Live aus Berlin. Echte Werte und Verantwortung Spezialisten geben Infos zum Schutz von Ersparnissen

 

Liebe Fans von Ostsachsen TV, liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer. Wir begrüßen euch zur ersten Live Talk Folge im Livestream von Fairsprechen.tv. Fairsprechen mit fair statt ver, weil fair miteinander ins Gespräch zu kommen, ist unser Format. Bernd Kiesewetter von der Mission Verantwortung, mein Partner heute hier in der Moderation. Und unsere Gäste sind Günther Luitz, der Goldpapst aus (Leinen), extra angereist, heute hier in Berlin im Hauptstadtstudio. Christoph Hinderfeld, der Betreiber der Arminius Markthalle beziehungsweise noch mit einigen Werten und Informationen darüber hinaus. Bekannt auch ein Stück weit aus der Politik. Zumindest hat er den Einblick in die Bereiche.

B1: Ein bisschen länger her, aber-.

I1: Ein bisschen Karriere genau. Da gehen wir nochmal drauf ein. Jonas Jenis, der Diamant unter den Sachwertanlegern. Jetzt letztens erst bei uns gewesen in einer Studiofolge. Also das Thema ist ein Stück weit auch schon mal auserkoren worden. Und wir wollen heute sprechen hier in Berlin, extra in der Schaltzentrale der Macht, zum Thema Werte, Sicherung von Werten, Sicherheit von Werten. Und vor allen Dingen aber auch, gerade jetzt im Hinblick auf das Thema Corona Krise: Wer soll das Ganze mal bezahlen? Weil das Ganze kostet auch Geld. Und ich hätte es fast nicht gedacht, aber du kommst ja nie alleine, Günther. Du bringst ja immer etwas mit. Das liegt in meiner Nähe. Und wir fangen damit mal an, solange ich noch Kraft habe. Eisgekühlt. 15 Kilogramm Silber. Wieso bringt der Goldpapst Silber mit? 

B2: Ganz einfach. Es gibt Zeiten, da ist es interessant Gold zu kaufen. Und es gibt Zeiten, da ist es interessant, Silber zu kaufen. Wann weiß man, wann sind die Zeiten interessant für Gold? Und wann weiß man, wann sind die Zeiten interessant für Silber? Und wenn wir den Preis von Gold und den Preis von Silber dividiert bekommt man eine Verhältniszahl. Englisch auch Ratio oder Ratio genannt. Und wenn man diese Zahl weiß, dann gibt es kleine Zahlen und große Zahlen. Um einfach mal ein bisschen Geschichte-. Schon vor 2500 Jahren gab es jemanden, der hat einheitlich reine Münzen prägen lassen. Und das hat er mit so einer großen Menge gemacht, dass er mehr als 300 Schmelzen betrieben hat. Und mit dieser großen Zahl von Münzen verbreitet worden sind, ist auch sein Name verbreitet worden. Er hieß König Krösus. Und als König Krösus hat er ein Verhältnis festgelegt, dass eine Goldmünze so viel war wie 13 Silbermünzen. Oder 13 Silbermünzen so viel wert waren wie eine Goldmünze. Und dann weiß man, das ist eine Zahl. Die hat auch viele Jahre gehalten. 1985 war die Zahl ähnlich, wie eins zu 15. Aber ein paar Jahre später war es auf einmal eins zu 100. Und da stellt sich die Frage: Wo kann man dann sehen, ob es niedrig oder hoch ist? Und was ist dann der Sinn des (?Silbers)? Und da hatte ich ein Erlebnis vor über zweieinhalb Jahren-. War ich im Januar in Dresden, und weil ich so ein Süßer bin gehe ich auch mal in eine Konditorei rein. Und habe da einen ganzen Erdbeerkuchen gesehen, (?Garnur). Da habe ich doch die nette Verkäuferin gefragt: „Habt Ihr schon Erdbeeren im Januar in Dresden?“. Sagt sie im schönen sächsischen Dialekt: „Nein, nein, die kommen mit dem Flieger.“. Und dann sage ich: „Würden Sie denn mit den Erdbeeren, die mit dem Flieger kommen, Erdbeermarmelade machen?“. Da sagt sie: „Um Gottes Willen, das mache ich dann im Juni. Da kriege ich für das gleiche Geld viel mehr Ware.“. Und da habe ich gedacht, die Frau, die ist clever. Also weiß man bei Erdbeeren immer genau, wann ist die richtige Zeit, wann sollte ich was tun. Und genau das gleiche ist es bei Edelmetallen. Ist eine kleine Zahl, dann ist praktisch Januar, eine große Zahl ist Juni. Und so ist dieses Verhältnis. Was mache ich denn, wenn ich dieses Verhältnis kenne? Okay. Bei kleinen Zahlen kaufe ich Gold, bei großen Zahlen kaufe ich Silber. Das ist schon bekannt. Das hat man früher auch schon erkannt, dass es dann Sinn macht, das eine oder das andere zu kaufen. Dann hat man es günstig eingekauft. Und dann haben die Leute festgestellt, sie haben es zwar 20 Jahre in der Schublade und nach 20 Jahren ist es noch die gleiche Grammzahl. Egal ob es Gold war oder Silber. Und wenn man dieses dazu aber jetzt nutzt, dann bedeutet das, man kann hergehen und kann aus Gold es tauschen in Silber und Silber wieder tauschen in Gold. Was verändert sich da? Wenn ich zum Beispiel-. Ich habe so eine Situation gehabt vor drei Jahren. Da gab es diesen 50. Geburtstag vom (Krügerer). Und dieser (Krügerer) hat Anja Kohl, Sprecherin von ARD Börse, einfach darüber berichtet, was so 50 Jahre lang der (?Krügerrand) gemacht hat. Sagt sie, der ist mehr als 60 Millionen mal verkauft worden, also der, der am meisten weltweit verkauft worden ist. Bei nur 80 Millionen Einwohnern ist das schon eine beachtliche Zahl. Aber der (?Krügerrand) der ersten Stunde, der 18 Euro umgerechnet gekostet. Und zu dem Zeitpunkt, vor drei Jahren, waren 1100 Euro der Preis. Und dann sagte sie, das ist das 60-fache. Also für mich sind das 6000 Prozent mehr. Und da muss man nur eins machen. Sich 100 Münzen zulegen, 1967, Kopfkissen drauflegen, 50 Jahre liegenlassen, Kopfkissen wegnehmen, 100 Münzen sind da. 6000 Prozent Gewinn. Das ist früher schon bekannt. Das weiß jeder, das machen auch gerne viele. Jetzt kommt die Steigerung. Man legt Goldmünzen zu, wenn Gold günstig ist im Einkauf, tauscht dieses Gold in Silber, tauscht dieses Silber wieder in Gold und stellt fest: Man hat nicht 100 Münzen, sondern 231 Münzen. Und diese Switches gingen in den 50 Jahren insgesamt 14 Mal hin und her. Und wenn man die einfach genutzt hat, dann hat man nicht 100 Münzen, sondern 1967, 2000 Münzen. Also 20 Mal 100. Und ob ich 100 Münzen heute oder 20 Mal 100 Münzen in Geld zurücktausche, dann habe ich nicht 6000 Prozent, sondern 20 Mal 6000 Prozent. Und der Unterschied ist nicht ein bisschen, der ist gewaltig. Das Verhältnis war es vor drei Jahren. Und die Sensation, dass ich da rückwärts vom Stuhl gefallen bin, war gigantisch. 

I1: Einer der Gründe, warum du Vermögensverwalter bist. Du baust Vermögen auf. Letztendlich aber haptische Werte zu besitzen ist das eine, weil die meisten Menschen, wenn man ein Stück weit die Vermögensstruktur der Bevölkerung betrachtet, ist nicht in Sachwerten verankert, sondern in … #00:11:39# Das ist der große Unterschied. Wenn wir auch vom Thema Sachwerte sprechen, Christoph Hinderfeld ist da ja relativ breit aufgestellt. Um das Thema Werte ja auch. Wir haben dich kennengelernt mit einem Wert, dem Thema Wein. Wein als Sachwert, vielleicht für viele Leute gar nicht unbedingt so bewusst oder so bekannt.

B3: Ja, natürlich ist es ein Sachwert, weil Wein entsteht aus Weinbergen oder aus den Trauben, die in den Weinbergen wachsen. Wein ist deswegen ein interessanter Sachwert, weil wir eine Riesenbandbreite von bewerten Weinen haben. Man kann ganz preiswerte Weine kaufen. Am Ort des täglichen Bedarfes, da ist die Preisvariation also ausgeprägt. Da kostet vielleicht der teuerste Wein 6,50 Euro. Wir wissen aber auch, dass es Weine gibt, die einige Tausend Euro kosten. Und es gibt sogar deutsche Weine, die einige Tausend Euro kosten. Weil wenn man sich da mit der Geschichte auch ein wenig beschäftigt, man feststellen wird, dass vor 120 Jahren, zu Zeiten des Kaiserreiches, die deutschen Weine die teuersten der Welt waren. Also wenn man damals in Paris in ein gutes Hotel gegangen ist, dann war der Moselwein oder der Wein aus dem Rheingau oder der Frankenwein deutlich teurer als ein guter Wein aus dem Burgund oder Bordeaux. Da hat sich vieles verändert. Aber es verändern sich eben auch da, so wie bei Gold und wie bei Silber, entwickeln sich Dinge wieder zurück. Wir haben eine globale Gesellschaft, wir haben neue Märkte. China als Beispiel, die auch interessiert sind an guten europäischen Produkten. Da fängt der Markt erst an, überhaupt eine Nachfragewirkung auf den deutschen Wein zu projizieren. Und das wird auch noch ein bisschen Zeit dauern. Aber man hat natürlich eine Sachanlage, also man hat ein Grund- und Bodenvermögen, was, wenn man etwas zu einer Marke schaffen kann-. Also eine Bewertung des eigenen Weines hin bekommt über entsprechende Fachmagazine so wie (?Dubio) oder Feinschmecker oder andere Publikationen, wo interessierte genussfreudige Menschen eben sich auch kundig machen, welche Weingüter sie-. Oder wo sie gerne mal die Weine probieren würden. Und dann schafft man es auch, da einen sehr soliden Ertragswert aus einem Produkt zu generieren. Weil es ist ja schon ein Unterschied, ob ich einen Fasswein verkaufe oder ob ich einen Markenwein verkaufe, wo die Flasche zehn Euro kostet, also für jeden eigentlich auch erschwinglich. Und dann kannst du auch aus dem Sachwert, Grund und Boden, einen sehr schönen Ertragswert generieren.

I1: Das schließt verschiedene Aspekte ein. Also Wein ist mindestens so vielschichtig aufgebaut wie das Thema Edelmetall, wenn ich vom Thema Gold spreche. Weil beim Gold gibt es die (?Goldmine), es gibt den Rohstoff, es gibt das verarbeitete Produkt. Und es gibt dann noch vielleicht darüber hinaus sogar den, ich nenne es mal, den Fuchs, der weiß, wie man aus dem einen noch das andere macht. (?Genehmigung) des anderen, oder auch die Lagerung. Aber bei Wein-. Wein ist nicht gleich Wein. Denn Wein ist-. Es fängt an mit der Lage, es fängt an mit der Sorte. Es ist eine Handwerkskunst. Es wird mit viel Handarbeit hergestellt. Und das ist natürlich auch etwas, was die Magie da ausmacht. Es gibt Wein direkt zum Verkosten, es gibt aber auch Wein, den kann ich aufheben, den kann ich lagern. Auch da spielt das Thema Lagerung wieder eine Rolle. Und es ist ein Kulturgut. Und vor allen Dingen sind echte Werte und auch gute Weine selten. Man kann sagen, bei sieben Milliarden Menschen, wenn jeder einen guten Wein trinken wollte-. Die Menge davon ist gar nicht auf dem Markt verfügbar. So ist es bei vielen anderen Produkten auch. Begehrlichkeiten, aber auch Vorhandensein von dem Produkt. Und ich weiß das aus meinem-. Und da grüße jetzt auch in der Sendung jetzt hier meine Freunde aus dem Süden, aus der Steiermark, wo viele (?Gerät) erzeugen und kleine Familienbetriebe auch eine Wissensmanufaktur sind von Werten, die sie über Generationen hinweg vermittelt haben und die Kulturlandschaft ihrer Heimat auch damit prägen und die Verbundenheit (?aufschreiben). Und einen Wert hinterlassen, auf den verschiedene parallel drauf zurückgreifen können. Und das ist auch etwas, was ich in Unterfranken wiederum gesehen. Doktor Heigel, wo ich zu Gast war und nach langer Suche auch fündig wurde. Weil in Bautzen, wo der Tausendjährige Frieden geschlossen worden ist vom Kaiser (?Heydrich) zu seiner damaligen Zeit 1018. Das Thema Wein natürlich auch eine maßgebliche Rolle gespielt hat. Denn der Wein-. (?Zeil) am Main, (?Zeil) heißt der. Hat er sich nicht nur niedergelassen, er hat sogar das Dorf gegründet und hat dort einen Weinberg geschaffen, von dem man heute noch (?perizepieren) kann. Und aus diesem Wissen heraus. Und wir haben das Weingut ausfindig gemacht und den Wein nach Bautzen gebracht zum Bautzener Friedenspreis, zur Verleihung und haben Friedenswein hergestellt. Also zwei Werte miteinander verbunden. Und damals kannte ich Jonas Jenis noch nicht, muss ich sagen. Sonst hätten wir den Diamanten noch oben drauf gesetzt, weil Diamanten ungefähr auch so eine ähnliche Geschichte haben. Die verstecken sich, die sind tief unten in der Erde, brauchen viel Zeit, Kraft und Druck. Aber da kannst du sicherlich mehr dazu sagen, warum du sagst: „Wein überlasse ich dem Christoph. Ich kümmere mich um den Diamanten auf dem Planeten. Ich hole die raus.“. Und erzähl mal.

B1: Also, wenn wir uns darauf einigen können, dass er ihn herstellt und ich ihn trinke-. Das kann er mit Sicherheit besser. 

B3: Da finden wir eine gute Gewaltenteilung hier.

B2: Und Christoph ihn mit Diamanten bezahlen.

B3: Ein guter Botschafter ist er auch, ja.

I1: Der vielleicht aber auch aufhebt und (?Wahlen). Weil auch das ist noch eine Geschichte, auf die wir eingehen. Oder sein Kapital in den Kulturerhalt zur Herstellung mit investieren. Weil das ist jetzt ein Thema, da gehen wir speziell nochmal mit drauf ein. Aber warum Diamanten. 

B1: Ja. Die Kunden, die übrigens auch meistens Edelmetalle im Depot haben und vielleicht den ein oder anderen guten Wein im Keller, vielleicht von ihrem Geburtsjahrgang ein paar Fläschchen oder so. Die kaufen sich Diamanten, weil sie Sicherheit finden. Diamanten sind nicht nur das Material, mit dem man am meisten Wert auf kleinstmöglichen Raum speichern kann. Sondern sie sind dadurch, dass sie nur rein physisch gehandelt werden an 30 Diamantbörsen weltweit, eben auch besonders wertstabil. Und darauf kommt es aus meiner Sicht in der heutigen Zeit an. Dass man tatsächlich auch im Portfolio Stabilitätsanker hat. Und deswegen werden Diamanten momentan gerne gekauft. Und was man alles dafür beachten muss, haben wir in diesem Interview schon besprochen, ebenso wie bei Edelmetallen. Da ist wahrscheinlich ein Prägestempel drauf von einer Scheideanstalt, nehme ich an. Was ist das für eine Scheideanstalt?

B2: Das ist die (?Unicore). 175 Jahre jung. 

B1: Genau. Und genauso ist es bei Diamanten auch. Man kann als Anlage natürlich nur zertifizierte Diamanten kaufen. Die gehen ins Diamantlabor, werden dort anonymisiert. Durchlaufen sie den Zertifizierungsprozess, werden danach eingeschweißt in einen Blister. Und ebenso wie zum Beispiel (?London Bolion) und so weiter hat man da auch Standards. Nur solche Diamanten eignen sich als Anlage. Und da kann man-.

I1: Einen Parameter gibt es trotzdem noch. Da unter der Bindung steckt beim Diamanten viel Handarbeit dahinter. Denn der Diamant, der aus der Erde herauskommt, ist in der Regel quadratisch und wird erst zum Diamanten durch den Schliff. Also durch das, was ein Mensch mit seiner Hände Arbeit-. Fachkundige Menschen, vor allem auch Spezialisten. Kann nicht jedermann. Dieses Produkt erstmal fertigt. Weil beim Silberbarren ist es jetzt auch ein Stück weit Handarbeit, aber bis zum Weg zur Münze oder auch anderen Produkten gehen nochmal weitere Hände-. Oder werden benötigt, um es herzustellen. Der Kreis schließt sich am Ende. Und es kommt mein Geschäftspartner und Mitmoderator hier zum Sprechen. Weil er hat ein Thema, weil bei allen Werten unmittelbar zueinander gehört. Das Thema Verantwortung. Bernd. Wieso Verantwortung in Bezug auf Werte? Und welche Rolle spielt Verantwortung vor allem bei (?meinem)?

I2: Na gut, dann hast du schon eine schöne Überleitung geschaffen. Die drei Herren, die hier mit als Teilnehmer sitzen, als Gäste gekommen sind, vertreten ja in großem Maße das Thema Verantwortung. Und haben eine große Verantwortung. Du hast das gerade schon gesagt. Du kannst nicht einfach Diamanten kaufen. Da gibt es sicherlich auch viele schwarze Schafe, wo eben kein Stempel drauf ist. Oder manche Dinge einfach nicht eingehalten werden. Das gleiche finden wir bei Edelmetallen und ich fürchte, das gibt es sogar im Weinbau. Das heißt, wir haben hier mit drei Herren zu tun, die alle kapitalkräftiges Publikum haben auf der einen Seite. Auf der anderen Seite natürlich auch die Verantwortung dafür tragen, dass das Geld nicht weniger wird beim (?Umzug). Und jetzt haben wir gerade eine Krisenzeit, wo sich, glaube ich, ganz viele auf eure Werte stürzen. Macht sich das im Moment bemerkbar? 

B1: Ja. Also wir werden wahrscheinlich, was den Anlagebereich angeht, dieses Jahr das beste Geschäftsjahr unserer rund 30-jährigen Bestehens in dem Konzern haben, was Anlagediamanten angeht. Wir können für unseren Teil sagen, dass wir aktuell noch lieferfähig sind. Allerdings ist es so, dass die Diamanten natürlich überwiegend in Indien geschliffen werden. Und ganz Indien befindet sich momentan auch im Lockdown. Das heißt, wir wissen nicht, wie lange wir noch Ware bekommen. Aber noch können wir unsere Kunden bedienen und es entweder hier in Deutschland ausliefern oder aber auf Wunsch in ein zollfreies Lager in der Schweiz einlagern. 

I2: Heißt das aber auch, dass der Preis jetzt in der gleichen Geschwindigkeit gestiegen ist, wenn die Ware knapp wird?

B1: Nein. Wir haben uns im Diamantgroßhandel darauf geeinigt, die Preise von vor Corona einzufrieren. Wir halten uns alle daran. Unsere Preisliste für April und für Mai waren also auch vorher schon gemacht. Und die Kunden konnten das vergleichen. Wir bringen unsere Preislisten monatlich raus. Wir haben unsere Preisliste von vor Corona gehalten und beliefern unsere Kunden genau zu den Preisen. In anderen Branchen sind die Spreads auseinandergegangen in der Situation. Aber bei uns-. Wir versuchen einfach keine Kriegsgewinner zu sein in der Situation. 

I2: Okay. Und was heißt das jetzt für den Kunden, wenn er jetzt keine Ware bekommt?

B1: Wenn er keine Ware bekommt, kann er sie trotzdem bestellen. Er kann sie bezahlen. Und das Geld liegt auf unseren Schweizer Konten. Und wir können dann, sobald die Ware eingetroffen ist-. Die kommt dann per … #00:22:11# in Zürich Knoten an, am Flughafen. Und dann wird die Ware sofort ausgeliefert. 

I2: Okay. Danke schön. Wie ist das bei den Edelmetallen? Da habe ich vorhin auch schon so zwischen Tür und Angel gehört, dass es Zuwächse gibt der Nachfragen vor allen Dingen? 

B2: Ja gut, ich meine, es ging ja auch durch die Presse durch. Wir haben ja gehört dann im März, dass dann ganze Händlerketten geschlossen waren komplett. Das heißt also, viele Leute wollten gerne kaufen, aber keine Chance mehr für sie an Waren zu kommen, weil die Geschäfte geschlossen waren. Wir hatten Gott sei Dank frühzeitig vorausgedacht und hatten dann zusätzliche Warenmengen vorgeordert. Das heißt wir sind Stand heute noch immer lieferbar. Das heißt also, viele, viele haben sich gewundert, warum das noch geht. Aber wenn man halt so lange im Geschäft ist wie wir, dann hat man auch ein bisschen Erfahrung. Und kann ein bisschen, ohne Corona zwar, aber alle anderen (?Farben) haben wir auch schon gehabt. Und das haben wir natürlich berücksichtigt. Und es ist natürlich für die Leute angenehm, dass heute Geld überweisen und morgen Eigentümer sind von Ware. Das macht natürlich eine wunderbare, tolle Situation. Was sich natürlich auch in der Bilanz niederschlägt, die Umsätze. Das ist ganz klar, dass da eine Sondersituation ist in einem Ausmaß, wie man es sich auch gar nicht vorstellen kann. Aber man versteht, dass immer mehr Bürger immer mehr (?lesen). Und wenn schon mit einer Scheubrille. Auf NTV als (?Titelrand). (?Wer vertraut) die Situation Euro Fragezeichen. Und da denke ich immer, und das ist jetzt am 8. Mai gewesen, also erst vor ein paar Tagen. Dann denke ich immer: „Mein Gott, wenn solche Personen, die so lange im Geschäft sind und Bundesfinanzminister waren, solche Äußerungen machen, das machen die nicht, weil es gerade Fasching ist.“. 

I2: Das sind natürlich Verkaufsförderer für die Branchen. Wie ist das beim Wein?

