finden und zu fördern! Das Unternehmen unterstützt die besten Zukunftsideen Deutschlands mit einer Fördersumme von über einer Millionen Euro. In der Jury sitzen Starkoch Tim Mälzer, Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer, Musiker und Entrepreneur Fynn Kliemann sowie OMR-Founder Philipp Westermeyer.

Bevor sich die bestbewerteten Ideen für das Halbfinale im März 2021 qualifizieren, nimmt die Jury die erste Vorauswahl vor. Für die 30 besten gibt es je 5.000 Euro. Die Top-Sechs kommen ins Halbfinale und erhalten weitere 15.000 Euro. Die drei Finalteilnehmer/-innen erhalten zusätzlich 50.000 Euro. Die Siegeridee erhält schließlich weitere 330.000 Euro, wird insgesamt also mit 400.000 Euro dotiert. Die Finalisten bekommen außerdem die Möglichkeit, gemeinsam mit den Jurymitgliedern an ihrer Idee zu arbeiten.

Wie kann man sich bewerben: Lediglich mit einem 60-Sekunden- Video sowie eine schriftliche Kurzbeschreibung des Konzepts (100 Wörter!). Der Bewerbungszeitraum ist vom 01. Oktober 2020 – 30. November 2020 unter www.maketomorrownew.de

Also dann, viel Erfolg!!!!

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„Behrens-Ufer“ – Die Deutsche Immobilien Entwicklungs AG sichert sich Markenrechte und launcht Website

Im Mai 2019 erwarb die Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIEAG) in Berlin Oberschöneweide das ehemalige Samsung-Areal an der Spree. Wo einst die AEG Berlin elektrifizierte und später Röhren für unzählige Fernsehgeräte produziert wurden, wächst zukünftig auf 100.000 Quadratmetern ein gewerblicher Zukunftsstandort von gesamtstädtischer Bedeutung.

Mit dem neuen Eigentümer erhielt das zu entwickelnde Quartier nun auch einen neuen Namen. Dieser ist nun als Wortmarke in das Register des Deutschen Patent- und Markenamts München eingetragen und lautet: „Behrens-Ufer“. Dabei nimmt der neue Markenname Bezug auf den das Areal prägenden und unter Denkmalschutz stehenden Peter-Behrens-Bau mit seiner beeindruckenden Silhouette und die unmittelbar benachbarte Spree. Die Deutsche Immobilien Entwicklungs AG plant, am Standort in Oberschöneweide ein lebendiges Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität zu entwickeln sowie den Uferbereich der Spree zukünftig mit einem attraktiven Grünzug zu versehen, welcher fortan für Anlieger, Anwohner und Gäste zugänglich sein wird. Die am Standort gegebene Verbindung von Forschung, Lehre, Innovations- und Gründergeist ist die ideale Voraussetzung für das Entstehen eines prosperierenden Wirtschafts- und Innovationsstandorts mit enormer Strahlkraft.

Unter dem Namen „Behrens-Ufer“ hat die DIEAG nun zeitgleich mit dem Eintrag der Wortmarke einen brandneuen Internet-Auftritt realisiert. Auf www.behrensufer.berlin finden sich Hintergründe zur Projektentwicklung, zum Standort, zur Zukunft und zur Historie des Areals. Anschaulich wird dort das Vorhaben erläutert, einzelne Planungen und Entwürfe werden gezeigt und Einzelheiten zum zukünftigen Nutzungskonzept erläutert.
Thomas A. Mohr, Vorstand DIEAG: „Wir freuen uns, mit eingetragenem Markennamen das Projekt Behrens-Ufer der interessierten Öffentlichkeit präsentieren zu können. So wie Planung und Umsetzung sukzessive fortschreiten, wird auch die Webseitenpräsenz mit dem Projekt wachsen und regelmäßig aktualisiert werden.“

