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Frauen an den Start: Gründerinnen gesucht

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Gründerinnen sind in Deutschland noch immer eher die Ausnahme als die Regel. Um sie bei ihrem Projekt zu unterstützen, hat die IU Internationale Hochschule (IU) gemeinsam mit Partnern das Online-Programm „How to become a Female Founder“ ins Leben gerufen. Nach einem erfolgreichen Start im letzten Jahr geht es am 2. Februar 2022 mit einem erweiterten Veranstaltungsangebot in die zweite Runde. Der Schwerpunkt des Programms liegt dieses Mal auf nachhaltigem Gründen. Gründungsinteressierte Frauen werden dazu aufgerufen, sich noch bis zum 26. Januar 2022 für das kostenlose Online-Programm zu bewerben.

Das sechsmonatige „How to become a Female Founder“-Programm ist eine gemeinsame Initiative der IU, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), dem Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und StartinFOOD, die sich alle im Food Start-up Inkubator Weihenstephan (FSIWS) zusammengeschlossen haben. Das Programm wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dessen EXIST-Programm – „Existenzgründungen aus der Wirtschaft“.

Der FSIWS möchte mit dem explizit auf Gründerinnen zugeschnittenen Programm dazu beitragen, die Sichtbarkeit von Frauen mit innovativen Geschäftsideen zu steigern und die Anzahl der Gründerinnen zu erhöhen. In Deutschland gibt es mit 84 Prozent nach wie vor deutlich mehr männliche Unternehmensgründer.

„Gründerinnen erhalten weniger Kapital, da potenzielle Investoren Frauen oft schlechter bewerten. Allerdings zeigen Studien, dass Gründerinnen im Durchschnitt höhere Umsätze generieren und dass Frauen tendenziell in gesellschaftlich relevanten Bereichen wie dem Gesundheitswesen gründen. Zudem setzen sie häufiger auf soziale und nachhaltige Geschäftsmodelle. Daher finde ich, dass es mehr Gründerinnen braucht“, sagt Prof. Dr. Alexandra Wuttig, Kanzlerin der IU und Professorin für Entrepreneurship, Innovation und Recht.

Die Gründerinnen können sich im Rahmen von „How to become a Female Founder“ über Ihre Ideen austauschen, sich gegenseitig ermutigen und wichtige Kontakte knüpfen. Vor allem werden sie von Expertinnen aus Bereichen wie Unternehmertum, Start-up-Investment, Gründungs- und Unternehmensberatung, Medien und Marketing oder Recht und Finanzen mit dem nötigen Wissen ausgestattet und individuell begleitet.  In regelmäßigen Workshops, Feedback- und Frage-Runden über Zoom sowie aufgezeichneten Webinaren erfahren die Teilnehmerinnen alles zu gründungsrelevanten Themen wie Funding, Rechtsgrundlagen, Selbstdarstellung und Vermarktung. Außerdem erhalten sie wertvolle Tipps und Einblicke für ihren Weg in die Selbständigkeit. Am finalen „Pitch Day“ haben sie die Möglichkeit, ihre Ideen beziehungsweise Start-ups den Expertinnen zu präsentieren.

Das Programm von „How to become a Female Founder“ ist hier abrufbar.

Bewerbungen können an diese Adresse geschickt werden: info@we-female-founders.de

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Wer heute Vertrieb hört, fühlt sich schon über den Tisch gezogen

Wer „Vertrieb“ oder „Verkaufen” hört, fühlt sich meist schon über den Tisch gezogen. Das liegt daran, dass nicht wenige Verkäufer es als Qualitätsmerkmal empfinden auch dem letzten Eisbären einen Kühlschrank zu verkaufen. Dieses Vertriebsbild ist mühelos noch immer jeden Tag auffindbar. Schluss damit! Der Vertrieb muss sich wandeln. Doch wie gelingt ein zeitgemäße Vertriebsentwicklung mit einem soliden Fundament, gesundem Wertesystem und nachhaltigen Kundenbeziehungen? Antworten liefert Pritu Detemple.

# Diversität

„Mit einem Kopftuch kannst du nicht zum Kunden“ – „Frauen können nicht hart verhandeln“ – „Dein Akzent ist zu stark“ – „Wegen deinen Tattoos gilt für dich Hemdpflicht“ – Leider hab ich das alles so schon in Vertrieben erleben müssen. Auch wenn es sich nur selektive Wahrnehmung handelt, so drängen solche Beispiele in die Öffentlichkeit. Daher bewerben sich verschiedene gesellschaftliche Gruppen erst gar nicht für eine Vertriebsstelle in Unternehmen, aus Angst vor Diskreminierung.

Dabei ist Diversität der Verkaufsbooster schlechthin. Warum? Weil heute die Einkaufsgremien bereits vielschichtig und multiperspektivisch aufgestellt sind. Gerade im Business-To- Business reden eben nicht Firmen miteinander, sondern Menschen. Daher sind gute Vertriebsmitarbeiter:innen nicht nur der Spiegel ihrer Unternehmen, sondern der Gesellschaft.

# Interdisziplinarität

Die Zeit, dass der Einkauf einer Technologie von genau einem Entscheider vollzogen wurde, ist lange vorbei. Und ebenso kann auch ein Verkäufer ein Produkt nicht mehr alleine verkaufen, da der Vertriebsprozess eben komplex ist. Die Fragen und Bedürfnisse der potentiellen Kunden müssen von fachlich interdisziplinären Teams beantwortet werden, da niemand alles kann. Ein gutes Sales-Team besteht aus Kontakter:in, Beziehungsmanagern:in, Erklär:in und Verhandler:in. Kontakter organisieren den Vertrieb und stellen sicher dass immer ein handlungsfähiger Schritt mit den potentiellen Kunden vor liegt und damit die Interessenten von den Nicht-Interessenten abgegrenzt werden. Die Aufgabe der »Beziehungsmanager« ist es, durch intelligente Fragen, Probleme und Schmerzpunkte des Interessenten zu erkunden. Durch diese emphatische Ausrichtung auf Kunden bauen Beziehungsmanager eine vertrauensvolle Beziehung auf. Ergänzend hierzu ist die Rolle der Erklärer immer dann von Nöten, wenn es um die Darstellung der Produkte oder Dienstleistungen geht und technische Fragen der Interessenten beantwortet werden müssen. Eine oft unterschätzte Rolle ist die der dedizierten Verhandler, die im Verkaufsprozess am Ende hinzugenommen werden und von der Beziehung zum Interessenten befreit sind. Nur so kann eine gute Verhandlung im Interesse des eigenen Unternehmens und beim Scheitern der Verhandlungen weitere Eskalationsstufen gewährleistet werden.