B3: Ja, beim Wein muss man natürlich wissen, dass jedes Investment, zumindest da, wo man etwas neu anfängt, einen Mehrjahreszyklus hat. Also völlig nachvollziehbar. Wenn ich beispielsweise ein Weingut zum 1. Januar übernehme, keine Altbestände übernehme, dann finanziere ich ja erstmal einige Lesen vor. Also bis ich einen Wein in der Flasche und dann im Glas habe, möglichst auch trinkreif in der Flasche, da vergehen eigentlich drei Jahre. Drei Jahre, wo ich jeden Monat Vorkosten natürlich abdecken muss, weil ich den Weinberg bewirtschaften muss. Sodass das halt im Grundsatz halt schon ein Sachwert ist, der eine gewissen Vorinvestition benötigt, auch natürlich mit einer gewissen Unsicherheit versehen. Jetzt haben wir gerade vor ein paar Tagen die Eisheiligen gehabt. Das hat mich auch persönlich mit meinem Wein getroffen, weil wir natürlich Ertragsausfälle haben werden. Weil eine Nacht mit Frost ein Wachstum, was klimabedingt schneller ist als wir das aus der Vergangenheit kennen-. Und da muss man halt dann wieder so aufgestellt sein, dass man in dem Zyklus einen Schnitt verschiedener-. Oder zumindest in vier, fünf, sechs Jahren das Ganze betrachtet. Auf der anderen Seite fiel ja gerade das Wort Vertrauen. Ich glaube, dass die nächste Währung, mit der wir uns beschäftigen müssen, Vertrauen heißen wird. Weil das Ende von Corona doch heißt: Wir haben jetzt erlebt, wie viele global aufgestellte Unternehmen nach zwei Wochen unter den Rettungsschirm schlüpfen mussten, von denen man nie angenommen hätte-. Also zumindest in dem (?Satz), wenn man viel Wirtschaftspresse liest, sich die einschlägigen Managermagazine, Handelsblatt, FAZ und Süddeutsche und was einem vielleicht da so einfällt. Man doch nie geglaubt hätte, dass mancher globaler Großkonzern, der vor ein paar Wochen noch tolle Gewinne verkündet hat, plötzlich unter den Staatsschirm schlüpfen möchte. Und ich rede da nicht von der Lufthansa, die halt-. … #00:25:56# Nicht von der Deutschen Bahn, die, weil Beschränkungen gelten, nicht transportieren kann. Natürlich gilt das auch für global aufgestellte Konsumgüteranbieter, wo man aber sich vielleicht denken müsste-. Ja, deren Vertriebsstruktur, also produzieren tun sie im (?Inland) ja nichts mehr. Deren Vertriebsstruktur müsste vielleicht auch über das Internet funktionieren. Tut es aber scheinbar nicht. Da sind halt noch viele Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte im Moment sehr klar erkennbar. Und da ist mir dann auch eigentlich so ein Investment wie ein Wein, der natürlich zwar auch eine (?Strukturveränderung), weil wir immer weniger Betriebe haben-. Wie bei Bäckern, Fleischern auch. Die Wein herstellen, weil sich das ökonomisch als reiner Traubenhersteller oder Weinhersteller, der das nicht als Marke vermarkten kann, es ganz schwierig ist, damit Geld zu verdienen. Weil der Fassweinpreis viel, viel niedriger ist als das, was eine Literflasche Wein … #00:26:47# Und da muss man natürlich auch sehr viel Insiderwissen haben, weil man ja die Vermarktungskette rechtfertigen können muss, auch dem Investor gegenüber. Auf der anderen Seite, was ja meine Grundüberzeugung ist. Wir bündeln jetzt mehrere Weingüter, haben dadurch Synergien im Vertrieb, weil natürlich ein interessierter Weinliebhaber nicht nur Pfälzer Wein trinkt oder badischen, sondern auch Frankenwein oder welchen von der Mosel. Also da ergeben sich gewissen Synergien. Wo man dann auch wieder einen Sachwert zu einem Mehrwert generieren kann, weil man eben im Verbund leistungsstärker ist. Weil man da logischerweise auch ein bisschen Kosten einsparen kann … #00:27:28#

I2: Heißt das denn auch, dass die Ernte für dieses Jahr auch, neben den Eisheiligen, die wir mal wieder hatten-. Also da hätte man ja schon fast annehmen können, die Klimaveränderung ist wieder ein bisschen zurückgegangen, dass wir die Eisheiligen wieder so erleben dürfen. Jetzt hören wir aber gerade, dass es ja durchaus einen Nachteil hat, weil es eigentlich früher schon warm war. Insofern hat es einen viel größeren Schaden angerichtet. Aber da geht es ja auch um Ernte und die ist ja auch mit Menschen verbunden. Wird das auch ein Problem in diesem Jahr dann?

B3: Das hat natürlich in der Landwirtschaft schon Probleme. Auf der anderen Seite muss man da wieder sagen-. Wir müssen ja differenzieren zwischen Steillagenbewirtschaftung, wo sehr viel händisches Arbeiten nötig ist. Auf der anderen Seite ist die Technik der Volllesemaschinen heute eigentlich so gut entwickelt, dass ich nicht glaube, dass wir als Normalverbraucher einen Geschmacksunterschied wirklich groß feststellen. … #00:28:21# Ob das jetzt eine Hand- oder eine Maschinenlese ist. Also da ist der technische Fortschritt schon auch so ausgeprägt, dass ich auch bei ganz vielen namhaften Weingütern nicht mehr erkenne, dass da eine reine Handlese passiert. Weil ich wohne ja selber jetzt in der Pfalz und gucke in die Weinberge. Und kann da ja auch in der Lese sehr viel verfolgen. Und müssen wir uns halt auch drüber im Klaren sein. Klar wird wie überall viel Markenbotschaft vermitteln. Da ist auch nicht unbedingt immer alles so wahr, wie es uns versucht wird zu (?simulieren). Auch logisch. Auf der anderen Seite gibt es eben die technische Entwicklung, die in der Produktqualität … #00:29:05#

I2: Jetzt hast du das Stichwort Vertrauen genannt. Vertrauen und Verantwortung gehen ja so im Einklang miteinander umher. Was muss der Bürger jetzt machen? Oder wo ist das Vertrauen jetzt notwendig? Wo brauchen wir mehr? Wo müssen wir ansetzen?

B3: Also ich-. Der David hat ja vorhin gesagt Betreiber der Arminius Markthalle, ich bin ja sogar der Eigentümer, also Eigentümer, aber ich betreibe sie auch. Und ich praktiziere hier eine sehr familiäre Struktur mit meinen Mietern. Wir haben hier rund 70 Mieter. Das sind die kleinen Künstler, die haben drüben ihr Atelier. Das sind auch Kellermieter, die halt da Dinge einlagern. Das sind Gastronomen oder Mischformen. Wir haben ja hier alle Produkte des täglichen Bedarfs, die noch, sagen wir mal, perspektivisch eine Überlebenschance haben in einer kleinteiligen Nutzung. Warum es nicht mehr so viele Marktstrukturen gibt, das haben wir als Bürger oder als Verbraucher selber entschieden. Weil wir halt zu einem (?Vollsortiment) im Regelfall gehen. Und ein Markt vielleicht als eine ganz nette kulturelle Entertainmentveranstaltung sehen, aber nicht als den Ort des täglichen Bedarfs denken. Und deswegen funktioniert auch so eine historische alte Markthalle, die gibt es ja seit 1891-. Die war übrigens auch nie geschlossen, außer im Krieg vielleicht mal ein paar Tage. Funktioniert die Struktur heute deswegen, weil der eine dem anderen vertrauen kann. Der Mieter kann mir als Vermieter vertrauen und es entwickeln sich Strukturen untereinander, wie gerade in der Coronakrise, wo wir ja einen Shutdown hatten, weil die ganzen Läden ja schließen mussten, dazu geführt haben, dass man sich untereinander geholfen hat. Man hat so eine Art Schwarmintelligenz entwickelt. Also man hat sich vertraut. Man hat (?Insider) Informationen ausgetauscht und die Leute, auch die, die nicht so versiert waren, waren in der Lage öffentliche Förderungen hinzubekommen. Weil sie wussten, wie sie die Anträge ausfüllen mussten, was ja nicht jedem in die Wiege gelegt ist. Und auch durch die Kleinteiligkeit und die Nähe zum Verbraucher entsteht natürlich auch mehr Informationsfluss. Also derjenige, der hier Käse anbietet, kann natürlich dem Verbraucher auch viel, viel mehr Informationen auch über die Herkunft des Käses geben. Und damit kommt er von einer anonymen Industrieware zu so einem individuellen Produkt. Da ist sogar so weit, dass der aus (?Pressbach), aus meinem Weingut, Käse einlegt oder jetzt Weinblätter bekommt, um halt Käse in Weinblätter einzulegen. Und das ist für mich eigentlich eine nachvollziehbare Form von Vertrauensdialog bis zum Verbraucher. Weil der kann ja die ganze Produktionsstrecke jetzt nachvollziehen. Der weiß, das Blatt kommt aus dem Weinberg (?Zeiler) Mönchshang. Urkundlich der älteste Weinberg der Welt, also (?Kaiser Heydrich) hatte ich vorhin genannt. Das fing ja nach den Römern nochmal quasi die Rekultivierung im Mittelalter des Weinbaus in Deutschland an durch unter anderem halt die Ottonen und dann später halt die Klöster, die das halt dann auch im 17. Jahrhundert wieder weitergepflegt, Neuerungen eingeführt haben, neue Rebsorten, die auch den klimatischen Gegebenheiten zurechtkommen, eingeführt haben. Und das ist ja alles nachprüfbar. Also da ist Verfahrenswissen da. Da hat man eine ganz nachprüfbare Historie. Das kann man heute im Dialog, auch mit Nutzung der digitalen Möglichkeiten, wunderbar weiter … #00:32:24#

I2: Das heißt wir erleben jetzt gerade stellenweise oder generell eine Renaissance?

B3: Ja. Es muss ja-. Wir wissen alle, das Rückholen gewisser Fertigungsstrukturen in die Regionen, weil wir uns auf globale Ketten nicht verlassen können. Wir müssen (?nicht) dieses Thema Mundschutz thematisieren, wo eine Form von Investkapitalismus entstanden. Also Lieferbeziehungen werden gebrochen. Also man hatte zwar Verträge, aber es kam ein anderer, der zehn Cent oder einen Euro mehr geboten hat. Und dann ging die Ware woanders hin. Das hat ja nichts mit Vertrauenswirtschaft zu tun. Und wir müssen aber Vertrauenswirtschaft wiederfinden, weil das ist ja der einzige Ausweg in eine nachhaltige Entwicklung, wo wir nicht uns darauf verlassen müssen, dass irgendjemand anderes aus anderen Kulturkreisen fair mit uns umgehen. Wir müssen übrigens auch alle akzeptieren, dass wir auch nicht immer fair mit allen umgegangen sind. Also Deutschland hat ja auch da, die europäischen Länder Richtung dieser Länder eine Historie, was Kolonialismus oder was uns da alles zu einfällt. Aber da wird sich jetzt vieles ändern, ganz sicher.

I2: Was wird sich auch deiner Sicht ändern? Gibt es eine Renaissance der Werte? Wir haben ein Thema genannt, das ist für heute Werte. Nicht nur des Lebens, sondern auch der Wirtschaft. Wir hören schon ein bisschen was darüber. Was gibt es aus deiner Sicht dazu?

B2: Gut, man sieht ja, dass dieses Vertrauen schwindet, vor allem in der Bankenwelt. Das Vertrauen in die Banken hat ja Leman Brothers vor zehn, zwölf Jahren da schon mal eine Herausforderung hatte. Und viele haben ja damals dem Euro noch stark vertraut, aber der Bank nicht mehr, weil wenn Dynamik entsteht und eine Bank geht pleite, entstehen würde, hat man ja damals schon gesagt: da gebe ich lieber mein Geld bei der Bank ab und lege mir ins Schließfach oder wo auch immer hin. Und man hat ja auch in Berlin etwas Besonderes erlebt. Dass man auch mal eine Bank (?Tunnel) Bohrungen neun Monate erreicht hatte erreicht hatte im (?Glücksfall). Und dann halt an den Wochenenden mal geguckt, was in den Schließfächern der Kunden ist. Interessant, dass man dann natürlich-. Ist als Bank auch klar, kann man ja nicht anders. Man weiß auch gar nicht, was die Leute in den Schließfächern haben. Ob dann, was Entschädigungen betrifft, dann zurückgehalten wird. Das war dann halt die Normalsituation. Aber in dem Gesamtbild hat sich dann neben dem, dass dieses Vertrauen zu den Banken jetzt wieder sich normalisiert hat, in der Zwischenzeit wieder stark zurückgeht. Man weiß ja auch: Wenn jetzt diese ganze Welle, was auf uns zukommt-. Dass da viele der Kredite, die da ausgegeben wurden, werden ja an die Banken gar nicht zurückgezahlt werden können. Dann stellt sich die nächste Frage. Wenn jetzt die Bankensituation ins Schwanken gerät und Kunden das frühzeitig erkennen, sind sie dann so solidarisch und lassen ihr Geld trotzdem bei der Bank liegen? Oder nimmt der ein oder andere es schon runter? Und sagt, wenn es den Banken schlechtgeht, dann ist es besser, das habe ich noch. Die nächste Frage, die sich dann stellt, ist: Wie sieht es mit den Währungen aus? Wir werden in Europa immer wieder gefragt, welche Haftungen übernehmen wir als Deutschland für europäische Bonds? Das haben wir ja ganz klar abgelehnt. Jetzt haben wir ja Gott sei Dank ein europäisches Bonds-Gespräch, jetzt haben wir Corona Bonds-Gespräch für ganz Europa. Ist ein ganz anderer Titel. Eine ganz andere Basis. Und da kommt natürlich diese Situation für die Kunden wieder ins Gespräch. Was wird dann passieren, wenn? Der ein oder andere wird Entscheidungen treffen und frühzeitig treffen. Und alle die, die das treffen, fragen sich: Was mache ich dann mit meinem Geld? Wo gehe ich denn hin? Gehe ich in Wein, gehe ich in Diamanten … #00:35:57# Einfach die Entscheidung treffen. Oder, was man auch die letzten Monate gesehen hat-. Man hat ja auch viel in Immobilien investiert in den letzten zehn Jahren. Preise vor zehn Jahren und die Preise von heute sind ganz anders. Die nächste Frage, die sich stellt, ist: Wenn Berlin sagt-. Was machen wir mit Lastenausgleich? Bringen wir wieder eine Idee rein, die wir schon mal hatten, die auch schon vollzogen worden ist? Was kann derjenige tun, der so eine Immobilie hat? (?Eingetragen). Akzeptieren. Und da kommt eine (?Situation) zur anderen dazu. Bitte.

I1: Es gab bei Sigmar Gabriel in einem Interview mit Herrn (?Mosbach) zusammen, was er hält. Das Thema Lastenausgleichsgesetz das (?beschlossen) wurde, damals wo die Schlesienvertriebenen nach Deutschland kamen und (?hofiert) wurden. Beziehungsweise in die Bevölkerung oder in das Land wieder aufgenommen werden mussten. Das Thema (?verkeilt) also auf einem Gesetz von 1949 eventuell zurück. Und man vergleich die heutige Ausganssituation mit der damaligen Notsituation. Wenn man alleine schon darüber spricht, heißt das: Man fasst es ins Auge, es ist nicht mehr so weit weg. Und wir haben das gemerkt an der Reaktion. Ich habe mal ganz kurz das Thema Lastenausgleichsgesetz überhaupt nur im Video angesprochen beziehungsweise mal die Zuschauer gebeten, es zu googeln und mal zu lesen, was sich damit verbindet. Und wir haben eine immens große Zahl von Menschen gehabt, die sich mit dem Thema beschäftigt haben. Und ich glaube auch, dass etwas dahinterliegt und das ist das Thema Angst. Angst ist mitunter ein Treiber dafür, darum sich Menschen Gedanken machen. Und die Antwort auf Angst kann Vertrauen sein. Es gibt immer einen Pol in die eine Richtung und einen Pol in die andere Richtung. Vertrauen ist-. Wenn Vertrauen die neue Währung ist, auch die einzige Chance, dass so eine Krisensituation für irgendetwas auch wieder gut ist. Weil wenn man nicht mit einer positiven Energie hervorgeht und sagt: „Alles wird wieder gut.“. Oder alles besinnt sich auf das Thema Vertrauen. Dann hat man kein Ergebnis. Dann hat man nur etwas verbrannt. Hier stellte sich vorhin noch eine ganz tolle Frage, die ich (?unterstellen) muss. Weil ich habe den 15 Kilogramm Barren gehalten. Ein Diamant selber ist sehr viel kleiner. Ich kann also eigentlich in meinem Wert, wenn ich es mit Geld vergleiche, ein kleines haptisches Produkt vergleichsweise leicht zu transportieren im Verhältnis zu diesem Gewicht, oder?

B1: Da kommen wir gleich drauf zurück. Mich würde selbst interessieren, was ist denn dieser Barren jetzt wert. Und dann könnte ich ruhig mal sagen, was ist das denn in Diamanten ungefähr. Aber ich wollte ganz kurz noch drauf zurückkommen auf das Thema Vertrauen. Vertrauen ist im Diamanthandel die alles entscheidende Währung. Wer nicht das uneingeschränkte Vertrauen seiner Kollegen weltweit genießt, ist draußen aus dem Diamanthandel. Wir haben uns (?Morgenrot) gefragt: Wie schaffen wir es, dieses Vertrauen, das im Diamanthandel herrscht, auf diese vielen privaten Kunden zu übertragen, dass die uns auch vertrauen. Und unsere Lösung momentan-. Weil für mich ist es ganz wichtig-. Die Leute brauchen in dieser Situation Lösungen. Sie brauchen nicht nur Probleme und Fragen, sie brauchen Lösungen. Und unsere Lösung darauf ist, dass wir die Wertstabilität und die gute Wertentwicklung von den Diamanten, die Diamanten nachweislich seit vielen Jahrzehnten haben, zumindest in der Spitzenqualität, in der (?hohen) Qualität. Dass wir diese kombinieren mit der Transaktionsgeschwindigkeit und der Transaktionssicherheit der Blockchain Technologie und wir damit quasi eine perfekte Anlage und perfekte Ersatzwährung vielleicht auch bekommen für post Corona Zeiten. Das ist unser Angebot an unsere Kundinnen und Kunden. Wenn man (?Morgenrot) Diamonds aufruft, kann man sich direkt Informationen dazu bestellen per Newsletter. Und jetzt komme ich gerne mal auf deine Frage zurück.

I2: Jetzt muss ich dazwischen fragen, Entschuldigung. Wenn wir jetzt Blockchain hören, dann gibt es bestimmt ganz viele Zuschauer und Zuhörer, die sagen: Blockchain weiß ich jetzt noch nicht so. Habe ich zwar schon mal mit einer Kryptowährung irgendwie in Verbindung gebracht, aber vielleicht-. Ich weiß, es ist nicht ganz einfach zu erklären, aber-.

B1: Es ist einfach zu erklären, wenn man weiß, wie es funktioniert. Letztendlich ist es einfach so, dass die Blockchain-. Also Chain kommt vom Englischen, Kette. Und dort werden alle Transaktionen, die in diesem System laufen, aufgezeichnet und dokumentiert. Und sie können auch nicht rückwirkend wieder verfälscht. Das heißt, es ist ein lückenloser, transparenter Informationsfluss, der durch diese Technologie gewährleistet wird. So, und jetzt kann man also ganz genau nachvollziehen, welcher Wert ist denn von A nach B übertragen worden. Und es gibt Regierungen, die arbeiten mit dieser Technologie schon, um zum Beispiel zu beurkunden. Um zu sagen, ja, mit diesem Code ist beurkundet, dass die Immobilie von A nach B übertragen wurde. Und genauso kann man das auch mit Diamanten machen. 

I2: Das heißt vom Abbau des Diamanten als Rohstoff bis hin zum Verkauf ist alles protokolliert in der Blockchain.

B1: Richtig. Ganz genau. Überwiegend machen wir das jetzt schon im Großhandel. Bei der Einfuhr von Diamanten nach Europa ist seit 2002 verboten, wenn da keine Zertifikate existieren. Also es wird alles schon sehr genau dokumentiert. Die Frage ist nur, kann man es nicht noch transparenter machen, damit es auch die privaten Kunden nachvollziehen können, was da funktioniert? Und das geht mit der Blockchain Technologie sehr, sehr gut. Und damit können wir Vertrauen schaffen in der breiten Masse. Und daran arbeiten wir gerade mit Hochdruck. So, und jetzt aber zurück zu deiner Frage. Nochmal.

I1: Genau. Die Fragen mit den Werten, da gehen wir drauf ein. Weil wenn wir jetzt das Thema Verantwortung haben und das Thema Vertrauen. Bleiben wir jetzt mal bei der Währung, weil das schließt alle irgendwo ein Stück weit mit ein und lüften dann das Geheimnis. … #00:41:49# Aber ich habe mir gedacht, nein, das überlasse ich dann demjenigen-. Die damit arbeiten. Wenn Angst der Schlüssel ist, warum sich Leute momentan in Werte flüchten, ist das Thema trotzdem Vertrauen und Verantwortung, was schon vorher da war. Das Thema Wein, das ist eine Geschichte, die geht über-. Sagen wir mal wirklich über Jahrhunderte zurück. Das Thema Edelmetalle ist so alt wie der Mensch selber auf dem Planeten. Also es war vorher schon da, aber es wird auch danach noch da sein. Es ist nicht künstlich reproduzierbar. Es ist vorhandene Menge auf dem Planeten und die steht allen zur Verfügung. Und je nach unterschiedlichen Zeitpunkten wird mit diesen Metallen gehandelt oder gearbeitet. Und bei Diamanten ist es gleich. Die Begehrlichkeit das eine, das Vorhandensein das andere. Das heißt, das Urvertrauen und die Ehrlichkeit des Produktes ist vorhanden. Wenn wir es jetzt mit dem Thema Verantwortung (?belegt) wird, dann ist es die Frage. Wer arbeitet mit echten Werten und wer verpackt seine Produkte in die Hülle von Werten? Denn Geld ist nichts anderes als bedrucktes Papier. Das ist eine Unterschrift der Gegenwert. Nichts anderes. Als Vertrauen in die Politik, in denjenigen, der unterschrieben hat. Das kann heute so sein und morgen ganz anders sein. Wenn die Menschen, die jetzt vor der Krise-. Und ich sage mal Corona ist nichts anderes als eine Überlagerung über die eigentliche Krise, in der wir uns befinden, ob wirtschaftlich oder finanziell. Ist auch hausgemacht, die gab es auch schon vor Corona. Und die Warnungen davor auch. Als ich in den 80er Jahren mich mit dem Thema Werte auseinandergesetzt habe, da haben die Menschen, die an erster Stelle das Wort Renditezuwachs, Wertzuwachs genannt für sie als Interesse, um aus einem-. Damals war es kein Euro, es war noch wirklich die D-Mark, es war noch wirklich die alte D-Mark auch. Aus meiner Mark zwei macht. Heute, wenn sie mit Menschen sprechen, hören sie: Ich bin jetzt schon froh, wenn ich morgen noch das besitze, was ich heute in die Schale gelegt habe. Das Thema Sicherheit spielt eine viel größere Rolle. Und jetzt kommt der dritte Aspekt hinzu. Die Umstände. Das ist das Thema Angst. Angst, dass die Umstände und die Werte von heute auch morgen von Wert sind. Und ich glaube, ein gutes Glas Wein ist heute so wertvoll wie morgen. Und es war damals schon wertvoll. Gold-. Wenn sie einer Person heute ein Stück Schmuck schenken und das aus echtem Gold ist-. Und dann ist es egal, zu welchem Zeitpunkt sie die Schmuckschatulle aufmachen, dieser Wert wird immer diesen zauberhaften Glanz in den Augen der Menschen hervorrufen. Weil die Begehrlichkeit und Wertigkeit immer in Verbindung stehen mit dem Erlebnis des in der Hand halten. Das kann eine Kopie eines-. Ich sage es mal, bei Diamanten ist es vielleicht ein (?Blasloch). Was in der Schmuckindustrie ein Stück weit das herstellen kann oder unechte Edelsteine oder künstlich hergestellte Diamanten gibt es auch schon. Kann das nicht ersetzen. Und wenn man etwas nicht ersetzen kann, dann ist das Vertrauen die Basis dessen, wenn wir von echten Werten sprechen, auch diese Werte in physischer Form … #00:44:58# Jetzt weiß ich aber, dass wenn wenig begrenztes Material zur Verfügung steht, ein großer Teil von Menschen es aber besitzen möchte, es in Produkte verpackt wird, die nicht hinterlegt sind mit dem jeweiligen Wert. Bei Wein ist das sicherlich nicht anders und auch bei Anlagen in Produkte auch nicht anders und bei Diamanten auch. Das heißt der Produzent, der das Produkt, gibt es in der Regel auch in den Vertrieb. In Hände anderer, die damit arbeiten. Ich weiß also bei euch, entweder ist es die Schmuckindustrie ein großer Abnehmer von Diamanten, weil man natürlich damit die Sichtbarkeit des Diamanten in Verbindung bringt. Aber es sind auch Banken, die mitunter Geld parken, um letztendlich die Wertigkeit mit einem Eigenkapital zu schützen. Bei Gold und Silber nicht anders. Wir hören es ja auch immer vom Staatsgold. Da sind alle Staaten. Und eigentlich der größte Besitzer ist inzwischen China auf dem Markt. Und mit Gold wird ja auch … #00:45:55# Auch Russland. Aber auch die amerikanische Notenbank hatte mal oder hat immer noch Gold im Keller. Wir wissen das nicht ganz genau. Da wollen wir nicht ganz genau drauf eingehen. Und bei Werten wissen wir bei Wein auch. Wenn ich in meinen Weinkeller gehe, ist der Wein entweder da oder er ist ausgetrunken. Dazwischen gibt es glaube ich nichts. Wenn jetzt Angst dazu kommt. Und ich glaube das ist etwas-. Die Menschen sitzen vor dem Bildschirm und sagen sich: Okay, die Welt von morgen wird nie wieder die sein von gestern. Die Werte bleiben. Wie kann man einem Menschen die Angst nehmen und mit den Werten etwas Hoffnung machen, dass sich die … #00:46:34# Da wäre meine Frage mal, wie soll das vonstattengehen? Gehe ich jetzt morgen auf die Bank und sage: „Geld ist nur Vertrauen, ich möchte echte Werte.“. Oder welchen Weg suche ich mir?