Weitere Informationen im Internet: www.die.ag

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  • Teaser Standort: DIEAG

Fleischersatzprodukte: Flexitarier fühlen sich von Werbung nicht angesprochen

Rund 75 Millionen Menschen in Europa ernähren sich vegetarisch oder vegan, Tendenz steigend. Weitaus größer noch ist die Anzahl der Flexitarier, also derjenigen Personen, die sich zunehmend Gedanken über die Nachhaltigkeit ihres Lebensmittelkonsums machen und ihren Fleischkonsum einschränken möchten. Doch für viele Verbraucher, die Produkte tierischen Ursprungs teilweise oder vollständig ersetzen wollen, ist die Suche nach den richtigen Informationen, einschließlich der Vermeidung von Ernährungsdefiziten, eine Herausforderung. Mit der Frage, wie diese Informationslücken am besten geschlossen werden können, beschäftigt sich das vom Forschungszentrum für Bioökonomie der Universität Hohenheim in Stuttgart koordinierte EIT Food-Kommunikationsprojekt „The V-Place“ zur Akzeptanz und Verbreitung pflanzenbasierter Lebensmittelprodukte.

Die Nachfrage nach veganen und vegetarischen Lebensmitteln, einschließlich Alternativen zu Fleisch, Milch oder Eiern hat in den letzten Jahren in Europa erheblich zugenommen: Der Markt dieser ‚pflanzenbasierten Lebensmittel‘ boomt und ein Ende dieses Wachstumstrends ist nicht abzusehen.

„Dabei sind mit ‚pflanzenbasiert‘ alle Produkte gemeint, die rein pflanzlichen Ursprungs sind, jedoch tierischen Lebensmitteln, wie beispielsweise Fleisch, Milch, Eier oder anderen Produkten, in Textur, Geschmack oder Aussehen ähneln und diese ersetzen sollen“, erklärt Dr. Beate Gebhardt vom Fachgebiet Agrarmärkte der Universität Hohenheim, Studienleiterin der qualitativen Teilstudie.

Darunter fallen unter anderem Milchalternativen wie Haferdrinks und andere pflanzenbasierte Drinks oder Fleischalternativen wie Sojageschnetzeltes und Burger Patties. „Unverarbeitete oder nur wenig verarbeitete Lebensmittel wie Bananen, Äpfel oder Gemüse gehören jedoch nicht dazu. Hier wird leider oft nicht sauber unterschieden“, betont Dr. Gebhardt.

Verbraucher dagegen verstehen unter ‚pflanzenbasiert‘ auch eigenständige pflanzenbasierte Lebensmittel sowie Obst und Gemüse. „Pflanzenbasiert“ umgeht oftmals den Begriff „vegan“, der von Verbrauchern häufig negativ assoziiert wird. Sehr wichtig sei es, hebt die Verbraucherforscherin außerdem hervor, zwischen pflanzenbasierter Ernährung und pflanzenbasierten Lebensmitteln zu differenzieren: „Denn die Motive, sich für das eine oder das andere zu entscheiden, können sehr unterschiedlich sein.“

Unterschiedliches Verständnis in den einzelnen EU-Ländern

„Zudem gibt es unterschiedliche Ausgangspunkte. So fehlen in den meisten untersuchten EU-Ländern – Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Spanien und Polen – offizielle Definitionen veganer-vegetarischer Lebensmittel“, fasst Dr. Gebhardt die Ergebnisse einer Befragung von rund 70 Personen – Verbrauchern und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung – zusammen.

Diese qualitative Erhebung bildet den ersten Teil einer zweistufigen Verbraucherstudie: Ein internationales Konsortium aus Industrie und Forschungseinrichtungen befasst sich im Projekt „The V-Place“ unter anderem mit den Einstellungen und dem Informationsbedarf der Konsumenten in sechs europäischen Ländern zu pflanzenbasierten Lebensmitteln.

„Die unterschiedlichen Voraussetzungen in den einzelnen Ländern führen zu einer Vermischung der Begriffe und einem unterschiedlichen Verständnis“, fährt Dr. Gebhardt mit Blick auf die Interviews fort. „So bezeichnen sich in Deutschland Flexitarier, die ihren Fleischkonsum weitgehend eingeschränkt haben, eher als ‚Vegetarier‘, während sie sich in Italien meist als ‚Omnivoren‘, also Allesesser, einstufen.“

„Selbst innerhalb eines Landes gibt es Unterschiede“, weiß Dr. Gebhardt. „So werden in Deutschland Flexitarier oft als ‚Menschen mit aktiver Reduktion des Fleischkonsums‘ oder ‚mit seltenem Fleischkonsum‘ definiert, manchmal aber auch als ‚Teilzeit-Vegetarier‘. Diese unterschiedlichen Definitionen können dann auch zu sehr unterschiedlichen Zahlen führen: Je nach Definition, Marktforschungsinstitut und Untersuchungsmethode liegt der Anteil der Flexitarier in Deutschland zwischen 9 und 55 Prozent.“