# Selbstorganistation

Vertriebsabteilungen sind hierarchisch gegliedert. An der Spitze steht die Vertriebsleitung. Ursprünglich sind dies Zahlenmenschen, die dem Management mit Vorausberechnungen Rede und Antwort stehen und zeitgleich die untergebenen Verkäufer:innen antreiben und kontrollieren. Gerade der Anspruch der Interdisziplinarität zwingt allerdings zu einer Kollegialität auf Augenhöhe. Jede der eben angeführten Rollen baut aufeinander auf: Der Kontakter macht Termine für die Beziehungsmanagerin, die zusammen mit dem Erklärer den Bedarf und Angebot des Interessenten erläutert, um es vom der Verhandlerin abschließen zu lassen. Durch die konsekutive Verzahnung der Rollen ergibt sich eine gegenseitig Unterstützung und wertschätzende Kontrolle. Durch das Empowerment jedes einzelnen Mitarbeiters im Vertrieb und die Übertragung der Verantwortung für dedizierte Bereiche ist auch im modernen Vertriebseinheiten der Erfolgsfaktor schlechthin. Vertrieb wird zur betrieblichen Aufgabe. Und was passiert jetzt mit der bereits angesprochenen Vertiebsleitung? Moderne Vertriebsleiter:innen zeichnen sich als Unterstützer, Coaches und Mentoren aus, die nicht nur Methoden vorgeben, sondern diese auch leben.

# Zukunftssicherheit

Lange Zeit war Vertrieb eine Einbahnstraße. Es muss verkauft werden. Komme was wolle. An wen ist egal. Damit das Ziel erreicht wird, sind alle Mittel recht. Das Resultat ist, dass Kunden verärgert und verprellt nicht mehr wiederkommen. Es muss ein neuer Kunde her. Durch Provisonsmodelle werden daher oft Neukunden höher gewichtet als Bestandskunden. Vorrangig geben Provisionen für einen modernen Vertrieb falsche Anreize, weil sie kurzfristige Verkäufe fördern, anstatt langfristige Beziehungen. Mit der nachhaltigen Pflege von Kundenbeziehungen verhält es sich wie mit ökologischen Forstwirtschaft. Statt immer nur neue Bäume zu pflanzen, die geschlagene Bäume ersetzen sollen, muss ein jeder verstehen, dass ein Wald aus gewachsenen Beziehungen aus Wurzeln und anderen Lebenswesen besteht. Gesunde Produkte und Leistungen benötigen einen ebenso wertschöpfenden Verkauf für die endliche Ressource »Kunde«. Die Zufriedenheit und die Empfehlungen der Kunden lässt den eigenen Vertrieb wachsen. Ein Wald ist eben nicht die Summe seiner Bäume. Und guter Vertrieb ist mehr als die Summe seiner Verkäufe.

Pritu Detemple
Neues Denken im Vertrieb
B2B: Verkaufen von Mensch zu Mensch
1. Auflage BusinessVillage 2021
ca. 240 Seiten

ISBN-Buch     978-3-86980-608-2           29,95 Euro
ISBN-PDF      978-3-86980-609-9           24,95 Euro
ISBN-EPUB    978-3-86980-610-5           24,95 Euro

Der Autor

Pritu Detemple

Pritu Detemple ist studierter Philosoph. Mit seiner Firma GO FOR SALES Vertriebsentwicklung unterstützt er Unternehmende beim Aufbau skalierbarer, agiler und zukunftssicherer Vertriebseinheiten. Sein Fokus liegt auf dem Einsatz von Vertriebsteams statt einzelnen „Star-Verkäufern” und der Entwicklung der passenden Kommunikationsstrategie. Dadurch, dass das Individuum und dessen Bedürfnisse im Zentrum dieser Herangehensweise stehen, vertritt er nichts weniger als einen neuen humanistischen Ansatz für einen Vertrieb von Mensch zu Mensch.

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  • Deutsche Unternehmen fremdeln mit Künstlicher Intelligenz: obs/EOS Holding GmbH/EOS Gruppe
  • books-1204029_1280: Image by Lubos Houska from Pixabay

Unternehmer-Innen-Ansichten erscheinen in zweiter Auflage

Erst im August ist es erschienen, das erste Sachbuch der Unternehmerin Vanessa Weber, in dem sie sehr intime und persönliche Einblicke in das Innenleben einer Unternehmerin gewährt. Sie spricht über Widerstände und Belastungen, über Hindernisse, die es immer wieder zu überwinden gilt, über Bürokratie, Digitalisierung und Themen, die sich viele Unternehmer nicht anzusprechen trauen: Ängste, Fehlentscheidungen, Zweifel. „#malehrlich – 52 ungeschminkte Impulse einer Unternehmerin“ ist kein Erfolgsbuch, und vielleicht ist es genau deswegen so erfolgreich. Nach gerade einmal drei Monaten war die erste Auflage vergriffen.

„Wir wollten aber nicht einfach neu drucken“, erklärt Vanessa Weber. „Wir haben uns überlegt, wie wir noch mehr Nutzen stiften können mit dem Buch.“ Sie habe, berichtet Weber, sehr viele Anfragen und Feedbacks bekommen, teilweise sehr persönliche Fragen. Das Buch habe viele zum Nachdenken angeregt und viele Menschen bewegt. „Das hat mich motiviert, das Buch weiterzudenken und eine Interaktionsplattform zu schaffen“, so Weber.

Auf Ihrer Website soll es zukünftig einen eigenen Bereich in Form einer Bonusseite für die Buchleser geben. Hier können diese weiterhin Fragen stellen, bekommen Zusatzmaterial in Form von Beiträgen, kleinen Clips oder Podcasts. Die zweite Auflage ihres Buches enthält einen QR-Code, der auf die Bonusseite verweist und der allen Leserinnen und Lesern offensteht.

Wie die erste Auflage auch, ist auch die zweite Auflage klimaneutral produziert. „Das reichte uns aber nicht“, so Weber, die nun einen Schritt weiter geht: „Für jedes verkaufte Buch wird jetzt ein Baum gepflanzt.“ Vanessa Weber ist aktiv in der Klimaschutzbewegung und engagiert sich schon seit vielen Jahren mit Baumpflanzungen für die Themen Klimaschutz und Aufforstung. „Das Buch kann jetzt einen aktiven Beitrag leisten.“

Um dem Buch auch haptisch mehr Gewicht zu verleihen, erscheint die zweite Auflage als Hardcover. Zudem wurde das Buch nochmals leicht überarbeitet.