B2: Also man muss erstmal wissen, welche Geldmenge ist denn überhaupt auf dem Markt. Also das sind die (?Spartenkarten), das sind die Aktienbesitzer, das sind die Anleihen, das sind die (?Frischfonds). Alles, was da so da ist. Vom Volumen her reden wir einfach mal von einer großen Kugel. Und wenn dann diese große Kugel versuchen würde in Edelmetall zu switchen oder auch in Diamanten, dann stellt man fest: Da könnte ein kleines Kügelchen-. Hat die Chance zu tauschen. Und dann haben Leute wenigstens die Chance zu sagen, dann kaufe ich mir einfach mal ein paar (?Derimate) oder kaufe mir bei der (?Comis) ein paar Zertifikate. Und die denken dann ein Stück Papier gleich physische Ware. Weit gefehlt. Also ein praktisches Beispiel. Als ich noch ein Kleinkind war, bei meinem Kindergarten haben wir so ein Spiel gehabt. Die Reise nach Jerusalem. Da spielt eine tolle Musik und man läuft um die paar Stühle rum und stellen fest: 28 Kinder laufen um 27 Stühle. Dann hört die Musik auf. 27 Kinder setzen sich hin. Einer halt nicht, der hat halt das Glück gehabt, der darf zuschauen. Die neue Variante im Edelmetallsektor heißt: Es wird 84 Mal so viel Papier gehandelt wie physisch vorhanden ist. Dann rennen 84 um einen Stuhl. Und wenn der eine sitzt, denken die anderen 83: „An für sich wollte ich auch physische Ware haben.“. Und wenn die dann auf die Idee kommen zu sagen, wir wollen Auslieferung, dann weiß ich, was passiert. 

I1: Bei Wein ungefähr so ähnlich. Weil wenn ich heute sage, ich möchte einen guten Wein. Ich kann das Versprechen, dass der nächstes Jahr auch wieder hergestellt wird. Also wir haben … #00:48:32# Es gibt kein Versprechen darauf, dass es morgen wieder dasselbe ist wie heute. Sondern nur das Vorhandene ist letztendlich das fertige Produkt, was man in den Händen trägt, auf das man zurückgreifen kann. 

B3: Also dass wir über das Morgen kein Wissen haben, das ist ja ganz gut so und sehr löblich und tröstend eigentlich noch. Also manches wollen wir jetzt noch gar nicht wissen. Also wenn wir jetzt schon wüssten, wann wir von dieser schönen Welt abtreten müssen, dann hätten wir ein weniger schönes Leben, bin ich mir sehr sicher, als wenn man mit viel Vertrauen auf das Morgen guckt. Aber bei Wein ist es ja wie folgt. Also wir haben klimatische und bodenbezogene Voraussetzungen, die halt Weinbau möglich machen oder nicht möglich machen. Natürlich gibt weltweit neue Weinbauländer. Die wenigsten wissen hier, dass China, der zweitgrößte Weintraubenproduzent der Welt mittlerweile ist. Und wir können davon ausgehen, dass da auch vieles sehr systematisch betrieben wird. Also sprich man hat nicht Wein dort angebaut, wo man mal einen Versuch startet, sondern man hat sich halt Böden, klimatischen Gegebenheiten und so weiter beschäftigt. Was wir aber natürlich historisch sehen können, dass beispielsweise der Weinbau in Deutschland ein Produkt der ersten Kultivierung der Römer ist, die ja über die Mosel von der Rhone kommend Deutschland oder Germanien in dem Bereich bis zum Rhein zumindest ja sich Untertanen gemacht haben. Und als einen der positiven Effekte den Weinanbau mitgebracht haben. Und wir können feststellen, dass auch vor über 100 Jahren die Steuersysteme auf der Ertragskraft oder auf der Qualität von Böden-. Die Preußen waren da große Meister drin. Die haben Ende des 19. Jahrhunderts, als die Mosel preußisch war, wo das Rheinland zu Preußen gehörte, aus steuerlichen Gründe Kataster angelegt, die schon die besten Weinberge quasi katalogisierten. Und das ist heute immer noch eine-. Da hat sich nicht viel geändert. Also die teuersten Weine, Versteigerungsweine beispielsweise von der Mosel, kommen eben genau aus diesen Lagen immer noch. Und sie erleben eine Renaissance, weil aus gewissen Phasen, wie bei uns in Deutschland mit der Geschichtshistorie Zweiter Weltkrieg zu tun hat-. Da hat ja Deutschland sich quasi seiner Vertriebsstrukturen entledigt. Weil der Weinhandel war eben sehr jüdisch strukturiert, wie vieles andere auch. Da gab es weltweite Verbindungen. Und das war ja völlig nachvollziehbar, dass da in einer Religionsgemeinschaft, mit der man so brutal umgegangen ist, wie wir das halt geschafft haben, nicht so viel Vertrauen in den deutschen Wein nachher vorhanden war. Und die Deutschen haben nach dem Krieg eher so das System gelebt: es musste viel sein und (?früh). Und so war der deutsche Wein. Das kann man auch technisch so über süße (?Säure) ja gestalten, dass ein trockener Wein nachher süß schmeckt. Und dann hat man eben aus dem Auge verloren, dass es eine andere Qualität gab. Und deswegen gab es erstmal Länder wie Frankreich, Italien, vielleicht Spanien noch, wo ganz andere Wertigkeit für deren Produkte entstanden ist. Wenn man mal in die Champagne guckt. Das hat man halt super gemanagt, dass eine Markenbezeichnung preislich sehr oben positioniert wird, obwohl, wenn wir Blindverkostung machen würden, zwischen einem champagnermethodeerzeugten deutschen Sekt und Champagner-. Da würden bei Verkosten sicher mancher deutscher Sekt besser abschneiden als sehr viele Champagnersorten. Das heißt, wir haben eine Grundlage einer qualitativen Wertigkeit. Und wir haben auch exzellente Ausbildungsstätten in Deutschland. Also die deutsche Weinausbildung an den Hochschulen oder an den Universitäten … #00:52:08# Die haben eine Ausstrahlung weltweit. Da gehen gerne auch Chinesen oder Südafrikaner, Australier nach (?Geisenheim), um dort zu studieren. Das kommt ja deswegen, weil wir halt ein gutes Ausbildungssystem haben in der universitären Ausbildung und Forschung. Und das ist eine gute Grundlage. Auch-. Wir sind ja auch Klimagewinner. Weil ich habe jetzt, obwohl ich schon 60 bin und mich, seit ich 15 bin, mit Wein intensiver beschäftige, in den letzten Jahren ja faktisch keine schlechten (?Jahre) mehr erlebt. Also wir sind-. Der Mittelmeerraum verliert seine Perspektive der Weinerzeugung. Es ist einfach viel zu warm. Das Wechselspiel-. Bei einer (?Rebart) die braucht viel Licht und warme Tage. Das ist in diesen Regionen faktisch nicht mehr gegeben durch die weltweite Klimaveränderung. Und die deutschen Lagen im Norden profitieren davon, weil wir einfach eine längere Reifephase haben, sprich unsere Weine werden länger bereift. Es gibt quasi keine sauren Jahrgänge mehr, die ich noch aus den 70er Jahren zum Beispiel kenne oder 80er Jahren, wo es wirklich Jahrgänge gab-. Der Wein schmeckte eher fast wie Essig, hatte keine natürliche Reifeprägung bekommen. Und deswegen bin ich davon überzeugt-. Es entwickelt sich-. Es ist eine strukturelle Entwicklung. Es gibt gewisse größere Entwicklungen, weil die ganz kleinen Nebenerwerbs (?-tätigen) eben aufgeben müssen. Es rechnet sich nicht Fasswein zu erzeugen. Auf der anderen Seite gibt es eben eine Grundlage mit erwiesenerweise guten Lagen und viel Knowhow, wo man ein wertiges Produkt auch zu vernünftigen Konditionen erstellen kann. Ich rede ja nicht von Hochpreiswaren, sondern ich rede von Brot- und Butterwein, wo sehr viele Menschen sich ohne weiteres für acht oder neun Euro eine sehr gute Flasche Wein leisten können. 

I1: Wobei auch da die Preise, die Welten auseinandergehen. Also wenn ich eine Hanglage habe, dann habe ich ein begrenztes Anbaugebiet. Und aus einer begrenzten Anbaufläche kommt natürlich auch ein begrenztes Produkt. 

B3: Ja, auf der anderen Seite-. Ich wohne ja in der Pfalz und die teuerste Weinlage ist das (?Forster Kirchenstück) dort. Da kriegst du unter 300, 400, 500 Euro für einen Quadratmeter keinen Weinberg. Und das sind Flachlagen. Also da reden wir nicht von Steillagen. Das ist auch in Burgund oder Bordeaux nicht anders. Da gibt es ja gar keine Hügel. Also Bordeaux ist eine flache Region oder mit leichten Hügeln eine Region um die (?Gironne) herum. Und da findet natürlich auch ein gewisser Wechsel statt, weil die Klimaerwärmung gewisse Südlagen, die mal die besten Lagen waren, eher wieder in den Schatten stellen. Und die Schattenlagen, die eben eine längere nicht von der Hitze geprägte Reife erreichen, kommen eigentlich in den Vorteil. Also da muss man dann ein bisschen sich auskennen, wie bei vielem. Wie bei Diamanten oder bei Gold oder-. Da ist sicher auch mancher schnell auf dem Holzweg, weil er dem falschen Menschen da Vertrauen schenkt. Und beim Wein ist das nicht anders. Da muss man schon ein Gefühl dafür haben, wo lohnt es sich, investiert zu sein? Oder wie kriegt man eine vernünftige Form zwischen Eigentum und partnerschaftlicher Entwicklung eines Weinguts hin? Das kann ja auch mal eine Rolle spielen. Man muss ja nicht alles selber machen. Es muss einem dort auch nicht alles gehören. Man muss in der Lage sein, ein sehr gutes Produkt nachhaltig herzustellen, was zwar jahrgangstypische Veränderungen hat. Ist ja logisch, weil wir kein Jahr mit dem anderen vergleichen können. Das ist ja auch das Spannende im Wein im Übrigen. Aber wo wir wissen Technik Knowhow und Lagenstruktur passen eben zusammen, damit man ein kontinuierlich gutes Produkt bekommt. 

I1: Absolut. Wollen wir das Geheimnis lüften? Die Frage haben wir ja-. Ich habe dazwischen gegrätscht vorhin. 15 Kilogramm Silber, gut gefrühstückt, leicht gehoben. 15 Kilogramm Silber gebunden in einem Barren. Von welchem Wert sprechen wir hier, wenn wir von (?echten) Werten sprechen? Ungefähr.

B2: Also wir haben ganz bewusst diese Größe gewählt, weil man könnte auch kleinere Einheiten nehmen, so wie zum Beispiel 100 Gramm. Da muss man natürlich 150 Mal 100 Gramm sich kaufen, dann hat man auch 15 Kilo. Man bezahlt aber auch dann 150 Mal den Arbeitsprozess. Und hier hat man halt den Arbeitsprozess auf einmal reduziert. Und hat natürlich dann dadurch einen Kostenvorteil. 

I1: Auch sehr handlich, also-.

B2: Handlich ist es sehr gut, vor allem wenn man zwei davon hat. Eine links und eine rechts und dann kann man damit Übungen machen

I2: Die Silberhantel.

B2: Und bei 15 Kilo ist das schon eine richtige Übung. Das ist immer wieder verwunderlich, wenn ich den auch mal einer netten Dame in die Hand gebe. Das betrachtet man so wie so ein kleines Stück Kuchen. Die Form passt ja bei manchen auch dazu. Man denkt, den nimmt man mal so kurz in die Hand. Und dann stockt das im Anheben, wie wenn es festgeschraubt wäre. 

I1: Das hat auch tolle Nebeneffekte. Silber ist desinfizierend. Das heißt, wir können uns überhaupt nicht mehr infizieren, wenn wir diesen Barren in der Hand hatten. Früher hat man deswegen auch noch Silberbesteck gehabt. Man hat auch die Silberlöffel mal in die Sektflasche oben reingemacht, damit das nicht (?übersauert) wird. Aber lüften wir das Geheimnis. Welcher Wert steckt, wenn wir das jetzt mal in Euro rechnen ungefähr mit unserer heutigen Währung vergleichbar-. Da müssen wir ja jeden Tag wieder neu drauf schauen. Aber ungefähr in diesen 15 Kilogramm Silber? 

B2: Das ist recht einfach. Das Gramm kostet heute etwa 50 Pfennige oder Cent in dem Fall jetzt. Und wenn ich dann 15000 davon habe, muss ich das multiplizieren. Dann kommst du auf 7500 Euro. Und dann habe ich da noch die Mehrwertsteuer dazu. 

I1: Ach, auch noch?

B2: Ja, und die Herstellung kostet auch noch etwas. Und da gibt es noch eine Marge beim Hersteller. Und dann gibt es noch einen Transport. Und das gehört alles dazu gerechnet. Und dann weiß man-.

I1: Also round about?

B2: Round about verkaufen es Händler heute draußen irgendwo für 10600. 

I1: Sagen wir mal 10000 Euro, je nachdem, wo man es kauft. Und wann man es kauft. Also nehmen wir mal eine Summe. 10000 lässt sich leichter rechnen jetzt ein Stück weit. 

I2: Jetzt sind wir sehr gespannt, wie groß die Diamanten-.

I1: Genau.

B2: Das war ja auch der Grund, warum man das Thema vorhin schon mal hörte mit der Zollfreilage. Wenn du es natürlich gerne (?stark), das (?Zollfreilage). Weil dann spart man sich die 19 Prozent Mehrwertsteuer.

I1: Oder man bekommt für das Geld eben 19 Prozent mehr Metall. Das ist der Unterschied. Also wenn man sagt, ich kaufe ein, ich bekomme mehr Ware für dasselbe Geld, als wenn ich sie direkt versteuere. Das ist der große Unterschied. 

B2: Wenn ich mir 149 Mal bei den 100 Gramm spare, anstatt nur einmal 150 Gramm Herstellung-. Das bedeutet, ich habe natürlich auch einen anderen Einkaufspreis. 

I1: Absolut. Jetzt haben wir es uns hier einfach gemacht. Wir reden in Kilogramm. Weil ich weiß, dass es im Edelmetallbereich natürlich auch noch eine andere Gewichtseinheit gibt mit der Unze. Da kommen wir später nochmal drauf. Aber die 15 Kilogramm Silber hier ungefähr round about 10000 Euro liegen auf meinem linken Bein. Ich möchte im Gegengewicht einen Diamanten auf das rechte legen. Würde ich den überhaupt spüren?

B1: Nein. Der hat nämlich 0,2 Gramm für 10000

I1: 0,2?

B1: 0,2 Gramm, das ist ein Karat, ein metrisches Karat. Und das ist ungefähr für einen Einkaräter. Also ein Einkaräter hat 0,2 Gramm. Die Einstiegsgröße für die Anlagequalität. (I1 sagt unverständlich etwas) So, und wenn man sich das jetzt mal ganz konkret vorstellt. Was sind 0,2 Gramm. Vielleicht kann die Kamera draufzoomen. Das ist genau das, was ich im Ohr habe. Oder der Zuschauer daheim kann sich das auch so angucken. Das ist meistens der Knopf von einem Kugelschreiber. Das ist ungefähr 0,2 Gramm oder ein Karat. Und das ist, sage ich mal, der große Vorteil bei Diamanten. Das ist das Material, mit dem man am meisten Wert auf kleinstmöglichem Raum speichern und damit eine der mobilsten Geldanlagen, die es überhaupt gibt. 

I1: Aber es liegt auch schon ein Stück weit in der Geschichte, dass Rohstoffe bei Diamanten brauchen Druck. Druck ist einer der Faktoren, der Diamanten erzeugt. Das ist ja gepresster Kohlenstoff. Das ist ja rein theoretisch also komprimiert. Es braucht Druck, es braucht Zeit, um mit dem Druck letztendlich dieses Produkt zu produzieren und es damit zu komprimieren. 

B1: Also mein Senior Partner sagt immer so nett: „Ja, ich bin Köhler.“. Da sage ich: „Wieso?“. Sagt er, ja er verkauft Kohlen. Es ist-. Im Grunde genommen sind Diamanten die reinste Form von Kohlenstoff. Es ist reiner Kohlenstoff in einer ganz besonderen atomaren Struktur, nämlich rein (?kubisch) ausgerichtet. Aber letztendlich ist es nichts anderes als das, ja. Die Eigenschaften, die Diamanten eben außen rum haben, dass sie zum Beispiel das am besten wärmeleitfähige Material der Welt sind. Das mit dem man am meisten Wert auf kleinstem Raum speichern kann oder auch ganz besondere Eigenschaften, die kein anderer Edelstein so hat. Das macht einen Diamanten dann erst begehrt. Ansonsten sprechen wir hier nur über Kohlenstoff. 

I1: Silber als nächstes Gold. Silber ist ein Industriemetall. Über 35000 Patente habe ich damals mal gelernt. Und ich glaube inzwischen sind noch ein paar dazu gekommen. Werden sicherlich noch ein paar mehr. Silber wird in der Regel verbraucht in der Industrie. Wir kennen das alle. Ohne Silber hätten wir weder ein Fahrzeug, das heute fährt, noch einen Computer oder ein Smartphone. Es wird also verbraucht. Es ist auch nicht zu 100 Prozent recyclebar, weil es wird in der Regel immer in eine Legierung verpackt. Das heißt nicht mehr in der reinen Form als Silber verwendet, sondern mit anderen Metallen in Verbindung gebracht. Unwiederbringlich ein Stück weit zerstört. Jetzt haben wir das, wenn man in die Wertigkeit der Edelmetalle geht, da gebe ich auch gleich mal wieder an Bernd, der sich auf … #01:01:40#. Komme ich mal auf das Thema. Was ist denn inzwischen mehr vorhanden auf dem Planeten, Silber oder Gold? Wir kennen es ja im Sport. Goldmedaille, das Hochwertige Platz eins. Gold ist wertiger als Silber. Haben wir alle so gelernt. Weil auf der Welt, sage ich mal, Gold seltener vorhanden ist. Ich glaube inzwischen ist auf dem Planeten physisch vorhanden mehr Gold als Silber.

B2: Also das besondere war: Gold war immer viel, viel teurer als Silber. Ob es jetzt aktuell 106 Mal so teuer ist wie Silber. Das wäre so dieses Ratio, was ich vorhin mal angesprochen hatte. Und dann hat, ob es jetzt 13 Mal oder 15 Mal so teuer ist-. Deshalb war immer der Grund-. Gold hat man schon immer frühzeitig recycelt. Und Silber hat oft den Preis so günstig gehabt, dass es nicht lohnenswert war, es zu recyceln. Also das ist ganz einfach. 

I1: Und das wird verdammt. Also es wird ja mitunter-. Kein Spiegel auf der Welt damals ohne Silber. Wenn ich jetzt weiß, ein Spiegelglas zerbricht, dann ist ja nur ein Mü Anteil auf dem Spiegel. Aber überall bei sieben Milliarden Menschen-. Jeder verwendet es. Die Mühe lohnt es nicht, sich wieder diesen kleinen Anteil rauszuholen, obwohl es in Massen verbraucht worden ist. Bei Gold sieht das schon ein Stück weit anders aus. Wir mussten mal-. Es gab diese-. Jetzt will ich gerade der Zeitschrift (?Lemgo). Aber man hat mal alles Gold der Welt zusammengetragen in einem Würfel und hat den mal vergleichsweise-. Ob Blattgold oder Schmuckgold oder eben auch gelagertes Gold genommen. Und die Kantenlänge des Würfels hat mich sehr erstaunt. Du kennst sie sicherlich auch. Hat sich nicht so viel geändert, obwohl wir jeden Tag neu schürfen. Aber wie groß ist denn Goldwürfel allen Goldes, was die Menschheit bisher aus dem Planeten geholt hat. 

B2: Also alles zusammengetragen würde einen Würfel geben von 21 Metern Kantenlänge. Das heißt, das ist 21 Meter lang. Ich habe so ein typisches-. Mein Haus hat 20 Meter Länge, leider nur zehn Meter Breite. Also das müsste doppelt so breit sein, dann würde das alles da reinpassen. Und das ist mal so das Bild, was ich mal so vor Augen hatte. Und mehr halt da nicht da, und zwar insgesamt in Tausenden von Jahren gefördert. Mit viel Aufwand betrieben worden. Und bei Silber also hat man das deutlich stärker gehabt. Aber was entscheidend ist: dadurch, dass Silber immer nicht recycelt wurde, hat man heute deutlich mehr physisches Gold verfügbar als Silber. Das ist der Wahnsinn pur. Unvorstellbar. Und heute Preise, wie man es sich gar nicht vorstellen kann. Weil wir haben heute durch dieses Verhältnis Gold Silber einen Einkaufspreis im Silber, der 5000 Jahre noch nie da war. 