Flexitarier sind als Zielgruppe schwer fassbar und fühlen sich oft nicht angesprochen

Ebenso variieren die Motive bei dieser unklar definierten Gruppe erheblich, warum sich jemand für diese Ernährungsform entscheidet. Gleiches gilt für die Entscheidung über Art und Menge des Konsums tierischer oder pflanzenbasierter Produkte. Dr. Gebhardt erläutert dies am Beispiel Gesundheit: „Wer auf tierische Lebensmittel verzichtet oder sie reduziert, möchte oft weniger gesundheitlich belastet werden. Dieses Motiv lässt sich nicht einfach umkehren: Man erwartet deswegen keinen gesundheitlichen Nutzen durch den häufigeren Verzehr von pflanzlichen Ersatzprodukten. Das gilt vor allem für Veganer oder Vegetarier, jedoch weniger für Flexitarier“, so Dr. Gebhardt.

Dabei sind die Flexitarier eine höchst interessante Zielgruppe für pflanzenbasierte Lebensmittel, denn von ihnen wird ein hohes Wachstumspotential erwartet. Sie werden jedoch bisher kommunikativ zu wenig bzw. nicht angemessen angesprochen, so die Erkenntnisse aus den Experteninterviews. Ein Grund mag darin liegen, dass gerade diese Gruppe besonders schwer fassbar ist und die Kommunikation bisher vor allem auf Vegetarier und Veganer ausgerichtet war.

Um sie differenzierter beschreiben zu können, sollen deswegen in der anschließenden quantitativen Erhebung von „The V-Place“ die Flexitarier in den sechs europäischen Ländern genauer in den Blick genommen werden.

Vielfältige Entscheidungsgründe für oder gegen pflanzenbasierte Lebensmittel

Doch was sind nun die Gründe der Verbraucher, sich für oder gegen pflanzenbasierte Lebensmittel zu entscheiden? „Die allgemeine Gesundheit, Tier- und Umwelt- bzw. Klimaschutz sind in allen betrachten Ländern wichtige, jedoch nicht die einzigen Motive für den Konsum pflanzenbasierter Lebensmittel“, fasst Dr. Gebhardt zusammen.

Daneben spielen weitere Motive eine Rolle wie zum Beispiel Nahrungsmittelintoleranzen oder der Wunsch nach Gewichtsabnahme, langsamerer Alterung oder ein besseres Hautbild. „Interessant ist auch der Wunsch nach ‚well-being‘, also nach individuellem Wohlbefinden“, so Dr. Gebhardt. „Die Menschen versuchen immer häufiger einen nachhaltigen Lebensstil zu pflegen, folgen Empfehlungen von Freunden, Influencern und Markenbotschaften oder wollen einfach Neues in der Ernährung ausprobieren – vielleicht auch um bei dem Trend vegane Ernährung mitreden zu können.“

Ein nicht-zusagender Geschmack, ein fehlendes Warenangebot bzw. eine zu geringe Produktvielfalt und ein zu teurer Preis werden häufig als Ursache genannt, keine pflanzenbasierten Lebensmittel zu kaufen. Manchmal fehlt auch das Wissen, wie bestimmte, teils sehr spezielle Produkte zubereitet werden sollten.

Auffällig ist die Sorge, pflanzenbasierte Lebensmittel hätten einen zu hohen Verarbeitungsgrad und zu viele Zusatzstoffe. Vor allem bei Fleischalternativen, die versuchen das Original zu imitieren, bestätigen Experten der befragten Unternehmen dies als berechtigt. Auch irreführende oder unglaubwürdige Kommunikation werden als Barriere angeführt – so das Ergebnis der bisherigen Verbraucherbefragung.

Zukunft pflanzenbasierter Lebensmittel: Mehr, besser, vielfältiger und verbraucherorientiert

Inzwischen findet man pflanzenbasierte Lebensmittel in allen Ländern vor allem in Supermärkten und Discountern, teils auch in Bio-Supermärkten oder im spezialisierten Online-Handel. Dabei bilden Molkerei- und Fleischprodukte sowohl in den tierischen wie auch in den pflanzlichen Varianten die größten Marktsegmente.