„#malehrlich – 52 ungeschminkte Impulse einer Unternehmerin“ besteht aus 52 kurzen Episoden, in denen Vanessa Weber wahre Geschichten und Erlebnisse aus ihrem Unternehmerleben erzählt: schöne, innovative, motivierende, aber auch solche von Existenzängsten, Schicksalsschlägen und Tagen der Verzweiflung. Sie zeigt sich schonungslos ehrlich, als Mensch und Chefin, die gleichermaßen Freude und Leid in ihrer Führungsaufgabe erlebt und zusammen mit ihrem Team durch dick und dünn geht, oder, manchmal besser gesagt, gehen muss. Das Buch ist eine ehrliche Innenschau, die die ganze Bandbreite einer jungen, weiblichen Führungskraft zeigt: von der Erfüllung, einen kleinen Werkzeughandel zum regionalen Marktführer mit bundesweit einzigartigen Renommee zu machen, über die Chancen, sich für die Gesellschaft und die Umwelt zu engagieren und damit deutlich mehr als andere bewirken zu können, bis an die Grenzen der persönlichen emotionalen, physischen und wirtschaftlichen Belastbarkeit, die das Unternehmertum nicht selten sich bringen. „#malehrlich – 52 ungeschminkte Wahrheiten einer Unternehmerin“ ist ab sofort in der zweiten Auflage zum Preis von 29,90 Euro im Handel erhältlich. Das Sachbuch ist im Best Practice Verlag erschienen und hat 224 Seiten.

Mehr zu Vanessa Weber gibt es unter https://vanessa-weber.de/ und unter https://www.werkzeugweber.de/.

SPIE erhält Industrie 4.0 Award 2021 in der Kategorie „Smart Services“

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SPIE, der unabhängige europäische Marktführer für multitechnische Dienstleistungen in den Bereichen Energie und Kommunikation, wurde für die intelligente Betriebsführung von Umspannwerken mit dem Industrie 4.0 Award 2021 in der Kategorie „Smart Services“ ausgezeichnet. Mit dieser unterstützt der Multitechnik-Dienstleister Energieversorger bei der Planung, der Errichtung und der Instandhaltung von Umspannwerken. Weitere Award-Kategorien waren: „Smart Factory“, „Smart & Sustainable“ und „Smart Supply Chain Management“. Die Jury setzt sich aus Führungskräften der Industrie zusammen, die die anonymisierten Projekte der Bewerber anhand ihrer Expertise bewertet.

Umspannwerke zählen zu den zentralen Elementen in der kritischen Infrastruktur der Energiewirtschaft. Der ausfallsichere Betrieb steht daher an erster Stelle. Mit der entwickelten Smart-Service-Technologie unterstützt SPIE Energieversorger dabei, den kontinuierlichen Betrieb dieser Anlagen zu gewährleisten. Diese überwacht Umspannwerke 24/7 visuell, verarbeitet die gewonnenen Bilder zu Messdaten und dokumentiert alle benötigten Informationen. Eine Bilderkennungssoftware sowie Algorithmen zum Auslesen von Sensoren identifizieren potenzielle Fehlfunktionen. Dies ermöglicht eine vorausschauende Wartung und verhindert letztendlich Anlagenausfälle.

„Über 70 Prozent der Umspannwerke in Deutschland sind älter als 30 Jahre und verfügen nur über sehr wenig Sensorik, die sich zur Erfassung und Auswertung von Daten eignet. Wir haben daher nach einer Lösung gesucht, bei der wir mit nur einem Sensor ein effizientes Frühwarn- und Prognosesystem aufsetzen konnten und das es uns ermöglicht, verschiedene Instandhaltungstätigkeiten zu optimieren“, erklärt Hannes Weinreich, Vertriebsmanager im Geschäftsbereich High Voltage von SPIE Deutschland & Zentraleuropa. „Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir nun für diese Lösung mit dem Industrie 4.0 Award in der Kategorie ‚Smart Services‘ ausgezeichnet wurden!“

Einsatz von digitalem Zwilling und intelligentem Kamerasystem

SPIE hat mit der Partnerfirma Hesotech eine Lösung für Umspannwerke entwickelt, um Störungen frühzeitig zu erkennen, ohne dass dafür Personal vor Ort sein muss. Mithilfe von Algorithmen kann zunächst die optimale Position für die zu installierenden Kameras in einem digitalen Zwilling berechnet werden. Nach Einrichtung des Systems prognostizieren Algorithmen den zukünftigen Anlagenzustand und ermöglichen somit eine Optimierung der Instandhaltung. Objekte und Parameter, die das System auswerten sollen, werden zuvor definiert. Das intelligente Kamerasystem verfügt über verschiedene Modi und erfasst nur die zuvor festgelegten Überwachungspunkte, während alles andere ausgeblendet wird. Ist Wartungspersonal vor Ort, werden die Kameras automatisch deaktiviert. „In unserer Pilotanlage scannt die Kamera mehr als 3000 Überwachungspunkte sukzessive ab und kann dabei Distanzen von über 150 Metern abdecken – und das nicht nur bei Tageslicht, sondern auch mithilfe von Wärme- und Nachtsichtbildern“, erklärt Katharina Bäuerle, Referentin Innovation & Digitalisierung im Geschäftsbereich High Voltage von SPIE Deutschland & Zentraleuropa. Darüber hinaus erkennt das System im Überwachungsmodus Eindringlinge ebenso wie Rauch, löst automatisch Alarm aus und sendet eine Benachrichtigung an die entsprechende Leitstelle. Bei einem Feuer wird zudem eine Live-Ansicht übertragen.

Effizienter Betrieb dank bildbasierter Analyse des Anlagenzustands

Instandsetzungstätigkeiten lassen sich bereits nach sehr kurzer Zeit vorausschauend planen. „Die automatisierte Verarbeitung von Bildern zu Messdaten wird am Anwendungsbeispiel des Luftentfeuchters deutlich. Mit steigender Sättigung verändert sich die Farbe des Silikagels. Basierend auf den unterschiedlichen Rot-Werten berechnet der Algorithmus tagesaktuell den optimalen Austauschzeitpunkt des Luftentfeuchters.“, so Katharina Bäuerle. „Mithilfe des Frühwarnsystems verringern sich zudem die Reaktionszeiten, denn unsere Techniker können gezielter eingesetzt werden. Die Fehlersuche wird zusätzlich remote über unsere Netzleitstelle unterstützt. Dadurch werden die Ausfallzeiten der Anlagen deutlich reduziert.“

Anhand der System-Funktionalitäten werden die einzelnen Anlagen in einem Schritt zu allen wesentlichen Kontrollfaktoren, wie Temperatur, Verschleiß oder Feuchtigkeit auskunftsfähig, ohne einzelne IoT-Lösungen für diese Bedarfe installieren, vernetzen und betreiben zu müssen. „Die Lösung sollte in erster Linie dazu dienen, die Betriebsführung von Umspannwerken und Schaltanlagen zu optimieren. Erste Pilot- und Kundenprojekte haben aber sehr schnell gezeigt, dass diese auch bei der Instandhaltung in anderen Einsatzfeldern sehr gut funktionieren kann. Deshalb haben wir uns als Ziel gesetzt, die Lösung auch für andere Branchen und Industrien weiterzuentwickeln“, sagt Hannes Weinreich abschließend.