I1: Aber selbst wenn ich das vergleiche, selbst wenn ich den (?Hebel) nehme Mal 13, käme ich-. Also die komprimierte Form von Diamanten-. Ist schon bemerkenswert, wie klein etwas sein kann und trotzdem wie wertvoll. Beim Wein, wenn ich es vergleiche, eure Werte-. Ihr habt ja auch verschiedene Bereiche. Das ist zum einen der Boden, es ist zum einen die Produktion, das Produkt, die Kulturlandschaft, die sich miteinander verbindet. Welchen Wert, wenn man es komprimierterweise nimmt-. Oder macht das Thema Vertrauen aus? Wie kann man das eigentlich in Werte oder in komprimierter Form in Zahlen schreiben? Ist das bezahlbar?

B3: Da sind wir im Reich der Spekulation letzten Endes. Also es gibt einen Wert, der akzeptiert ist. Ich würde das mal Verbrauchswert nennen. Also was findet der normale Verbraucher für einen händisch oder quasi manufakturell oder kleinteilig erzeugten Wein als einen fairen Preis? Und da ist mein Empfinden, das wird sich auch mit dem vieler anderer decken, sagen wir mal so zwischen-. Für einen guten Wein so zwischen vielleicht sieben und zwölf Euro für eine Flasche Wein. Alles, was darüber ist, ist ja letztendlich eine ganz kleine Nische weltweit knapper Güter. Zum Teil Marketingprodukte, sicherlich auch werthaltiger vom Geschmack her, nachvollziehbar tolle Weine und so. Alles gut, aber wo sich für einen ja die Frage stellt: Schmeckt mir der 1000 Euro Wein 100 Mal so gut wie der für 100 Euro oder Tausend Mal so gut. Und in dem Fall dann nicht zehnmal so gut wie der 100 Euro Wein oder 100 Mal so gut wie der 10 Euro Wein, so ist es richtig. Da werden wir alle zu dem Ergebnis kommen. Das schmeckt mir nicht zehnmal so gut. Der schmeckt mir vielleicht ab einem gewissen Grad überhaupt nicht. Also auch jeder, der sich so ein bisschen mit Wein beschäftigt, weiß, das hat mit Stimmung zu tun, mit Ort, mit Nachbarschaft, also mit Gemeinschaft, mit subjektiver Wahrnehmung, mit Reifeprozess des Weines. Also auch da kann ich einen ganz teuren Wein zu einem völlig falschen Zeitpunkt öffnen und der schmeckt mir einfach nicht, weil Weine halt auch gewisse Wellenbewegungen haben im Alterungsprozess. 

B2: Was für mich mal interessant war bei der Weinverkostung auf einem Weingut immer von dem gleichen Weingebiet, wo dann die Sonnenstunden, die Regentage, alles, pro Jahr dann-. Und sie von jedem Jahrgang 15 Jahre lang man die Gelegenheit hatte immer vom gleichen Hang den Wein zu probieren. Ich wusste gar nicht, dass es so viele Unterschiede gibt am gleichen Hang wegen Sonnenstunden, Regentagen, den gleichen Wein zu trinken. Und gigantische Welten. Wo ich mir dann (?erlaubt) habe nur von drei Jahrgängen den Wein kaufen. Von den anderen zwölf konnte ich gar nicht glauben, dass das der gleiche Hang ist. 

B3: Ja, aber da landen wir eigentlich wieder in einer Produktqualität, die nicht mit so vielem vergleichbar ist. Also wenn wir jetzt mal Getränke oder landwirtschaftliche Produkte als Anlagewerte uns überlegen, dann fällt einem vielleicht Whisky noch ein als Anlageklasse, die ja auch eine gewisse Prominenz hat im Moment. Weil da gibt es japanische Topprodukte, da gibt es da halt Leute, die sich da interessieren aus China, also Märkten die jetzt (?Platz für) sind und wo mehr Nachfrage entsteht. Auf der anderen Seite ist vermutlich das interessanteste Getränk der Wein. Weil das ist aus meiner Sicht das akademischste aller Getränke, weil du eben diesen Dialog über die Jahre ja führen kannst. Also auch in einer Form, wo ich mir die Frage stellen würde, würde ich das im Whiskykonsum … #01:08:02# Würde ich das da genauso hinbekommen? Ich bezweifle das. Bei Wein kann ich eben 15 Jahrgänge vertikal probieren, ohne dass ich nachher in den Seilen hänge, weil ich mir immer eben nur einen kleinen Schluck zuführe. Aber dann eben auch eine Empfindung habe, dass ich eben ein Produkt habe, wo es natürlich jahrgangsbezogene Unterschiede gibt, aber im Grundsatz vielleicht die Entscheidung doch immer ist: es sind immer sehr gute Weine gewesen von einem guten Weingut aus einer guten Lage. (B2 macht unverständlich eine Bemerkung) Da gibt es heute Schraubverschlüsse, wo wir ja auch mittlerweile wissen: das hat für den Wein lagerungstechnisch keinen Nachteil, sondern eher Vorteile, weil wir eben diesen Korken … #01:08:41# Aber es ist natürlich-. Also ich finde für mich-. Ich bin ja deswegen dort so engagiert und kenne das jetzt auch viele Jahre, weil ich eben weiß, es findet eine Veränderung statt in unserem Land. Es gibt mehr Menschen, die bewusst auch mit der Qualität von Produkten wieder umgehen. Natürlich ist das Gros von uns discountbezogen und so weiter. Das wissen wir auch alles. Aber es gibt eine Veränderung. Weil das hat wieder mit der Wissensgesellschaft zu tun. Weil Dialog über Produktqualität, über den Umgang damit, ist eine Qualität in einer Gesellschaft, die sich eben über ihr Wissen definiert, zumindest in gewissen Strukturen. Und da ist Wein ein wunderbarer Begleiter, weil er eben animierend ist. Und im Worst Case ja sogar das Produkt, an dem man beteiligt ist oder sich was von gekauft hat-. Wenn gar nichts damit wird, kann man damit halt einen schönen Spaß haben. Man kann es nämlich verzehren. 

I1: Das Thema Verantwortung spielt da eine maßgebliche Rolle. Deswegen würde ich jetzt nochmal an Bernd übergeben, weil wir hören gerade etwas von Nachhaltigkeit, wir hören was von Wertigkeit, wir hören was von Wertenstabilität im Verhältnis zueinander. Die Mission Verantwortung macht sich ja tagtäglich auf die Spur und sucht Menschen in Verbindung mit dem Thema Verantwortung. Jetzt haben wir hier so drei unterschiedlichste Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Produkten. Wie verbindet sich das mit dem Thema Verantwortung in Bezug auf das, was wir jetzt-.

I2: Ich finde das schon mal sehr spannend, und das ist eigentlich auch schon die Überleitung gewesen, dass Qualität eine neue Rolle spielt oder wieder eine größere Rolle spielen soll. Und ich glaube, wir erleben jetzt auch gerade in der Corona Krisenzeit-. Das kann man ja so deutlich sagen. In gewissen Teilen der Bevölkerung einen Sinneswandel. Und dass man auch mehr auf Qualität wieder kommt. Es sind vorhin schon die Lieferketten gefallen, dass uns bewusster wird, dass wir vielleicht regionaler arbeiten müssen. Ob das in der Lebensmittelindustrie ist, ob das in der Textilindustrie ist oder wo auch immer. Und wir haben hier jetzt noch den schönen Vergleich mit euch als Anlageexperten auf Deutsch gesagt. Dass wir feststellen, jetzt gibt es natürlich auch eine Verängstigung aufgrund der ganzen Situation. Was ist mit meinem Einkommen? Was wird morgen mit meinem Beruf passieren? Was wird morgen überhaupt mit unseren Dingen passieren? Und was ist Lebensqualität eigentlich wirklich? Also ein charmanter Vorteil, den ich gefunden habe, dass ich um mich herum Menschen erlebt habe, die ihre Lebensqualität wieder so ein bisschen mehr oder neu definiert haben. Ich weiß nicht, wie ihr das empfunden habt. Ging euch das genauso? Ich werfe mal die Frage in den Raum.

B1: Gerne. Definitiv habe ich mehr Wein getrunken während Corona. (allgemeines Lachen) Aber ich habe mir auch wirklich Gedanken gemacht. Was kann ich denn Leckeres dazu kochen? Wozu passt der? Wen darf ich denn dazu einladen? Ging ja jetzt nicht immer einfach so in großer Runde. Also es hat schon ein Umdenken stattgefunden, auch bei den Kunden. Ich versuche immer-. Ich habe immer versucht, keinen Blut, Schweiß und Tränen Verkauf zu machen. Sondern zu sagen: Leute, denkt langfristig. Und das mache ich auch jetzt noch in Corona-Zeiten. Und von daher versuche ich ja auch die Leute ein bisschen zu beruhigen, die Angst rauszunehmen. Aber vielleicht darf ich mal eine Frage dazwischenfragen. So ganz praktisch. Weil eigentlich bin ich Akademiker und ich mag auch den akademischen Diskurs, aber ich würde es jetzt ganz gerne mal ganz praktisch von dir hören. Was wäre denn jetzt deine Empfehlung an mich, wenn ich in Wein investieren sollte? Sagst du: „Jonas, mit Weinflaschen, das wird nix. Die halten nicht lange bei dir, sind keine gute Anlage. Investiere lieber gleich in ein Weingut oder in einen Weinberg.“. Weil das habe ich jetzt noch nicht so ganz verstanden, weil ich mich als Wein als Anlage noch so gar nicht auseinandergesetzt habe. 

B3: Also ich beschäftige mich mit dem Thema ja, wie gesagt, seit ich 15 bin intensiver. Ich habe dann vor einigen Jahren-. Warum habe ich eigene Weingüter? Mich hat vor einigen Jahren geärgert, dass ich an einen Chinesen ein tolles Moselweingut verkauft habe.

B1: Ja, das hätte mich auch geärgert-

B3: Ja gut, der hatte ja einen sehr guten Preis bezahlt. Und der Verkäufer hat sich gefreut, dass ich ihm so einen guten Preis verhandelt habe. Und da habe ich am Erfolg partizipiert. Ich war nur, was meine Person angeht, der Meinung, dass ich eigentlich einen Mehrwert verdient hätte, weil ich habe das sehr gut (?behandelt). Und dann habe ich für mich entschieden: Investiere selber und kaufe dir Weingüter, weil ich dann auch ein ökonomisch denkender Mensch bin. Da bin ich ja ganz ehrlich. Und jetzt habe ich aber in der Zeit, ich mache das jetzt seit fünf Jahren, festgestellt, das ist ein ganz langfristiger Prozess. Weil der erstmal nicht von Rendite geprägt. Der ist erstmal von Investment geprägt und von Neuaufbau, weil wenn du ein altes Weingut übernimmst, dann verlierst du die alte (?Produktstruktur). Das ist völlig legitim, weil Weinverkauf im Regelfall ja kein strukturiertes Verkaufen ist, sondern (?eagles) Business. Also der Winzer lebt von persönlichen Beziehungen zu seinen häufig sehr privat versammelten Kunden. Und investieren-. Mein Ratschlag kann nur sein: Investiere nur in eine Struktur, die auch, ich sage mal, unabhängig ist von persönlichen Verbindungen zu Kunden. Also sprich man muss ein Weingut haben, was auch im Markt wirklich skalierbar aufgestellt ist und was preislich wie qualitativ in der Lage ist, einen Markt abzubilden, der nicht von Einzelemotionen abhängig ist, ja? Und da gibt es nicht so viele Angebote bisher, weil das dauert lange, das ist sehr kleinteilig. Da will ich auch ganz ehrlich sein. Ich habe da auch noch im Moment kein konkretes Angebot zu machen, weil ich das jetzt in einer Phase habe, wo ich jetzt in eine Phase eintrete, wo ich mir Gedanken mache. Nehme ich mir einen Partner dazu. Weil bisher habe ich das ja weitestgehend sehr einzeln mit ein, zwei Freunden zusammen realisieren können. Und auch mit der Nutzung von Fremdkapital, was ja günstig ist, in der jetzigen Zeit sowieso, weil du auch Sachwerte hast. Und wenn da das System vernünftig ist, dann kriegst du irgendwie auch (?beliehen). Sprich du kannst dich da relativ preiswert finanzieren. Und wir treten jetzt aber in eine Phase ein, wo ich jetzt schon überlege. Gehen wir den nächsten Schritt? Also übernehmen wir das nächste Weingut? Und dann könnten wir auch ein Angebot machen. Aber das Angebot wird immer aus meiner Sicht, und das muss sein, das muss transparent sein, nachprüfbar-. Man muss wissen, an was ist man beteiligt. Was sind das für Weinberge? Wie ist die technische Ausstattung? Wer sind die handelnden Personen? Wie sind die Vertriebsausrichtungen? Wo ist vielleicht auch eine (?bestimmte) Perspektive? Machen wir uns da nichts vor. Also wir reden ja jetzt nicht hier im Laienspielniveau. Und wollen jedem Anleger sagen, das ist alles so easy und (?bitte). Das ist es ja faktisch nicht, weil, wie gesagt, über das Morgen haben wir keine Gewissheit. Aber wenn man das gut vorbereitet, weiß, was man da hat, weiß auch, wie die Personalstrukturen funktionieren oder wie (?legal) man etwas managen kann. Dann ist das eine gute Grundlage, wo ich dann auch sage-. Und wenn ich die jetzt so geschaffen habe, da bin ich kurz davor. Dann werde ich auch Angebote machen, um zu sagen: Wir können das ja noch ein bisschen weiterentwickeln. Weil es gibt ja noch ein Weingut vielleicht in der Pfalz und eines in Rheinhessen und eines in Baden und eines im Rheingau oder eines an der Ahr oder sonst wo, die in so ein Verbündnis passen. Weil dann sehr schnell ja auch Vertriebssynergien entstehen.

I2: Ich würde die Frage gerne trotzdem nochmal in Erinnerung rufen. Lebensqualität. Hat sich was geändert in der Krisenzeit?

B3: In der Corona-Zeit? Ja natürlich. Du kannst dich ja mit dir selber beschäftigen. Also ich habe-. Für mich gibt es in meinem Unternehmerleben keine so spannende Zeit wie diese, weil ich habe so viel Zeit, mich-. Weil natürlich, du kannst ja auch-. Also ich mahne auch im Moment unten in der Gastronomie oder im Hotelbereich, die ihre Rechnungen nicht bezahlen-. Die mahne ich im Moment nicht an, weil ich weiß, es macht ja gar keinen Sinn. Ich kann doch keinem Geld aus der Tasche ziehen wollen, was mir zwar zusteht, weil die Zahlungsbedingungen so sind wie sie sind, der im Moment null Umsatz hat. Ich weiß aber ganz genau, dass aus dem fairen Umgang miteinander eine viel intensivere Kundenbeziehung herausgewachsen ist. Weil der wird ja den Lieferanten ausmisten, der ihm eben Stress gemacht hat. Also so würde ich es jedenfalls machen. Weil dass der nichts für die Corona-Situation kann, der Partner, der Kunde, das wissen wir doch alle. Also muss ich mir keinen Stress machen, selbst wenn ich selber einen habe. Dann muss ich meinen regeln. Und das ist ja, Gott lob, bei uns auch nicht so viel. Das will ich jetzt gar nicht überhöhen. Aber ich habe auf jeden Fall sehr viel mehr Ruhe zu mir gefunden in meinem Umfeld. Und diese Zeit kann man nutzen, um sich selber dahin aufzustellen, wie geht das jetzt wieder neu los? Und zwar in vertrauenswürdigen, transparenten Strukturen. Wo wir uns auch wirklich die Menschen wieder genauer angucken können, mit denen wir zusammen zukünftig Geschäfte machen. Oder unsere Zeit verbringen. Es geht ja nicht nur ums Geschäftliche. Lebensqualität ist ja nicht Geschäfte machen. Das ist ja anständig mit der Zeit, die einem vergönnt ist, umgehen. 

I2: Und glaubst du, dass wir generell in unserer Gesellschaft in Deutschland diesen Gedanken tatsächlich erhalten können und ausbauen können?

B3: Also zumindest wird die Chance wieder größer auch solche Angebote zu machen. Also wenn wir jetzt auch nochmal auf die Arminius Markthalle zurückkommen. Das ist eine historische Markthalle. Die ist 1891 gebaut worden. Die hat außer ein paar Tagen, hatte ich ja schon gesagt, im Krieg war sie permanent geöffnet. Sie ist dann irgendwann in den 80er Jahren-. Das war eine Genossenschaftsstruktur. Pleite gegangen oder sie war kurz davor pleite oder war pleite. Und ist dann städtisch geworden. Und die Stadt hat quasi keine auch personellen Möglichkeiten gehabt unternehmerisch oder mit einer Vision so eine Halle zu entwickeln. Weil natürlich die reine Versorgungsfunktion sich geändert hatte. Also früher gab es kleine Lebensmitteleinzelhändler, aber nicht auf 5000 Quadratmeter Fläche Riesensortimenter, die quasi alles dir anbieten, was du tagtäglich brauchst, wo du Riesenparkplätze vor der Tür hast. Und im Wege auch der Veränderung der sozialen Gegebenheiten, also der Mehrverdienerhaushalte und so weiter, wie wir das ja alle jeden Tag abstrahieren können. Wo die Leute halt ihren Einkauf an einem Ort machen und nicht in eine Markthalle laufen. Und kaufen bei dem 200 Gramm Wurst und dann nebenan noch ein Hähnchenschenkel. Und nirgendwo können sie mit der Kreditkarte bezahlen und alles einzeln. Das ist ja völlig abstrus zur Lebensrealität. Aber man sieht trotzdem, dass so ein Ort, auch wenn ich jetzt gerade merke, es müffelt ein klein wenig hier-. Das liegt aber daran, dass Berlin eine Riesenkanalisation hat und diese Riesenfläche jetzt seit Tagen, also seit acht Wochen nicht bewässert wurde. Also logisch. Diese Halle hat ja Shutdown. Da ist ja keine Gastronomie gewesen. Und ich merke jetzt, diese alte Kanalisation von Berlin. Dass ich aber wieder-. Wenn man es erklärt, versteht es ja jeder und findet es auch gar nicht schlimm, weil wir verbrauchen immer weniger Wasser, also Kanalisationen in so einer Riesenstadt Berlin sind immer weniger durchwaschen. Und jetzt ist das hier quasi ein lebendes Objekt. Also das fährt jetzt wieder hoch und das erzeugt gerade einen leichten Boom. Und das finde ich aber wieder ganz spannend, weil jeder, der sich mit Lebensrealität beschäftigt, versteht das ja. Und wird sich darüber nicht aufregen. Und das merke ich jetzt hier in dem ganzen Auf- und Wiederhochfahren dieses Gemischtbetriebes, der ja von Veranstaltungen lebt, von Gastronomie, von Produkten des täglichen Bedarfes, von Kommunikation, von sich treffen können. Das wird eine neue Qualität geben und da werden solche Orte (?fluktuiert) werden. Und diese Republik wird neue brauchen und da klebt sie-. So wie ich das zumindest noch ein bisschen in meiner Lebensleistung oder Lebenszeit, die mir vergönnt ist, mitbewirke, wird es welche bekommen. Ich mache gerade in Mannheim so ein Projekt, haben wir uns auch mal drüber unterhalten. Gibt es da (?Welten)? Gibt es noch Orte, die Konversion haben und wo man Marktsituationen schaffen kann? Also wo alle Formen der Erreichbarkeit, der Bündelung im Prinzip vorhanden sind. Und das wird eine ganz spannende Zeit. 

I2: Großartig. Damit sind wir bei Werten anderer Art-.

I1: Ich würde die Frage nochmal weiterreichen, weil ich fand die Frage so spannend. Auch mit dem Thema Corona-Zeit, wo ich glaube, dass jeder unserer Gäste da noch unterschiedliche Einstellungen zu hat. Und du selber glaube ich sogar auch.

I2: Aber Moment, jetzt ist doch erstmal der Günther dran zum Thema Lebensqualität.

I1: Jaja, meine ich. Den Ball möchte ich, glaube ich, jedem einzelnen mal zuspielen. Weil ich fand das schön auch zu sehen, dass jemand entspannt in der Runde sitzt, trotz der Krise und sagt: „Mir hat es vielleicht sogar schon mal gutgetan.“. Ich glaube, da geht es jedem anders. Und ob wir dann den (?Umkehrschluss) finden, warum das so ist, hat auch eine Ursache. Das könnte auch wieder mit dem Thema (?Wertevorstellungen) zusammen. Aber die Frage würde ich, genau, an Günther mal weiterreichen. Würde mich auch mal interessieren. Wie war die Corona-Zeit denn für dich?

B2: Ja, für manche Unternehmen hat halt die Corona-Zeit bewirkt, dass der Rolladen runtergelassen worden ist. Und bei uns ist der Rolladen nicht oben geblieben, sondern wurde noch höher gezogen. Und das hat dann dazu geführt, dass am Sonntag vor acht Tagen die komplette Mannschaft im Büro anwesend war den ganzen Tag. Und dann habe ich auch (?Gebühr) nehmen müssen. … #01:22:10# im Unternehmen habe ich es hingekriegt, diese Unmenge an Zusatzaufgaben zu meistern. Weil es ist ja klar mit so einem (?Grundumsatz) in einem Jahr vom gesamten letzten Jahr, der schon gigantisch war. Aber von Januar bis Ostern komplett toppen. Und alles, was bis von Ostern bis dann kommt-. Dann wissen sie, was da zusätzlich los war. Und diese Unmenge muss ja irgendwie bearbeitet werden, weil die Kunden brauchen ja Klarheit. Sie überweisen Geld. Es muss eingekauft werden, es muss gebucht werden. Und es ist halt einfach eine Vielzahl von Mehrarbeiten, die dann da gemacht wurden. Und das ist in der Kürze der Zeit immer zur vollen Kundenzufriedenheit. Das ist ja das wichtigste überhaupt. Weil die (?Blagen) heute wollen wissen: Bin ich Eigentümer der Ware? Das gehört also mit dazu. Ich glaube, wenn man gerade in anderen Situationen, wo bei vielen Ruhe war, ist bei uns der Rolladen halt hochgegangen. Das war außergewöhnlich. 

I1: Ich glaube, das war bei euch auch so.

B1: Ja. Wie gesagt, also wir haben wahrscheinlich das beste Jahr im Anlagesegment, das wir jemals hatten. Und trotzdem habe ich natürlich weniger-. Also ich habe sehr viel Zeit im Büro verbracht, auch die Wochenenden immer durchgearbeitet, aber ich habe weniger soziale Kontakte pflegen können. Deswegen habe ich mir einfach daheim mehr gekocht und mehr Wein selbst eingekauft, anstatt mir welchen empfehlen zu lassen und so weiter. Also es war ein bisschen von beidem. So der Rückzug auf sich selbst. Aber gleichzeitig auch natürlich sehr viel Arbeit mit drin, ja.