Das Angebot von pflanzlichen Milchalternativen wird in allen Ländern von den Experten als besonders vielfältig beschrieben. Milch-Drinks werden meistens und auch in mehreren, teils vielen Sorten angeboten. Besonders häufig werden Soja- und Hafermilch genannt. Es fehlen vor allem Käsealternativen, die schmackhaft sind, der gewünschten Vielfalt entsprechen, von Feta bis Fondue-Käse, die im vertrauten Supermarkt angeboten werden.

Die Vielfalt an pflanzlichen Fleischalternativen hingegen wird von den Fachleuten als mittel bis gering eingestuft. Vor allem Burger-Patties und Geschnetzeltes sowie Wurstwaren prägen das Angebot. Es fehlt indes an größerer Vielfalt insgesamt, so unter anderem bei Würstchen, frischem „Fleisch“, Schinken oder an länderspezifischen Rezepturen der Alternativprodukte. Auch Fisch- und Eialternativen werden vermisst.

In allen Ländern wünschen sich die Verbraucher mehr kulinarische Vielfalt und eine bessere Verfügbarkeit pflanzenbasierter Lebensmittel. Auch die befragten Experten erwarten für die Zukunft viele Verbesserungen und Änderungen. Dazu gehören neben einem stärkeren Fokus auf Bio- und Regionalprodukte auch eine starke Verbesserung der sensorischen, geschmacklichen Qualität sowie eine größere Vielfalt – sowohl an Zutaten als auch an Fertigprodukten. Neben mehr Imitaten sollen auch mehr eigenständige neue pflanzliche Lebensmittel auf den Markt kommen und dabei deutlich stärker Nachhaltigkeit und Gesundheitsaspekte berücksichtigt werden.

Pflanzenbasierte Lebensmittel in Europa brauchen eine zielgerechte Kommunikation

Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse der qualitativen Erhebung einen hohen und vielfältigen Bedarf an grundlegenden und praktischen Informationen rund um pflanzenbasierte Lebensmittel. „Wir brauchen mehr; glaubwürdigere und ‚richtige‘ – im Sinne von zielgruppengenaue – Informationen von den richtigen Stellen“, hat Dr. Gebhardt herausgefunden.

Denn zunehmend wird der gesundheitliche Nutzen von pflanzenbasierten Lebensmitteln von Verbrauchern hinterfragt und die Debatte geführt, ob und inwieweit eine vegane Ernährung gesundheitsfördernd bzw. gesundheitsgefährdend sei. Gefragt seien neben wissenschaftlich fundierten Informationen außerdem Informationen über die sensorischen Eigenschaften der Produkte, die Zubereitung und Verfügbarkeit und zu den Umweltaspekten.

Hier setzt ‚The V-Place‘ an: „Wir wollen der Bevölkerung in Europa diese Art der Ernährung näher bringen – und zwar mit soliden Informationen, die für alle verständlich sind“, erläutert der Leiter des Projekts, Klaus Hadwiger vom Forschungszentrum für Bioökonomie der Universität Hohenheim. „Noch immer gibt es bezüglich der pflanzenbasierten Ernährung viele Missverständnisse. Das wollen wir ändern.“

Als glaubwürdige Informationsquellen gelten vor allem staatliche oder wissenschaftliche Einrichtungen, hat die Befragung gezeigt. Nur bedingt sind alleine vegane oder vegetarische Organisationen geeignete Sender für eine objektive Darstellung. Und die Verbraucher wollen mit Informationen dort abgeholt werden, wo sie sich bereits aufhalten: Im Internet, den sozialen Medien, in Apps oder am Point of Sale, also im vertrauten Supermarkt oder Discounter vor Ort.

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Führung in der Krise: Die Rückkehr des Bottleneck-Managements?

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Viele Unternehmen reagieren in der Coronakrise aktuell mit der Zentralisierung von Entscheidungen. Doch damit werden sie der nahezu täglich wachsenden Komplexität in der Unternehmensführung nicht gerecht. Die Strategieberatung TTE Strategy zeigt auf, welche Schritte Vorstände und Geschäftsführungen gehen müssen, um dezentrale Strukturen zu ermöglichen und in diesem Modell erfolgreich zu führen.