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  • Industrie 4.0 Award: SPIE

Registrierkassen: Das sollten Sie wissen!

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Generell gilt die Kassenpflicht für alle Unternehmen, die eine Verbuchung von Bareinnahmen vornehmen können. Für Unternehmer, die außerhalb einer festen Filiale arbeiten, gibt es Ausnahmen. Beispiele hierfür sind Straßen- und Marktverkäufer. Dasselbe gilt für mobile Berufstypen. Wer beispielsweise als Friseur zu den Kunden nach Hause fährt, kann eine Befreiung von der Kassenpflicht beantragen. Ferner sind Versand- und Servicemaschinen von dieser Verpflichtung ebenfalls ausgenommen.

Für alle Ausnahmen muss jedoch ein vollständiges Kassenbuch geführt werden. Obwohl die Barmittelpflicht wegfällt, ist es für den Ladenbesitzer daher sinnvoll, andere Systeme zur Erfassung zu verwenden, da so unnötige Probleme bei Betriebsprüfungen vermieden werden können. Zudem sind seit dem Jahr 2020 Kaufquittungen verpflichtend geworden. Händler müssen diese dem Kunden ausstellen, auch wenn dieser keine Quittung benötigt.

Arten von Registrierkassen

Auf dem Markt gibt es ein breites Angebot an unterschiedlichen Kassensystemen. Zwischen welchen unterschiedlichen Typen Unternehmer entscheiden müssen, wollen wir hier aufzeigen:

  • PC-Kassensysteme: Sie sind eines der offenen Systeme und basieren auf gängige Windows-Betriebssysteme sowie stellen Einzelbenutzer- und Mehrbenutzerversionen bereit. Sie können Daten auf internen Festplatten oder externen Medien speichern und archivieren. Daten können auch über Tastatur, Touchscreen oder Scanner eingegeben werden. Ein solches Kassensystem kann mit mehreren Abteilungen (Warenwirtschaft und Buchhaltung und Lagerverwaltung) vernetzt werden. Es gibt kein Problem mit der Zeit und Anwesenheit der Mitarbeiter.
  • Branchenabhängige Kassensysteme: Es gibt viele Arten von Kassensystemen, angefangen bei einer Wiegekasse, einem Zähler oder einem Parkscheinautomaten. Sie alle basieren auf Kassensystemen, die die Anforderungen spezieller Branchen berücksichtigen. Außerdem speichern, exportieren und zeigen sie Daten auf legale Weise an.
  • Elektronische Registrierkassen: Die Dateneingabe erfolgt über Handscanner oder Tastatur. Gegenüber einem alten Modell verfügt das Moderne über eine Schnittstelle zum Auslesen der Daten. Dadurch kann die tägliche Analyse aufgerufen werden wie zum Beispiel bei der Buchhaltung.
  • App-Systeme: Ein klassischer Anwender dieses Kassensystems ist auch die Gastronomie. Mit Hilfe von „Handheld Computer“ oder „iPad“ werden die Bestellungen der Gäste flexibel und schnell am Esstisch erfasst und über die App an die Getränketheke oder Küche weitergeleitet. Auch mobiles elektronisches Bezahlen ist möglich, da alle gängigen Zusatzgeräte wie Bondrucker, Barcodescanner und Kassenschubladen über Bluetooth und WLAN integriert werden können. Mit vielen neuen Anbietern auf dem Markt verbreitet sich diese Form von Kassensystemen zunehmend – Wobei einer der bekanntesten dieser Anbieter vermutlich mit ready2order zu benennen wäre.
  • POS-Kassensysteme: Dies ist ein komplettes System ohne feste Geräteeigenschaften. Es ist ein ideales Kassensystem für Dienstleister wie beispielsweise für kleinere Händler. Darüber hinaus sind POS-Kassensysteme für Transaktionen möglich. Größere Unternehmen benötigen außerdem Kartenleser und Belegdrucker. Daher sollten sich der Gründer langfristig beraten lassen, bevor das Kassensystem separat aufgebaut wird.
    Geschlossene Kassensysteme: Verschiedene Hersteller bieten entsprechende Hard- und Softwarelösungen an. Daher arbeiten Anwender eng mit dem Hersteller zusammen und müssen sich unbedingt bei der Datenauswertung auf deren Hardware-Fähigkeiten verlassen.

Diese Grundsätze sind zu beachten

Eigenständig und je nach Registrierkassen-Typ nimmt jedes Unternehmen ihre Einnahmen und Ausgaben des Betriebes auf, wobei die Barbeträge nach SKR 03 oder SKR 04 auf das Kassenkonto gebucht werden. Die Richtigkeit und Schlüssigkeit der Basisaufzeichnungen sind von größter Bedeutung. Bei unsachgemäßer Kassenführung gehen Steuerprüfer oft davon aus, dass Geldeingänge nicht vollständig erfasst werden. Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, deren Betriebserträge hauptsächlich aus Barmitteln bestehen. Für die Nutzung einer elektronischen Registrierkasse gibt es bisher keine gesetzlichen Verpflichtungen. Das bedeutet, dass diese klassische Registrierkasse weiter genutzt werden kann. Ein Wechsel zu einem elektronischen Kassensystem ist jedoch jederzeit möglich.

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GeoGo gewinnt den „Transformathon“

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150 Akteure, 24 Stunden, 8 Challenges – und ein Sieger: „GeoGo – find your inner Nerd!“ gewinnt den ersten Online-Hackathon des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Unter den Ko-Hosts des „Transformathon“ sind das Magazin GEO, L’Oreal und Nespresso. Im Rahmen des 14. Deutschen Nachhaltigkeitstages wurden die Sieger durch einen finalen Pitch ermittelt.

Die Herausforderungen des „Transformathon“ leiten sich zum einen aus den fünf Transformationsfeldern ab, die der Deutsche Nachhaltigkeitspreis auch in den Mittelpunkt der Wettbewerbe stellt: Klima, Ressourcen, Biodiversität, Gesellschaft und Lieferkette. Sie wurden zur Premiere kombiniert mit der Kernfrage des diesjährigen Kongresses: Wie kann Transformation maximal beschleunigt werden?