I1: Wie war das bei dir? Ich muss die Neugier-. Es greift mich so ein bisschen. Also so ein bisschen.

I2: Sehr gerne. Also bei mir gab es unterschiedliche Phasen zu dem Thema. Tatsächlich hat mich erst einmal überhaupt nicht beunruhigt. Also natürlich schon beunruhigt, aber nicht von der wirtschaftlichen Seite her, sondern ich bin da mit einer gewissen Gelassenheit rangegangen. Das ist natürlich auch eine privilegierte Situation in dem Moment. Und ich habe es sehr genossen, das Tempo mal runterzufahren. Ich habe es sehr genossen, sehr selektiv oder noch selektiver Kontakte zu haben. Ich habe es sehr genossen, dass man in der Nachbarschaft auch wieder mehr miteinander zu tun hatte, auch wenn es auf Abstand war. Und ich habe es sehr genossen, dass es ruhig und langsamer wurde um mich herum. Und tatsächlich muss ich feststellen, gerade in Berlin und im Berliner Raum. Das ist ja so ein bisschen wie ein Startschuss gewesen. Wir hatten das vorhin schon kurz. Man könnte den Eindruck haben, dass alles aufgehoben wird oder zumindest ist es das, was bei mir stellenweise ankommt. Was mir überhaupt nicht gefällt und wo ich ein bisschen daran zweifle, ob uns das wirklich gelingt diese Erkenntnisse und ein Stück weit mehr Lebensqualität in die Zukunft mitnehmen zu können und da unserer Verantwortung einfach auch gerecht zu werden. Denn ich glaube, natürlich haben wir in unserer Gesellschaft viele Dinge etabliert, die nicht so gut sind. Die für unser Leben nicht so gut sind. Wir sprechen hier heute über Kapital und wir sprechen natürlich auch über die Dinge, die nicht jedem unserer 83 Millionen Einwohner möglich sind. Sondern wir sprechen über Geldanlagen in Diamanten. Da geht es los bei 10000 Euro, habe ich gerade mitbekommen. 

B1: Bei einem Karat. Ansonsten Tausend Euro.

I2: Ja, okay. Das beruhigt mich dann schon wieder ein bisschen, damit auch der Zuschauer davon profitieren kann. Aber tatsächlich reden wir darüber, dass Menschen, die vielleicht im Moment darüber nachdenken müssen „Wie kann ich mein Morgen bestreiten? Wie kann ich mein Übermorgen bestreiten?“. Ob das ein Gastronom ist oder ein Angestellter ist in einem großen Betrieb, wo sein Arbeitsplatz in Gefahr ist. Der Staat wird nicht alles regulieren können. Wir haben, glaube ich, als einziges oder als eines der wenigen Länder bis jetzt keine großen Schäden beim Einzelnen anrichten können. Und dennoch wird das ja ein bisschen was in die Zukunft transportieren können. Und das ist das-. Das ist der Teil, der mich beunruhigt. Das ist das, was ich mit Sorge zum Teil auch in den letzten Tagen und Wochen beobachte. Was für mich persönlich sehr erschreckend ist, ist die Aggressivität der jeweiligen Seiten, die man zum Teil-. Ob in den sozialen Netzen oder auch in einem persönlichen Gespräch mal am Telefon von den unterschiedlichen Positionen empfängt. Ich gebe zu, ich habe ja die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Ich weiß jetzt nicht, was wo richtig ist. Ich bin weder Virologe, noch bin ich irgendwie Zukunftsforscher. Oder wir können auch alle nicht in die Glaskugel gucken. Es wird sicherlich nicht alles richtig gewesen sein. Ich persönlich denke, es ist rein von der Politik, rein von der Regierung vieles, vieles sehr gut gemacht worden bis zum heutigen Zeitpunkt. Und für mich stellt sich einfach immer nur die Frage: Was kannst du machen oder was hättest du machen können? Und das ist das, was mich in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt hat, nämlich von Anfang an die Frage: Okay. Möglicherweise ist alles übertrieben, was an Shutdown und was an Konsequenzen ist. Können wir das wieder ausbügeln, wenn es übertrieben war? Die andere Seite: Ist es nicht übertrieben? Dann haben wir gesundheitliche Schäden, dann haben wir Krankheiten, dann haben wir Todesfälle. Und dann haben wir eine Überlastung unseres Gesundheitssystems. Und wir haben eine Situation, die kann ich nicht reparieren. Ich sage jetzt mal so ganz salopp, auch wenn ich Unternehmer bin und wirtschaftlich und kapitalistisch geprägt bin: es geht einmal um Menschenleben und es geht einmal um Geld. Und das Geld ist eine Erfindung, die haben wir gemacht. Das können wir jederzeit irgendwie neu regulieren. Wenn das Leben vorbei ist, ist es vorbei.

I1: Das ist schön. Da sind wir wie Ying und Yang. Also ich werfe euch ein bisschen den Ball zu, weil ich da eine total konträre Meinung … #01:27:53# Und es funktioniert auch ganz gut. 

B1: Vielleicht eine Bemerkung dazu. Als ich vorhin Instagram aufgemacht habe, wo es uns übrigens auch gibt unter Investment (?Jems). Hashtag. Da habe ich eine Werbung gesehen vom Bundesgesundheitsministerium. Die haben da geworben. Covid 19 Maßnahmen könnten suchterhöhend sein. Bitte wählen sie diese Hotline. Und das war eine Werbung vom Bundesgesundheitsministerium. Und das ist das, was ich die ganze Zeit gedacht habe. Wir können natürlich das Virus nicht einfach ja über uns hereinbrechen lassen. Wir müssen dagegen was unternehmen. Aber so, wie wir es jetzt aktuell machen, das ist meine persönliche Meinung, richten wir auch gesundheitliche Schäden an. Es wird Suchtkranke geben. Es wird Drogentote geben. Es wird durch Arbeitslosigkeit und durch Armut-. Armut ist sowieso das größte Gesundheitsrisiko. Wird es auch gesundheitliche Kosten. Das kann man nicht oder das möchte ich nicht gegeneinander aufrechnen und ausspielen. Aber ich möchte doch anregen, dass wir das mal in die Bilanz miteinbeziehen, was wir durch diese Maßnahmen alles anrichten. Allein gesundheitlich.

I1: Absolut. Warum ich darauf anspreche, dass ich sage, wir haben konträre Einstellungen dazu. Ich erzähle mal ganz kurz, wie bei mir die Corona-Zeit war. Erstens mal war Corona für mich eine Überraschung. Ich habe mich … #01:29:18# Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn man ein bisschen in der Literatur gelesen hat und auch bei den Experten auf dem Markt unterwegs war-. Es gab viele schon, die das vorzeitig gesagt haben. Bereitet euch auf so etwas vor. Da gab es einige, die haben den Kopf geschüttelt und gesagt: „Niemals. Das wird immer so weitergehen.“. Wir wissen, und das war wirklich auch eine schöne Erkenntnis aus einem Gespräch mit (?André Demistet). Der Kapitalismus lebt von Aufstieg und vom tiefen Fall und wieder vom Aufstieg. Ist ein Zacken (?Bereich). Wie eine Säge. Und meine Pflegemutter, die 1915 geboren ist in Leipzig, hat mit 94 Jahren eine Lebenszeit hinter sich mit vielen Auf und Abs. Aber eines ist geblieben. Und das ist auch das, wo sie mich 60 aufgenommen hat. Es ist die Erinnerung und das Zeitfenster. Wie viel Wert hatte mein Leben? Was habe ich erlebt? Und das ist, worum gerade partizipiert wird. Und ich finde, und das ist auch eine Erkenntnis im Corona Zeitalter. Wir haben die Distanz zu Menschen ja momentan aus virologischen Gründen. Der Händedruck, die Berührung, die Begegnung, die Umarmung. Das ist etwas, das haben wir beiseitegeschoben, um uns nicht gegenseitig anzustecken. Das hat wieder eine Wertigkeit und eine Bedeutung bekommen, die so hoch ist, weil sie für uns vorher selbstverständlich war. Selbstverständlichkeit von gewissen Dingen hat auch ein Stück weit dazu geführt, dass es wie abgenutzt schon gewirkt hatte. Und als ich genau heute vor zwei Jahren-. Da habe ich angefangen mit einer Sendung, mit einem Sendeformat … #01:30:48# Wo Leute gesagt haben zu mir: „Ah, David“, oder „Herr (?Vande)“, je nachdem, wie nah wir uns standen, „niemand wird sich eine Stunde lang irgendein Gespräch mit einer Person und dir anhören. Das Format funktioniert nicht.“. Ich partizipiere heute von zahlreichen der intensiven Gespräche mit Menschen und mit den Begegnungen. Und ich werde auch morgen noch davon profitieren können. Ich weiß heute schon, dass ich heute darauf hinarbeite, dass wenn ich so als alter Mann auf dem Sofa sitze, dass ich mich immer wieder daran erinnern werde. Und ich werde mich immer wieder an den Händedruck mit … #01:31:19# erinnern, der bei mir auf dem Sofa saß als einer der ersten und wenigen Gäste aus seinem Metier. Und das ist für mich ein unbezahlbarer Wert. Das zweite, was kam, ist-. Mit Corona kam bei den Menschen ein Stück weit das Gefühl von Angst auf. Leben. Stecke ich mich an? Wenn ich wüsste, dass ich morgen sterbe, wüsste ich heute aber, ich habe mein Leben gelebt und mein Leben war von Wert. Und das ist etwas-. Die (?bewusste) Zeit für sich so umzusetzen, sein Leben nicht zu verschwenden und zu sagen: „Ich habe Zeit, also kann ich es alles nach hinten schieben.“. Nein. Ich lebe jetzt. Ich lebe heute. Und ich partizipiere aus meinen Erfahrungen, aus meinen Erlebnissen, die ich heute für mich gesammelt habe und gebe diese mit weiter. Und der dritte Aspekt, schön das du es angesprochen hast, Angst vor Armut. Armut ist etwas, das haben wir weit weggeschoben. … #01:32:06# Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt und haben die Armut. Wir haben Kinderarmut, wir haben soziale Verarmung, mitunter auch die wir zum Teil nicht mehr sehen. Suchen das Heil in der Digitalisierung, in den sozialen Netzwerken, in der Vernetzung über Social Media, Facebook, Twitter, und, und, und. Aber es gibt etwas, das Thema Einsamkeit. Armut und Einsamkeit, diese beiden Dinge haben wir weggeblendet. Und auch Pandemie oder Krankheiten waren für uns-. Wir waren die Größten. Wir könnten das alles (?hinbiegen). Es sind für uns Lehren. Was jetzt hinzukommt, ist, weil du das Thema auch ansprachst vorhin, Bernd. So einen Diamanten, kann ich mir das überhaupt leisten? Wir haben im Laufe unseres Lebens, jetzt bin ich vielleicht noch ein bisschen jünger als der eine oder andere, aber wir haben im Laufe des Lebens immer die Möglichkeit gehabt, ein Teil unseres Geldes, was wir verdient haben, zu sparen. … #01:33:00# Wir haben mitunter das größte Sparvermögen in der Bevölkerung, wenn man auf Europa vergleicht. Und dieses Sparvermögen ist in Papiergeld auf der Bank entweder im Sparbuch oder in Extrageldkonten hinterlegt. Das ist Platz eins der Geldanlage der deutschen Sparer. Das Geld. Das soll man nicht glauben, aber das ist leider Gottes immer noch spitze. Auf Platz zwei kommen Versprechungen, die wir mit Papier gekoppelt haben. Seien es Lebensversicherungen oder in anderen Formen, es ist und bleibt Papier. Das heißt, die Begehrlichkeit von Menschen in echte Werte, in Transparenz, die Reinheit spielt bei einem Diamanten eine maßgebliche Rolle-. Aber auch echt Werte-. Vorhandensein, physisches Vorhandensein auch von Metall. Wir reden wirklich von Echtheit. Das stand jedem jederzeit früher zur Verfügung. Jeder hätte es kaufen können. Nicht jeder hat die Begehrlichkeit gesehen darin, es für sich in Anspruch zu nehmen. Und ich glaube, das Corona da vielleicht helfen kann, dass die Menschen, die vielleicht vorher schon gesagt haben: Zeit kommt nie wieder zurück. Der Tag hat für jeden 24 Stunden. Er läuft für jeden zeitgleich ab. Wie wir ihn gestalten, jedermanns Sache. Und wenn du sparst-. Den Wert deines Geldes von heute auf morgen zu transportieren, geht nur in Verbindung mit Werten. Ist eine Erkenntnis, die kann man früher sammeln, die kann man später sammeln. Aber zu der Erkenntnis zu kommen, ist ein wesentlicher Aspekt, warum ich mich immer mit echten Werten auseinandersetze. Und auch sage auch Versprechen, miteinander sprechen, ein Versprechen abzugeben, ein Händedruck, sollte von (?wie) größerer Bedeutung als ein Versprechen mit ver geschrieben in eine Unterschrift in einen Zettel, der vielleicht morgen nicht mehr von der selben Gültigkeit oder Wertigkeit bestand-. Und wir merken, dass die Menschen-. Da gibt es auch-. Da haben wir sehr konträre Meinungen dazu. Heute Versprechen wollen, die morgen auch eine Bedeutung haben. Deswegen gehen Menschen auf die Straße und sagen: „Das ist Grundgesetz ist mir wichtig. Es ist ein Gesetz. Ein Gesetz ist ein Versprechen. Es ist ein Wert.“. Und wir haben in der Coronakrise das erste Mal, seitdem wir das Grundgesetz haben-. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit, dass es da ist. Wir haben es nach dem Zweiten Weltkrieg bekommen, alle halten sich dran. Das erste Mal so viele Grundrechte wie noch nie zuvor in der Geschichte des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt. Und die Gesundheit nach vorne geschoben. Und es gibt Staaten, wo wir heute hingucken, da bin ich persönlich der Meinung, dass die Staatsführer davon hochbegeistert sind, dass sie so viele Möglichkeiten haben, die sie jetzt in der Coronakrise bekommen haben. Und auch Macht bekommen haben. Ob sie die Rechte den Bürgern so freiwillig wieder so freiheitlich, wie sie vorher waren, zurückgeben. Da sind viele Menschen sehr skeptisch. Und ich glaube auch, dass wir nicht das Perpetuum Mobile erfunden haben in Europa für Frieden. Wenn wir nicht alle an einem Strang ziehen die Verhältnismäßigkeiten dafür einzuräumen. Und das gibt auch Druck. Und der Druck kann nur von unten kommen, weil der Druck geht vom Volke aus. Das Volk bestimmt darüber, wie sie auch in Zukunft leben werden. Und dass es Menschen gibt, die heute sagen: „Ich möchte, dass meine Zukunft für meine Kinder und auch für meine Familie in Zukunft freiheitlich geprägt ist, von denselben Werten geprägt ist, wie das Grundgesetz verankert.“, finde ich nicht verantwortungslos, sondern finde ich fantastisch. Weil man hat genau diesen Menschen mitunter gesagt, dass das Grundgesetz oder die Demokratie nicht Maßstab ihres Lebens ist. Und jetzt in der Corona-Zeit kommt mitunter was zum Vorschein. Wenn man etwas weggenommen bekommt, vermisst man es am allermeisten und wünscht es sich wieder zurück. Und beim Sparen ist das auch so. Wenn ich 30 oder 25 Jahre auf etwas hin gespart habe und am Ende steht auf dem Zettel drauf, dass du zwar gespart hast, aber es ist nichts mehr wert, dann ist es nicht wiederbringbar. Die Zeit kommt nicht wieder zurück. Und wenn ich sage, ob das jetzt 1000 Euro sind bei einem Diamanten, wo ich mit anfangen kann. Wenn ich heute sehe, was einen Stellenwert heute eine Familie hat, wie viel Wert-. Wenn Leute zusammen im Miteinander auf etwas hin sparen, etwas hinterlassen. Und ich habe mal ein-.

I2: Darf ich kurz dazwischen? Weil ich habe jetzt solange darauf gewartet, bis endlich die konträren Meinungen aufeinander getroffen sind. Und hier war es dann endlich soweit. Also ich habe verstanden, dass du mit mir nicht einer Meinung bist was die Aktivitäten der Menschen betrifft und was das Wiedereinfordern der Grundrechte, wenn es um die Sorge um die Grundrechte geht. Da stellt sich für mich im Prinzip auch wieder nur eine alternative Frage. Und deswegen muss ich jetzt mal unterbrechen. Du kannst gerne dann gleich weitermachen. Das Problem ist ja nur, und da sind wir bei meinem Lieblingsthema Verantwortung-. Wenn dieses Virus doch so gefährlich ist, dann habe ich auch eine Verantwortung für mein Gegenüber, für meinen Nachbarn, für wen auch immer. Das heißt, wenn ich dann beschließe ich gehe mit 5000 anderen Menschen auf die Straße, um für Grundrechte oder um schon mal zu warnen, dass ich die nicht verlieren will. Dann ist für mich das Risiko größer, dass ich jemand anderem einen Schaden zufüge und das vielleicht gar nicht mal in so geringem Maße. Oder vielleicht sogar eine zweite Welle damit provoziere oder was auch immer. Wir verbieten Großveranstaltungen, machen aber mit 5000 Menschen eine Demonstration. Mal angenommen, es würde wirklich um die Grundrechte dann gehen im Nachhinein. Diese Demonstrationen kann ich in zwei, drei, vier, fünf Monaten immer noch machen. Ist meine persönliche Einstellung. Wenn wir alle tot sind nicht mehr. 

B1: Ich glaube, Demokratie lebt auch ein Stück weit von Maß halten. Und ich glaube, wir müssen das Maß hier einfach neu finden in der aktuellen Situation,

I2: Einverstanden.

B1: Aber meine Meinung ist einige Dinge gingen zu weit, wahrscheinlich weil die Politiker sich im Nachhinein nicht vorwerfen lassen wollten, sie haben zu wenig getan. Und man auch bei Krisenintervention immer dazu neigt, also Krisenstäbe neigen immer dazu zu viel zu machen statt zu wenig. Und ich hoffe, dass wir jetzt im demokratischen Diskurs sehr schnell da hinkommen wieder ein bisschen mehr Maß, die Mitte zu finden. 

I2: Aber das ist ja im Grunde genommen kein Problem dann anschließend wieder Maß zu finden, die Mitte zu finden, wenn wir die Möglichkeiten haben. Wenn sie nachher nicht mehr da sind, sind sie weg. Oder? 

I1: Wir sprachen von dem Thema Angst als ein maßgeblicher Faktor. Ich glaube auch, wenn wir vom Thema Werte sprechen-. Also beides steht in enger Bedingung miteinander. Also ich bin jetzt nicht, nur weil ich eine andere Meinung habe, jemand der deine nicht versteht oder deine nicht akzeptiert. Ich sage nur, dass es Menschen gibt, die unterschiedliche Beweggründe haben, was sie antreibt. Und wenn Menschen Angst davor haben, dass sie sagen: „Ich glaube, dass es eine berechtigte Angst in mir selber gibt, dass die Freiheit, die ich genossen habe, vielleicht meinen Kindern so nicht mehr zur Verfügung steht.“. Dann ist die für mich nachvollziehbar, verständlich. Und man kann die auch artikulieren, man kann die rhetorisch auch verfassen. Deswegen (?rumpeln) sich die Menschen nicht. Und wenn sie die Abstände einhalten-. Also nehmen wir mal den Protest zum Beispiel an der B96 von Zittau bis nach Sassnitz in Mecklenburg-Vorpommern. Da stehen die Menschen, es ist ein stiller Protest, über 1,50 Meter voneinander still an der Straße und erinnern daran, dass ihnen das wichtig ist, dass das Grundgesetz definitiv nicht außer Kraft gesetzt ist, sondern auch wieder halt-. Und ich glaube, wenn man auch heute mir sagt, in Corona-Zeiten-. Wir sehen die Bilder von den Toten aus Italien und wir sehen die Bilder und die Zahlen aus Amerika und sonst wo. Und wir sehen aber auch etwas. Dass die ganze Welt gewisse Rechte außer Kraft gesetzt hat und darum ringt in Zukunft noch neue Wege zu finden. Weil wir sagen: Es gibt die alte Normalität und es gibt eine neue Normalität. Die Unversehrtheit der Gesundheit, des Körpers zu (?bleiben). Aber ob die gleiche Gesellschaftsform-. Es gibt immer Veränderung. Das ist übrigens etwas, was in der Menschheit schon in der Geschichte, wenn man zurückguckt allgegenwärtig war. Und worauf der ein oder andere einzelne vielleicht so direkt gar keinen Einfluss drauf hat. Wenn wir das auf das Thema Werte umswitchen. Ich weiß nicht, wie alt das Silber ist, was hier drin ist, aber ich glaube mal, mehrere Tausend Jahre, wenn nicht sogar Millionen Jahre

B1: Wenn der Bandscheibenvorfall zum Betriebsunfall wird. (allgemeines Gelächter)

I1: Da steckt also etwas an Versprechen, was von der Wertigkeit, was damals, als es aus der Erde kam oder (?gegraben) morgen noch von Gültigkeit ist. Bei Gold nicht anders. Beim Diamanten nicht anders. Und bei einem guten Wein auch nicht anders. Und auch das Versprechen-. Beim Wein finde ich es noch sehr viel interessanter, weil es nicht nur das Produkt ist. Wir reden auch von vielen Menschen, die daran gebunden sind von der Produktion. Generationen, die daran ihre Familie über Wasser gehalten haben. Wir reden sogar von einer Baukultur. Wenn ich nach Rüdesheim am Rhein fahre und heute davon ausgehe, dass auch Rüdesheim morgen noch so charmant ist wie heute-. Es zieht auch Touristen an, es hängt eine Folgekette dahinter in dem (?Kulturkreis). Bei Geld, was so einen hohen Stellenwert hat in der Gesellschaft. Wir alle arbeiten dafür. Und wir sparen für die Zukunft. Geld selber kann das niemals, diesen Wert in dieser Form als Gegenwert, erfüllen. Niemals. Und es ist die Anlageform des Bürgers Nummer eins. Geld. Da frage ich mich: Es gab noch nie einen besseren Zeitpunkt für echte Werte als den-. Im Moment, wo man davon erfährt eins zu eins für sich den Weg zu suchen. Und nicht nur zu sagen: „Ich setze auf ein Pferd.“, sondern ich streue. Ich streue, ich mache mir ein Mischportfolio auf. Bei echten Werten gibt es auch Unterschiedlichkeiten. Der eine nimmt ein Stück weit Silber, der eine nimmt ein Stück weit Gold. Auch Kunst kann ein Wert sein von Wertigkeit, von Echtheit, weil das bleibt auch morgen noch Kunst. Oder ein Bild. Die Immobilie ist ein Wert. Der Diamant ist ein Wert. Aber das Papier hat sich im Laufe meiner Lebenszeit, auch schon was die Unterschrift betrifft, schon ein Stück weit verändert und auch die Kaufkraft dazu. Und ich glaube, wenn man die Corona-Zeit mal nutzt zu sagen: „Morgen ist eine neue Normalität. Warum sollte es nicht auch zu einer neuen Normalität werden, sich mit dem Thema Werte, Vertrauen und Ehrlichkeit nochmal intensiver auseinanderzusetzen?“. Es gibt Menschen, die verkaufen auf der Grundlage von Angst. Ich verkaufe auf der Grundlage von Wertigkeit, von Ehrlichkeit … #01:43:24# So sagt man es. Vertrauen. Wenn das die Essenz ist aus Corona. Ich glaube, dann ist egal aus welcher Richtung die Menschen aus Angst kommen, sie führen sie auch selber auf den Weg in Richtung einer Lösung. Und das muss eigentlich auch das Ergebnis sein. Wo man sie hinführen kann. Wo man sagt, es gibt für jeden, der … #01:43:46# Ich würde nochmal ganz kurz auf eine Gewichtseinheit zu sprechen kommen, bevor wir dann-. 