„Der Reflex, beim Eintreten der Krise Entscheidungen zentral und damit schnell zu treffen, war vielfach richtig. Viele Unternehmen aus allen Branchen haben in den letzten Wochen auch öffentlich angekündigt, künftig ihre Organisation stärker zentral zu führen.“, sagt Lars Linnekogel, Geschäftsführer von TTE Strategy. „Wir beobachten gerade, dass diese zentralisierte Form der Unternehmensführung aber kein reines Krisenphänomen bleiben wird, sondern sich verstetigt. Die Gefahr, die wir sehen: das gerade erst mühsam abgeschaffte und in agilere Strukturen überführte Bottleneck-Management droht zurückzukehren.“

Lars Linnekogel sagt: „Eine einzelne Person oder ein kleines zentrales Gremium kann kaum adäquate Antworten auf all die Herausforderungen geben, die sich durch die ständig verändernden Rahmenbedingungen ergeben: marktwirtschaftlich, technisch, politisch, medizinisch. Wir raten Unternehmen darum, das Konzept der dezentralen Führung jetzt nicht aufzugeben – sondern effizienter zu gestalten. Das bedeutet, möglichst viele Entscheidungen auf der Unternehmensebene zu verankern, wo die größtmögliche Kompetenz für die jeweils zu entscheidende Herausforderung vorhanden ist. Und die dortigen Bereichs-, Abteilungs-, Teamleiter und sonstigen Führungskräfte zu befähigen, diese Entscheidungen selbst zu treffen.“

‚Empowerment‘ wurde bisher häufig als Buzz-Word genutzt

Schon in der Vergangenheit haben Unternehmen im Kontext von ‚New Work‘-Konzepten und Veränderung in Organisation und Prozessen mit Befähigung, englisch: Empowerment, experimentiert. „Wir haben vor der Coronakrise eine große Offenheit seitens der Unternehmen für diese neuen Konzepte beobachtet“, sagt Lars Linnekogel. „Die schlechte Nachricht: in vielen Unternehmen ist Empowerment als Buzz-Word im Management Vokabular verankert, genauso wie ‚agil‘ oder ‚disruptiv‘. Nur selten wird es richtig als Management-Methode angewandt. So mancher ‚empowerte‘ Abteilungs- und Teamleiter fühlt sich genauso gefesselt wie vor der Zeit, in der sein Management diese neue Vokabel gelernt und im Führungsleitbild niedergeschrieben hat.“

Das sind die sechs Schritte, um dezentrale Führung zu gewährleisten

Damit es die ‚Befähigung‘ von der Idee zur realen Umsetzung schafft, gilt es die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. Die Strategieberatung TTE Strategy rät Vorständen und Geschäftsführungen darum, die folgenden Schritte zu unternehmen:

  1. Identifikation der individuell richtigen Ebene, auf der künftige Entscheidungen zu treffen sind: Was sich profan anhört, ist in der Praxis nicht so leicht zu bestimmen. Wer eine zu hohe Ebene wählt, läuft Gefahr, Entscheidungen erneut fern von Know-how und Konsequenzen aufzuhängen. Wer zu tief zielt, verliert sich in Details und Partikularinteressen, die am Ende eher zu einem ‚Flickenteppich‘ als zu einer kohärenten Antwort führen. Je nach Organisation ist ein unterschiedlicher Ansatz zu wählen. Es empfiehlt sich im Vorfeld sehr intensiv zu evaluieren und zu diskutieren, welche Entscheidungen künftig wo getroffen werden sollen.
  2. Lokales ‚Empowerment‘ durch Entbürokratisierung erst möglich machen: Nur zu verkünden, dass man nun befähigt sei, reicht nicht aus. Es müssen ganz konkrete Maßnahmen getroffen werden, um diese Befähigung auch faktisch zu ermöglichen. Dazu gehört: Budgets neu bewerten, Genehmigungsverfahren abkürzen, Reportings verschlanken. Nur wer real Bewegungsspielraum erhält, kann diesen auch nutzen.
  3. Klare globale Ziele vermitteln: Die Abgabe von Entscheidungsgewalt auf nachgeordnete Ebenen bedeutet nicht die Abgabe von Verantwortung. Und auch nicht der Verzicht auf Steuerung. Im Gegenteil: Je mehr Entscheidungen die Führung abgibt, desto klarer muss sie ihre globalen Ziele und Teilziele definieren. Und sicherstellen, dass diese auf lokale Ebene auch heruntergebrochen werden können. Dafür müssen Ziele spezifisch genug sein, um sie für die eigenen Aufgaben entsprechend anpassen zu können. Und gleichzeitig offen genug formuliert, damit ein Interpretation Spielraum ermöglicht.
  4. Intensives Monitoring und Erfahrungsaustausch organisieren: Hat die Delegation der Entscheidungen stattgefunden, sollten die betrauten Ebenen nicht allein gelassen werden. Die Aufgabe der obersten Führung ist es, die Entwicklungen genau zu beobachten. Und einen Erfahrungsaustausch zwischen den Regionen, Bereichen und Ebenen herzustellen, in dem Best- und Worst Cases ausgetauscht werden können.
  5. Verantwortung übernehmen, ohne sofortige Rücknahme von Entscheidungskompetenz: Damit aus Monitoring nicht allzu schnell Kontrolle wird, muss sich das Top-Management insoweit zurücknehmen, als dass es auch Fehlentscheidungen in einer gewissen Toleranzgrenze aushalten muss – und nicht sofort die Entscheidungsgewalt zurückverlegen kann. In dem Fall droht massiver Vertrauens- und Motivationsverlust. Dass es aber die letztendliche Verantwortung gegenüber allen Stakeholder-Gruppen trägt, ändert sich nicht dadurch, dass andere die Entscheidungen getroffen haben.
  6. Als Sparring-Partner stets zur Verfügung stehen: Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, muss trotz der Entscheidungsverlagerung die direkte Kommunikation weiterhin bestehen bleiben. Nur eben auf eine veränderte Art und Weise. Nicht ‚Command & Control‘ sollte im Vordergrund stehen. Sondern die Frage: Wie können wir euch als Top-Management helfen, die besten Entscheidungen zu treffen? Was können wir für euch tun, damit ihr zu optimalen Lösungen kommt?

Mitmachnachmittag: Hentschke Bau lädt zum Tag der Ausbildung

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Bautzen. Die Hentschke Bau GmbH lädt zum Tag der Ausbildung ein. Am 9. Oktober können Schüler und angehende Auszubildende aktiv mitmachen, selbst gestalten und einen Blick hinter die Kulissen werfen. Unter anderem werden die Berufsbilder Industriekaufmann, Bauzeichner, Baugeräteführer, Stahlbetonbauer, Metallbauer, Straßenbauer und Zimmerer vorgestellt. Veranstaltungsort ist das Hentschke-Betonfertigteilewerk in der Hoyerswerdaer Str. 42 in Bautzen. Der „Tag der Ausbildung“ findet von 14.00 bis 17.00 Uhr statt.

Der Tag der Ausbildung ersetzt in diesem Jahr den traditionellen „Tag der offenen Tür“ bei Hentschke Bau, der sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit erfreute. „Leider lässt sich in Pandemie-Zeiten eine derartige Veranstaltung mit Volksfestcharakter nicht mit den aktuell geltenden Hygienevorschriften vereinbaren, so dass wir umplanen mussten. Um dennoch dem Ruf als einem der besten Ausbildungsbetriebe Deutschlands im Bauwesen gerecht zu werden, haben wir uns entschieden, kurzerhand ein rein auf junge Ausbildungsanwärter zugeschnittenes Event zu organisieren und einen attraktiven Mittmachnachmittag zu gestalten“, erklärt Sven Johne, Marketingleiter bei Hentschke Bau. Er organisiert den Tag der Ausbildung und sorgt auch in Corona-Zeiten für einen attraktiven Event.

„Die Idee hinter dem Tag der Ausbildung ist der Mitmachgedanke für die Auszubildenden der Zukunft“, verrät Johne. „Sie können und sollen selbst etwas gestalten und erleben, was es bedeutet, mit den eigenen Händen etwas zu schaffen.“ Schüler ab Klasse 8 sollen so nicht nur theoretisch erfahren, welche Aufgaben hinter einzelnen Berufen stecken, sondern aktiv durch die Berufe geführt werden. Dazu werden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt, um jeweils verschiedene Produkte vom Entwurf am Computer bis zum fertigen Werkstück selbst herzustellen. So wird dargestellt, wie die einzelnen Berufsfelder ineinandergreifen und wie herausragende Werke in handwerklicher Teamarbeit entstehen.