Die konkreten Challenges wurden im Vorfeld zusammen mit den Unternehmenspartnern aus der Elektronik-, Kosmetik-, Lebensmittel-, Recycling- und Medienbranche formuliert, und orientieren sich an den Herausforderungen in deren Geschäftsmodellen. Zusammen mit Ko-Hosts stellten die Teilnehmer:innen ihre Ergebnisse beim 14. Deutschen Nachhaltigkeitstag am 2. Dezember 2021 dem Kongresspublikum vor Ort und online vor.

Das Siegerteam „GeoGo – find your inner Nerd!“ setzte sich bei der Challenge „Factor 10 against the mind behaviour gap” durch. Es ging (in Zusammenarbeit mit dem Ko-Host GEO) um die Frage, wie starke Medien mehr Menschen – vor allem in der jüngeren Zielgruppe – zu nachhaltigem Engagement anregen können. Das Magazin GEO klärt seine Leser:innen seit vielen Jahren unter anderem über die Themen Nachhaltigkeit, Biodiversität und Naturschutz. Gleichzeitig will es zum Handeln inspirieren – und dazu den „Mind Behaviour Gap“ zwischen Wissen und Aktivwerden überwinden. GeoGo will eine eigene App entwickeln, in der sich Interessierte zu Themen der Nachhaltigkeit finden, austauschen und inspirieren können.

Alle „Transformathon“-Finalisten:

  • CO2gether mit dem Ko-Host Ams Osram
  • GroceryMate mit dem Ko-Host Danone
  • (R-)Evolution mit dem Ko-Host Nespresso Deutschland
  • Good Waste Index mit dem Ko-Host Duale System Deutschland mit dem Grünen Punkt
  • L’Oreal – Made by You mit dem Ko-Host L’Oreal Deutschland
  • Erwecke deinen grünen Daumen mit dem Ko-Host Demeter-Felderzeugnisse
  • GeoGo mit dem Ko-Host Gruner + Jahr (GEO)

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit acht Wettbewerben (darunter der Next Economy Award für „grüne Gründer“), über 1.000 Bewerbern und 2.000 Gästen zu den Veranstaltungen ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Die Auszeichnung wird vergeben von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Rahmen für die Verleihung ist der Deutsche Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf, die meistbesuchte jährliche Kommunikationsplattform zu den Themen nachhaltiger Entwicklung.

 

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  • Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Christian Koester

Warum Umsatz ein trügerischer Indikator für den Erfolg eines Online-Shops ist

Die Zukunft des digitalen Handels wird von Playern entschieden, die ihre Strategie knallhart datengetrieben planen. Die E-Commerce-Experten von ecom consulting und SHOPMACHER fassen zusammen, welche Daten Händler in Peak-Zeiten wie Weihnachten, Valentinstag oder einfach nur bei Marketing-Kampagnen im Auge behalten sollten.

Zalando hat bereits vor Jahren die Zahl seiner Marketing-Mitarbeiter reduziert und dafür Datenanalysten eingestellt. Und die Parfümeriekette Douglas kündigte jüngst an, Mitarbeitern im gesamten Unternehmen mehr Daten zur Verfügung stellen zu wollen, um das Geschäft zu optimieren. Nicht nur diese Beispiele zeigen: Datenkompetenz trennt im digitalen Handel inzwischen die Spreu vom Weizen. Während die digitale Elite in Sachen datengetriebene Geschäftsentwicklung mit High-End-Tools operiert, hat der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft seine KPIs oftmals nur unzureichend im Blick.

Oliver Lucas, Inhaber der E-Commerce-Beratung ecom consulting, und André Roitzsch, Geschäftsführer der E-Commerce-Agentur SHOPMACHER, beleuchten gemeinsam die Wichtigkeit von Kennzahlen (KPI – key performance indicator) im Webshop und in der Organisation. Sechs Dinge sind von Unternehmen zu beachten, wenn sie vor Peak-Phasen wie Weihnachten, dem nächsten Valentinstag oder einfach auch nur einer geplanten Marketing-Aktion stehen.

Umsatz ist keine Erfolgs-KPI

Die mitunter einzigen Zahlen, die Online-Händler kennen, wenn man sie nach Erfolgs-KPIs fragt, sind der Umsatz und das Umsatzwachstum. Doch genau diese Zahl hat für den Erfolg eines Online-Shops nahezu keine Aussagekraft. Denn wer am Black Friday 10.000 Handyhüllen zum Preis von 4,99 Euro verkaufte, die ihn im Einkauf aber 5,50 Euro kosteten, hat an dieser Stelle zwar 49.900 Euro Umsatz erzielt, aber schon allein im Einkauf 5.100 Euro verloren. Die gleiche Milchmädchenrechnung kommt beim Umsatzwachstum zum Einsatz: Es ist keine große Kunst, 10 Prozent Umsatzwachstum zu erzielen, wenn man dafür die Werbespendings um 100 Prozent erhöht. Die spannendere Frage ist vielmehr: Ist der Umsatz auch profitabel?

Messen Sie jede Aktivität Ihrer Nutzer im Webshop

Wenn Händler in ihrem Webshop strukturiert Nutzerdaten erfassen, ist das ein wichtiger erster Schritt. Richtig Aussagekraft gewinnen diese Zahlen allerdings erst im Vergleich – beispielsweise mit anderen Kampagnen oder Vergleichszeiträumen aus den Vorjahren. Trotzdem sollten Händler den ersten Schritt tun und verschiedene Punkte über ein Analysetool messen:

  • Weicht die Nutzerzielgruppe oder das Nutzerverhalten beispielsweise im Kampagnenzeitraum von der normalen Kundenschicht ab?
  • Wie bewegen sich Nutzer über die Seite?
  • Was interessiert sie?
  • Legen sie nur die beworbenen Artikel in den Warenkorb oder kaufen sie mehrere Produkte?
  • Wie viele nutzen die Suche?
  • Werden Empfehlungen beachtet?
  • Wie viele Besucher konvertieren tatsächlich zu Käufern – und später auch zu Mehrfachkäufern?
  • Deckt sich das mit der Durchschnittszielgruppe?

Bei Folgeaktionen kann man aus diesen Beobachtungen Ableitungen treffen. Beispielsweise kann man Produkte da platzieren, wo sie die höchste Aufmerksamkeit der Nutzer bekommen. Es können Bundles aus Produkten geschnürt werden, weil die Kunden diese gerne zusammen kaufen. Auch empfiehlt es sich, neue Kundensegmente gezielt mit Werbung zu adressieren oder gezielt auszusparen. Bestimmte Rabattaktionen sprechen vielleicht die Damenwelt eher an als männlichen Kunden, wodurch sich aber gegebenenfalls auch die Retourenquoten verändern.