I2: Darf ich den Ball mal auffangen? Du hast das so schön von der Überleitung gemacht. Und ich meine, wir haben hier Finanzexperten so sitzen. Und ein Thema ist sicherlich auch das Unternehmen, was gerade nicht gefallen ist. Also in Form von Wertpapieren und Aktien, die wir jetzt noch nicht mit dabeihatten. Aber wenn wir jetzt schon diese ganzen Fachleute und Experten zum Thema Geld haben, zum Thema Sachwerte haben. Du hast eben gesagt Angst ist ganz oft die Triebfeder. Ich finde die Angst gar nicht so schlimm, denn wenn sie zur richtigen Lösung führt, ist ja alles gut. Jetzt gucken wir uns die Kapitalmärkte doch bitte an der Stelle mal an. Geht das jetzt oder ist das-.

I1: Können wir gleich machen. Finde ich auch wichtig. Ich möchte ein Buch vorstellen. Der Herausgeber ist … #01:44:37#. Herausgeber heißt: dieses Buch ist schon oft herausgegeben oder verbreitet worden. In dem Buch ist viel Wissen verpackt. Wissen über das Thema Edelmetalle. Ich selber habe auch die eine oder andere Erkenntnis darin gefunden, muss ich sagen. Ein Buch zu lesen ist das eine, das Wissen zu verbreiten das andere. Wenn ich ein gutes Buch lese, dann kann ich auch einen guten Wein dazu vertragen. Passt auch ganz gut zusammen. Und ich muss sagen, ich kam auch schon vorher mal auf die Idee, mal einen Diamanten zu verschenken, weil ich fand die Brillanz und auch den Glanz und die Ehrlichkeit und die Echtheit in dem Produkt schön. Weil wenn Menschen diamantene Hochzeit feiern, der diamantene Schmuck hatte ja schon immer eine tiefe Bedeutung, dann schenke ich auch ein Stück Wertigkeit, die anders betrachtet wird, wenn ich sie am Finger trage oder meiner Frau auch in der Familie vergebe. Ich hinterlasse Spuren. Ich hinterlasse Spuren und ich hinterlasse Produkte, die einerseits selber eine Geschichte erzählen und die so nachhaltig sind und bleiben, dass sie auch später immer noch eine Erinnerung erzeugen. Und eine positive vor allem. Ist ein ganz, ganz wichtiger Aspekt. Und wenn wir jetzt auf das Thema Geld kommen und auf die Erinnerungspuren vom Thema Geld, können wir gerne nochmal den Ball zuwerfen. Wir werden alle am Ende auf einen Nenner kommen von der Wertigkeit, aber da übergebe ich nochmal-.

I2: Super. Vorhin ist schon mal gefallen-. Wie hoch ist das Sparervermögen in Deutschland gerade? 

B2: So 2500 Milliarden. Es kommt drauf an, was man jetzt alles dazu addiert. Ich nehme jetzt nur mal das Geldvermögen

I2: Und wenn wir das Komplette haben, sind wir bei fünfeinhalb oder sechs?

B2: Plus Immobilien sind wir dann bei 12000 Milliarden

I2: Okay. Also 12 Billionen.

B2: 12 Billionen. Ich versuche es ab und zu mal noch. Weil bei uns in jungen Jahren war noch eine Million eine Million. Das war noch was, das war noch D-Mark. Da war man noch wer. Unsere Politiker haben gesagt: „Ja, das ist dann jetzt Milliarden.“. Aber in der Zwischenzeit verlassen wir schon die Milliarden und-.

I2: Da gibt es ein tolles Beispiel für Millionen und Milliarden, den Unterschied, den ich mal gelernt habe. Kennt ihr das? Beim Zeitunglesen ist ja dann egal, ob Millionen oder Milliarden oder Billionen oder so. Mir hat mal irgendjemand dieses Beispiel aufgezeigt. Und fragte mich: „Kennst du den Unterschied zwischen einer Million und einer Milliarde?“. Und ich: „Ja klar kenne ich den Unterschied.“. Aber rein gefühlsmäßig gab es da eine kleine Differenz. Das war noch zu D-Mark-Zeiten. Und man fragte mich, wie hoch ist der Stapel druckfrischer 1000 Mark Scheine bei einer Million. Schätzt mal. Also wir nehmen jetzt 500er. Ich habe einen 500 Euro gedruckt frisch. Wie hoch ist der Stapel eine Million? 

B1: Bis zur Stuhlhöhe.

B3: Halber Meter vielleicht.

I2: 15 Zentimeter. 15 Zentimeter.

I1: Da war aber wenig Wassergehalt im druckfrischen Geld.

I2: Wahrscheinlich. 15 Zentimeter. Das heißt wie hoch ist eine Milliarde. Ganz spontan. 

B3: 150 Meter.

I2: Das ist nicht spontan, das ist gerechnet. Genau. So hoch wie der Funkturm. Das ist der Unterschied zwischen einer Million und einer Milliarde. Und das hat es für mich sehr deutlich gemacht, dass man doch ein bisschen vorsichtig sein sollte mit den Zahlen so um sich zu werfen. Aber übergeleitet auf das Sparvermögen, auf das Geldvermögen. Jetzt haben wir viele Zuschauer, die sich die Frage stellen. Ja okay. Jetzt haben wir einen Diamantenexperten, jetzt haben wir jemanden, der sagt: „Gut, du kannst auch ein Weingut machen.“, Edelmetalle sind eine Lösung. Du hast gerade schon gesagt da wird viel in Papier gemacht. Und Papier ist wahrscheinlich das Wesen, das am wenigsten gebracht hat. 

I1: Es gibt zwei Formen von Papier. Es gibt das bedruckte und es gibt das bedruckte. Also Bildung ist heutzutage auch-. Sich mit guter Literatur einzudecken, ein Wert, den … #01:48:24# Finde ich mitunter ein besseres Versprechen als den Geldschein. Aber-.

I2: Und du hast vorhin gesagt, das meiste liegt aber noch bei der Bank. Das ist wohl, glaube ich, immer noch so. Wann macht denn jetzt der Zuschauer sinnvollerweise mit seinem Geld. Fragen wir doch mal die Experten. Wie ist die Situation jetzt, gerade mal unabhängig von einer großen Angst, dass der Euro kriseln könnte oder gar abgeschafft. 

B2: Es ist einfach immer bekannt gewesen-. Oder der Satz war so alt, wie man sich nur denken kann. Gold bringt keine Zinsen. Deshalb haben viele Leute gesagt: „Na gut, dann gehe ich auch in Aktien oder mach anderswo was Ertragreiches.“. So was jedes Jahr wieder was zurückbringt. Weil bei Gold habe ich ja die Situation. Das lege ich hin und die alte Variante war: das ist in 50 Jahren immer noch die gleiche Menge. Allerdings eine andere Wertigkeit. Man muss viel mehr Papier dafür ausgeben heute. Das ist der einzige Unterschied. Das ist die Variante. Und wenn du heute mehr als 0,4 Prozent von diesem Geld, wir reden aber jetzt nur von Deutschland, switchen würdest von ihrem jetzigen Anlagevolumen in Edelmetall, dann wäre die weltweite verfügbare Menge, die in den Minen produziert wird, in einem Jahr komplett verkauft. Also wir reden von nichts. Und wenn dann mehr wie null Komma auf die Idee kommt-. Also wir reden mal von einem Prozent, dann haben wir einen Mehrjahresbedarf an Produktion, um das zur Verfügung zu stellen. Und es kommt der Tag, das Leute zu Erkenntnissen kommen, dass man mit Papier-. Ich habe vielleicht auch-. Ich stehe mal auf, ich hole mir nochmal einen neuen Euroschein. Einfach nicht wegen Angst, aber es gibt Leute, die haben viel Spaß. (28 Sek.) Es gibt Leute, die haben schon mal so einen 500 Euro Schein-. 

I2: Ist ja momentan nicht mehr im Umlauf, also er wird nicht mehr neu-.

B2: Er wird nicht mehr neu gedruckt und auch Zurückgegebene werden auch nicht mehr ausgegeben. 

I1: Genau, die werden geschreddert in kleinen Schnipseln. Aber man kennt ihn noch. … #01:51:02# Es ist auch ein Sammlerobjekt geworden. 

B2: Und das ist dann der neue Euroschein mit der Werthaltigkeit, steht schon drauf. (allgemeines Lachen) Und wir denken an 1923. Da waren alle in Deutschland im schlechtesten Fall Millionäre, normale Milliardäre oder alle Billionäre. Je nachdem, ob ich jetzt Januar, Juni oder November sehe. Also die im Januar noch Millionäre waren, waren im Sommer Milliardäre und im November Billionäre. Nicht, weil sie so reich waren, sondern weil dieses Papier so wertlos war. Und man hat noch Nullen per Stempel drauf gedruckt. Und das war die schnellste Möglichkeit überhaupt Papier zu (?verwünschen). Man hat damals die Geldscheine nur auf einer Seite bedruckt, weil die Menge, die da verarbeitet worden ist, gar nicht (?schneller) ging. Und man hat, auch eine Anekdote-. Weil wir haben da lange schon in dem Edelmetallsektor (?Kugeln). Professor (?Booker) ist jemand, der auch gerne so alte Stories erzählt. Und der sagte, da kamen die Leute schubkarrenweise zum Bäcker. Nicht weil sie so viel Brot haben wollten, sondern weil das Papier erforderlich war mit den Schubkarren zu transportieren, um ein Brot kaufen zu können. Und die haben damals tatsächlich die Löhne täglich ausbezahlt, nicht monatlich oder wöchentlich, täglich. Und in der Mittagspause kamen dann die Männer und haben diesen Rucksack voll Papier schon über den Zaun geworfen. Und sie sind weiter zum Arbeiten gegangen. Aber die Frau konnte dann wenigstens noch mit dem Rucksack an dem Tag wenigstens noch ein Brot kaufen. Und eine Story dazu war, dass jemand morgens mal beim Bäcker gefragt hatte: „Was kostet denn das Brot?“. Und nachmittags mit der Schubkarre kam und die Schubkarre natürlich dann vor dem Bäckerladen abgestellt hatte. Und in den Laden reinging und fragte: „Gilt der Preis von heute Morgen noch?“. Antwort war ja. Dann ging er raus. Und was hat gefehlt? (B1: Der Reifen) Die Schubkarre war weg, weil das Geld lag auf dem Boden, das war nichts wert. Aber die Schubkarre war wertvoller wie das ganze Geld, was auf der Schubkarre war. 

I2: Angst, das Thema Angst.

B1: Darf ich das vielleicht nochmal ganz kurz aufnehmen.

I2: Unbedingt.

B2: Das war nur die Story aus der Vergangenheit.

B1: Weil ich denke, der Kollege hat sehr plastisch klargemacht, dass Geld sehr schnell gar nichts mehr wert sein kann. Die Frage ist jetzt, wenn wir es ganz praktisch machen wollen für die Zuschauer. Wie viel Geld sollte ich denn überhaupt dahaben? Auf dem Konto, daheim, sonst was? Es gibt Standards, die entwickelt wurden, zum Beispiel vom (?Standels) Board der Certified Financial (?Planner). Die sagen zwei bis drei Monatsnetto vom gesamten verfügbaren Anlagevolumen nur zwei bis drei Monatsnetto. Das braucht man an Papiergeld oder Geldguthaben. Das ist vollkommen ausreichend. Alles andere sollte man investieren in kurz-, mittel- und langfristige Sparanlagen. Und zwar genauso, wie man auch sich sein Leben irgendwie vorstellt. Kurzfristige Ziele, dafür gibt es kurzfristige Sparanlage. Man hat mittelfristige Ziele, wie zum Beispiel ein Unternehmen kaufen, ein Haus bauen. Dafür gibt es mittelfristige Sparanlagen. Und es gibt langfristige Ziele wie zum Beispiel Altersvorsorge. Auch da gibt es wieder Sparanlagen, die dafür geeignet sind. Und so fängt man dann an, ein tolles Portfolio zu strukturieren. Wie gesagt zwei bis drei Monatsnetto. Jeder kann nachrechnen für sich daheim. Hat er das? Oder die meisten haben leider mehr und damit haben sie es nicht gut angelegt. 

I2: Ist es denn wirklich so, dass die meisten mehr haben? Oder ist die Verteilung einfach eine ganz andere? Dass einige wenige das Hundertfache von ihrem Netto haben und ganz viele gar nichts von mehreren Nettogehältern haben?

B1: Ja, also so ist es natürlich auch. Es gibt eine Studie vom Forbes Magazine, das beschäftigt sich mit Reichenforschung. Oder das ist das Magazin für Reichenforschung. Das ist bekannt von dieser Reichenliste. Die ist ein bisschen lächerlich. Aber die haben noch eine ganz andere Studie, die auch sehr interessant ist. Nämlich wie legen denn diese Superreichen ihr Geld an? Warum haben die sich die Frage gestellt? Ja, weil die die erfolgreichsten Geldanleger sind. Das sind die Geldanleger mit den höchsten Zuwächsen in ihren Nettovermögen. Und man hat eines festgestellt. Ich rede jetzt unserer Runde nicht ins Wort. Sondern die sind deswegen so erfolgreich, weil sie besonders viele Aktien im Portfolio. Also Aktien ist langfristig gut gestreut offensichtlich ein sehr gutes Instrument (?also Fonds), um Vermögen zu vermehren. Und Sachwerte ist ein sehr gutes und auch notwendiges Absicherungsinstrument im Portfolio. 

I2: Finde ich großartig. Und damit schließt sich auch wieder Kreis zum Thema Verantwortung. Denn jeder der Zuschauer hat natürlich die Verantwortung für seine Finanzen. Und jeder Mensch, du hast das vorhin schon mal gesagt, darf auch diese Krisenzeiten natürlich für sich nutzen, um seine Verantwortlichkeiten zu durchdenken. Nicht nur in Sachen Gesundheit, nicht nur in Sachen Lebensqualität und Genuss und Beziehungen, sondern eben auch zum Thema Geld. Wie bin ich aufgestellt? Habe ich zwei, drei Nettogehälter, habe ich ein bisschen was gespart? Wie will ich das in Zukunft machen und wie kann ich mich besser aufstellen?

B1: Das ist ganz wichtig. Nicht der Bänker hat die Verantwortung, der Privatanleger hat die Verantwortung. Der Bänker ist nämlich nur ein Verkäufer. Der einzige, dem der Bänker verantwortlich ist, ist sein Dienstherr. Und das ist die Bank und nicht der Kunde. 

I2: Das heißt aber auch, dass ich als Kunde dafür verantwortlich bin, was ich für Knowhow entwickle, um mich auch mit den einzelnen Geldanlagemöglichkeiten zu beschäftigen. Und nicht nachher den Verkäufer dafür verantwortlich mache, wenn ich irgendwie schlecht investiert habe. 

B2: Ja, in dem Zusammenhang ist ja bestimmt zu erwähnen-. Es ist heute lohnenswert mit seinem Wissen weiterzugehen. Also es gibt wirklich eine Vielzahl von guten Büchern, die es (?lohnenswert) zum Thema Kapitalanlage, mehr zu lesen. Und es ist auch gut, eine Vielzahl von verschiedenen Autoren zu lesen. Also das kann ich wirklich nur sagen. Das merke ich immer wieder. Und dann ist es auch manchmal gut, das gleiche Buch nach einer gewissen Zeit nochmal zu lesen. Ich bin immer wieder verwundert. Da denke ich: hat da jemand die Buchstaben ausgewechselt? Das kann doch gar nicht sein, dass das das gleiche Buch ist, was ich dann nochmal lese. Warum lese ich heute was anderes aus dem gleichen Buch, das ich schon mal gelesen habe? Und das gibt es immer wieder in solchen Erkenntnissen. Und auch-. Ich hatte gerade ein ganz nettes Gespräch mit einem 80-jährigen Ehepaar. Also auch schon genügend Lebenserfahrung. Und dann sagt er: „Wow. Das ist aber interessant.“. Also verstehen Sie, die Veränderung der Gedanken, die man selbst in Erkenntnis bringt, wenn man sich mit der Materie stärker beschäftigt. Und das kann man (?nicht) delegieren an jemand anderes, an einen Vermögensverwalter oder meinen Bänker oder meinen Bausparkassenvertreter. Das geht einfach nicht. Da muss ich mich selbst drum kümmern. Und wenn ich mich selbst drum kümmere, dann habe ich auch die Veränderungsmöglichkeit zu sehen. Und dann, wenn man im Aktienbereich ist, bin ich immer ein Fan davon, sich auch mal mit … #01:58:14# sich zu beschäftigen. Kurs Gewinn Verhältnis war früher schon immer mal eine Möglichkeit zu schauen, ob das interessant ist die Aktie zu kaufen oder nicht. Noch größer bin ich ein Fan vom (?GMV). Bitte? Gesunder Menschenverstand. Hilft immer, ja? Und da uns eine bedeutende Situation beiliegt-. Und wenn ich heute in der Zeitung lese: Frau Merkel ist momentan gegen eine Steuererhöhung. Dann ist das wichtige in dem Ganzen, was sie sagt „momentan“. Das heißt „nach mir“ heißt „nach den nächsten Wahlen“. Aber momentan bitte möchte ich meine Periode zu Ende bringen mit anständigen Steuern und nicht mit (?anderem).

I1: Muss gar nicht mal so lange dauern. Würde ich kurz einhaken. Weil würde den Ball auch mal auf das Thema wenden. Wir sind ein bisschen in einem Thema der Ursachen der Angst (?der Sparer) drin. Erfahrung. Wir haben eine Generation, die Urgroßeltern teilweise. Bei manchen vielleicht. Nicht nur, sondern vielleicht auch der Großeltern. Die ist einmal erlebt haben, lange, lange her zu der heutigen Generation, derer, die jetzt hier sitzen und die das nicht kennt. Hängt also mit … #01:59:27# Was wir aber merken. Wir haben die Zahlen, und das ist auch wieder eine Erkenntnis aus Corona. Corona kostet Geld. So viel Geld wie der Bund früher durch Steuereinnahmen in einem Jahr eingenommen hat. Die Kommunen brauchen 13 Milliarden. Das sind so Zahlen, die gestern auf den Tisch gekommen sind. Und wir sind erst in den Einstieg des (?Seperats) Kosten durch Corona. Weil ich glaube die Bilanzen und das, was weniger reinkommt in die Kassen des Staates, die Auswirkungen dessen sind noch gar nicht uns bekannt. Wir haben erstmal Menschenleben gerettet. Aber die Kosten sind schon mal verursacht worden zum Teil. Was ich jetzt machen kann, ist-. Das fände ich schön. Dass man sagt, das Zauberwort, Investieren. Investieren. Geld was da ist in andere Dinge investieren. Es geht eigentlich gar nicht mehr darum das in Werte zu tauschen, sondern es einzusetzen, dass es auch morgen noch da ist. Und da ist (?große) spannende Frage. Wenn ich heute tausche-. Nehmen wir an ich nehme Silber oder ich nehme einen Diamanten oder eine gute Flasche Wein, die ich mir heute einkaufe für morgen. 

B3: Oder die Beteiligung an einem Weingut.

I1: Oder die Beteiligung an einem Weingut. Auch-. Ich weiß es auch nicht aus der … #02:00:36# Die Weingüter, die momentan da zur Debatte stehen. Auch kleine Braukultur-. Ich hatte das mit Erschrecken gelesen müssen, dass Fassbier abgelaufen ist, in den Gully entsorgt worden ist

B3: Aber auch das ist ja ein spannendes Thema. Schön, dass du das noch ansprichst. 

I1: Ja, da würde ich dir den Ball nochmal zuwerfen.

B3: Das ist ja auch etwas, was Ergebnis der Corona-Zeit war, dass ich mich damit beschäftigt habe. Wie verändert sich die Braustruktur im Fränkischen. (I1: Absolut.) Wir haben in Deutschland 1500 Brauereien, davon sind alleine 700 in Bayern. Und allein im Landkreis Bamberg sind es 70. Das sind Brauereien, die keine Flaschenbierbrauereien sind. Also die man ja nicht im üblichen Sortiment des Einzelhandels findet, weil da sind die gar nicht für aufgestellt. Das ist ja auch eher ein ruinöser Wettbewerb. Also ein Markenbier für 9,99 im Rewe oder Edeka. Das hat mit der Bierbrauerei eigentlich nichts mehr zu tun. Das ist ein Industriebier, wo im Zweifelsfall, also wenn ich da jetzt noch großer Bierexperte wäre-. Wie die Bierexperten sagen würden das ist sogar nicht mehr mit dem Reinheitsgebot gebraut, weil das gewissen Kriterien nicht mehr entspricht. Da entsteht gerade eine ganz spannende Investmentmöglichkeit. Weil da ist Substanzwert vorhanden in Brauereien, also jetzt nicht in Grund und Boden unbedingt. Was aber auch wieder ein gewisser Vorteil ist, weil du nicht das Problem, dass du vielleicht durch Frost oder Hagel oder sonst wie deiner Ernte verlustig gehst. Das kann ja bei Wein passieren. Außer du bist gut differenziert, hast kein (?Klumpen) Risiko, weil du nur einen Weinberg oder eine Riesenfläche hast. Sondern wenn du das schön verteilst, wie man das historisch ja üblicherweise gemacht hat, dann bist du eben auch von einzelnen klimatischen (?Wirkungen) nicht so abhängig. Also weder vom Frost noch vom Hagel. Aber da entsteht gerade eine ganz spannende neue Anlageklasse, weil es wird weiterhin Bier getrunken werden. Im Moment gehen nur die, die keinen Absatz haben zwangsläufig pleite, weil die laufenden Kosten, die sie haben-. Und ich bin jetzt ganz gespannt. Wir haben in 14 Tagen ja die Pflicht bei den Unternehmen, die ihre Sozialabgaben haben stunden lassen, dass sie die nachzahlen müssen am 27. Und bisher haben wir ja noch nicht so wirklich viele Insolvenzeffekte tagtäglich verspürt, aber die Einschläge werden jetzt näherkommen. Weil da gibt es halt gewisse Regularien. Wer sich damit auskennt, weiß, dass in der Beantragung von Insolvenzen das Finanzamt und die Sozialkassen immer mit vorne dabei sind. Dann sind ja im Regelfall nicht nur die Lieferanten. Die Banken auch nicht unbedingt, weil da gilt auch immer noch Hoffnung. Oder die sind gut abgesichert durch entsprechende (?Grundschulden) oder andere Vermögensübertragungen oder Versicherungen. Und wir haben dort auch wiederum eine Strukturveränderung. Es werden Substanzwerte auf den Markt kommen, die nachhaltige Tradition haben, hunderte Jahre zum Teil. Die auch eine Tradition haben, wenn man in der Lage ist sie ökonomisch vernünftig zu betreiben und man nicht Altlasten mitfinanzieren muss. Das ist ja auch immer das Geheimnis letztendlich, dass man nicht mit Vorbelastungen in die (?Sache) reingeht, sondern quasi einen Bestand hat, aus dem man etwas machen kann, ohne dass man eben schon vergeudetes Geld noch mitfinanzieren muss. Und in der Brauerei wird das so-. Auch da wird der regionale Effekt entstehen, weil die Menschen-. Das merkt man jetzt schon bedingt, dass Leute regionale Produkte wieder kaufen, weil das Ankommen von Problemanalysen auch bei dem normalen Bürger (?entsteht). Der ja feststellt, dass es Probleme gab, genügend Schutzmasken zu generieren, weil wir keine Mundschutzproduktionsindustrie mehr haben. Das haben wir schon längst nach China outgesourct. Da wird halt ökonomisch gespielt, weil da Turbokapitalismus herrscht. Und man sich auch dieser Analyse damit beschäftigen wird, regionaler zu konsumieren, weil ja auch der Effekt viel erkennbarer ist. Im Übrigen hat man auch ein besseres Produkt (?zuhause).