Die Teilnahme am Tag der Ausbildung am Freitag, den 9. Oktober ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung per Mail unter ausbildung@hentschke-bau.de ist zwingend erforderlich. Eine Teilnahme ist nur mit Bestätigung möglich. Anmeldeschluss ist der 5. Oktober.

Die Teilnehmer werden in kleine Gruppen eingeteilt, um ihnen besonders intensive Einblicke zu ermöglichen. Jede Teilnehmer-Gruppe wird etwa 120 Minuten für einen Durchlauf im Werk benötigen. Begleitpersonen sind in der Zwischenzeit herzlich eingeladen, sich bei einem Stadtbummel die attraktive Spreestadt anzuschauen. Unter den Teilnehmern werden Preise im Gesamtwert von 1000,- Euro verlost. Mitmachen lohnt sich daher doppelt.

Weitere Details zum Tag der Ausbildung gibt es unter www.hentschkebau.de/TagDerAusbildung.

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Trotz oder wegen Corona? Unternehmen beurteilen Digitalisierung weiter positiv

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Zum zweiten Mal nach 2019 fühlt die Star Finanz dem deutschen Mittelstand auf den Zahn: Eine Umfrage zum Stand der Digitalisierungs-Bemühungen, an der bis Ende Juni rund 7.500 Unternehmen teilgenommen haben, bescheinigt den Betrieben weiterhin eine positive Einstellung gegenüber der Digitalisierung. Demnach steigt sowohl der Anteil an Unternehmen, die sich mit der Digitalisierung beschäftigen (von 77 auf 79 Prozent), als auch der Anteil derer, welche die digitale Transformation als Chance begreifen, von 83 auf 87 Prozent leicht an. Die aktuelle Corona-Pandemie hinterlässt in punkto Digitalisierung ebenfalls deutliche Spuren: So planen rund 40 Prozent der befragten Unternehmen ergriffene Maßnahmen wie Homeoffice oder den verstärkten Einsatz digitaler Tools auch über die Krise hinaus beizubehalten. Dass die Krise die Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells beschleunigt, glauben 46 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Star Finanz die bislang größte Umfrage zur Digitalisierung im deutschen Mittelstand durchgeführt. An dieser Befragung nahmen mehr als 11.000 Einzelunternehmer, mittelständische Firmen und Konzerne teil.

Im ersten Teil der zweiten Auflage analysiert die Star Finanz in diesem Jahr nun erneut, wie Unternehmen in Deutschland mit dem Thema Digitalisierung umgehen. Insgesamt zeigen sich die Betriebe weiterhin optimistisch: 87 Prozent sehen demgemäß vor allem Chancen für das eigene Geschäftsmodell. Während im vergangenen Jahr noch 17 Prozent der Umfrageteilnehmer über alle Branchen hinweg die digitale Transformation als Bedrohung empfanden, liegt der Wert 2020 mit 13 Prozent leicht darunter. Dabei gilt wie schon im vorigen Jahr: Umso größer die Unternehmen, desto positiver stehen sie der Digitalisierung gegenüber. Der Anteil der Unternehmen, die Digitalisierung als Chance wahrnehmen, steigt von 82 Prozent bei den Klein- und Kleinstbetrieben (bis 0,5 Millionen Euro Umsatz) auf 95 Prozent in der umsatzstärksten Gruppe (über 20 Millionen Euro Jahresumsatz). 79 Prozent aller Betriebe beschäftigen sich bereits intensiv mit dem Thema, der höchste Anteil entfällt in dieser Kategorie auf Unternehmen des Handels (82 Prozent), aber auch drei Viertel (75 Prozent) aller befragten Handwerksbetriebe setzen auf die Digitalisierung.