Analysieren Sie Warenkorbstrukturen

Ein gängiges Phänomen bei Marketing-Aktionen ist es, dass sich Warenkorbstrukturen verändern. Kaufen Kunden bei einem Händler zu normalen Zeiten im Schnitt vielleicht drei Produkte pro Bestellung, schrumpfen Warenkörbe in Zeiten von Marketingaktionen schnell auf Ein-Produkt-Bestellungen zusammen. Dies allerdings verändert auch die Kostenstrukturen pro verschicktem Produkt. Diesen Effekt sollten sich Händler bewusst machen und bei Aktionskampagnen weniger auf reduzierte Einzelartikel setzen als auf Marketingaktionen, welche die vorhandene Warenstruktur einigermaßen erhalten und einen Anreiz bieten, mehrere Produkte auf einmal zu kaufen.

Behalten Sie Ihre Retouren im Blick

Rabattaktionen verleiten Schnäppchenjäger mitunter zu Spontankäufen, die sie später vielleicht bereuen. Händler sollten daher gerade in Peak-Phasen auch die Retouren im Blick behalten – und Bestandsartikel nur dann reduzieren, wenn diese auch akzeptable Retourenquoten aufweisen. Steigt die Quote, kostet das den Händler nicht nur Profit. Wer aufgrund des hohen Bestellaufkommens seine Kapazitäten im Warenausgang konzentriert, hat unter Umständen längere Zeit totes Kapital in seinen Retourencontainern liegen. Die Durchlaufzeiten bei der Wiedervereinnahmung von Ware sind daher ebenfalls eine wichtige KPI, der viele Händler aber noch zu wenig Beachtung schenken.

Messen Sie wie die Profis

Ein Blick in die Quartalszahlen von Zalando zeigt, welche KPIs die digitalen Dickschiffe zur Erfolgsmessung heranziehen. Dazu zählen beispielsweise die durchschnittliche Anzahl an Bestellungen pro Kunde, die durchschnittliche Warenkorbhöhe pro Kunde, die durchschnittlichen Customer Acquisition Costs oder der sogenannte Offprice-Umsatz im Verhältnis zum Gesamtumsatz. Dieser gibt Aufschluss darüber, wie hoch der Anteil an Produkten ist, die wirklich zum normalen Preis ohne Rabatte verkauft wird. Dies sind Zahlen, die der typische stationäre Händler von seinen Kunden meist nicht kennt – weder in der Filiale noch im Netz. Daher spiegeln diese Zahlen auch nicht die DNA der stationären Händler wider – aber offline KPI führen für das Online-Geschäft oft zu falschen Schlussfolgerungen.

Richten Sie Ihre Organisation nach geeigneten KPIs aus

Wer vor einem Peak im Bestellaufkommen steht, sollte zudem KPIs aus der Organisation kennen. Im Idealfall gibt es vor dem Peak weder im Kundenservice noch in der Logistik Rückstände, die es noch aufzuarbeiten gilt. Die gesamte Organisation sollte vor dem Peak einem Stresstest unterzogen werden, bei dem das Auftragsvolumen eines Tages einfach in zwei bis vier Stunden abgearbeitet werden muss. Hier zeigt sich schnell, an welchen Stellen in der Organisation die Bottlenecks sitzen. Die Lagerauslastung darf bei Auftragsspitzen auch mal zwischen 90 und 100 Prozent ausschlagen, aber nur dann. 110 Prozent sollten es allerdings nicht werden, weil sich die Abwicklung dadurch dramatisch verlangsamt.

„Die Zukunft des digitalen Handels wird datengetrieben entschieden“, erklärt SHOPMACHER-Geschäftsführer André Roitzsch. „Deswegen sind wir in Kundenprojekten immer wieder überrascht zu hören, dass viele Unternehmen gar keine Mitarbeiter für Datenanalysen abstellen.“ Oliver Lucas von ecom consulting bekräftigt die Aussage: „30 Prozent Umsatzwachstum sehen in der Bilanz oder vor dem Vorstand sicher gut aus“, konstatiert er. „Aber wer wirklich erfolgreich sein will, muss die tatsächlichen Kosten dem Umsatz gegenüberstellen. Und um diese kontinuierlich zu verbessern, müssen die relevanten KPIs kontinuierlich gemessen und analysiert werden.“

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Hacker willkommen: Großer Test entdeckt Lücken in sämtlichen gängigen WLAN-Routern

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Neun WLAN-Router bekannter Hersteller fanden sich kürzlich unter Laborbedingungen im Sicherheitstest wieder – mit verheerenden Ergebnissen im Bereich IT Security: Insgesamt 226 potenzielle Sicherheitslücken wurden auf den millionenfach verbreiteten Geräten von Asus, AVM, D-Link, Netgear, Edimax, TP Link, Synology und Linksys gefunden. Spitzenreiter waren die Geräte von TP-Link mit 32 Sicherheitslücken (TP-Link Archer AX6000) und Synology mit 30 Schwachstellen (Synology RT-2600ac). Durchgeführt wurde der Test von der Redaktion des Computer-Fachmagazins CHIP gemeinsam mit den Experten von IoT Inspector, die dafür ihre Sicherheitsplattform zur automatisierten Firmware-Überprüfung von IoT Devices zur Verfügung stellten. „Der Test hat alle Erwartungen an sichere Small Business- und Heim-Router negativ übertroffen. Zwar ist nicht jede Lücke gleichwertig kritisch – aber sämtliche Geräte wiesen zum Zeitpunkt des Tests gravierende Sicherheitsmängel auf, die das Hackerleben unnötig leichter machen”, sagt Florian Lukavsky, CTO von IoT Inspector.

Hersteller haben reagiert – die Politik auch

Sämtliche der betroffenen Hersteller wurden durch das Testteam kontaktiert und bekamen die Gelegenheit zu einer Stellungnahme. Ausnahmslos alle reagierten mit mehr oder weniger intensiv vorbereiteten Firmware Patches, die von den Nutzern der betroffenen Router nun dringend eingespielt werden sollten, sofern die automatische Update-Funktion nicht aktiviert ist. „Durch unseren Test haben die Hersteller schon eine Menge Sicherheitslücken in ihren Geräten geschlossen. Doch WLAN-Router sind weiterhin nicht fehlerlos. Hier gibt es noch Nachholbedarf seitens der Hersteller“, so CHIP-Autor Jörg Geiger.

Parallel dazu zeigt der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, dass Hersteller künftig stärker zur Verantwortung gezogen werden sollen. Dort heißt es: „Hersteller haften für Schäden, die fahrlässig durch IT-Sicherheitslücken in ihren Produkten verursacht werden.“ Damit steigt der Druck auf die Industrie, Produkte laufend optimal abzusichern, um immense Schadenersatzforderungen zu vermeiden. Der Firmware- Sicherheitscheck von IoT Inspector nimmt diesen wichtigen Schritt der Analyse automatisch vor. Dazu muss lediglich die Firmware des Gerätes auf iot-inspector.com hochgeladen werden. In wenigen Minuten liegt dann vollautomatisch ein ausführliches Ergebnis mit Risikoeinstufung der gefundenen Sicherheitslücken vor, die dann zielgerichtet geschlossen werden können.