I1: Hat vielleicht auch was mit Identität und (?Erhalt) zu tun und mit Kulturerhalt. (I1 und B3 reden zeitgleich, keiner ist zu verstehen, #02:04:46#) Früher mehr oder weniger nur auf den Preis geschaut. Aber alles hat auch seinen Preis.

B3: Es hat alles seinen Preis. Und das merken wir jetzt. Das merken wir natürlich auch in den Folgeschäden aus Corona, logisch. Wo ich auch natürlich mich-. Ich bin ja in vielem nur ein nüchtern denkender Mensch und will mich da gar nicht als übergebildet oder wissenschaftlich versiert ansehen. Wenn ich mir aber überlege, dass ein Kapitalanleger auf einem normalen Konto eine Null und eine Minusverzinsung hat. Die reale Inflation, die wir haben, die wird ja auch im realen Güterverkehr zunehmen. Die wird nicht unbedingt im Realzins bei der Bank sich verändern. Das hängt immer auch mit der Refinanzierbarkeit von Staaten zusammen. Da kann keine Nation oder Finanzminister Interesse haben für Kapital mehr Geld aufbringen zu müssen, also wird der Europäische Zentralbank Zins so bleiben, wie er im Moment ist. Wenn wir aber überlegen, dass ich mich ja langfristig über einen Sachwert, also über einen Weinberg, über eine Immobilie, über ein Weingut, sehr, sehr günstig langfristig mir Kapital beschaffen kann. So Zinssätze 20 Jahre Eins Komma irgendwas Prozent. Das ist ja nichts Unrealistisches. Bei dieser Halle bezahle ich jetzt über ein Prozent für 15 Jahre. Das ist ja eine Mischung zwischen Bonität und Ausgelastetheit, Mieterträgen und, ich sage mal, stiller Reserve … #02:06:12# Und der Normalverbraucher hat überhaupt keine Verzinsung für sein eingesetztes Geld und keinen Mehrwert. Das ist wie bei der Rente. Das ist ja auch im Prinzip die allerübelste Kapitalanlage, die ja bei ganz vielen im Desaster endet. Also wenn ich da Lebensbiographien mir angucke, die ihr Leben lang gearbeitet haben und werden mit 500 Euro abgespeist oder sowas. Wo du dich dann wirklich fragen kannst: was ist denn die Rendite deiner Arbeit gewesen letztendlich? Nichts, gar nichts. Weil der Deutsche einfach nicht Willens sich unternehmerisch Gedanken zu machen. Wir halt an irgendwelche Papierversprechen glauben. Das ist ja auch sicherlich angenehmer, für den Staat auch einfacher. Das wissen wir ja. Auf der anderen Seite gibt es eben genügend Möglichkeiten, wo sogar eine vernünftige Struktur was davon hat. Weil ich werde in keinem Unternehmen alles langfristig finanzieren können. Da, wo ich kurzfristig Geld in Anspruch nehmen muss, ist es relativ teuer immer noch. … #02:07:09# Also der dem ja auch bereits nahekommt, wenn man das mal ganz pragmatisch anguckt. Auf der anderen Seite, wenn sich ja mit einem fairen Versprechen über einen Sachwert das Kapital letztendlich eben auch über beteiligte andere Mitunternehmer zwar in Anführungsstrichen. Aber bei einer relativ sicheren Anlage ist das mit dem Unternehmerdasein ja dann auch risikotechnisch nicht so ganz dramatisch, weil man die Sachwerte hat. Und man wird das als eine neue Struktur entwickeln, die dann fair verzinst wird. Also da ist ja noch ein Lag zwischen (?Kontokorrentzins) und auch einer fairen Anlegervergütung für deren Anlage. Und vielleicht aus einer Mischung zwischen Realverzinsung über Wein als Beispiel. … #02:07:57# Und wenn man Mitgesellschafter ist eben vielleicht zu Vorzugskonditionen als Teil der (?Verzehrung). Dann entstehen sehr-.

B2: Hieß das nicht früher mal Haustrunk?

B3: Der Haustrunk. Jaja, das gibt es ja dann demnächst auch wieder. Also man wird merken, das sind ja keine Fantasien. Sondern es sind ganz konkrete Strukturierungen, wo ich nur für mich sage, ich diese Angebote erst machen werde, wenn ich weiß, es hat Hand und Fuß. Weil ich kein Interesse habe, gerade bei Dingen, die eine Zeit brauchen-. Wie gesagt Landwirtschaft braucht Zeit. Da musst vier, fünf, vielleicht auch noch mehr Jahre rechnen, bis zu den (?Wein) profitabel von den Absatzfähigkeiten wieder etabliert. Das ist halt aus einer kontinuierlichen Anzahl von Verbrauchern oder Kunden. Weil du auch wirklich weißt-. Es kann sein 100000, 200000 Flaschen im Jahr zu einem dann auch stabilen Preis vermarkten, der dann eben auch eine ordentliche Rendite beinhaltet. Und ich glaube, die Zeit ist auch deswegen spannend, weil Menschen anfangen ihr Dilemma, in dem sie drinstecken zu begreifen.

I1: Oder auch zu hinterfragen.

I2: Da war was ganz Spannendes gerade mit drin, nämlich das Bankgeschäft. Das würde ich gerne mit aufgreifen, weil ich glaube, dass das möglicherweise eines der größeren Probleme sein könnte, was jetzt nochmal wie ein Turbo wirken könnte. Denn die Bank hat ja so ein bisschen ihren Geschäftsbereich-. Außer dem zwischen dem (?Korndokument) und der Wegelagerei genannt gerade und dem, was da noch dazwischen ist, sind ja viele Geschäftsbereiche weggefallen. Nicht nur durch Online-Strukturierung, sondern einfach auch, dass die Bank kein Zinsgeschäft großartig mehr als Differenz hat. Und Banken haben ja große Schwierigkeiten überhaupt Geschäfte umzusetzen. Selbst im Wertpapiergeschäft gibt es keine (?Arges), keine großartigen Aufschläge mehr. Und, und, und, und, und. Wenn die Banken jetzt allerdings die nächsten sind, die große Hilfen benötigen, dann haben wir das, was wir schon mal, vorhin ist es genannt worden, zur Finanzkrise hatten. Was passiert dann? Und wie wahrscheinlich ist es, dass das kommt?

B1: Also ich halte es für nicht unwahrscheinlich, weil wir jetzt in der Corona-Krise gesehen haben, dass nicht mal bei einer einhundertprozentige Haftungsfreistellung durch die Bank-. Also von den Wirtschaftsbanken der Länder. Hier zum Beispiel in Berlin ist es ja die IBB. Da gab es eine einhundertprozentige Haftungsübernahme. Nicht mal dann waren die Banken bereit zu finanzieren. Was bedeutet das? Es ist im Grunde genommen schon der Totalausfall, kann man sagen. Und das bedeutet auch ganz einfach, dass die Banken momentan kein Geschäft mehr annehmen können, weil sie ansonsten regulatorisch in Schwierigkeiten kommen. Das heißt also meine Prognose ist, dass auch auf dem Bankenmarkt das nochmal ganz ordentlich rumpeln wird in der nächsten Zeit, weil du hast es im Prinzip alles schon auf den Tisch gelegt, was es dazu zu sagen gibt. Ich meine, sie haben kein Geschäftsmodell mehr. Sie können durch die Regularien quasi (?Polizei) und so weiter auch nur noch bedingt Risiken in ihre Bücher aufnehmen. Und dann kommt eins zum anderen.

I2: Was passiert dann?

B1: Dann freuen sich meine Kunden. 

B3: Es werden wieder mehr Sachwerte auf den Markt kommen. Das ist auch zwangsläufig, weil natürlich die Zombies, die in den Bankenbilanzen schlummern-. Da schlummern manche, wo die Banken noch gar nichts davon wissen, weil sie eigentlich so den einzelnen Kernbereich, wo sie Geld ausgereicht haben, keine Expertise haben. Sie haben ja auch eine viel zu starke Vergangenheitssicht. Also was nutzt mir die Bilanz von vor zwei Jahren? Das ist doch Kaffee von gestern. Ich muss mich doch damit beschäftigen welche Zukunftsperspektive hat ein Unternehmen. Und die Banken, auch durch diese Überregulierung, die gucken auf Bilanzdaten, die haben überhaupt keine Aussage. Ich habe jetzt sogar in der letzten Zeit erlebt-. Die wissen noch nicht mal den Unterschied zwischen einer Steuer- und Handelsbilanz. Das wissen die gar nicht. Die gucken dich dann an, völlig ungläubig-. Also ich habe das speziell bei so einer Immobilie hier gerade wieder erlebt. Die ist für 30 Millionen versichert im Wiederaufbau. Kann sich ja jeder überlegen. Das ist ein historisches Bauwerk. Und sie zu einem sehr fairen Preis bilanziert. Weil natürlich was abgeschrieben wurde und so weiter. Und sie auch vor zehn Jahren auch keinen großen Wert gehabt hätte ertragstechnisch, weil sie halt eine Nutzungsruine war. Und da wird sich die Zeit dann auch wieder ändern, weil es ist unglaublich viel Kapital da. Ob das jetzt in so einem geringen Teil in Gold und Silber gebunden ist. Oder wenn man alleine einen geringen Teil nehmen würde, wären die Vorräte quasi verteilt. Und das ist bei ganz vielen anderen Dingen auch. Dafür braucht man diese Expertise. Und das ist auch die Bereitschaft sich mit kleinteiligen (?Bündelungen) zu beschäftigen. Weil nur in der Bündelung eine größere Kraft der Sicherheit liegt. Also (?Klumpenrisiko)-. Nochmal die Firma Adidas, die Anfang des Jahres einen Riesenmilliardengewinn verkündet hat, schlüpft zwei Wochen nach Corona-Ausbruch unter den Schutzschirm. 

I1: Beziehungsweise sorgt für Schlagzeilen, weil sie sagen: „Wir können mit unseren Ladenpreisen unsere Mieten nicht bezahlen.“. 

B3: Ich habe hier auch einen Mieter, der hat mir einen Brief geschickt. Er will die Miete nicht bezahlen. Dann habe ich da angerufen und habe ihm gesagt: „Wenn das Geld in drei Wochen nicht kommt, stelle ich gegen ihren börsendotierten Konzern einen Insolvenzvertrag.“. Das mache ich. Weil die erwarten das ja nicht von dem doofen Vermieter. Weil der ist ja nur ein kleiner Hans Wurst und sie sind ja börsendotiert. Nach 30 Minuten hatte ich eine E-Mail, dass die Miete bezahlt wurde und nach drei Tagen war sie auf dem Konto. So also das heißt auch die Vernunft oder auch der Mut, sich nicht so an alles, was so Gott gegeben und was wir heute glauben, was so sein müsste-. Also wir sind ja obrigkeitshörig, gläubig. Wir haben ja auch was Produkte angeht überhaupt kein Produktverständnis mehr, weil wir nicht hinterfragen. Wo kommt es her? Ist da überhaupt Verfahrenswissen vorhanden oder ist das nur eine Kopie? Wir werden ja (?ausgebeutet) für dieses Produkt, wir sind ja ein Teil des Problems. Also ein Kilo Fleisch für vier Euro im Discount das kann ja nicht aus tiergerechter Arthaltung kommen. Das wissen wir doch alle. Trotzdem scheint die Genussneigung Fleisch jeden Tag essen zu müssen so ausgeprägt zu sein bei ganz vielen, dass sie eben diese Preise vielleicht auch brauchen. Weil das (?Verschiedene) an Einkommen dir eben auch keine andere Chance gibt, als zum Discount zu gehen. Und vielleicht viel Nudeln und viel Mehl zu kaufen. Wer weiß es? Also ich freue mich über die, die jetzt über Jahre Mehl und Nudeln zuhause stapeln müssen und mit Klopapier wahrscheinlich das Bett unterlegen oder so. Und das hat aber eigentlich ja nur mit vernünftigem Nachdenken zu tun. Also da muss man weder für studiert haben noch Pulitzerpreis Gewinner sein oder einen Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften bekommen. Da reicht schon der gesunde Menschenverstand, wie eben-. MGV. Wir sollten diese Währung MGV ausrufen. 

I2: Gesunder Menschenverstand wäre dann auch das nächste Schlagwort. Was macht denn jetzt der einzelne am besten? Weil wir haben ja gestern auch-.

I1: Da würde ich nochmal einhaken. Das Thema Banken würde ich noch gar nicht so schnell abhaken, weil erstens mal-.

I2: Ich wollte da ja auch wieder zurückkommen im Endeffekt.

I1: Ja, du sagtest zum Beispiel eben, wir hatten die Finanzkrise. Wir reden von 2008. Ich finde, wir haben sie noch. Wir sind alle immer noch Anteilseigner der Commerzbank. Wir stecken heute, jeder einzelne Steuerbürger, als Hafter in dieser Schuldenkrise immer noch drin. … #02:15:46# Wir haben auch heute noch nicht dasselbe Vertrauensverhältnis wieder nach der Krise zu diesem Sektor aufgebaut wie vor dieser damaligen Krise. Und trotz der vielen Jahre hinweg. Und wenn man das Verhältnis sich anguckt zwischen der Bankenkrise und dem gedruckten Geld von damals zu den Summen von heute zu Corona. Da wird mir Angst und Bange. Das zahlt unsere Generation definitiv nicht mehr. Es zahlt auch nicht die nächste, wenn wir es so machen. Das ist eine (?Schuldverschreibung) fast bis auf 100 Jahre hinaus. Damit man sich die Größenordnungen überhaupt mal vor Augen hält. Und die Frage ist: will ich das überhaupt der nächsten Generation-. Möchte ich es mir antun, mein Vermächtnis, mein Erspartes. Oder möchte ich investieren in Werte, die dem Versprechen „Politik kann damit umgehen“-. Weil nach der Krise ist ja vor der Krise. Wir wissen ja nicht, was nach Corona kommt. Ich wohne jetzt seit 2008 in Sachsen. Wir hatten die Jahrhundertflut der Elbe gehabt in Dresden. Jeder kennt die Bilder aus dem Fernsehen. Und da hatten wir (?muntere) Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung. Viele Sachspenden kamen (?wieder) aus dem Westen rüber. Vieles ist auch wieder Richtung Westen weggeschwommen. Aber wie auch immer. Wir hatten Solidarität unter (?anderem) bei der Jahrhundertflut. Keine drei Jahre später war die nächste da, ohne dass ein Jahrhundert dazwischenlag. Und das werden wir immer mehr haben, weil jetzt mitunter auch-. Wir hatten jetzt eine Bankenkrise, wir hatten jetzt Corona. Wir wissen heute nicht, was morgen ist. Und wir verbraten und wir zaubern momentan Geldsummen in einer Größenordnung, die jenseits ist von dem, was wir jemals zuvor hatten. Wir haben auch eine Sprache in der Politik zu dieser Thematik, die ich sehr bedenklich empfinde. Wir packen die Bazooka aus, spricht ein Bundesfinanzminister. Wo ich sage: „Kenne ich nur aus (?Inside).“. 

B3: Ist ja die Frage, ob er Wehrdienst geleistet hat. Der weiß es gar nicht, was das ist.

I1: Genau. Wir haben einen Sektor, der für die Finanzhilfe für Unternehmen zuständig ist, der selber gar nicht helfen kann, weil er selber in der Schieflage ist und auch in einer Krisensituation sich befindet. Wir nehmen Schulden auf in Größenordnungen auf Kosten der nächsten Generationen im Hinblick darauf, dass es dem Land wieder besser geht. Und erwarten aber, dass alle glauben alles wird wieder gut und alles ist gut und alles haben wir so im Griff. Und das alles zum Preis der Gesundheit von Menschen von heute, ohne dass wir vielleicht ein Stück weit an die Lebensqualität und die Gesundheit und den Lebensraum von Menschen denken oder vielleicht von denjenigen, die auch Kinder haben, von morgen. Und wundern uns dann, dass es Menschen gibt, die sich darüber aufregen. Deswegen das Thema Finanzen- und Bankenkrise würde ich da nicht ganz so leicht wegbügeln, weil-.

I2: Das wollte ich auch nicht wegbügeln. Wir haben ja gestern unseren Bundesfinanzminister plötzlich wiedererstarkt erlebt, so habe ich es empfunden. Ich weiß nicht, wie es euch ging. Heute Morgen war auch gleich mit dem Superman Heft abgebildet …#02:18:38# Weil plötzlich war das alles total problemlos, weil wir konnten ja in den letzten Jahren von 80 Prozent auf 60 Prozent Bruttoneuverschuldung runterschrauben, sodass es kein Problem ist auf 75 Prozent raufzugehen. Die Frage ist bloß wie soll das funktionieren? Und inwieweit ist die Politik dann tatsächlich ehrlich damit? Und wäre es nicht sinnvoller diese Angst ein wenig entstehen zu lassen, denn wir werden nicht einfach ein V haben können, weil weder die Industrie in dem einen noch in dem anderen Bereich wird sich sehr schnell erholen können. Lufthansa wird nicht morgen normal wieder im Flugbetrieb (?sein).

B3: Der Konsument wird auch nicht konsumieren wie er vorher konsumiert hat.

I2: Und wir können auch nicht mehr so konsumieren wie vorher. Wie soll das gehen? 

I1: Ich gebe mal die Frage in die Runde, weil ich glaube das Thema ist so breit, dass wir jeder nochmal da sicherlich noch das eine oder andere vielleicht dazu sagen kann.

B2: Ich habe einfach nur 2008 festgestellt, wenn man so den Rückblick dann sieht-. Damals hat dann Frau Merkel mit dem französischen Staatspräsidenten montags miteinander gesprochen: wir brauchen eine Lösung. Wir haben Probleme. (?Was) steht an? Wir brauchen 30 Milliarden. Das war montags. Dienstags war es dann schon ein bisschen mehr, das ging auch immer schneller voran. Innerhalb der gleichen Woche waren das auf einmal 1000 Milliarden. Also unsere Politiker sind schon montags so gut informiert, um welches Volumen es geht, damit sie zwischen Montag und Freitag dann wissen, es sind 1000 Milliarden statt 30 Milliarden. Und wenn ich das auf die heutigen Geldvolumina anrechne und heute aber schon klar weiß, dass diese ganzen Anleihen, die Banken rausgegeben haben, wo sie auch (?Papiere) haben, heute schon 15 Prozent abzuschreiben sind. Noch nicht abgeschrieben werden, aber Leute, die vielmehr noch Corona Zeiten haben. Und deswegen noch nicht bezahlen müssen, sondern die können jetzt noch (?weiterzahlen). Und sie haben auch die Sozial-. Die Renten, Steuern. Alles noch später zu zahlen. Aber wenn es dann kommt, dann kommt die Eilmeldung. Die zahlen nicht. 

I1: Oder Kredite aufgenommen mitunter auch. Das zur Stabilisierung.

B2: Und da frage ich mich einfach. Wenn das dann so in einer erhöhten Geschwindigkeit kommt, schneller kommt, dynamischer kommt. … #02:20:53# Und wenn jetzt schon zwischen Weihnachten Neujahr die Leute schon an diesen Shops, wo man Edelmetall kaufen konnte, tolle Idee-. Hatte ich auch so von einem Geschäftspartner gehört. Eine Kundin die hat dann zwischen Weihnachten und Neujahr, weil es da noch möglich war, bis zu 10.000 Euro (?bar) Geschäft zu machen. Sagt sie: „Oh, die machen um neun Uhr auf.“. Sie war schon fünf vor neun da. Und sie hat festgestellt: fünf vor neun stand sie vor dem Gebäude, aber sie war nicht die erste. Sie hat anderthalb Stunden gewartet, bis sie ins Gebäude rein kann. Nicht weil die geschlossen hatten, sondern weil die Schlange so lang war. Und es war alles in Ordnung. Es war nicht irgendwie wie bei Klopapier Zeiten, dass es Mangel war. Verstehen Sie, dass die Leute in fünf Shops laufen und kein Klopapier finden. Das ist übrigens das neue Gold gewesen eine Zeit. Die Dynamik war so gewaltig, dass diese wenigen Bündel, die da zur Verfügung standen, die wurden nicht für zwei Euro verkauft. Die wurden dann an dem nächsten Tag für acht Euro verkauft. Und die wurden gekauft. 

I1: Wir kommen zum Thema-. Ich habe das mit Jonas Jenis schon mal angesprochen, weil-. Erstmal gibt es einen Unterschied zu den Edelmetallen. Man kann bei euch noch sich für 10.000 Euro einkaufen. Das ist wie ein Handelsprodukt. Das ist einfach von der Freikaufsgrenze befreit. Das Bild, was eben gemalt worden ist von Günther mit der Schubkarre und dem Geld möchte ich so nicht wieder spielen. Weil wir haben mit Zypern auch geübt. Wir haben auch Thematiken im Umlauf und Diskussionen-. Blockchain Technologie wurde angesprochen. Vielleicht digitale Währungen oder das neue Geld nicht mehr mit Bargeld in Verbindung zu bringen. Umso einfacher ist es, auf den Knopf zu drücken, die Kommazahlen zu verändern. Weil für mich ist Bargeld immer noch gedruckte Freiheit, zumindest kann ich mit diesem Geld freiheitlich anders einkaufen und handeln. Deswegen, als freiheitsliebender Mensch, hänge ich am Bargeld mehr als an allen anderen Papierformen, wenn es um das Thema Geld geht. Aber wir sprechen davon, dass in der digitalen Form natürlich auch ein anderes Zeitalter der Kontrolle aufkommt. Die Sachwerte können ein Stück weit Freiheit bedeuten. Und wenn ich einen Diamanten habe, dann habe ich den heute noch und ich kann morgen noch entscheiden, wo ich den verkaufe. Ich kann ihn weltweit überall anbieten und kann ihn auf den Tisch legen. Das ist und bleibt ein Diamant. Bei Silber das gleiche, bei einer Flasche Wein oder bei einem Weingut auch. Ich habe heute Wein, ich habe morgen Wein. Wein wird immer getrunken werden. Es wurden vor tausenden Jahren-. Da wurden andere Gespräche geführt. Das kann durchaus sein, dass die ersten (?Talks) schon damals bei den Römern völlig einen anderen Kern hatte als die, die wir heute hier in Berlin führen. Aber Wein war Wein und blieb Wein. 