Wie im Vorjahr erwartet fast die Hälfte aller Unternehmen (46 Prozent) in den kommenden fünf Jahren eine Veränderung ihres Geschäftsmodells. Gleichzeitig leitet daraus weiterhin nur etwa jedes zehnte Unternehmen unmittelbaren Handlungsdruck ab – lediglich 12 Prozent wollen diese Veränderung aktiv in die Hände nehmen und das eigene Modell in naher Zukunft anpassen. Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, setzen die Unternehmer stattdessen vor allem auf die Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (58 Prozent), auf eine verbesserte interne Organisation (50 Prozent) sowie den eigenen Web-Auftritt (33 Prozent).

Corona-Pandemie: Auswirkungen spürbar

Das aktuelle Umfeld ist nicht zuletzt für den Mittelstand eine große Herausforderung. Konkrete Auswirkungen zeigt die Corona-Krise bei Aufträgen und Umsätzen. Während Letztere regelrecht eingebrochen sind – jedes zweite Unternehmen (51 Prozent) beklagt Rückgänge – stechen bei knapp einem Viertel der befragten Betriebe die fehlenden Aufträge hervor (22 Prozent). Erfreulich: Immerhin 31 Prozent gaben an, keinerlei Auswirkungen zu spüren. Der Handel ist dagegen stärker von der Pandemie betroffen. So blickt dieser zum einen auf stärkere Umsatzrückgänge (61 Prozent). Zum anderen geben die Unternehmen in geringerem Umfang an (17 Prozent), nicht von den jüngsten Entwicklungen betroffen zu sein. Im Handwerk scheint wiederum fehlendes Material ein Problem darzustellen. Mit 29 Prozent der Befragten liegt dieser Wert knapp zehn Prozentpunkte über jenem der gesamten Vergleichsgruppe. Mit Blick auf das Vorjahr gab es hinsichtlich der Geschäftsmodelle und Prozesse kaum Veränderungen: Urlaubsanträge, Mahnwesen oder Anbietervergleiche laufen ein Jahr später nur geringfügig automatisierter ab.

Interessant ist zudem ein Blick auf die Maßnahmen, die Unternehmen in puncto Eindämmung des Corona-Virus umgesetzt haben. In etwa gleich ausgeprägt sind hier der Ausbau von Homeoffice-Möglichkeiten (37 Prozent), Kurzarbeit (34 Prozent) oder der verstärkte Einsatz digitaler Tools (33 Prozent) zu nennen. Lediglich sechs Prozent der Unternehmen sahen sich genötigt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kündigen. Nahezu vier von zehn Unternehmen (39 Prozent) planen ferner, die ergriffenen Maßnahmen langfristig beizubehalten. 29 Prozent lehnen dies ab, 32 Prozent sind noch unentschlossen. Uneinigkeit herrscht auch bei der Frage, ob die aktuelle Krise die Digitalisierung des eigenen Geschäftszweiges beschleunige. Während 46 Prozent der Befragten genau davon ausgehen, sehen 43 Prozent keinen Zusammenhang.

Dr. Christian Kastner, Geschäftsführer der Star Finanz, sagt: „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Digitalisierung des Mittelstandes ist nicht aufzuhalten. Zwar nimmt die Akzeptanz für das Thema insgesamt zu, einige Branchen sehen jedoch nach wie vor noch keine hinreichenden Belege für die Bedrohung des eigenen Fachgebietes. Die Anpassung ihres Geschäftsmodells sollte weiterhin als Priorität verstanden werden. Wer nicht konsequent auf die wirklich disruptiven Veränderungstreiber wie neue Geschäftsmodelle, digitale Produkte oder Künstliche Intelligenz setzt, droht künftig den Anschluss zu verpassen, unabhängig vom Betätigungsfeld.“

Zur Umfrage:

Die Star Finanz führte im Juni 2020 eine Online-Umfrage unter Einzelunternehmern, mittelständischen Firmen und Konzernen in ganz Deutschland durch. Ziel der Umfrage war es, Erkenntnisse zum Digitalisierungsgrad sowie zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf deutsche Unternehmen zu gewinnen. Insgesamt nahmen rund 7.500 Firmen an der Befragung teil. Ein Großteil der Antwortgeber besetzt in den Unternehmen leitende Positionen. Über die Hälfte (57 Prozent) sind Inhaber oder Geschäftsführer, knapp ein Viertel (24 Prozent) leitende Angestellte.

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  • Christian Kastner_DSC_0273: Star Finanz