Typische Probleme bei allen Herstellern

Manche der Sicherheitslücken wiederholen sich bei mehr als einem Hersteller. Sehr häufig ist ein veralteter Linux Kernel im Einsatz. Die Integration eines neuen Betriebssystemkerns in die Firmware ist aufwendig – und kein Hersteller befindet sich hier auf dem neuesten Stand. Veraltet ist auch meist die genutzte Gerätesoftware, die allzu oft auf Standard-Tools wie BusyBox setzt. Dienste, die die Geräte zusätzlich zum Routing bieten – wie etwa Multimedia-Funktionen oder VPN – sind ebenso häufig veraltet. Und tatsächlich nutzt eine Vielzahl der Hersteller Standardpasswörter wie „admin“ im Auslieferungszustand, die sich oftmals sogar im Klartext auslesen lassen. „Der Wechsel des Passworts bei der ersten Nutzung und die Aktivierung der automatischen Update-Funktion müssen bei allen IoT-Geräten zum Standard gehören, egal, ob das Gerät zu Hause oder in einem Firmennetzwerk eingesetzt ist. Die größte Gefahr neben den herstellerseitig eingebrachten Schwachstellen ist die Nutzung nach dem Motto ‚plug, play and forget‘“, warnt IoT Inspector CEO Jan Wendenburg.

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IT-Freiberufler haben den Fortschritt der Digitalisierung wesentlich geprägt

Der Blick auf die vergangenen Monate im IT-Freelancing macht vor allem eines deutlich: externe Fachkräfte haben die IT-Transformation in der deutschen Wirtschaft in großen Teilen mitgestaltet. Bedingt durch eine Vielzahl parallel stattfindender Digitalisierungsvorhaben und anhaltender Ressourcen-Engpässe, gab es 2021 den bisher größten Nachfrageschub bei externen IT- und Digital-Experten. Besonders begehrt waren hochqualifizierte Solo-Selbständige, die IT-Organisationen dabei halfen, ihre Infrastruktur zu modernisieren sowie technologisch geprägte Innovationsprojekte zu starten. Dabei suchten die Unternehmen auf breiter Front vor allem nach Kompetenzen im Bereich IT-Security und Cloud Management. Aber auch Kenntnisse zum Themakünstliche Intelligenz, Data Science sowie Erfahrung in internationalen Projektteams gehörten in diesem Jahr zu den begehrten Skills. Ein Abflachen dieses Nachfragebooms sehen die Fachleute nicht. Im Gegenteil: durch den Bedarf an immer spezifischerem Know-how und einer Vielzahl unbesetzter Stellen – laut Aussagen des Digitalverbands BITKOM belief sich die Anzahl an offenen Stellen für IT-Fachkräfte bereits Ende 2020 auf rund 86.000 – findet eine strukturelle Veränderung beim dauerhaften Einsatz von IT-Experten statt. Damit verändert sich auch der wirtschaftliche Stellenwert der externen Fachkräfte für Unternehmen.

Bedeutung und Relevanz externer Fachkräfte wächst

Laut der jüngsten Erhebung der Marktforscher von IDG Research Services hat die Bedeutung und Relevanz von freiberuflich tätigen IT-Fachkräften branchenübergreifend zugenommen: darin waren sich 78 Prozent der rund 400 befragten Entscheider einig. Schaut man explizit auf die Aussagen der IT-Manager, lag die Zustimmung sogar bei 85 Prozent. Die größten Vorteile sehen sie in einer hohen Flexibilität sowie dem spezialisierten Know-how der freiberuflichen Externen.

IT-Mixed-Workforce erzeugt positive Abstrahleffekte

Laut der IDG-Studie beläuft sich der Anteil der Externen in IT-Abteilungen mittlerweile  auf über 53 Prozent. Jeder Dritte von ihnen ist als selbständiger IT-Experte tätig. Diese Mixed-Workforce gab in vielen Betrieben den Ausschlag dafür, die eigenen Prozesse stärker zu flexibilisieren, was zwei Drittel der Befragten bestätigten. „Mit ihrer flexiblen und selbstbestimmten Arbeitsweise konnten IT-Freiberufler im vergangenen Jahr hier positive Abstrahleffekte Richtung Flexibilisierung für die gesamte Belegschaft geben. Unternehmen wünschen sich eine atmende Organisation,“ so Alexander Raschke, Vorstand bei Etengo. Diese Veränderung wirkt sich ebenfalls auf das Geschäft der Personaldienstleister selbst aus, weiß Lena Krumm Analystin des Marktforschungsunternehmens Lünendonk: „Spezialisierte Anbieter für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern werden auch weiterhin fester Bestandteil dieser Beschaffungsstruktur sein.“

IT-Freiberufler sichern Innovationsfähigkeit

Auch das Ifo-Institut machte kürzlich in seiner aktuellen Erhebung im Auftrag des Verbandes für selbständige Wissensarbeit (ADESW) den Einfluss von IT-Freiberuflern für die Innovationskraft von Unternehmen deutlich. Rund ein Drittel des deutschen Bruttoinlandsprodukts wird inzwischen über Projektarbeit erwirtschaftet. Externe IT-Spitzenkräfte helfen Unternehmen dabei, Neuentwicklungen auf den Weg zu bringen und stellen durch ihre Arbeitsweise eingefahrene Unternehmensprozesse in Frage.

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Krisenkommunikation – 3 Tipps für Unternehmen zur Krisenbewältigung

Wir leben in einer globalisierten, digitalisierten und schnelllebigen Welt. Gründe, warum ein Unternehmen in eine Krise geraten kann, sind mittlerweile vielfältig und oftmals nicht vorhersehbar: Lieferschwierigkeiten durch die Pandemie und die damit resultierende Kundenunzufriedenheit, ein kleiner Fehltritt des Unternehmens und ein Shitstorm hagelt über das Unternehmen einher, oder interne Probleme, die zu einer Unternehmenskrise führen. Egal worin die Ursachen für die Krise liegen, eine der wichtigsten Aspekte für die Bekämpfung und Abwendung jener ist die Kommunikation nach außen. Kunden müssen Antworten auf ihre Fragen erhalten, denn sie müssen gehalten werden.