B3: Ja, im Übrigen-. Du hast ja vorhin zurecht gesagt-. Es ist im Moment schwierig, wenn du eine neue Finanzierungsrunde bankentechnisch brauchst, dann kriegst du, wenn man ganz ehrlich ist, ohne Sachanlagen keine Finanzierung. Ich kann aber im Moment mit einer tollen Sachanlage trotzdem sehr gut neu finanzieren, weil ich eben einen belastbaren Wert habe. Wenn der eine stille Reserve hat, dann kriege ich auch weiterhin einen Kredit, weil da ja, ich sage mal, der Finanzierungsrun auf liquide Mittel nicht so ausgeprägt ist wie eben zur Absicherung von Lebensqualitätsengpässen, die da gerade entstanden sind oder noch entstehen werden. Und da denke ich wirklich nochmal: Warum sind einfach Verbraucher nicht-. Oder der normale Bürger nicht so wirklich interessiert sich mal zu beschäftigen mit Themen, wo über Sachwertanlage ich eine wirklich viel nachhaltigere Investitionsmöglichkeit habe. Weil sie eben sich auch in der Krise refinanzieren kann.

I1: Kann es nicht auch sein, dass das Thema Vertrauen in Banken ein Vertrauen ist, was sich über viele Jahrzehnte auch erfolgreich aufgebaut hat?

B3: Ja deswegen ist das ja (?Bankbeamter). Das ist so ein Vertrauen wie einem Beamten es-.

I1: Mitunter. Also wenn wir das Thema Banken ansprechen-. Und ich kann mir sogar durchaus vorstellen, das ist jetzt rein hypothetisch, aber dass wir in zehn Jahren keine Banken mehr in diesem Modell brauchen, wie wir sie heute kennen. Und dass wir mit der Blockchain Technologie nicht nur die Prozesse der Diamantenschürfung bis zum Verkauf (?bei) Immobilienprozesse und Bankprozesse vollkommen automatisieren und modernisieren werden. Und dass vielleicht immer nur noch einer Zugriff auf das Bankensystem hat. Vielleicht sogar der Staat oder eine private wirtschaftsgeführte Bank, wie es in anderen Ländern schon der Fall ist.

B1: Vielleicht kann ich hier mal ein bisschen den Bogen schlagen. Wir sind ja in der Arminius Markthalle. Und das war ja ein Fürst, der zwei Glanzleistungen vollbracht hat. Die erfolgreichsten römischen Legionen zu schlagen. Er hat einmal auf den Überraschungseffekt gesetzt und dann hat er die verfeindeten germanischen Stämme vereint. Und so-. 

B3: Als drittes noch: er kannte seinen Feind. Weil er (?dort) ausgebildet war.

B1: Und er kannte seinen Feind sehr gut, weil er quasi hinter dem Limes groß geworden ist. Und das kann man jetzt auf die aktuelle Situation übertragen. Denn wir kennen unsere Gegner, wir kennen die Leute, die im alten System versuchen irgendwie Dinge aufrechtzuerhalten, die vielleicht nicht mehr aufrechterhalten werden sollten, die man einfach-. Also Innovation kommt letztendlich davon, dass man erstmal Althergebrachtes zerstört und danach wieder was aufbaut. Und vielleicht können wir sogar diesen Moment jetzt dafür nutzen, um neue Technologien, um ein neues Bewusstsein, um eine Wertewirtschaft zum Beispiel und den Zusammenhalt schaffen können in dieser Runde mit den Zuschauern gemeinsam etwas Neues aufzubauen. Wie Arminius es damals gemacht hat und-. 

I1: Ist die Hoffnung, die man hat. Mut für Neues. Veränderung kommt rein. Und auch das Neue wieder mit Verantwortung besetzt, mit Vertrauen neu besetzt. Also das heißt Urvertrauen halt vielleicht in die eine oder andere Strategie, die früher noch funktioniert hat, gut funktioniert hat über Jahrzehnte. Das muss nicht dasselbe Vertrauen hervorrufen wie das, was vielleicht in der Gegenwart und … #02:26:55#, dass wir eine neue Zukunft haben. Corona hat ja auch einen (?Prozess) ausgelöst. Ich erinnere trotzdem nochmal dran. Millionen Jahre alt. Ist jetzt nur stellvertretend. Ich hätte lieber hier auch den kleinen Diamanten. Es ist nur leider gerade keiner da oder ich sehe ihn nicht. Millionen Jahre alt, bleibt heute dasselbe wie morgen auch. Echtes Vertrauen, eine echte Grundlage liegt dem zu Füßen. Bei Wein, wie der Boden auch-. Die Sonne geht morgens auf, geht abends unter. Das … #02:27:22# Gut, Klimawandel kommt hinzu-.

B3: Den Grund und Boden, den werden wir noch Millionen Jahre, unsere Nachfolger, wenn es sie denn noch gibt-. 

I1: Allerdings, wenn man in die Geschichtsbücher guckt, sind die politischen Systeme, die Geldsysteme, die Versprechungen auf dem Papier-. Ich weiß nicht, wie weit wir in der Geschichte zurücksollen. Aber Bautzen alleine, meine Heimatstadt, in der ich heute lebe. Die tausendjährige Stadt hat so viel überstanden, die übersteht auch Corona. Das beißt man auf Granit, also das Fundament dieser Stadt ist einfach sehr viel härter als alle Erschütterungen, die von außen reinkommen können. Und auch diese Wertigkeit spielt immer eine maßgebliche Rolle. Was aber gewechselt hat, sind die Menschen, die Versprechungen gemacht haben. Was gewechselt hat, sind die politischen Systeme, die Führungssysteme, die Bankensysteme. Alles hat sich geändert. Und heute greift man in der Erinnerung immer wieder auf echte Werte zurück. Ich gehe ins Museum, ich sehe die Gemälde, ich sehe die Kunst. Ich sehe auf was sich Banken auch heute wieder stützen. Was haben sie denn heute im Tresor unten drin? Das Versprechen des Bankkollegen von nebenan oder eines Politikers oder echte Werte? Da liegen Gold und Silber, wenn ich in Tresore gehe.

B2: Oder wenn man die Banken der Banken sieht. (?BIZ) in Basel. Die akzeptiert als Rücklage von den Banken ab 1. Januar 2021 Edelmetalle

I1: Man soll es nicht glauben. Selbst der Bitcoin ist glaube ich den Edelmetallen unterlegen. 

B2: Ich will gar nicht überlegen, wenn die tatsächlich anfangen, einen Teil von diesen Rücklagen in Edelmetall zu tauschen und dann zurückzulegen, welche Nachfrage da zusätzlich entsteht, die volumenmäßig gar nicht vorhanden ist.

I1: Der Unterschied hierbei ist ja. Wenn ich ein Gramm Silber nehme. Das ist ja heute überall irgendwo vertreten. Du trägst eine wunderbare Armbanduhr, da ist sicherlich auch Edelmetall verankert. In der Brille-. Überall ist es mit drin. Ob ich dafür heute-. 50 Cent kostet das dann? Ob es jetzt morgen 60 kostet oder 70, wenn ich eine Uhr kaufe, das fällt nicht auf. Ist aber trotzdem eine Wertsteigerung drin. Was auffällt oder was erschreckend ist, ist: wenn ich Geld als System dagegenstelle, vor Corona-. Die Bank oder der Staat alleine druckt nicht alleine Geld. Wir haben noch eine EZB, wir haben noch ein BGH-Urteil. Wir haben das erste Mal in der Geschichte erlebt, dass ein Bundesgerichtshof ein Urteil fällt in Deutschland gegen die Geldpolitik der Europäischen Union. Das erste Mal in der Geschichte. Also klare Einreise … #02:29:41# Aber das erste Mal wurde hinterfragt, ob die Geldpolitik der EZB angemessen ist und rechtskonform ist. Und ich glaube, dieser Streit sollte uns auch zum Nachdenken bringen. Weil man sagte es früher immer: Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte. Ich streite mich eigentlich in der Regel nicht bei Werten, auch nicht im Portfolio, wenn ich sie streue und (?überlasse). Aber wir leben in Zeiten, wo wir heute stärker hinterfragen müssen, ob die Versprechen von damals morgen noch dieselbe Wertigkeit haben. Und das ist mir eigentlich egal, wenn ich in den Keller gehe, wie viele Flaschen Wein ich habe. Die Hauptsache ist, er ist da. Es ist wichtig, dass die Kulturgüter, die ihn herstellen, die Jobs, die Ortschaften, die Gesellschaften, die davon partizipiere, wenn ich ihn kaufe in Deutschland, ebenfalls einen Gewinn davon hat, dass der (?so) stattfindet. Wenn dann hier eine Markthalle gekauft wird, auch dafür sorgt, dass solche Gesprächsrunden und Einkaufswelten dafür da sind. Weil letztendlich ist diese Form von Werten der Garant für Frieden. Nichts anderes-.

B3: Aber wir können uns den Arminius ja auch als gutes Beispiel auch nehmen, weil wir ja wissen, dass er die falschen Gefährten ausgesucht hatte, denn er ist ja nicht an Altersschwäche gestorben, sondern gemeuchelt worden von einem seiner vorher verbundenen Kumpanenstämmen. Also auch da kann eigentlich nur eines gelten. Auch da achtsam sein, mit wem man sich verbandelt, geschäftlich wie auch sonst in diesem Leben. 

I2: Also Vertrauen, Verantwortung dann auch wieder zu übernehmen wäre Achtsamkeit. 

B3: Ja natürlich. Und auf der anderen Seite haben wir eine Riesenchance, weil die Digitalisierung birgt uns eine Riesenchance uns kundig zu machen. Weil natürlich auch nicht alles, was die Presse kommuniziert stimmt auch-. Ich war auch schon mal Unternehmer des Monats im Handelsblatt und Arschloch im Mannheimer Morgen. Das kenne ich auch alles. Wo man mich auch nicht gefragt hatte, also-. Noch ein bisschen Lebenserfahrung würde auch nicht schaden, weil es geht ja trotzdem weiter. Der Kopf ist ja immer noch oben drauf. Auch für etwas-. Vor allem, wenn man nichts dafürkann. Für den Strukturwandel kann man nichts. Und ich glaube, dass-. Wenn ich jetzt sage die neue Währung heißt Vertrauen, dann hat das eben nochmal nur eigentlich mit Menschen zu tun. Und das ist die Achtsamkeit, die wir an den Tag legen müssen. Zu schauen passen denn die handelnden Personen zueinander? Weil sonst kollabiert auch so ein System natürlich, weil das dann auch sehr schnell von Misstrauen, von Unterstellungen, von der gefühlten Vorteilsnahme geprägt ist. Und auf der anderen Seite wissen wir: wir leben in einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Deswegen hat der Sozialismus auch nicht funktioniert, weil es Faule und Fleißige gibt und Schlaue und Dumme. Und dass die Fleißigen für die Faulen mitarbeiten sollen und die Schlauen für die Dummen-. Das mache ich gerne für die, die sich nicht wehren können. Deswegen haben wir einen Sozialstaat. Aber es muss auch immer das System des ökonomisch Erfolgreicheren geben. Der kann sich ja nachher fragen lassen, was er mit seinem Reichtum anstellt. Das gibt es ja viele Vernünftige, die-.

I1: Absolut. Wenn man Verantwortung als Grundlage nimmt, Vertrauen, und sagen: es liegt in den Händen der Menschen, denen Vertrauen und Verantwortung und auch-. Denen mit Verantwortung vielleicht auch Macht an die Hände gegeben ist, dafür Sorge zu tragen, dass wir morgen noch in einer Welt leben, die Lebensqualität hat. Dann glaube ich ist die Eigenverantwortung jedes einzelnen sich nicht mit … #02:33:22# Und wenn ich heute lese, dass wir massiv viel mehr Geld für Rüstung und für Waffen ausgeben derzeit. Und das war schon vor Corona angelaufen. Und das wurde jetzt sogar während der Krise nochmal massig erhöht. Es wurden also Kampfflugzeuge in den USA bestellt, also nicht mal bei unseren europäischen Flugzeugherstellern. Dann frage ich mich: wem sollen die dienen? Und wenn ich mir die Rhetorik anschaue, auch der Kanzlerin, in den letzten Tagen, dass die Russen mit ihrer Propaganda einen maßgeblichen Einfluss auf die Stimmung im Land hat und auf die Bevölkerung, die auf die Straße geht und mitunter mitverantwortlich gemacht wird. Dann sind solche Strömungen, mitunter auch solche Rhetoriken auch brandgefährlich meines Erachtens. Weil sie zwei (?sorgen). Sie spalten Menschen. Dann gibt es nochmal einen großen Unterschied zwischen Ost und West, wo ich im Westen groß geworden bin. Bin ja auch in der Nähe von Heidelberg groß geworden. Damals in meiner Schule auf der Karte gab es in Deutschland eine Grenze. Da gab es den Osten und den Westen. Der Osten war böse. Denn der Osten war russisch besetzt. Und es waren die Guten, der Amerikaner, im Westen. Der hat uns befreit. Alles war gut. Die Wiedervereinigung, das beste Vermächtnis in der Geschichte, auch wenn ich es nicht live miterleben konnte. Friedliche Revolution. Wir sind ein Land. Und trotzdem haben wir verschiedene Wahrnehmungen und unterschiedliche Strömungen. Und wenn ich im Osten lebe jetzt und wahrnehme, dass sie nicht nur vom Russen besetzt waren, sondern auch heute von vielen Russlanddeutschen noch bewohnt sind. Und höre, dass man dort einen Konflikt zwischen Ost und West wiederaufbaut, habe ich eine andere Wahrnehmung, als wenn ich mit Freunden aus dem Westen telefoniere. Sage ich ganz ehrlich. Weil alles hat auch etwas mit Prägung zu tun. Und die Prägung in der Tatsache, wie wir Geld anlegen, wie wir sparen, ist auch mitunter ein Punkt, wie wir in der Vergangenheit mit Dingen umgegangen sind, die wir wahrgenommen haben. Und ich glaube, dass Corona auch wachrüttelt. Corona musste auch (?mal) sein mitunter, um Menschen überhaupt in den Prozess zu bringen sich mit dem Thema Verantwortung, Nachhaltigkeit, Vertrauen neu zu identifizieren und auseinanderzusetzen und auch mit dem Thema Regionalität. Weil wenn ich weiß in der Globalisierung spielt Regionalität auch mit eine Rolle, ob ich morgen noch an die Dinge herankomme, die ich heute vielleicht brauche. Dann kann daraus auch extrem viel Gutes entstehen, wenn es wertebasiert oder auch Werte auf Vertrauen aufgebaut werden. Und Vertrauen kommt nicht nur von den Versprechen mit ver, sondern auch mit dem Miteinander ins Gespräch kommen, mit dem fair miteinander sprechen. Und ob wir so fair miteinander sprechen heute und dass wir Ängste wahrnehmen und miteinander in Dialog. Und auch wir beide diskutieren ja toll miteinander, obwohl wir unterschiedlichster Meinung sind. Kann man nur, wenn man sich gegenseitig auch vertraut. Und dann können wir das Thema vielleicht wieder-. Auch einem Diamanten muss ich vertrauen, einem Händler muss ich vertrauen. Dem Zertifikat muss ich vertrauen. Ich muss beim Wein mitunter auch sehr viel Vertrauen mit in die Waagschale legen. Denn ich muss demjenigen vertrauen-.

B3: Der das erzeugt.

I1: Der es erzeugt. Da sind viele Produktionsschritte dazwischen und auch Abgänge dazwischen. Und auch politische Rahmenbedingungen mit Verantwortlichen, ob das überhaupt noch so ist. Und im Handel auch auf physischer Ebene … #02:36:44#. Sprich das Vertrauen ist das letzte Werkzeug von Politik zwischen Wirtschaft zwischen Lagerung und, und, und eine maßgebliche Rolle. Das kann nur entstehen, wenn wir fair miteinander reden. Wenn wir Versprechen aussprechen, die morgen auch noch eine Gültigkeit haben und sind. Und wenn wir nicht nur einen Themenkomplex in den Mittelpunkt stellen, wie wir das momentan gemacht haben mit dem Thema Virus und Gesundheit, sondern die Komplexität des Zusammenspiels der Gesellschaft. Der Ängste, der Hoffnung, der Zuversicht mit gegenübersetzen. Weil wenn Menschen miteinander reden, ist mein persönliches Ergebnis, kommen sie am Ende eines Gespräches zu Erkenntnissen, die ihnen morgen auch helfen mit dieser Situation besser klarzukommen. Und das soll der Beitrag heute von uns gewesen sein in der ersten (?Talkrunde) von Fairsprechen. Ich gebe trotzdem jetzt gleich nochmal an den Bernd rüber, weil man soll es nicht glauben wie schnell die Zeit in so einer Runde vergeht. Wie schnell so Stunden vergehen. Und ich hoffe, dass mit dieser Sendung auch der eine oder andere Impuls gegeben ist. Wenn sich die Menschen, die sich heute hier befinden-. Deswegen mal ein großes Dankeschön an die Runde-. Nicht nur digital unterhalten in Sozialen Netzwerken, sondern sagen: „Ich setze mich ins Auto, ich komme hierher.“. Aus Leimen. Oder-. Ja eigentlich hätten wir uns vor Ort treffen können, kurz um die Ecke. Können wir ja sagen. (?Da unten) ist ja ein Ballungsgebiet. Ich sage jetzt nicht die genaue Anschrift aber kurz um die Ecke. Oder aus der Pfalz hier in Berlin zusammentun. Dann sicherlich mit dem Bedürfnis heraus auch miteinander ins Gespräch zu kommen. Und das ist meine Rendite, glaube ich. Meine Rendite für die Zukunft miteinander fair zu reden. Bernd, letzte Runde?

I2: Ich möchte Danke sagen, dass ihr euch die Mühe gemacht habt und die Zeit genommen habt. Und, glaube ich, den ein oder anderen Impuls oder Inspiration für Zuschauer gegeben habt, was Sachwerte betrifft, was Investitionen betrifft, was Weitsicht betrifft, was Denken betrifft. Weil ich glaube das ist mit das wichtigste, dass man ein Gefühl dafür entwickelt, was in welche Richtung überhaupt passiert. Und insofern auch vielen Dank für die unternehmerischen Sichtweisen und für die Meinungen, die wir auch erfahren durften. Das ist auch schon mein Danke an euch.

I1: Wir hatten eine ausführliche Folge mit Jonas Jenis im Gespräch gehabt. Wir werden nochmal einen Sofatalk nachholen. Sofatalk ist eine Sendung, wo das einzelne Thema in die Tiefe gegangen als einzelnes Gespräch nachgeholt wird. Mit Christoph Hinderfeld hatten wir den Sofatalk ebenfalls noch nicht. Deswegen auch da mein herzlicher Dank heute in die Runde.

B3: Du weißt ja, wo Zeil am Rhein ist.

I1: Ich war auch schon dort.

B3: Du hast also schon ein erlebtes Wissen.

I1: Und habe mir dort auch einen sehr, sehr guten Wein mitgenommen, von dem ich heute noch partizipiere. Wir werden Sofatalk (?noch) machen, definitiv. Und ich danke Günther (?Louis), dem Goldpapst für die (?Sendung) ebenfalls. Wir hatten einen schönen Besuch in Dresden gehabt. Und ich spreche jetzt auch schon die Einladung aus für ein wirklich sehr, sehr spannendes Fenster, einem Wirtschaftsgipfel bei Jens Weißflog im Hotel im Erzgebirge, wo ich dich recht herzlich einlade. Termin wird noch bekanntgegeben. Auf dem Fichtelberg, dem höchsten Berg von Sachsen, steht eine Museumsglocke. Die wird geläutet zur Nominierung zum Friedensnobelpreis … #02:40:05# Und ich sage mal, ich finde den Auftrag in dieser Runde, so wie er heute gemacht ist-. Kann nicht besser sein. Ich habe oft Nervosität vor gewissen Dingen. Hier habe weniger Nervosität gehabt, weil es gibt ein gewisses Vertrauen jetzt mit Werten in Verbindung, wo wir auch anknüpfen dürfen. Wir dürfen öfter noch ein Gast in der Markthalle sein.

B3: Jederzeit. Gerne.

I1: Und sage vielen Dank an Bernd zum Thema (?Missionsverantwortung). Es wird den Podcast geben noch. Es gibt die Folgen dazu.

I2: Ich könnte mir vorstellen, dass wir hier den einen oder anderen Gast dazu auch noch demnächst im Interview mal haben.

I1: Absolut. Weil das eine geht ins Ohr, das eine kann man sich ansehen, das andere kann man noch lesen. Wir werden alle Texte des Gesprächs von heute transkribieren. Die sollen Teil auch des Buches werden, dass man es auch nochmal nachlesen kann. Wir werden es in verschiedene Sprachen übersetzen, damit es auch Menschen, die andere Sprachen haben, lesen können und wahrnehmen können. Und ich glaube auch, dass diese Zeitgespräche auch Zeitzeugen sind aus der Epoche dessen, was wir erlebt haben und für die nächste Generation die Konservierung noch zu (?Befund) steht heute. Das war es hier aus Berlin, vielen, vielen Dank für das Zuschauen. Auch den Zuschauern, die heute gekommen sind auf den Sitzplätzen. Ihr seht sie jetzt nicht im Fernsehen, aber hinter den Kulissen haben wir auch Zuschauer heute hier. Wir sitzen in einem abgeschirmten Bereich, etwas abgetrennt voneinander aufgrund von Corona. Vielen, vielen Dank für das Kommen und für das Zuhören. Und ich sage vielen Dank an die Techniker und an die Crew hinter den Kulissen, ohne die das Ganze nicht hätte stattfinden können. Sven (?Christof) aus der Oberlausitz, der für den Livestream heute zuständig ist und der Crew von (?Record). (?Record) weil (?Discort) sozusagen die Tonqualität hier nicht nur mit überwacht, sondern auch beim Aufbau mitgewirkt hat. Das Team kommt aus Kassel extra angereist. Vielen, vielen Dank an die Mitarbeiter hinter den Kulissen und an Sie, für die Zeit, die Sie sich genommen haben. Für das Liken, für das Teilen, für das Kommentieren, für das Abonnieren der Kanäle. Und recht herzlich bis zum nächsten Mal. Vielen Dank!