Doch wie kommuniziert man als Unternehmen in einer Krise? Welche Strategie sollte man hier wählen, was sagt man und was verschweigt man lieber? Dominik Sedlmeier ist PR-Manager und CEO der Markenagentur El Clasico Media GmbH. Er ist Experte, wenn es um Themen wie Außenkommunikation, Public Relations und Krisenkommunikation geht und weiß, wie Unternehmen in einer Krise zu kommunizieren haben.

Vor der Krise auf die Krise vorbereiten

Die optimale Krisenkommunikation beginnt bereits vor dem Eintreten der Krise. Unabhängig davon, welche Auslöser der anbahnenden Krise zugrunde liegen, sobald Unternehmen erkennen, dass eine Ausnahmesituation kurz bevorsteht, gilt es Strategien zu entwickeln und anzuwenden. Bereits im Vorfeld sollten Unternehmen im Risk Management mögliche Ursachen und Auslöser identifiziert haben. Um den Schaden bei einem Eintreten schnellstmöglich und bestmöglich abwenden zu können, kann auch in der Krisenkommunikation bereits vorgearbeitet werden, um bei Eintreten schnell kommunizieren zu können. Ist beispielsweise in naher Zukunft mit Lieferengpässen und damit verbundenen längeren Wartezeiten zu rechnen, so können Statements für Kunden im Vorfeld vorbereitet und verfasst werden. Auch wenn ein Unternehmen für seine Verhältnisse eine ungewöhnlich hohe Resonanz an Kritik erhält, gilt es ohne Verzögerung Ursachen für einen möglichen Shitstorm ausfindig zu machen und Texte zu formulieren, die an Kunden herangetragen werden können. Je intensiver sich ein Unternehmen auf eine unabwendbare Krise vorbereitet, desto besser wird es diese auch eindämpfen können.

Shitstorm: Schnell reagieren & positionieren

In dem digitalen Zeitalter, in welchem wir uns befinden, sind Shitstorms keine Seltenheit mehr. Unzufriedene Kunden können sich online vernetzen und zusammen lautstark gegen ein Unternehmen vorgehen. Aber auch intern kann ein Unternehmen in ein schlechtes Licht rücken, wenn sich Mitarbeiter zusammenschließen und interne Kritik äußern. In beiden Fällen ist eine Krisenkommunikation notwendig. Zeigen sich Kunden, Mitarbeiter oder sonstige Beteiligte und Betroffene enttäuscht, so ist der größte Fehler, den Unternehmen an dieser Stelle begehen können jener der Nicht-Kommunikation. Ein Unternehmen in der Kritik muss schnellstmöglich auf diese reagieren und sich in Form eines Statements positionieren. Wenn enttäuschte Betroffene hingegen tagelang auf eine Reaktion des Unternehmens warten müssen, werden sich diese in ihrer Kritik bestärkt fühlen. Ein Shitstorm bedarf einer zügigen Handlung, weitere vom Unternehmen eingeleitete Schritte müssen öffentlich einsehbar sein und erläutert werden, um den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen zu können.

Sicherheit und Vertrauen der Mitarbeiter & Kunden stärken

Krisenzeiten bedeuten Unsicherheiten, Sorgen und Ängste. Die Krisenkommunikation dient genau dazu, Betroffenen diese Sorgen zu nehmen, ihnen Sicherheit und Vertrauen zu suggerieren. So fürchteten viele Angestellten mit Eintreten der Pandemie eine Umstellung auf Kurzarbeit, finanzielle Einbuße oder einen Jobverlust. Für Unternehmen bedeutet solch eine Krisenzeit, deutlich und intensiv zu kommunizieren. Interne und externe Beteiligte müssen das Gefühl vermittelt bekommen, dass sie den Worten des Unternehmens vertrauen können, dass Maßnahmen, Änderungen und Umstellungen diesbezüglich ihnen rechtzeitig mitgeteilt werden. Sie müssen stetig und zeitgerecht informiert werden. Unternehmen müssen in Krisenzeiten ihre Kommunikation also verstärken, sie müssen deutlich intensiver an Angestellte und Kunden herantreten. Transparenz sollte dabei an oberster Stelle stehen und in die Kommunikationsstrategie integriert werden.

Wahrheit oder Lüge?

Es können jedoch auf Situationen eintreten, auf die sich ein Unternehmen weder vorbereiten, noch diese vorhersehen kann. In solch einem Fall stellt sich die Frage, was innerhalb der Krisenkommunikation kommuniziert werden sollte, ob die fehlende Vorbereitung und Ahnungslosigkeit des Unternehmens ehrlich Betroffenen mitgeteilt werden sollte. Da Krisen individuell zu beurteilen sind, gibt es keine eindeutige Handlungsempfehlung für solch eine Situation. Fest steht jedoch, dass die Wahrheit in den meisten Fällen wohl am längsten währt. Insbesondere bei fremdverschuldeten Krisen sollte ein Unternehmen deutlich machen, dass sie die Lage ernst nehmen, selbst jedoch erst einen Lösungsansatz erarbeiten müssen. Verschweigt ein Unternehmen eine Krisensituation Betroffenen hingegen komplett, so könnten sich diese bei publik werden dessen hintergangen und deutlich mehr verunsichert fühlen.

Wie sieht die richtige Krisenkommunikation nun aus?

Je vorbereiteter ein Unternehmen auf mögliche Krisen ist, desto vorteilhafter ist dies für die Krisenkommunikation. Unabhängig davon lässt sich jedoch festmachen, dass Unternehmen in Krisenzeiten deutlich intensiver kommunizieren müssen. Sie müssen auf Geschehnisse schnell reagieren, ohne dabei übereilig zu sein. Es gilt, stetig transparent zu agieren, um das Vertrauen der Betroffenen zurückzugewinnen und auch stärken zu können. Egal ob ein Shitstorm, interne Kritik oder externe Gründe – die Sorgen der Betroffenen müssen ernstgenommen und behandelt werden. Dabei zeigt sich die optimale Krisenkommunikation in einer Mischung aus einer Anlaufstelle und einem offenen Ohr für Beteiligte und einem kommunizierten Lösungsvorschlag. Eine Krise jeder Art sollte so rasch wie möglich eingedämmt werden, am besten gelingt dies durch eine ehrliche, transparente und intensive Kommunikation.

Über den Autor:

Dominik Sedlmeier ist PR-Manager und CEO der Markenagentur El Clasico Media GmbH. Ein Netzwerk für Kommunikation und Markenentwicklung mit den Schwerpunkten Markenstrategie, Public Relations und Social Media. Er betreut die teils größten Marktführer verschiedener Branchen mit der optimalen Positionierung ihrer Kommunikationsstrategie und Pressearbeit. Als Interims Manager unterstützte er zuvor diverse Unternehmen, wenn es darum ging den Vertrieb hochzufahren, Umsätze zu skalieren und eine Marke aufzubauen. https://elclasico.de/